{"id":2023,"date":"2025-10-21T12:26:09","date_gmt":"2025-10-21T10:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=2023"},"modified":"2025-10-21T19:22:04","modified_gmt":"2025-10-21T17:22:04","slug":"alte-antibiotika-neu-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/alte-antibiotika-neu-entdeckt\/","title":{"rendered":"Ein altes Rezept aus dem Mittelalter t\u00f6tet Superbakterien"},"content":{"rendered":"<p>Manchmal frage ich mich, ob wir verlernt haben, zu staunen. Da entdecken Forscher ein tausend Jahre altes Rezept \u2013 Wein, Knoblauch, Zwiebeln, Gallensekret \u2013 und m\u00fcssen verbl\u00fcfft feststellen: Es t\u00f6tet antibiotikaresistente Keime. Etwas, woran unsere moderne Medizin heute verzweifelt.<\/p>\n<p>Das ist kein M\u00e4rchen aus alten Kr\u00e4uterb\u00fcchern, sondern ein Laborergebnis des 21. Jahrhunderts. Und doch reagiert man vielerorts nur mit einem Achselzucken. Vielleicht, weil nicht sein kann, was nicht ins Gesch\u00e4ftsmodell passt.<\/p>\n<p>Ich sehe darin etwas anderes: eine Erinnerung. Die Natur hat nie aufgeh\u00f6rt, Heilmittel bereitzuhalten \u2013 wir haben nur aufgeh\u00f6rt, sie zu suchen. W\u00e4hrend die Pharmakonzerne weiter an synthetischen Ersatzstoffen basteln, zeigt ein uraltes Rezept aus dem Mittelalter, dass Heilung sich nicht erfinden l\u00e4sst. Sie folgt Gesetzen, die \u00e4lter sind als jede Studie \u2013 und sie wirken noch immer, wenn man sie l\u00e4sst.<\/p>\n<p>In diesem Beitrag m\u00f6chte ich Ihnen zeigen, warum dieses vergessene Heilmittel nicht nur Geschichte schreibt, sondern Zukunft hat \u2013 und was wir daraus \u00fcber die wahren \u201eAntibiotika\u201c der Natur lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Worum geht es genau? Das &#8222;Super-Rezept&#8220;<\/h2>\n<p>Eine Historikerin und eine Biologin testen ein altes Rezept aus dem Mittelalter und sind verbl\u00fcfft, dass es wirkt. Dazu weiter unten gleich mehr.<\/p>\n<p>Wenn Sie bereits regelm\u00e4\u00dfig bei mir mitlesen, wissen Sie, dass das kein Einzelfall ist. Die Natur heilt &#8211; immer. Aber seit Jahrzehnten ist unsere Gesellschaft derart &#8222;gehirngewaschen&#8220;, dass sie meint, ohne die chemisch-pharmazeutischen Mittel der &#8222;Industrie&#8220; nicht mehr auszukommen&#8230;<\/p>\n<p>Antibiotika gelten als ein \u201eSegen der Menschheit\u201c, was ich nicht bestreiten m\u00f6chte. Jedoch wurde und wird dieser Segen so intensiv und extensiv eingesetzt, dass er sich nun in sein komplettes Gegenteil zu verwandeln droht.<\/p>\n<p>Denn mit dem gedankenlosen Einsatz der Antibiotika (auch gegen abstehende Ohren und verwandte Erkrankungen) gab man den Krankheitserregern ausgiebig Gelegenheit, sich an die neue Situation anzupassen.<\/p>\n<p>Durch Mutation und Selektion, ein Begriffspaar aus der Populationsgenetik, entstanden bei den Keimen Varianten, die sich von der Chemie des Menschen unbeeindruckt zeigten: Die resistenten Krankheitserreger waren geboren.<\/p>\n<p>Wie die Schulmedizin mit ihrer \u201eErrungenschaft\u201c umgeht und deren Wirksamkeit verspielt, das habe ich bereits in mehreren Beitr\u00e4gen zum Besten gegeben:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Antibio.htm\">Der Fluch der Antibiotika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/eiertanz-antibiotika-huehner\/\">Eier-Tanz um Antibiotika-H\u00fchner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/billige-nahrungsmittel-teuer-bezahlt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Billige Nahrungsmittel teuer bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/antibiotika-lieferungen-2014\/\">Gef\u00e4hrliche Lieferungen \u2013 damit Antibiotika billig bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/noch-mehr-antibiotika-2014\/\">TOLL! \u00c4rzte verschreiben noch mehr Antibiotika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/gefaehrliche-keime-wirkungslose-antibiotika-2011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gef\u00e4hrliche Keime! Wirkungslose Antibiotika? