{"id":1401,"date":"2021-03-23T09:46:32","date_gmt":"2021-03-23T07:46:32","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=1401"},"modified":"2023-06-16T08:57:05","modified_gmt":"2023-06-16T06:57:05","slug":"vorsicht-arzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/vorsicht-arzt\/","title":{"rendered":"Vorsicht Arzt! Von falschen Diagnosen und merkw\u00fcrdigen Behandlungen"},"content":{"rendered":"<p>Irren ist menschlich. Jeder macht Fehler. Und \u00c4rzte sind auch nur Menschen. In gewissen Situationen jedoch sind Fehler von weitreichender Konsequenz. Wenn diese Fehler in der Medizin auftauchen, dann steht f\u00fcr die betroffenen Patienten meist viel auf dem Spiel.<\/p>\n<p>Wie diese Fehler aussehen k\u00f6nnen, habe ich bereits in einigen Artikeln zuvor zu beschreiben versucht. Falsche Diagnosen sind ein \u201ebeliebter\u201c Fehler, indem man Krankheiten diagnostiziert, die gar nicht da sind oder aber schlichtweg bestehende Krankheiten nicht erkennt oder falsch einordnet (<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/immer-mehr-falsche-diagnosen-2012-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/immer-mehr-falsche-diagnosen-2012-2\/<\/a>).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dann kommt die n\u00e4chste H\u00fcrde auf den Patienten zu: die Diagnose ist gestellt (der Einfachheit halber nehmen wir einmal an, dass es sich um die richtige Diagnose handelt), dann muss ein Medikament verschrieben werden.<\/p>\n<p>Aber ca. 40 Prozent der Rezepte sind falsch ausgestellt, vor allem f\u00fcr \u00e4ltere Patienten, die meist mit mehreren Medikamenten \u201ebegl\u00fcckt\u201c werden m\u00fcssen (<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/40-prozent-der-rezepte-fur-aeltere-patienten-sind-fehlerhaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/40-prozent-der-rezepte-fur-aeltere-patienten-sind-fehlerhaft\/<\/a>).<\/p>\n<p>Da f\u00e4llt es einem nicht sonderlich schwer nachzuvollziehen, dass jedes Jahr fast 60.000 Patienten durch die Wirkung bzw. Nebenwirkung von Medikamenten zu Tode kommen (<a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/medikamente-nebenwirkung-tod\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/naturheilt.com\/blog\/medikamente-nebenwirkung-tod\/<\/a>).<\/p>\n<p>Oft sind die verschriebenen Medikamente \u00fcberfl\u00fcssig, weil sie einfach nicht lebenserhaltend sind. Auch ohne NSAR (Ibuprofen, Aspirin) k\u00f6nnen Krankheiten \u00fcberlebt werden, allerdings k\u00f6nnen die Nebenwirkungen auch schon mal t\u00f6ten. Psychopharmaka sind ein anderes Beispiel f\u00fcr Medikamente, die oft nur die Sturzgefahr erh\u00f6hen und das Gehirn langfristig ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn man noch die teils unbekannten Wechselwirkungen bei Mehrfachverschreibungen ber\u00fccksichtigt, ist es besser, viele Medikationen zu reduzieren. Wie oft werden denn bei Mitteln zur Regulierung eines entgleisten Stoffwechsels die entsprechenden Werte kontrolliert?<\/p>\n<p>Etwa der Cholesterinspiegel im Laufe einer Satin-Verabreichung oder bei Metformin die Glucose-Werte? Die Risiken der Mittel werden eventuell v\u00f6llig unn\u00fctzerweise in Kauf genommen.<\/p>\n<p>Der Medizin-Aufkl\u00e4rer (Selbstbezeichnung) Dr. Gerd Reuther geht alleine bei station\u00e4ren Behandlungen von 0,3 % aller im Krankenhaus verstorbenen davon aus, dass der Tod durch Medikamenten-Einfl\u00fcsse verursacht wurde.<\/p>\n<p>Das sind alleine im station\u00e4ren Segment bei 20 Millionen Patienten 60.000 Todesf\u00e4lle nur im Krankenhaus durch Medikamente pro Jahr! Prof. Dr. med. Peter Christian G\u00f8tzsche sch\u00e4tzt Medikamenten-Nebenwirkungen auf die dritth\u00e4ufigste Todesursache in L\u00e4ndern mit hohem medizinischen Versorgungs-Standard.