{"id":2222,"date":"2016-08-01T16:31:18","date_gmt":"2016-08-01T14:31:18","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=2222"},"modified":"2023-10-05T19:55:21","modified_gmt":"2023-10-05T17:55:21","slug":"unser-gesundheitssystem-oder-warum-patienten-immer-kraenker-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/unser-gesundheitssystem-oder-warum-patienten-immer-kraenker-werden\/","title":{"rendered":"Unser Gesundheitssystem &#8211; Oder: Warum Patienten immer &#8222;kr\u00e4nker&#8220; werden"},"content":{"rendered":"<p>In China wurde\u00a0vor langer Zeit\u00a0angeblich einmal ein Gesundheitssystem praktiziert, das mit Recht\u00a0auch den Namen &#8222;Gesundheitssystem&#8220;\u00a0trug: Der Arzt wurde von seiner Klientel so lange bezahlt, wie diese gesund waren (was immer auch unter diesem Wort verstanden wurde). Im Falle einer Erkrankung h\u00f6rten die Zahlungen auf, und der Arzt konnte erst nach erfolgreicher Behandlung auf weitere Zahlungen hoffen.<\/p>\n<p>Heute sehen wir das als eher unrealistisches Model an, das in unser System nicht umsetzbar ist &#8211; warum auch immer. Aber der wirkliche Grund daf\u00fcr ist nicht eine mangelnde Umsetzbarkeit, sondern <strong>ein fundamental falsches Verst\u00e4ndnis von dem, was Gesundheit eigentlich ist<\/strong>. Dieses Verst\u00e4ndnis ist so marode, dass unser &#8222;Gesundheitssystem&#8220; (besser Krankenwesen), das weitestgehend auf diesem Verst\u00e4ndnis beruht, kaum Chancen hat, wirklich etwas mit \u201eGesundheit\u201c zu tun zu haben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Diese Erkenntnis ist aber alles andere als neu.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang erinnere ich einmal an einen\u00a0beeindruckenden Artikel\u00a0der im \u00c4rzteblatt (Aertzeblatt.de)\u00a0bereits im Jahr 2002 ver\u00f6ffentlicht wurde. Der Artikel analysierte\u00a0bereits damals\u00a0die katastrophale Situation von Medizin und Gesundheitspolitik (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20160613035127\/http:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/32976\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheitssystem: In der Fortschrittsfalle<\/a>, Abruf aus dem Archive am 13.6.2016) und bringt die Problem auf den Punkt.<\/p>\n<p>Los geht es erst einmal mit der Frage:<\/p>\n<h2>Was ist Gesundheit?<\/h2>\n<p>Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheit (wie der Friede die Abwesenheit von Krieg ist). Diese Definition ist so richtig, wie sie auch falsch ist. Denn so einfach lassen sich Gesundheit und Frieden nicht definieren. Denn unter dem Strich ist Gesundheit einfach mehr, als nur nicht krank zu sein.<\/p>\n<p>Aus schulmedizinischer Sicht\u00a0ist man aber seit je her bem\u00fcht, die Gesundheit aus genau diesem Blickwinkel zu betrachten und dementsprechend zu (be)handeln.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Oder mit anderen (schulmedizinischen) Worten: Gesund\u00a0ist ein Patient dann, wenn der Arzt seine\u00a0Symptome &#8222;weg&#8220;-therapiert (abgestellt) hat und der Patient seinem gewohnten Alltag wieder nachgehen kann.<\/p>\n<p>Aber hat das etwas mit Gesundheit zu tun? Der Arzt soll die Krankheit, an der man leidet, behandeln. Wenn die dann verschwindet, dann gilt man als geheilt oder gesund.<\/p>\n<p>Ist es wirklich so einfach, seine Gesundheit wieder herzustellen?<\/p>\n<p>Vielleicht gilt dies f\u00fcr einfache St\u00f6rungen der Gesundheit, wie eine kurzfristige Infektion, die aber auch ohne \u00e4rztliches Zutun sich von selbst wieder ausheilt. Bei chronischen Erkrankungen wird der Patient bei dieser Behandlungsphilosophie bestenfalls ein Abschalten der Symptome erfahren, was aber auch wieder etwas ganz anderes ist als Gesundheit.