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/antibiotika-resistenzen-2011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antibiotika Resistenzen <\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich wei\u00df man inzwischen in der Schulmedizin um diese Gefahr \u2013 zumindest gibt man vor, dies zu wissen.<\/p>\n<p>Warum der Antibiotika-Verbrauch trotzdem zu steigen scheint, ist nur dann verst\u00e4ndlich, wenn man wei\u00df, dass rund 70 Prozent der verkauften Antibiotika in der Tierzucht zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Ergo: Es wird mehr gez\u00fcchtet, also braucht man auch mehr Antibiotika. Das tut aber der Resistenzentwicklung keinen Abbruch \u2013 im Gegenteil. Hier haben die bereits resistenten Krankheitserreger ausgiebig Gelegenheit, ihre Resistenz-Gene untereinander auszutauschen und zu verbreiten.<\/p>\n<p>Die einschl\u00e4gige Presse und \u00f6ffentlichen Meinungsmacher sind sich einig, dass hier Panik angesagt ist:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/medikamente\/risiko\/tid-27468\/post-antibiotisches-zeitalter-antibiotika-verlieren-ihre-wirkung-aerzte-sind-hilflos_aid_824424.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antibiotika verlieren ihre Wirkung \u2013 \u00c4rzte sind hilflos<\/a> oder<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/arzt-klinik\/klinik\/tid-9019\/mrsa-krank-durch-die-klinik_aid_262385.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krank durch die Klinik<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch diese Beitr\u00e4ge des \u201eSpiegel\u201c sind sch\u00f6n schaurig: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/antibiotika-who-warnt-vor-weltweit-steigenden-resistenzen-a-966796.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Resistente Bakterien: WHO warnt vor \u00c4ra t\u00f6dlicher Infektionen<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/antibiotika-resistenz-neuer-salmonellen-stamm-ist-unbesiegbar-a-295445.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Antibiotika-Resistenz: Neuer Salmonellen-Stamm ist unbesiegbar<\/a>.<\/p>\n<h4>Nachdem wir also jetzt in \u201eEndzeitstimmung\u201c sind, stellt sich die Frage, was man da noch machen kann?<\/h4>\n<p>Da der Verkauf von Antibiotika stetig zunimmt, kann ein sparsamer und gezielter Einsatz nicht die L\u00f6sung sein. Denn dies w\u00fcrde die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Antibiotika-Hersteller gef\u00e4hrden. Und das ist noch viel schlimmer als jede Antibiotika-Resistenz. Aber was dann? Man kann nur noch resignieren. Denn ohne die Schulmedizin und ihre Chemie sind wir ja alle angeblich dem Untergang geweiht.<\/p>\n<p>Es gibt da noch die alternativmedizinischen Ans\u00e4tze, die von \u201enat\u00fcrlichen Antibiotika\u201c reden. Aber das ist frommes Wunschdenken.<\/p>\n<p>Denn wir sind heute schon so \u201ehirnmanipuliert\u201c, dass wir Gesundheit und Heilung nur noch von chemischen Pr\u00e4paraten erwarten.<\/p>\n<p><strong>Das, was die Natur zu bieten hat, ist bestenfalls zweite Wahl. Chemie schl\u00e4gt Biologie erz\u00e4hlt man uns jedenfalls &#8211; und die Mehrheit glaubt das auch noch&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Nat\u00fcrliche Antibiotika \u2013 besser als die Schulmedizin erlaubt<\/h2>\n<p>Einige Antibiotika, zum Beispiel das Penicillin, sind eigentlich keine rein chemischen = synthetischen Substanzen, sondern Naturprodukte, die im Falle des Penicillins von Schimmelpilzen produziert werden.