{"id":2158,"date":"2016-03-06T16:30:15","date_gmt":"2016-03-06T14:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=2158"},"modified":"2025-10-22T09:48:39","modified_gmt":"2025-10-22T07:48:39","slug":"problemfaktor-wlan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/problemfaktor-wlan\/","title":{"rendered":"Problemfaktor WLAN"},"content":{"rendered":"<p>Handystrahlung und WLAN \u2013 die elektromagnetischen Wellen, die von den Ger\u00e4ten ausgehen, steht seit Jahren in der Kritik. Wie bei allen diesen Fragen ist immer die Kernfrage nach der Richtigkeit der Aussagen unklar. Denn wenn man vom Blitz getroffen tot umf\u00e4llt, dann ist klar, dass Blitze gef\u00e4hrlich sind und vermieden werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>WLAN und Handys sind mit Sicherheit keine \u201eSofort-Killer\u201c. Auch Zigaretten und Drogen bringen die Menschen nicht nach wenigen Tagen um. Aber dennoch gelten sie als gef\u00e4hrlich. Andere \u201egef\u00e4hrliche Substanzen\u201c, die der moderne Mensch gar nicht mehr als solche f\u00fcr sich einordnet, sind <a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/zucker-kassenschlager\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zucker<\/a>, Alkohol, <a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/horrorkabinett-der-gmo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">genetisch modifizierte Nahrungsmittel<\/a> und alle \u201eleckeren\u201c chemischen Zutaten, die ein ordentliches industriell gefertigtes Nahrungsmittel ausmachen.<\/p>\n<p>Aber bei Handystrahlung und WLAN wird die Angelegenheit noch undurchsichtiger, nicht zuletzt weil es hier an zuverl\u00e4ssigen wissenschaftlichen Studien fehlt, wie ich im Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/elektromagnetische-felder-handy-industrie\/\">Elektromagnetische Felder: Handystrahlung, WLAN &amp; Co<\/a> versuche zu zeigen. Klar:\u00a0Mein Beitrag kann auch nicht die Gef\u00e4hrlichkeit der elektromagnetischen Strahlungen \u201ebeweisen\u201c. Er zeigt aber immerhin, dass das \u00fcbliche M\u00e4rchen der Industrie vom Legoland der \u201eUnbedenklichkeit\u201c wirklich nur als M\u00e4rchen angesehen werden muss.<\/p>\n<p>Denn: Die wenigen Laborstudien haben Einfl\u00fcsse auf die DNA gesehen und damit die Behauptungen der Protagonisten widerlegt. Auf der anderen Seite bleibt wirklich zu fragen, ob diese Ergebnisse eine praktische Relevanz haben. Und hier gibt es meines Wissens \u00fcberhaupt nichts an Arbeiten, die sich dieser Fragestellung gewidmet h\u00e4tten. Es wird hier wieder einmal der gute Glaube an die Sicherheit und Vertr\u00e4glichkeit der Handy- und WLAN-Strahlung als gesichertes Wissen verkauft, weil es der Industrie genau so in ihren Kram passt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2159\" src=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/WLAN-Router_fotolia_75146685_andifink.jpg\" alt=\"WLAN-Router\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/WLAN-Router_fotolia_75146685_andifink.jpg 510w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/WLAN-Router_fotolia_75146685_andifink-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/p>\n<h2>Die Bundesregierung warnt \u2013 die Industrie macht!