<\/p>\n<p><strong>Doch heute wird vielfach dieses Abschalten von Symptomen als Basis \u00e4rztlicher Heilkunst akzeptiert und als eine Form der Heilung betrachtet. F\u00fcr den Arzt ist das eine Erleichterung in seiner Therapie, da er hier nur Symptome erkennen und ausl\u00f6schen muss, ohne die zugrunde liegenden Ursache f\u00fcr die Symptome in Angriff zu nehmen.<\/strong><\/p>\n<p>Aber genau das w\u00e4re ein\u00a0deutlicher Schritt in\u00a0Richtung Gesundheit. Praktischerweise garantieren unbehandelte Ursachen, falls der Organismus nicht mehr selbst in der Lage ist, sich zu heilen, einen lebenslangen Kunden f\u00fcr den Arzt. Aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ist dieses Model durchaus akzeptabel. <strong>Am Beispiel der Erkrankung <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/MS.htm\">Multiple Sklerose<\/a> habe ich unter anderem gezeigt, wie lohnend solch ein Patient ist!<\/strong><\/p>\n<p>Die Ursachen einer so katastrophalen Auffassung sieht der Schreiber des oben erw\u00e4hnten Artikels (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210321124534\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klaus_D\u00f6rner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. D\u00f6rner<\/a> aus Hamburg, Abruf des Links im Archive am 21.3.2021), in einem historischen Fehler. Er schreibt, dass \u201e<i>wir seit 200 Jahren mit zunehmender Wut kategorial falsch mit der Gesundheit umgehen<\/i>\u201c.<\/p>\n<p>Gemeint ist die \u201eGesundheit\u201c als falsch definiertem Begriff und daraus resultierend ein falscher Umgang mit der Gesundheit selbst. <strong>Denn Gesundheit ist eben viel mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit<\/strong>. Und: So paradox es klingen mag, aber Gesundheit ist oft auch die gleichzeitige <em>Anwesenheit<\/em> von Krankheit.<\/p>\n<p>Prof. D\u00f6rner sieht die vor 200 Jahren erfolgte S\u00e4kularisierung der Welt (=Befreiung von Metaphysik und Transzendenz durch die Aufkl\u00e4rung) als zentralen Punkt in der Entstehung der Ansichten, die wir heute als so selbstverst\u00e4ndlich empfinden. Heute ist f\u00fcr Krankheit und Tod nicht mehr der liebe Gott verantwortlich (oder andere metaphysische, nicht fassbare Gr\u00f6\u00dfen).<\/p>\n<p>Heute ist dies alles beeinflussbar, und zwar durch rationale Erkenntnis und seine praktische Umsetzung in Form von einem Gesundheitssystem mit Medizinern, Pharmazien etc. Auch der Tod, der leider immer noch als unvermeidbar gilt, ist aufgrund der wissenschaftlichen Bem\u00fchungen heute fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zum sterben verurteilt.<\/p>\n<p>Denn wir haben die Lebenserwartung in diesen letzten 200 Jahren\u00a0im Durchschnitt aller Geborener\u00a0verl\u00e4ngert und haben im Bereich der Altersforschung viele neue Erkenntnisse gewonnen, die die biologischen Ursachen f\u00fcr das Sterben beschreiben und damit zum Ziel von Therapien machen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>F\u00fcr den unbedarften Zuschauer sieht der gesamte Gesundheitsbetrieb, wie ihn die Schulmedizin darstellt, wie ein allm\u00e4chtiger Probleml\u00f6ser aus. Man f\u00fchlt sich krank und erwartet die L\u00f6sung vom Arzt durch eine Pille von der Apotheke. \u00dcber diese Erwartungshaltung vieler Patienten habe ich bereits hinl\u00e4nglich geschrieben. Ich halte es da in der Praxis mit den Worten von Sokrates, der vor \u00fcber 2400 Jahren bereits forderte: <strong>\u201eWenn jemand Gesundheit sucht, frage erst ob er bereit sei, k\u00fcnftighin die Ursachen der Krankheit zu meiden. Erst dann darfst Du ihm helfen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Aber was passiert heute? Es wird operiert was das Messer hergibt und Pillen geschluckt, bis man Pillen gegen die Nebenwirkungen der Pillen nehmen muss, die man urspr\u00fcnglich genommen hat, damit es einem besser geht. Die Logik dahinter ist klar:\u00a0Die &#8222;Gesundheit&#8220; ist die Abwesenheit von Krankheit und die wiederum ist gegeben, wenn es keine Symptome gibt.