<\/p>\n<p>Wer die Vielfalt der Natur kennt, dem wird es nicht schwer fallen, anzunehmen, dass auch in diesem Segment eine Vielzahl an Substanzen durch verschiedene Organismen gebildet werden, die antibiotischen Charakter haben und als nat\u00fcrlicher Schutz gegen Krankheitserreger dienen.<\/p>\n<p>Und dies ist nicht auf die Tierwelt beschr\u00e4nkt. Auch Pflanzen kennen diesen Schutzmechanismus. Um welche Pflanzen und Substanzen es sich handelt, das habe ich in folgendem Beitrag diskutiert: <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Natuerliche-pflanzliche-Antibiotika.htm\">Nat\u00fcrliche und pflanzliche Antibiotika: Schutz vor Infektionen und bakteriellen Erkrankungen<\/a><\/p>\n<p>Es handelt sich hier allerdings nur um einen \u201eAppetitanreger\u201c f\u00fcr ein umfassenderes Werk, dass ich in B\u00e4lde (hoffentlich) als Buch\/Report herausbringen werde, wo alles Wissenswerte (aus meiner Sicht) zur Frage der nat\u00fcrlichen Antibiotika zusammengefasst sein wird.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man sich in Presse und Gesundheitsministerium noch die K\u00f6pfe hei\u00df redet, was man mit MRSA und anderen Resistenzen machen kann, kommt eine verr\u00fcckte Botschaft von den britischen Inseln. Und die lautet, dass es dort schon vor \u00fcber 1000 Jahren Antibiotika gegeben hat.<\/p>\n<p>Da zu dieser Zeit noch keine wei\u00dfen Kittel erfunden worden waren, kann man getrost diese Botschaft zu den alchemistischen M\u00e4rchenerz\u00e4hlungen der Gebr\u00fcder Shakespeare z\u00e4hlen, oder doch nicht?<\/p>\n<h2>1000 Jahre altes Rezept killt antibiotikaresistente Keime<\/h2>\n<p>Denn&#8230;\u00a0 die Meldung lautete frech: \u201e<a href=\"http:\/\/www.sciencealert.com\/1-000-year-old-onion-and-garlic-remedy-kills-antibiotic-resistant-bugs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><i>1,000-year-old onion and garlic remedy kills antibiotic-resistant bugs<\/i><\/a>\u201c, was so viel hei\u00dft wie \u201e1000 Jahre altes Heilrezept mit Zwiebeln und Knoblauch vernichtet antibiotikaresistente Keime\u201c.<\/p>\n<p>Das ist schon ein starkes St\u00fcck. Hier wird behauptet, dass nicht nur Krankheitserreger vernichtet werden, sondern obendrein auch noch antibiotikaresistente Keime, wie MRSA. Sind nicht die Halbg\u00f6tter in Wei\u00df heute ohnm\u00e4chtig gegen\u00fcber diesen Keimen?<\/p>\n<p>Und jetzt will ein Rezept von einer 1000-j\u00e4hrigen Ururoma mehr k\u00f6nnen als die gesamte Innung der Mediziner der Neuzeit? Es kann sich hier nur um einen typisch britischen Humor schw\u00e4rzester Machart handeln &#8211; oder?<\/p>\n<p>Man muss aber bei der Interpretation des Rezepts den britischen Medizinern zugute halten, dass diese selber nicht an die Wirksamkeit der Rezeptur geglaubt hatten, anf\u00e4nglich. Gefunden wurde das Rezept in einer Bibliothek f\u00fcr alte englische Literatur und stammt aus dem 9. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Nachdem Literaturexperten den Text ins zeitgen\u00f6ssische Englisch \u00fcbersetzt hatten, machte sich ein Team von Mikrobiologen ans Werk, die Rezeptur so originalgetreu wie nur m\u00f6glich nachzubauen. Was dabei herauskam, kommentierte die Leiterin des Team, Dr. Freya Harrison, so:<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 40px;\">\u201e<i>Wir dachten, dass Bald\u00b4s eye salve (so hei\u00dft die Rezeptur im Originaltext) \u00fcberhaupt keine Spur eines antibiotischen Effekts haben kann. Wir waren aber vollkommen \u00fcberw\u00e4ltigt, wie effektiv die Kombination der Zutaten war.<\/i>\u201c<\/p>\n<h2><strong>So sah das Originalrezept aus<\/strong><\/h2>\n<p>Das Rezept stammt aus dem angels\u00e4chsischen \u201eBald\u2019s Leechbook\u201c, einer medizinischen Handschrift aus dem 9. Jahrhundert. Die \u00dcberschrift lautete schlicht: <em>Wi\u00fe wyrm on eagum<\/em> \u2013 \u201eGegen eine Entz\u00fcndung im Auge\u201c.