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Nach Meinung des d\u00e4nischen Arztes h\u00f6ren seine Kollegen mehr auf die Pharmareferenten als auf unabh\u00e4ngige wissenschaftliche Erkenntnisse. Triebfeder des Handelns ist dann nicht das Patientenwohl, sondern der Umsatz, der mit Medikamenten erzielt wird.<\/p>\n<p>Wer die Chemie-Flut \u00fcbersteht, muss oft noch eine Operation \u00fcberleben. Die Chancen sind gar nicht so schlecht: 97,5 % schaffen das! Die \u00fcbrigen sterben innerhalb von einem Monat nach dem Eingriff.<\/p>\n<p>Dabei sind doch gerade im Krankenhaus Fach\u00e4rzte am Werk. In schwierigen F\u00e4llen liefern Spezialisten bessere Arbeit ab, wie wir allgemein hin vermuten d\u00fcrfen. Aber ein Trend in den USA besagt das genaue Gegenteil. Mit zunehmender fachlicher Konzentration, also weitergebildeten Medizinern, ist die Effizienz des Gesundheitswesens dort gesunken.<\/p>\n<p>Belegt ist das durch die Einsch\u00e4tzung der OECD, die die USA in Anbetracht klassifizierter Gesundheits-Indikatoren herabgestuft hat. Der Missstand hat keineswegs nur etwas damit zu tun, dass sich Menschen mit geringem Einkommen im Land der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten keine Facharztbehandlung leisten k\u00f6nnen. Denn die Krise betrifft alle gesellschaftlichen Schichten.<\/p>\n<h2>Die H\u00e4lfte der Diagnosen falsch?<\/h2>\n<p>Doch nicht nur bei mir sind die h\u00e4ufigen Fehlsch\u00fcsse der Wei\u00dfkittel ein Thema: Ein Artikel, der im April in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen erschien (http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/immer-oefter-zweitmeinung-vorsicht-arzt-11729064.html), spricht in diesem Zusammenhang sogar von 50 Prozent der Diagnosen, die entweder schlicht falsch sind oder zu sp\u00e4t erhoben wurden.<\/p>\n<p>Allerdings scheint sich der Artikel nur auf die Diagnose von <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Krebs.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Krebserkrankungen<\/a> zu beziehen. Aber da es sich bei dieser Erkrankung um ein deutlich ernsthafteres Geschehen handelt als dies z.B. bei <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Husten.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Husten<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Schnupfen.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schnupfen<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Heiserkeit.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Heiserkeit<\/a> der Fall ist, kann man sich nur wundern, warum hier eine so hohe Fehlerquote zu verzeichnen ist.<\/p>\n<h4>Oder kann das daran liegen, dass die gesamte Onkologie sowohl bei der Diagnose und der Behandlung mehr oder weniger h\u00e4ufig ins Blaue schie\u00dft und dann hofft, doch noch das Schwarze getroffen zu haben?<\/h4>\n<p>Wenn man sich die medikament\u00f6se Behandlung von Krebserkrankungen einmal anschaut, dann dr\u00e4ngt sich einem dieser Verdacht auf.<\/p>\n<p>Denn hier kommen Substanzen zum Einsatz, die die Lebenserwartung der Patienten nur wenige Wochen oder Monate verl\u00e4ngern, daf\u00fcr aber mit fast unertr\u00e4glichen Nebenwirkungen verbunden sind, die die Lebensqualit\u00e4t dieser wenigen Wochen so herabsetzen, dass man hier kaum noch von einer Behandlung im eigentlichen Sinne reden kann (<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/bekanntes-krebsmedikament-mehr-schaden-als-nutzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/bekanntes-krebsmedikament-mehr-schaden-als-nutzen\/<\/a>).<\/p>\n<p>Und die wenigen Wochen erb\u00e4rmlicher Lebensqualit\u00e4t kosten dann auch noch eine nette Stange Geld (<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/abkassierer-pharmakonzerne-beispiel-altersblindheit-von-avastin-zu-lucentis-das-millionengeschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/abkassierer-pharmakonzerne-beispiel-altersblindheit-von-avastin-zu-lucentis-das-millionengeschaft\/<\/a>).