{"id":1411,"date":"2019-08-07T09:27:38","date_gmt":"2019-08-07T07:27:38","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=1411"},"modified":"2023-10-10T19:05:45","modified_gmt":"2023-10-10T17:05:45","slug":"wenn-krebsmittel-krebs-erzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wenn-krebsmittel-krebs-erzeugen\/","title":{"rendered":"Wenn die Chemotherapie Krebs erzeugt"},"content":{"rendered":"<p>Es ist kein Geheimnis, dass viele <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Chemonach.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Chemotherapeutika<\/a> selbst karzinogen, also krebserzeugend sind (ich berichtete in meinem Artikel: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/krebszellen-schlagen-zurueck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Krebszellen schlagen zur\u00fcck<\/a>&#8220; dar\u00fcber). Dennoch sind diese Mittel die erste Wahl bei der Bek\u00e4mpfung von Tumoren &#8211; neben der Bestrahlung und der operativen Entfernung der Geschwulste.<\/p>\n<p>Was sich jedoch noch nicht so herumgesprochen hat, ist die Beobachtung, dass Chemotherapeutika Therapieresistenzen entwickeln k\u00f6nnen. Anstatt den Tumor zu zerst\u00f6ren, scheinen sie dessen Wachstum zu f\u00f6rdern. \u00c4hnliches kennen wir seit langem von den <a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Antibio.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antibiotika<\/a>. Und \u00fcberraschenderweise ist die Resistenz bei den Chemotherapeutika auch kein \u201eNeut\u00fct\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Krebsfreundliche Chemotherapie<\/h2>\n<p>Es stellt sich die Frage, wie ein geplanter &#8222;Tumorkiller&#8220; urpl\u00f6tzlich zu einem &#8222;Freund&#8220; des <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Krebs.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Krebses<\/a> werden kann. Eine m\u00f6gliche Ursache k\u00f6nnte der Umstand sein, dass praktisch alle Chemotherapeutika das <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/infektionen\/immunsystem.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Immunsystem<\/a> des Patienten signifikant schw\u00e4chen, was wiederum die Bedingungen f\u00fcr das Wachstum und die Verbreitung bzw. Neuentstehung von Tumoren beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p>Dieser Mechanismus ist sicherlich f\u00fcr die erh\u00f6hte Infektionsbereitschaft der Krebspatienten verantwortlich.<\/p>\n<p>Heute vermutet man einen weiteren Aspekt, der zu der \u201eFahnenflucht\u201c der Chemotherapeutika beitr\u00e4gt: Da der Tumor nicht isoliert von seinem benachbartem Gewebe existiert, vermutet man therapiebedingte Interaktionen zwischen dem Tumor und dem gesunden Nachbargewebe.<\/p>\n<p>Bedingt durch die Chemotherapie kommt es zur Produktion von Proteinen im Nachbargewebe, die eine d\u00e4mpfende Wirkung auf die Chemotherapeutika aus\u00fcben (<em>Treatment-induced damage to the tumor microenvironment promotes prostate cancer therapy resistance through WNT16B.<\/em> &#8211; <a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22863786\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22863786<\/a>). Damit w\u00e4ren die Weichen gestellt f\u00fcr ein weiteres Gedeihen des Tumors und seine Ausdehnung und Vergr\u00f6\u00dferung.