<\/p>\n<p>Und so wurde die Rezeptur beschrieben \u2013 wortw\u00f6rtlich \u00fcbersetzt und heute in mehreren Laboren erfolgreich rekonstruiert:<\/p>\n<p><strong>Zutaten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>1 Teil Lauch oder Zwiebel (nach Textstelle austauschbar)<\/li>\n<li>1 Teil Knoblauch<\/li>\n<li>1 Teil Wein \u2013 vorzugsweise ein heller, m\u00f6glichst naturbelassener<\/li>\n<li>1 Teil Rindergalle (frisch aus der Gallenblase)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zubereitung:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Zwiebel und Knoblauch fein zersto\u00dfen.<\/li>\n<li>Mit gleichen Teilen Wein und Galle vermischen.<\/li>\n<li>In einem <strong>Messinggef\u00e4\u00df<\/strong> (nicht Eisen!) ansetzen.<\/li>\n<li><strong>Neun Tage lang stehen lassen<\/strong> \u2013 k\u00fchl, dunkel, gut abgedeckt.<\/li>\n<li>Nach dieser Zeit durch ein sauberes Tuch abfiltrieren.<\/li>\n<li>Anwendung urspr\u00fcnglich als <strong>Augensalbe<\/strong> gedacht \u2013 bei eitrigen oder entz\u00fcndlichen Augenleiden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Forscher der University of Warwick und der University of Nottingham haben die Rezeptur exakt so nachgebildet \u2013 mit gleichen Gewichtsanteilen (z. B. 25 g Knoblauch, 25 g Zwiebel, 25 ml Wein, 25 ml Galle) und neunt\u00e4giger Reifung bei 4 \u00b0C.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Die Mischung eliminierte \u00fcber 90 % der MRSA-Keime, auch in widerstandsf\u00e4higen Biofilmen, gegen die moderne Antibiotika oft machtlos sind.<\/p>\n<h2>Im Test gegen MRSA &#8211; der H\u00e4rtetest<\/h2>\n<p>Die Kombination wurde bei deren erstmaliger &#8222;Entdeckung&#8220; im Labor gegen MRSA getestet \u2013 also gleich der H\u00e4rtetest, wenn es um die Beurteilung einer anti-bakteriellen Wirksamkeit einer Substanz geht. Dann wurden die einzelnen Zutaten, als Wein, Zwiebeln, <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/heilpflanzen\/knoblauch.html\">Knoblauch<\/a> und Gallensekret getrennt gegen MRSA getestet, zusammen mit einer Kontrolll\u00f6sung als Referenzpunkt. Das Ergebnis war in der Tat umwerfend. Denn die Kombination eliminierte \u00fcber 90 Prozent der MRSA, was f\u00fcr die Einzelzutaten nicht beobachtet werden konnte.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt, den die Mikrobiologen unternahmen, war noch \u201eb\u00f6sartiger\u201c. Sie wollten die Rezeptur an Biofilmen, bestehen aus MRSA, austesten. Biofilme sind biophysikalische Schutzeinrichtungen von Bakterien, die sich in so dichten Kolonien zusammentun, dass ein Film entsteht, der keine anderen Substanzen durchl\u00e4sst, den Austausch unter den Bakterien optimiert und eine optimale Ern\u00e4hrungsgrundlage abgibt. Antibiotika haben hier traditionell das Nachsehen. Selbst wenn sie gegen die Keime effektiv sind, sind sie nicht in der Lage, den Schutzfilm ausreichend tief zu durchdringen und ausreichend viele Keime zu eliminieren.<\/p>\n<p>Aber auch unter diesen versch\u00e4rft ung\u00fcnstigen Bedingungen zeigte die Bald\u00b4s eye Rezeptur hervorragende Ergebnisse. Aber das waren alles Laboruntersuchungen \u201eim Reagenzglas\u201c. Die Frage ist jetzt, kann man die Wirkung auch unter in vivo Bedingungen wiederholen.