\u00a0Also\u00a0bin ich &#8222;ohne Symptome&#8220; gesund. Pillen, die diese Symptome abstellen, machen gesund, auch wenn ein Absetzen der Pillen die Symptome wieder aufflammen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Die v\u00f6llig kaputte Pr\u00e4vention<\/h2>\n<p>Ein Gramm Pr\u00e4vention wiegt mehr als ein Kilo Therapie, so hei\u00dft es bei den Bef\u00fcrwortern der Gesundheitspr\u00e4vention. Dieses Motto hat aber auch viele Freunde bei den Therapeuten. Warum eigentlich, wo doch eine erfolgreiche Pr\u00e4vention die Zahl der Krankheitsf\u00e4lle verringern k\u00f6nnte und dann die Therapeuten arbeitslos zu machen droht?<\/p>\n<p>Antwort: Weil das falsche Konzept der Gesundheit und damit auch der Pr\u00e4vention \u00fcberhaupt keine Bedrohung f\u00fcr die Schulmedizin und deren Auftragslage ist!<\/p>\n<p>Denn wenn Pr\u00e4vention die Aufgabe hat, keine Erkrankungen aufkommen zu lassen, dann \u00fcbersieht man, dass Krankheit zur Gesundheit dazugeh\u00f6rig und kein krasses Gegenteil davon ist. Es klingt paradox. <strong>Aber die heute betriebene Pr\u00e4vention ist \u00fcberwiegend diesem Irrtum ausgeliefert: Wird man trotz Pr\u00e4vention krank, dann hat die Pr\u00e4vention versagt. In Wahrheit stimmt das nicht, zumindest nicht so in dieser direkten Beziehung.<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00e4vention selbst kann unter gewissen Umst\u00e4nden zur Erkrankung f\u00fchren, oder man kann sie selbst als Krankheit auffassen. N\u00e4mlich immer dann, wenn sie zur Besessenheit wird. Prof. D\u00f6rner nennt das eine \u201e<i>hypochondrische \u00dcberaufmerksamkeit auf das Selbst<\/i>\u201c, also das eigene Ich, beziehungsweise den eigenen gesundheitlichen Status.<\/p>\n<p>Wie oben beschrieben wird oft assoziiert, dass nicht nur Behandlungen von Erkrankungen mit Hilfe von \u201eman nehme 3 mal 1\u201c Pillen betrieben werden, sondern dass dies auch im Bereich der Pr\u00e4vention Einzug gehalten hat.<\/p>\n<p>Die Industrie der <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/nahrungsergaenzung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nahrungserg\u00e4nzungsmittel<\/a> lebt \u00fcbrigens auch von dieser interessierten Fehleinsch\u00e4tzung: Gesund bleibe oder werde ich, wenn ich dieses oder jenes Nahrungserg\u00e4nzungsmittel zig mal am Tag zu mir nehme. So einfach kann man Gesundheit erhalten, so glauben wir oder sollen wir glauben. Auch hier wieder das Missverst\u00e4ndnis oder der \u00fcberhebliche Glaube, dass wir Gesundheit herbei befehlen k\u00f6nnen, dass wir Gesundheit durch Ma\u00dfnahmen erzwingen k\u00f6nnen. Und durch die Ablehnung des Gedankens, dass Gesundheit nichts als eine Gabe ist.<\/p>\n<p>So wird die Gesundheit zu einem unvorstellbar hohem gesellschaftlichen Wert erhoben, alldieweil die tagt\u00e4gliche Praxis das genaue Gegenteil erz\u00e4hlt. Je mehr man den Wunsch nach vollkommener Gesundheit n\u00e4hrt und verg\u00f6ttert, desto kranker werden die, die dar\u00fcber reden. Es ist fast so wie bei einem Hungerndem.<\/p>\n<p><strong>Denn nur der Hungernde tr\u00e4umt vom Essen. Und nur die Kranken tr\u00e4umen von der Gesundheit. Und wer Gesundheit als diesen hohen gesellschaftlichen Wert akzeptiert hat, der ist auch eher bereit, die Systeme und Institutionen, die angeblich zur Gesundheit beitragen, mehr oder weniger zu akzeptieren und einen unproblematischen Patienten abzugeben.<\/strong><\/p>\n<p>Das Ideal von einer \u201eleidensfreien Gesellschaft\u201c, die durch Medizin und Pr\u00e4vention hergestellt und gesichert werden soll, rechtfertigt somit jede Bem\u00fchung, auch wenn sie noch so fragw\u00fcrdig erscheint. Vor allem dient dieses Ideal zur Durchsetzung von wirtschaftlichen Zielen, die die Gesundheit und das Gesundheitswesen zum \u201eKassenschlager\u201c, zur Ware verkommen l\u00e4sst. Und auch hier sind beide Seiten betroffen, die Therapieseite und die Pr\u00e4vention. Wie sich dieses Bild in der Praxis in sein komplettes Gegenteil verkehrt, das schildert der Professor in seinem Artikel.