<\/h2>\n<p>Ein \u201e\u00e4ltlicher\u201c Bericht des \u201eSpiegel\u201c aus dem Jahr 2007 (spiegel.de\/netzwelt\/tech\/drahtlose-netzwerke-bundesregierung-warnt-vor-w-lan-a-497684.html) zeigt aber doch, dass die Bundesregierung dieses Problem sehr wohl diskutiert, oder nicht? Auch hier werden ein paar richtige Ratschl\u00e4ge gegeben, zum Beispiel statt WLAN auf Kabelanschluss ans Internet zur\u00fcckzugreifen. Es ist fast als Binsenweisheit anzusehen, dass man mit einem Kabelanschluss \u00fcberhaupt nichts falsch machen kann. Oder wie man so sch\u00f6n sagt: \u201eMan ist hier auf der sicheren Seite.\u201c<\/p>\n<p>Der Artikel zitiert auch eine kleine Anfrage der Gr\u00fcnen an den Deutschen Bundestag http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/060\/1606022.pdf) mit 14 Fragen zu der Sicherheit von elektromagnetischen Strahlungen seitens WLAN. Aber zu diesem Zeitpunkt gab es noch weniger Antworten auf diese Fragen. Die einzige \u201egesicherte\u201c negative Wirkung des WLAN-Elektrosmogs ist eine Art \u201ePlacebo-Wirkung\u201c, die bei psychisch fragw\u00fcrdigen Aspiranten einsetzt, die auch bei ausgeschaltetem WLAN sterbenskrank werden: \u201e<i>Negativer Placebo: Elektrosmog wirkt auch ohne Strahlung<\/i>\u201c (spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/negativer-placebo-elektrosmog-wirkt-auch-ohne-strahlung-a-496623.html). Der \u201eSpiegel\u201c zitiert hier eine Studie aus Gro\u00dfbritannien, in der 44 Personen mit und 114 Personen ohne gesundheitliche Beschwerden untersucht worden waren, die t\u00e4glich mit Mobiltelefonen zu tun hatten.<\/p>\n<p>Die Studienbetreiber hatten einen Sendemast eingerichtet, der an- und abgeschaltet werden konnte. Und prompt berichteten die \u201eMimosen\u201c Unvertr\u00e4glichkeiten, wenn sie glaubten, dass der Mast auf Sendung war, auch wenn er abgeschaltet worden war. Es gibt im Artikel einen Link zur Studie, der allerdings ins Funk-Nirvana f\u00fchrt. Der Artikel wei\u00df auch zu berichten, dass von der Handystrahlung keine Krebsgefahr ausgeht. Quelle: Der \u201eSpiegel\u201c selbst, der in einem weiteren Artikel eine amerikanisch-d\u00e4nische Studie ohne Quellenangabe zitiert. Hier sahen die Autoren angeblich in einem Zeitraum von 1982 bis 1995 deutlich weniger neue Krebserkrankungen als sie erwartet hatten.<\/p>\n<p>Und weil die Erwartung der Wissenschaftler untertroffen wurde, ist bewiesen, dass Handys und WLAN keinen Krebs erzeugen. Toll! Ich wusste nicht, dass Erwartungswerte von Wissenschaftlern heute (oder 2006) als universale Referenzwerte zu gelten haben. So einfach scheint \u201eWissenschaft\u201c zu sein: Wenn die Erwartung untertroffen wird, dann ist alles in Butter; wird sie \u00fcbertroffen, dann ist Krebs.<\/p>\n<p><strong>Nachdem wir also erfahren haben, dass negative Wirkungen der elektromagnetischen Strahlung ihren Ursprung in der verr\u00fcckten Psyche mancher Zeitgenossen haben und diese auf keinen Fall ernst genommen werden sollten, verstehe ich nicht, dass die Bundesregierung vor WLAN warnt, wo doch alles in Butter zu sein scheint? Sogar der Strahlenexperte vom Bundesstrahlenschutz gab in dem letzten Artikel Entwarnung.<\/strong><\/p>\n<p>Aber trotzdem warnte der Bund \u2013 und nicht nur der. Der Bayerische Landtag hatte schon Ende 2006 eine Empfehlung an die Schulen gegeben, auf keinen Fall unbedenkliche und sichere WLAN-Hotspots einzurichten, sondern auf Kabel umzusteigen. Warum aber, wenn alles in Butter ist? Antwort: Weil der \u201eSpiegel\u201c in diesem Artikel ganz pl\u00f6tzlich behauptet, dass dies eine Empfehlung des Bundesamts f\u00fcr Strahlenschutz sei.