<\/p>\n<p>Dazu wurde die Rezeptur in die USA geschickt, um die Wirksamkeit am lebenden Modell = M\u00e4usen zu testen. Ich wei\u00df nicht, warum die Engl\u00e4nder das nicht selbst haben machen k\u00f6nnen. Vielleicht gibt es keine M\u00e4use mehr auf den britischen Inseln\u2026 Wie dem auch sei, in den USA wurde die Kombination an Wunden von M\u00e4usen erprobt als topische Anwendung. Auch hier zeigte sich, dass MRSA in den Wunden fast vollst\u00e4ndig eliminiert wurden. Die komplette Wirkung war schon nach nur 24 Stunden abgeschlossen und zeigte sich im Vergleich zu modernen Antibiotika als signifikant \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>Warum diese spezifische Kombination von Gallensekret, Wein (vom Originalweinberg, der in der alten Beschreibung erw\u00e4hnt wird), Knoblauch und Zwiebeln, die nach der Herstellung noch 9 Tage bei 4 Grad Celsius gelagert werden muss, wirkt, daf\u00fcr haben die Wissenschaftler keine Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Es handelt sich hier nur zu offensichtlich um eine synergistische Wirkung von Substanzen, die in den Zutaten enthalten sind und durch die Lagerung miteinander in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n<p><strong>Und noch ein Newsletter den ich Ihnen empfehlen darf: Mein Heilpflanzen-Newsletter:<br \/>\n<\/strong><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDMIV\"><\/script><\/p>\n<h2>Neuere Forschung best\u00e4tigt die Wirksamkeit \u2013 und zeigt noch mehr [Stand 2025]<\/h2>\n<p>Seit der ersten Ver\u00f6ffentlichung dieser erstaunlichen Beobachtung ist einiges passiert. Forscher der University of Warwick und anderer Institute haben die alte Rezeptur (\u201eBald\u2019s Eyesalve\u201c) weiter untersucht \u2013 und die Ergebnisse sind beeindruckend.<\/p>\n<p>Im Labor wirkte die Kombination aus Knoblauch, Zwiebel, Wein und Galle nicht nur gegen <em>Staphylococcus aureus<\/em> (MRSA), sondern auch gegen weitere Problemkeime wie <em>Acinetobacter baumannii<\/em> und <em>Stenotrophomonas maltophilia<\/em>. Vor allem bei Biofilmen \u2013 also jenen bakteriellen Schutzschichten, gegen die moderne Antibiotika oft machtlos sind \u2013 zeigte das Mittel deutliche Erfolge.<\/p>\n<p>Interessanterweise waren die Einzelzutaten f\u00fcr sich kaum wirksam. Erst die Kombination \u2013 und die neun Tage w\u00e4hrende Reifung \u2013 entfalteten den vollen Effekt. Das best\u00e4tigt etwas, was die Naturheilkunde seit Jahrhunderten wei\u00df: Wirkung entsteht nicht durch einzelne Molek\u00fcle, sondern durch das Zusammenspiel.<\/p>\n<p>Auch toxikologisch waren die Ergebnisse \u00fcberraschend positiv: In Zellkulturen und Tierversuchen zeigten sich keine sch\u00e4dlichen Nebenwirkungen. Die Forscher sprechen inzwischen offen von einem \u201epotenziellen Vorbild f\u00fcr neue antimikrobielle Therapien\u201c, die sich an alten Naturrezepturen orientieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Noch stehen klinische Studien am Menschen aus \u2013 aber der Weg ist bereitet. Und er f\u00fchrt nicht in ein neues Labor, sondern zur\u00fcck zu einer alten Einsicht: \u201eDie Natur hat keine Patente n\u00f6tig.\u201c<\/p>\n<h2>Gegenma\u00dfnahmen der evidenzbasierten Art<\/h2>\n<p>Es muss f\u00fcr die Schulmedizin ern\u00fcchternd sein, nicht nur vor den antibiotikaresistenten Keimen die Waffen strecken zu m\u00fcssen, sondern sich jetzt auch noch von einer Medizinrichtung \u00fcberholen lassen zu m\u00fcssen, auf die man bestenfalls nur g\u00f6nnerhaft herabgeblickt hat.<\/p>\n<p>Oder ist es einfach nur deprimierend zu sehen, mit wie wenig Verstand man heute in der Schulmedizin dem Problem der Resistenzentwicklung begegnet. Statt dessen erhalten wir, nachdem man uns alle Hoffnung geraubt und den Weltuntergang prophezeit hat, fast t\u00e4glich neue Erfolgsmeldungen, denen zufolge es ein neues Antibiotikum gibt, aus dem Reagenzglas, dass mit der Bedrohung fertig zu werden verspricht. Zwei Wochen sp\u00e4ter redet niemand mehr dar\u00fcber. Denn man hat bei den Neuen auch schon die ersten Resistenzbildungen gesehen.