<\/p>\n<p>Dass es sich bei diesen Ausf\u00fchrungen nicht um Schwarzmalerei handelt, wird von dem \u201eJournal of the American Medical Association\u201c (JAMA) best\u00e4tigt. Denn das Fachblatt scheint dieses \u00dcbel sehr ernst zu nehmen.<\/p>\n<h5>Es bezeichnet die Fehldiagnosen als die kommende Gro\u00dffront im Kampf f\u00fcr mehr Patientensicherheit.<\/h5>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt konnte man in der Schulmedizin aber schon auf eine 10-j\u00e4hrige Front gegen Behandlungsfehler zur\u00fcckblicken. Es gab Checklisten, Computerprogramme, immer wieder revidierte Sicherheitsstandards, Simulationskurse usw. Wenn man der JAMA glauben darf, dann hat all dies nicht sonderlich gefruchtet.<\/p>\n<p>Warum sonst diese Ank\u00fcndigung der Gro\u00dffront f\u00fcr die Patientensicherheit?<\/p>\n<p>Da darf man doch gespannt sein, wann das Ding mit der Patientensicherheit in die Realit\u00e4t umgesetzt werden wird.<\/p>\n<p>Oder ist das auch nur wieder eine Fassade, hinter der ein ganz anderes S\u00fcppchen gekocht wird? Wenn man hinter diese Fassade lugt, dann muss man schnell feststellen, dass hier wirklich ein anderer Aspekt aufgearbeitet wird, die Arztsicherheit. All diese Bem\u00fchungen dienen n\u00e4mlich auch\/in erster Linie als Selbstschutz f\u00fcr die \u00c4rzte.<\/p>\n<h5>Denn alle diese Sicherheitsprozeduren und -bem\u00fchungen, vorausgesetzt sie werden eingehalten und angewandt, sch\u00fctzen den Arzt im Falle von Komplikationen beim Patienten vor strafrechtlicher Verfolgung.<\/h5>\n<p>Denn dann hat er vom Gesetz her alles m\u00f6gliche getan, um den Patienten ordnungsgem\u00e4\u00df zu behandeln. Wenn der Patient aber z.B. an den Nebenwirkungen der verabreichten Zytostatika verstirbt, dann hat er halt Pech gehabt. Rechtlich ist der Arzt aus dem Schneider.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>USA: Zwang zum Standard zwingt auch zu Fehlbehandlungen<\/h2>\n<p>Besonders toll treiben es in dieser Beziehung anscheinend unsere amerikanischen Freunde: Hier steht der Arzt fast schon mit einem Bein im Knast, wenn er nicht dem offiziellen Protokoll aufs i-T\u00fcpfelchen folgt.<\/p>\n<p>Das mag \u00fcbertrieben klingen, ist aber traurige Realit\u00e4t. Vor etlichen Jahren bekam eine Rentnerin in den USA einige hunderttausend Dollar Schmerzensgeld von McDonald zugesprochen, weil McDonald nicht auf den Pappbecher mit hei\u00dfem Kaffee aufgedruckt hatte, dass der Kaffee hei\u00df ist.<\/p>\n<p>Die Rentnerin versch\u00fcttete den Kaffee und verbr\u00fchte sich. Da fragt man sich, warum die Rentner in den USA nicht wissen, dass Kaffee meistens hei\u00df serviert wird. Oder war das eine bewusste Aktion, Schmerzensgeld abzustauben? Wenn es also schon bei McDonald mit so harten Bandagen zugeht, um wie viel h\u00e4rter wird es dann in dieser Hinsicht bei der medizinischen Behandlung zugehen?<\/p>\n<p>Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir also Diagnosen, Fehldiagnosen, Fehlbehandlungen und Patienten, die gegen die \u00e4rztlichen Fehler gerichtlich vorgehen k\u00f6nnten. Also sind Patientensicherheit und die rechtliche Sicherheit des behandelnden Arztes einige extra M\u00fchen wert.<\/p>\n<h4>Eine dieser extra M\u00fchen sind Studien \u00fcber dieses Thema.<\/h4>\n<p>Aus eben geschilderten McDonald-Gr\u00fcnden sind auch hier die Amerikaner wieder einmal die Vorreiter. Ein flei\u00dfiger Studienbetreiber in dieser Richtung ist Robert Wachter von der Universit\u00e4t von Kalifornien in San Francisco. Der f\u00fchrte eine Umfrage vor etwa einem halben Jahr durch, in der er 6400 Kliniker zum Thema Fehldiagnosen befragte.