<\/p>\n<h2>Paradoxe Realit\u00e4t<\/h2>\n<p>Wo Pr\u00e4vention und Therapie auf h\u00f6chstem Niveau betrieben werden, und das sogar noch \u201eevidenzbasiert\u201c, da sollte doch das Ideal von einer gesundheitlich durchseuchten Gesellschaft nicht mehr fern sein. Dem ist aber l\u00e4ngst nicht so. Statt Gesundheit oder was man auch immer darunter verstehen mag, gibt es das komplette Gegenteil.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: #ffff99;\"><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><script src=\"http:\/\/app.getresponse.com\/view_webform.js?wid=3451703&amp;u=93\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<p>Im Folgenden greife ich gerne einige Beispiele auf, die Prof. D\u00f6rner anf\u00fchrt:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Je &#8222;effektiver&#8220;\u00a0Schmerztherapien und <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/schmerzmittel-problematischer-als-gedacht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schmerzmittel<\/a> werden, umso gr\u00f6\u00dfer wird die Zahl der Schmerzpatienten.<\/strong> Warum? Weil die Gesellschaft jetzt ein abstraktes \u201eRecht auf Schmerzfreiheit\u201c fordert, was auch geringe Schmerzen zu behandlungsbed\u00fcrftigen Problemen werden l\u00e4sst. Was zuvor nur als vor\u00fcbergehende Missempfindung aufgefasst wurde, die aber keine unnat\u00fcrlichen Ursachen hat, im Gegenteil, wird jetzt dem Ideal entsprechend jeder kleine Schmerz oder Unp\u00e4sslichkeit als Ausdruck einer aufkeimenden Krankheit begriffen. Kein Wunder also, wenn Schmerz, gleichg\u00fcltig wie stark oder schwach er ist, keine positive Eigenschaft genie\u00dft, als ein vollkommen nat\u00fcrliches Warnsignal zum Beispiel. Stattdessen werden Schmerz und Unp\u00e4sslichkeiten weg therapiert.<br \/>\nEin Auto hat es da viel besser: Wenn da eine Warnlampe aufleuchtet, f\u00e4hrt der Besitzer in der Regel ziemlich schnell zur Werkstatt und l\u00e4sst den Wagen untersuchen. Wenn die Werkstatt vorschlagen w\u00fcrde nur die Warnlampe rauszuschrauben, w\u00fcrden wir dem Meister wahrscheinlich einen Vogel zeigen und schleunigst eine andere Werkstatt aufsuchen. Aber was machen wir in unserem Medizinsystem? Genau. Wie Alternativen in der Schmerztherapie aussehen k\u00f6nnen habe ich u.a im Beitrag <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Schmerzen.htm\">Schmerzen<\/a> und auf\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.schmerztherapiezentrum.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.schmerztherapiezentrum.com\/<\/a> beschrieben.<strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/li>\n<li>F\u00fcr Prof. D\u00f6rner hat dies zwei Folgen: Man hat eine negative Einstellung zu einem positiven nat\u00fcrlichen Signal des K\u00f6rpers. Und die auch kleine St\u00f6rungen und Unp\u00e4sslichkeiten werden als medizinische Indikation aufgefasst, was neue Kranke schafft, obwohl sie nicht krank sind. Beispiel: Die Sache mit dem <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Cholesterin.htm\">Cholesterin<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blutwerte\/blutdruckwerte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blutdruckwerte<\/a>, Essst\u00f6rungen, <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Schlafstoerung.htm\">Schlafst\u00f6rungen<\/a>, Verhalten von Kindern als <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Hyperaktivitaet.htm\">Aufmerksamkeitsst\u00f6rungen<\/a> etc.