<\/p>\n<p>Genau \u2013 rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. WLAN ist sicher und unbedenklich, weshalb man kein WLAN bei sich zu Hause oder in der Schule einsetzen sollte, sondern lieber Kabel-Internet. Ich beneide die \u201eExperten\u201c, die f\u00fcr einen solch ausgekochten Schwachsinn auch noch ein fettes Gehalt beziehen.<\/p>\n<p>Nachdem wir also \u00fcber die Betrachtung der Bedenklichkeit von WLAN und seinen Strahlen zum Schluss gekommen sind, dass es besser ist mit Kabel zu arbeiten, weil WLAN so sicher und unbedenklich ist, k\u00f6nnen wir feststellen, dass wir nicht nur den Eindruck erweckt haben, die Argumente der WLAN-Gegner ernst zu nehmen, sondern sie auch gleich noch ernster widerlegt zu haben. Damit hat der \u201eSpiegel\u201c die wissenschaftliche Grundlage f\u00fcr eine industriefreundliche Betrachtungsweise geschaffen, die mit bestenfalls fragw\u00fcrdigen Studien hausieren geht, um die Sicherheit und Vertr\u00e4glichkeit von WLAN und Co. zu beweisen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Kinder beweisen, dass sie nichts beweisen<\/h2>\n<p>\u201eN24\u201c brachte im Dezember 2013 gleich zwei Beitr\u00e4ge zu einem Experiment, dass d\u00e4nische Sch\u00fclerinnen durchgef\u00fchrt hatten (<a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Wissen\/Mensch-Natur\/d\/4007130\/wlan-macht-pflanzen-krank.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WLAN macht Pflanzen krank<\/a>) :<\/p>\n<p>\u201e<i>Sie gingen der Sache nach, kauften zwei Schalen mit Gartenkresse-Samen und stellten eine in einen Raum mit einem W-Lan-Router. Die andere in ein anderes Zimmer ohne Router.<\/i><\/p>\n<p><i>Die M\u00e4dchen achteten darauf, dass die R\u00e4ume bis auf den W-Lan-Router nahezu identisch waren. Es herrschte ann\u00e4hernd die gleiche Temperatur und die gleiche Lichteinstrahlung. Penibelst achteten sie auch darauf, dass die Samen die gleiche Menge Wasser bekamen.<\/i><\/p>\n<p><i>Das Ergebnis nach zw\u00f6lf Tagen: Die Samen in dem Raum ohne W-Lan-Router waren pr\u00e4chtig gediehen, in einem satten Gr\u00fcn. Komplett anders verhielt es sich im anderen Zimmer: Die Kresse war braun, kaum entwickelt &#8211; und sogar leicht mutiert. Anschlie\u00dfend machten die Sch\u00fclerinnen den Test noch einmal &#8211; das Ergebnis war das Gleiche.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Aufgrund dieses Ergebnis beeilte sich der Schreiber dieses Artikels darauf hinzuweisen, dass \u201e<i>das Experiment selbstverst\u00e4ndlich <\/i>[sic!]<i> keinen Anspruch auf wissenschaftliche G\u00fcltigkeit<\/i>\u201c erheben kann. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen Ergebnisse, die nicht in den eigenen Kram passen, nicht als wissenschaftlich bewertet werden. Das hatten wir ja schon mal vor rund 500 Jahren, wo die Erde eine Pizza war und das Universum um die Erde torkelte. Jede andere Auffassung galt schon damals als nicht zeitgem\u00e4\u00df.