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte dieser befragten Mediziner gab an, mindestens einmal im Monat eine falsche oder versp\u00e4tete Diagnose von einem Kollegen oder aber auch eigene Fehler zu entdecken. Zwei Drittel der Befragten gingen davon aus, dass 10 Prozent der Fehldiagnosen zu gesundheitlichen Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fchren. Und 96 Prozent der \u00c4rzte meinte, dass diese Fehler vermeidbar gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<h2>Wird denn nicht gegengesteuert?<\/h2>\n<p>Diese Antworten bereiten den Boden f\u00fcr weitreichendere Bem\u00fchungen, f\u00fcr noch mehr \u201ePatientensicherheit\u201c zu sorgen. In Deutschland ist man hier auch rege geworden. So soll die Sicherheit verbessert werden, indem man in den Krebskliniken z.B. w\u00f6chentliche \u201eKonzile\u201c abh\u00e4lt, an denen Chirurgen, Onkologen, Radiologen, Internisten, Nuklearmediziner, Pathologen usw. teilnehmen und sich miteinander austauschen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dann gibt es da noch die \u201eTumorboards\u201c, die \u00fcber mehrere Wochen durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\nWas ein Tumorboard ist und was da gemacht wird, wird kurz, aber pr\u00e4gnant in Wikipedia beschrieben (de.wikipedia.org\/wiki\/Tumorboard).<\/p>\n<p>Dann ist da noch die Genomsequenzierung, ein weiteres Steinchen im gro\u00dfen Behandlungs-Puzzle von Krebserkrankungen. Aber die Frankfurter Allgemeine muss an dieser Stelle zugeben, dass niemand wei\u00df, ob die \u00dcberlebenschancen mit diesem Aufwand verbessert werden.<\/p>\n<p>Da ist es schon fast grotesk zu nennen, wenn die Fachzeitschrift \u201eCancer\u201c eine Arbeit mit 149 Patientinnen mit <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/brustkrebs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brustkrebs<\/a> her nimmt und damit belegen kann, dass diese Tumorkonzile zu \u201ever\u00e4nderten Therapieempfehlungen gef\u00fchrt haben\u201c. Und ich dachte immer, dass sich die Effektivit\u00e4t einer Ma\u00dfnahme in dem Resultat ausdr\u00fcckt, also in diesem Fall die \u00dcberlebenszeiten der Patienten verl\u00e4ngern hilft.<\/p>\n<p>Es gibt noch weitere Bem\u00fchungen im Kampf gegen den Krebs, wie z.B. der Austausch von R\u00f6ntgenaufnahmen und elektronischen Krankenakten \u00fcber das Internet. Hier wird ein leichter und kurzer Weg ausgenutzt, um zu einer zweiten Meinung zu gelangen. Die Uniklinik in Dresden arbeitet mit dieser Methode.<\/p>\n<p>Aber da auch in den Kreisen der Schulmedizin der Eindruck entsteht, dass hier eine Methode im Vordergrund steht und nicht der Patient, bem\u00fcht man sich, auch dem Patienten gerecht zu werden. Denn der ist es, der die Folgen der Methode \u00fcber sich ergehen lassen muss, als Behandlung.<\/p>\n<p>So werden die Patienten teilweise auch zu den Tumorboards hinzugezogen. Interessant ist an dieser Stelle, was die Frankfurter Allgemeine preisgibt:<\/p>\n<p>\u201e<em>Manchen Spezialisten behagt das zwar nicht, weil sie den Kontakt zum Patienten oft gar nicht gewohnt sind&#8230;<\/em>\u201c<\/p>\n<p><strong> Habe ich das Richtig verstanden? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Spezialisten verpassen Patienten Therapien, die sie \u00fcberhaupt nicht zu Gesicht bekommen haben? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Na denn&#8230; &#8222;Wohl sein&#8220;!<\/strong><\/p>\n<p>Kein Wunder, wenn der fehlende Kontakt zwischen Onkologen und Patienten zu einem Vakuum f\u00fchrt, in dem die Patienten dann doch lieber noch eine weitere Meinung einholen wollen: Im Bereich der Onkologie tummeln sich sogenannte \u201eZweitmeinungsservices\u201c, die sich als Dienstleister verstehen und die Kommunikation zwischen Tumorspezialisten, Hausarzt und Patienten aufrecht erhalten. \u00dcber diesen Service werden dann digitalisierte Bilder und Befunde an ein Tumorboard geschickt und als Zweitmeinung ausgewertet.