<\/li>\n<li>Und: Je mehr Kranke geschaffen werden, desto gr\u00f6\u00dfer wird die Industrie, die sich der Kranken annehmen will. Denn bei so viel Krankheit ergibt sich ein riesiger Markt, wie die Pharmaindustrie es mit ihren Verkaufszahlen zu belegen versteht. Was bei schweren Erkrankungen richtig und w\u00fcnschenswert ist, das wird in der Regel jetzt auch schon bei kleineren &#8222;St\u00f6rungen&#8220; und Unp\u00e4sslichkeiten\u00a0angewandt. So sind Cholesterinwerte ohne evidenzbasierte Beweise f\u00fcr eine gef\u00e4\u00dfsch\u00e4digende Wirkung im Laufe der Jahre per Beschluss immer weiter nach unten korrigiert worden, was zu einer \u00dcbertherapie der Betroffenen gef\u00fchrt hat und keineswegs zu einer Abnahme der Herzinfarkte etc., was durch diese Ma\u00dfnahme ja erreicht werden sollte. Im Gegenteil \u2013 die Statistiken zeigen einen steigenden Verlauf.<\/li>\n<li>Ein besonders trauriges Kapitel behandelt Prof. D\u00f6rner, wenn es um die Leute geht, die in der Gesellschaft am k\u00fcrzeren Hebel sitzen: die Alten und die Kinder. Vollbesch\u00e4ftigung hie\u00df damals das gesellschaftliche und wirtschaftliche Ziel in Deutschland. Dazu mussten Papa und Mama arbeiten gehen. Was also tun mit den alten Eltern, die pflegebed\u00fcrftig waren? Und die Kinder, auf die jemand aufpassen musste, wenn die Gro\u00dfeltern nicht zur Stelle waren? <strong>Wo es fr\u00fcher die Gro\u00dffamilie gab, in der drei oder vier Generationen zusammen lebten, wurde hier der Ersatz eingef\u00fchrt: Das Altenheim und der Kindergarten.<\/strong> Andere Institutionen folgten, wo Menschen, die nicht ins perfekte gesellschaftliche Bild passten, abgeschoben wurden. Geistig und k\u00f6rperlich Behinderte, psychisch Kranke etc. werden in der Regel in entsprechenden Heimen und nicht in deren Familien versorgt. Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel. F\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit gibt es solche Menschen nur in Berichterstattungen und H\u00f6rensagen. Praktische Erfahrungen machen nur die Wenigsten von uns mit diesen Menschen. Kein Wunder also, wenn es Angst und Scheu vor diesen Menschen gibt, ein Zeichen von unnat\u00fcrlichen Empfindungen und Verlust von Bindungen zur Natur des Menschen.<\/li>\n<li><strong>Alte Menschen werden in Abstell-Institutionen verwaltet, denn deren Kinder sind aufgrund ihrer Arbeitsbelastung nicht in der Lage, sich so um sie zu k\u00fcmmern, wie das in einer urst\u00e4mmigen Gro\u00dffamilie noch der Fall war.<\/strong> Und alte Leute sterben, aber auch nicht mehr zu Hause im Kreis ihrer Familie und Vertrauten, sondern im Heim oder im Krankenhaus, auch ein Trend, den es zur Zeiten der Gro\u00dffamilie kaum gegeben hatte. Auf diese Weise ist das Sterben ebenfalls \u201eunsichtbar\u201c gemacht worden. \u00dcberhaupt ist alles, was dem gesellschaftlichen Ideal von Gesundheit widerspricht, unter eine institutionelle Tarnkappe verbannt worden: Die Behinderten, die Alten, die Sterbenden etc. Die Kinder sind davon ausgenommen, da Kind-sein keine Behinderung oder \u00e4hnliches ist. Aber als unproduktive Mitglieder der Gesellschaft sollten sie nicht der Produktivit\u00e4t ihrer Eltern im Wege stehen. Das ist ein etwas anderes Thema, greift aber in die wirtschaftlichen Belange ein, wenn es um das Thema der Verwaltung und Organisation von Familie geht (Familienpolitik).<\/li>\n<li>Die Medizin macht Fortschritte. Diese sehen so aus, dass sie in der Tat in der Lage ist, viele Patienten vor einem fr\u00fchzeitigen Tod zu &#8222;retten&#8220; &#8211; selbst die, die es gar nicht mehr wollen. Die Kehrseite ist, dass diese Patienten zwar nicht sterben, aber auch nicht gesund sind. Im Gegenteil. <strong>Wo vor ein paar Hundert Jahren chronische Erkrankungen zu einem zeitigen Tod gef\u00fchrt haben, leben heute solche Patienten mit ihrer Krankheit deutlich l\u00e4nger.