<\/p>\n<p>Es ist sch\u00f6n zu lesen, dass die flei\u00dfigen Kinder dann doch noch mit 1000 Kronen (135 \u20ac) belohnt worden waren. Denn bei so wenig Wissenschaft d\u00fcrfen die Blagen sich doch freuen, \u00fcberhaupt was bekommen zu haben, vor allem wenn man das \u00fcble und verst\u00f6rende Ergebnis mit einbezieht. Vielleicht w\u00e4ren es 10000 Kronen geworden, wenn die M\u00e4dels bewiesen h\u00e4tten, dass die Kresse unter WLAN viel schneller w\u00e4chst und noch gr\u00fcner wird als ohne\u2026<\/p>\n<p>Der zweite Artikel (<a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Wissen\/Mensch-Natur\/d\/4009648\/wie-schaedlich-ist-wlan-strahlung-fuer-den-menschen-.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><i> Wie sch\u00e4dlich ist WLAN-Strahlung f\u00fcr den Menschen? <\/i><\/a>) l\u00e4sst einen Strahlenbiologen zu Wort kommen, der die Beurteilungsgrundlagen f\u00fcr die Frage, was ist gef\u00e4hrlich und was nicht bei WLAN-Strahlen, kritisiert. Aber auch hier beeilt man sich, den Bundesstrahlenschutz zu zitieren, der auch hier \u201eEntwarnung\u201c verk\u00fcndet. Denn es gibt Grenzwerte und die sch\u00fctzen uns alle vor Ungemach und Co. KG.<\/p>\n<p>Aber auch hier scheint man nicht wirklich verheimlichen zu k\u00f6nnen, dass man nichts wei\u00df, sondern nur so tut, als wenn man was wei\u00df. Denn eine Pressesprecherin des Bundesamts wird wie folgt zitiert: \u201e<i>Dennoch k\u00f6nnen Langzeitfolgen, wie zum Beispiel Gehirntumore, nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden.\u201c <\/i>Rein in die Karotten, raus aus den Karotten\u2026 Daher der wiederholte Vorschlag, sicheres WLAN durch ein Netzwerkkabel zu ersetzen. Und das alles ist ja viel wissenschaftlicher als das, was die d\u00e4nischen M\u00e4dchen durchgef\u00fchrt haben. Prost Neujahr!<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Man wei\u00df heute genau so viel wie vor 10 Jahren. Und das wird auch noch als wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt verkauft. Die Studien zu diesem Thema sind umwerfend selten und dann noch umwerfend l\u00e4cherlich. Erwartungshaltungen von Studienbetreibern sind die Beurteilungsgrundlage; und das ist \u201egro\u00dfe Wissenschaft\u201c.<\/p>\n<p>D\u00e4nische Kinder, die in ihrem einfach ausgerichteten Verst\u00e4ndnis einen einfachen, aber logischen Versuchsaufbau mit folgerichtigen Ergebnissen erstellten, werden herablassend mit Almosen vertr\u00f6stet, was ihnen, und den Lesern nat\u00fcrlich, klar machen soll, dass nur der Versuch des Versuchs z\u00e4hlt, nicht aber das Ergebnis, schon gar nicht, wenn man ein so alarmierendes Ergebnis vorzuzeigen hat.<\/p>\n<p>Fazit vom Fazit: Niemand wei\u00df nichts. Daher komme ich f\u00fcr mich zu dem Schluss, dass WLAN und Co. keine unmittelbare Lebensgefahr darstellen, aber auch nichts zur Gesundheit ihrer Betreiber beitragen. Die Frage nach negativen Effekten scheint man auf das n\u00e4chste Jahrhundert vertagt zu haben. Zur Vorsicht kann man ja mal zum Gebrauch vom Netzwerkkabel raten. Da ist man auf der sicheren Seite und tritt der Industrie nicht allzu heftig auf die F\u00fc\u00dfe\u2026<\/p>\n<p>Ich rate dazu seine Ger\u00e4te zu Hause zu verkabeln. Wer das nicht will \/ kann usw., dem rate ich seinen Router zu einzustellen, dass dieser wenigstens in der Nacht abschaltet.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Handystrahlung und WLAN \u2013 die elektromagnetischen Wellen, die von den Ger\u00e4ten ausgehen, steht seit Jahren in der Kritik. Wie bei allen diesen Fragen ist immer die Kernfrage nach der Richtigkeit der Aussagen unklar. 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