<\/p>\n<p>Wie wird man von offizieller Seite mit diesem Problem fertig? Das Robert-Koch-Institut zum Beispiel macht seinem st\u00f6rrischen Namensgeber alle Ehre (warum ich den als \u201est\u00f6rrisch\u201c bezeichne, k\u00f6nnen Sie hier nachlesen: <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/Schulmedizin-Studien-Report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/renegraeber.de\/Schulmedizin-Studien-Report.pdf<\/a>). Denn Resistenzen bek\u00e4mpft das RKI mit dem Sammeln von Daten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201e<i>Voraussetzung f\u00fcr die Erarbeitung von zentralen Empfehlungen f\u00fcr gezielte Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen und Regime der rationalen Chemotherapie sind verl\u00e4ssliche Surveillance-Daten zum Auftreten und zur Verbreitung der Resistenz und zum Antibiotikaeinsatz. <\/i><i>Mit der Zielstellung, eine repr\u00e4sentative Datenbasis zur Antibiotikaresistenz in Deutschland zu erarbeiten, wurde 2007 das Projekt ARS &#8211; Antibiotika-Resistenz-Surveillance in Deutschland ins Leben gerufen. Ausf\u00fchrliche Informationen sowie eine interaktive Datenbank zur Resistenzsituation finden sich auf der Webseite &#8222;Antibiotika-Resistenz-Surveillance am RKI&#8220; (siehe unter &#8222;Datenquellen&#8220;).<\/i>\u201c Aus: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20171107065826\/https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Infekt\/Antibiotikaresistenz\/Antibiotikaresistenz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antibiotikaresistenz<\/a><\/p>\n<p>Ich interpretiere diese Form der Probleml\u00f6sung als komplette Hilflosigkeit der Resistenzentwicklung gegen\u00fcber. Man schaut zu, wie sich das Problem ausweitet und versch\u00e4rft und f\u00fchrt genau Buch dar\u00fcber. Toll! Herzlichen Gl\u00fcckwunsch! Im alten England hatte man vor 1000 Jahren die L\u00f6sung als Idee und Sud nach nur 9 Tagen zur Hand.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Resistenzen sind umgehbar. Die alten Engl\u00e4nder (und die Naturheilkunde) haben uns einen Weg gezeigt, der aber vollkommen uninteressant ist f\u00fcr Leute, die die Resistenzen als Grundlage nehmen, neue verkaufsf\u00e4hige und -kr\u00e4ftige Antibiotika in die Welt zu setzen.<\/p>\n<p>Und wenn die Neuen dann auch Resistenzen zeigen, dann wird wieder ein noch Neueres dazu entwickelt.<\/p>\n<p>Und damit uns die nat\u00fcrlichen Antibiotika mit ihrer \u00fcberzeugenden Wirkung nicht in die Quere kommen, m\u00fcssen Verbote, versch\u00e4rfte Zulassungsbestimmungen f\u00fcr nat\u00fcrliche Substanzen und so weiter her, die den Markt f\u00fcr Infektionskrankheiten freihalten von bedrohlicher Konkurrenz.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde am 21.10.2025 mit neueren Erkenntnissen erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Beitragsbild: 123rf.com &#8211; Alfio Scisetti<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal frage ich mich, ob wir verlernt haben, zu staunen. Da entdecken Forscher ein tausend Jahre altes Rezept \u2013 Wein, Knoblauch, Zwiebeln, Gallensekret \u2013 und m\u00fcssen verbl\u00fcfft feststellen: Es t\u00f6tet antibiotikaresistente Keime. Etwas, woran unsere moderne Medizin heute verzweifelt. Das ist kein M\u00e4rchen aus alten Kr\u00e4uterb\u00fcchern, sondern ein Laborergebnis des 21. Jahrhunderts. Und doch reagiert [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":3275,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"no","footnotes":""},"categories":[340,5],"tags":[],"class_list":["post-2023","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-heilpflanzen","category-heilverfahren"],"modified_by":"Ren\u00e9 Gr\u00e4ber","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2023"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2023\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6778,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2023\/revisions\/6778"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2023"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}