<\/strong><br \/>\nDamit liegt der Erfolg der Schulmedizin in der Vermehrung von <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/ChronischeKrankheit.htm\">chronischen Krankheiten<\/a> und den damit verbundenen Behandlungskosten. F\u00fcr Prof. D\u00f6rner kann die Schulmedizin nicht mit diesem Problem umgehen, da sie chronische Erkrankungen\u00a0praktisch wie Akuterkrankungen angeht. Es gibt keine Medizinrichtung, die chronische Erkrankungen behandelt. Wer hier Akutma\u00dfnahmen zum Einsatz bringt, der darf sich nicht wundern, wenn sich nichts verbessert. Eine ad\u00e4quate Medizinrichtung f\u00fcr chronische Erkrankungen w\u00fcrde (beziehungsweise m\u00fcsste), einen mehr holistischen Ansatz haben. Denn diese Krankheiten haben Bezug auf den gesamten Organismus. Aber auch hier zeigt die segmentielle Auffassung der Schulmedizin, dass sie \u00fcber die Akutbehandlung von entsprechenden Symptomen selten hinauskommt.<\/li>\n<li>F\u00fcr Prof. D\u00f6rner bewirken alle diese gesundheitsf\u00f6rdernden Ansichten und Trends das genaue Gegenteil.\u00a0<strong>Alle Ma\u00dfnahmen\u00a0entm\u00fcndigen den Patienten, veranlassen ihn, seine Selbstverantwortung f\u00fcr seine Gesundheit in die H\u00e4nde eines Gesundheitsbetriebs zu legen, der kein Interesse an Gesundheit hat.<\/strong> Vielmehr ist an diesem Punkt die Gesundheit ein Mittel geworden, mit dem man Gesch\u00e4fte machen kann. Jeder will gesund sein, bleiben oder werden. Dieser Wunsch wird Gegenstand von Versprechungen einer Gesundheitsindustrie, die nur ans Geld machen denkt. Und auch die Organisation von medizinischen Einrichtungen verr\u00e4t, dass hier Gesundheit nur Mittel zum Zweck geworden ist. Im Vordergrund stehen vielmehr Gewinnmaximierung und Expansion des Gesch\u00e4fts, eine \u00fcbliche Maxime eines Betriebs. F\u00fcr die Gesundheit der Patienten ist so eine Einstellung eine Katastrophe. Sie k\u00f6nnen nur hoffen, dass sie im Krankheitsfall nicht den betriebswirtschaftlichen Priorit\u00e4ten solcher Einrichtungen im Wege stehen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Der Artikel von Prof. D\u00f6rner h\u00f6rt an dieser Stelle nicht auf, sondern beschreibt ein paar weitere Szenarios, wie sich die marode Vorstellung von Gesundheit praktisch auf unser Leben auswirkt. Daher halte ich diesen Beitrag f\u00fcr besonders lesenswert.<\/p>\n<p>Er zeigt weiter auf, warum wir genau die Probleme im sogenannten \u201eGesundheitswesen\u201c haben, die die Politik durch ihre \u201eseltsamen\u201c Gegenma\u00dfnahmen provoziert hat. Wie es aussieht behandeln die Gesundheitspolitiker ihre kr\u00e4nkelnde Schulmedizin nicht anderes als diese ihre Patienten versorgt: Rein symptomatisch. Ver\u00e4nderungen von zugrunde liegenden Fehlern ist nicht mit von der Partie, weil man einfach keine Lust hat, hier mal nachzuschauen&#8230;<\/p>\n<ul>\n<li>oder weil man trotz der Fehler immer noch glaubt, das beste Gesundheitssystem im ganzen Universum zu besitzen&#8230;<\/li>\n<li>oder weil man uns\u00e4glich ignorant und gleichg\u00fcltig ist, so lange die Schulmedizin und Pharmaindustrie gedeihen und f\u00fcr die Politik saftige Berater- und Lobbyvertr\u00e4ge bereith\u00e4lt&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Und wer noch nicht genug hat, darf gerne hier weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/vorsicht-arzt\/\">Vorsicht Arzt! Von falschen Diagnosen und merkw\u00fcrdigen Behandlungen<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Oder:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/die-pharmaindustrie-wie-wir-patienten-belogen-werden\/\">Das Pharmakartell &#8211; Wie wir Patienten belogen werden<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Oder (auch sehr lecker):<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/medikamentenskandal\/\">Medikamentenskandale &#8211; Die bitteren Pillen und schlechten Nachrichten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bild: fotolia.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In China wurde\u00a0vor langer Zeit\u00a0angeblich einmal ein Gesundheitssystem praktiziert, das mit Recht\u00a0auch den Namen &#8222;Gesundheitssystem&#8220;\u00a0trug: Der Arzt wurde von seiner Klientel so lange bezahlt, wie diese gesund waren (was immer auch unter diesem Wort verstanden wurde). 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