<\/p>\n<p>Inzwischen gibt es auch entsprechende Hinweise aus Laborversuchen, wonach die Quelle der Proteine, die die Chemotherapie unterminieren, in den Fibroblasten des Nachbargewebes zu suchen ist. Denn diese Versuche konnten zeigen, dass die Fibroblasten im gesunden Gewebe unter der Gabe von Chemotherapeutika bis zu 30 mal mehr von dem eben zitierten Protein produzierten als unter physiologisch normalen Umst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Das Protein selbst war in der Lage, z.B. <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/prostatakrebs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Prostatakrebszellen<\/a> zum Wachstum anzuregen, den Tumor ins Nachbargewebe wachsen zu lassen und die Resistenz gegen die Chemotherapie einzuleiten.<\/p>\n<p>Tierversuche mit M\u00e4usen belegen auch, dass einige Zytostatika die Etablierung von Tochtergeschw\u00fclsten (Metastasen) f\u00f6rdern. Wissenschaftler induzierten bei den Nagern Brustkrebs und behandelten sie mit Doxorubicin und Paclitaxel. Die Zytostatika werden beim Menschen zur Therapie von Brust-Tumoren eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>In den Experimenten zeigte sich, dass die malignen Zellen unter dem Einfluss der beiden Pharmaka bestimmte Botenstoffe verst\u00e4rkt aussch\u00fctten. Die Zellen geben immer sogenannte \u201eExosomen\u201c ab.<\/p>\n<p>Diese Membran-Bl\u00e4schen (Vesikel) enthalten Proteine, die im Lungengewebe das Festsetzen von Metastasen f\u00f6rdern. Wenn Brustkrebszellen mit Doxorubicin und Paclitaxel in Kontakt kommen, ist diese Wirkung der von ihnen sezernierten Exosome noch verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Auf den Menschen \u00fcbertragen bedeutet das, dass Patientinnen, die mit den Zytostatika behandelt werden, ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Lungenkrebs haben (Chemotherapy elicits pro-metastatic extracellular vesicles in breast cancer models \u2013 https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41556-018-0256-3).<\/p>\n<p><strong>Von daher w\u00e4re der n\u00e4chste logische Schritt, die Fibroblasten des gesunden Gewebes an der Produktion des Resistenz-Proteins zu hindern. Aus therapeutischer, praktischer Sicht ist dies jedoch kaum machbar, da hier der Patient mit einer weiteren Substanz zus\u00e4tzlich zum Krebsmedikament konfrontiert werden w\u00fcrde, deren kombinierter Einsatz \u00fcberhaupt nicht eingesch\u00e4tzt werden kann.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu kommt noch, dass es ein solches Medikament nach meinem Wissensstand noch nicht gibt. Eine solche Therapie w\u00fcrde auch deshalb kaum Sinn machen, da man die Nebenwirkung der Krebstherapie mit einem weiteren Medikament behandeln w\u00fcrde, was wieder Nebenwirkungen abwirft, die dann mit einem weiteren Medikament behandelt werden m\u00fcssten, usw.<\/p>\n<p>Prof. Balkwill von Cancer Research UK bringt es auf den Punkt: F\u00fcr ihn ist dieser Sachverhalt der Beleg, dass die Krebstherapie nicht nur die Krebszellen beeinflusst, sondern auch die ganz in der N\u00e4he liegenden gesunden Zellen, was zu diesen und sehr wahrscheinlich auch anderen Nebenwirkungen f\u00fchrt.<\/p>\n<h2>Alter Hut im neuen Gewand<\/h2>\n<p>So sehr man geneigt sein mag, diese Erkenntnisse als neu und sensationell aufzufassen, umso verwunderlicher ist es, wenn man erfahren muss, dass die Resistenzentwicklung bei den Chemotherapeutika ein relativ alter Hut ist. Eine \u00dcbersichtsarbeit aus dem Jahr 2008 belegt diese Behauptung (<em>Resistance to chemotherapy: new treatments und novel insights into an old problem<\/em> &#8211; <a href=\"http:\/\/www.nature.com\/bjc\/journal\/v99\/n3\/full\/6604510a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.nature.com\/bjc\/journal\/v99\/n3\/full\/6604510a.html<\/a>).<\/p>\n<p>In dieser Ver\u00f6ffentlichung wird behauptet, dass die Resistenzentwicklung bei der Chemotherapie ein (sage und schreibe) h\u00e4ufiges Problem darstellt, besonders in dem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung.<\/p>\n<p>Hier wurden verschiedene Modelle erstellt, die die Resistenzentwicklung erkl\u00e4ren sollten, wie z.B. die intrazellul\u00e4re Inaktivierung der Wirksubstanzen, zellul\u00e4re Entgiftungsmechanismen (es gibt sie also doch, die Entgiftung des K\u00f6rpers!), Defekte bei der DNA-Reparatur, Blockierung bzw. Umgehung der Apoptose (der nat\u00fcrliche Zelltod), Zelladh\u00e4sion, die bei der Metastasenbildung wichtig ist, usw.<\/p>\n<p>Man ist nat\u00fcrlich geneigt, zu meinen, dass die Resistenzentwicklung in einem fortgeschrittenen Stadium keine sonderlich gro\u00dfe \u00dcberraschung darstellt. Aber auch hier beginnt sich das Bild der Resistenzentwicklung zu wandeln.<\/p>\n<p>Denn heute gibt es deutliche Hinweise, dass bei Zellen, die sich noch in der Vorphase der Tumorentwicklung befinden, die F\u00e4higkeit zur Resistenzentwicklung gegeben ist und hier vielleicht sogar vorprogrammiert wird.<\/p>\n<p>Die Ausbildung der Resistenz in einem fr\u00fcher oder sp\u00e4teren Stadium w\u00e4re damit nichts anderes als der notwendige und logische Verlauf dieser Vorprogrammierung. Noch wei\u00df man nicht, wie die Ver\u00e4nderungen aussehen, die die Resistenzentwicklung bedingen. Mit der Erstellung eines Genomprofils der Patienten ist man in bestimmten F\u00e4llen in der Lage, die Resistenzentwicklung einer Chemotherapie vorherzubestimmen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie so etwas interessiert, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Newsletter<br \/>\n&#8222;Hoffnung bei Krebs&#8220; dazu an:<\/strong><\/p>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Ki\" data-webform-id=\"pL1Ki\"><\/script><\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Vorprogrammierte Tumorzellen, ein schwaches Immunsystem und krebsfreundliche Proteine aus gesunden Fibroblasten lassen die Chemotherapie fast zu einem Gl\u00fccksspiel entarten. Es ist aber kein Wunder, dass diese Probleme auftreten, da die einseitig und nicht ganzheitlich denkende Schulmedizin nur auf den Tumor sieht und nicht auf das gesamte Bild der Erkrankung.<\/p>\n<p>Somit sind die oben genannten Folgen im Ansatz vorprogrammiert &#8211; wie auch hier geschrieben: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/neuentdeckte-krebsursache-sauerstoffmangel-in-zellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Neuentdeckte Krebsursache: Sauerstoffmangel in den Zellen<\/a>&#8222;. Und je mehr man sich in die Details verzettelt, desto un\u00fcbersichtlicher, komplizierter und unpraktikabler wird der ganze Klamauk. Kein Wunder also, dass man diese Dinge nicht an die gro\u00dfe Glocke h\u00e4ngt, sondern lieber neue, hoffnungsvolle Medikamente \u00f6ffentlich und werbewirksam als \u201eDurchbruch\u201c feiert (dazu passt auch mein Artikel: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/keine-durchbrueche-in-der-krebstherapie-2012\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Keine Durchbr\u00fcche in der Krebstherapie<\/a>&#8222;.)<\/p>\n<p>Und es ist auch kein Wunder, dass die Krebsmedizin au\u00dfer diesem Sensations-Marketing keine oder kaum praktische Erfolge anzubieten hat. Denn Krebs ist trotz monatlichen &#8222;Durchbr\u00fcchen&#8220; in der Medizin immer noch auf dem Vormarsch.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist kein Geheimnis, dass viele Chemotherapeutika selbst karzinogen, also krebserzeugend sind (ich berichtete in meinem Artikel: &#8222;Krebszellen schlagen zur\u00fcck&#8220; dar\u00fcber). Dennoch sind diese Mittel die erste Wahl bei der Bek\u00e4mpfung von Tumoren &#8211; neben der Bestrahlung und der operativen Entfernung der Geschwulste. 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