<\/p>\n<p><strong>Und zu 50 Prozent der F\u00e4lle entspricht die Zweitmeinung nicht der Originaldiagnose des Arztes.<\/strong> Auf dem Land seien es sogar bis zu 70 Prozent. Und wie es aussieht, werden die Kosten (zwischen 200 und 600 Euro pro Gutachten), f\u00fcr diesen Service schon von einigen Krankenkassen getragen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p><strong>Damit hat der Mangel der Schulmedizin doch noch sein Gutes. Man macht Kasse mit der falschen Behandlung und dann Kasse mit der Richtigstellung &#8211; falls es eine Richtigstellung ist.<\/strong><\/p>\n<p>Denn dieses Sich-Verheddern in den Details einer komplizierten Struktur mit zig Vorg\u00e4ngen und Vorschriften bei der Krebsbehandlung ist nur das allzu bekannte Resultat eines Ignorierens von Ursachen.<\/p>\n<p>Alle diese Bem\u00fchungen kratzen nicht einmal porentief an der Beseitigung der Ursachen. Denn die Ursache f\u00fcr eine Krebserkrankung liegt nicht im Fehlen von Zweitmeinungen oder schlechtem diagnostischem Verhalten seitens des Arztes.<\/p>\n<p>An dieser Stelle macht der &#8222;Frankfurter Artikel&#8220; Halt. Es geht\u00a0dabei wohl nur um eine bessere Verwaltung von Krankheiten und der besseren Verwaltung des Mangels in der Behandlung, nicht um deren Beseitigung. Eine urs\u00e4chliche Therapie von Krebs sieht nach meiner Meinung\u00a0deutlich anders aus.<\/p>\n<p>Die (in weiten Teilen der Schulmedizin) strikte Ablehnung von nat\u00fcrlichen, biologischen Therapie-Alternativen (sei es auch nur zusammen mit den konventionellen Methoden), zeigt den Mangel an Einsicht und Willen, die Ursachen der Erkrankung anzugehen. Stattdessen tummelt man sich lieber auf \u201eTumorboards\u201c und gibt dies als \u201eDurchbruch\u201c in der Krebsbehandlung aus &#8230;<\/p>\n<p>Der erfahrene Radiologe Reuther hatte viel Einblick in Tun und Wirkung von schulmedizinischen Therapien. Auf die Frage nach der h\u00e4ufigsten Todesursache in Deutschland antwortete er in einem SWR-Interview kurz und knapp: \u201eEs ist die Medizin.\u201c Von 2018 ca 930.000 in Deutschland verstorbenen kommen rund 300.000 auf das Konto \u201emedizinische Behandlung\u201c.<\/p>\n<p>Und weil ich in der Einleitung schrieb &#8222;\u00c4rzte sind auch nur Menschen&#8220;, passt vielleicht auch dieser Beitrag: <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/aerzte-alkoholiker-medikamentenabhaengig-uebergewichtig\/\">\u00c4rzte \u2013 Alkoholiker, medikamentenabh\u00e4ngig und \u00fcbergewichtig?<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde im Oktober 2012 ver\u00f6ffentlicht und letztmalig im Januar 2020 \u00fcberarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irren ist menschlich. Jeder macht Fehler. Und \u00c4rzte sind auch nur Menschen. In gewissen Situationen jedoch sind Fehler von weitreichender Konsequenz. Wenn diese Fehler in der Medizin auftauchen, dann steht f\u00fcr die betroffenen Patienten meist viel auf dem Spiel. Wie diese Fehler aussehen k\u00f6nnen, habe ich bereits in einigen Artikeln zuvor zu beschreiben versucht. Falsche [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":3123,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[23,192],"class_list":["post-1401","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-krebs","tag-schulmedizin"],"modified_by":"L.M.","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1401","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1401"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1401\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1401"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1401"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1401"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}