{"id":1389,"date":"2021-09-09T07:30:57","date_gmt":"2021-09-09T05:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=1389"},"modified":"2021-09-09T08:45:43","modified_gmt":"2021-09-09T06:45:43","slug":"boese-buben-pharmaindustrie-beim-schummeln-erwischt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/boese-buben-pharmaindustrie-beim-schummeln-erwischt\/","title":{"rendered":"Die &#8222;b\u00f6sen Buben&#8220; der Pharmaindustrie beim Schummeln erwischt"},"content":{"rendered":"<p>Wir alle wissen und glauben ganz fest, dass die Pharmaindustrie zu unserer aller Wohl da ist und da zu sein hat. Das Gesch\u00e4ftliche an solchen \u201eInstitutionen\u201c ist nat\u00fcrlich nebens\u00e4chlich oder auch nur ein notwendiges \u00dcbel. Sind wir uns da einig?<\/p>\n<p>Aber dennoch scheinen die angesprochenen Firmen sich nicht an diese Erwartungshaltung zu halten: Immer wieder versto\u00dfen sie gegen Auflagen oder wenden Tricks an, um Verkaufsschranken zu unterlaufen. Das allerdings geht nicht immer reibungslos \u00fcber die B\u00fchne; immer wieder fliegt die eine oder andere Firma mit ihren speziellen Machenschaften auf \u2013 und wird bestraft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In der Regel ist die Strafe nicht mehr als eine Tracht Pr\u00fcgel, die schon bald vergessen ist. Nat\u00fcrlich gibt es da keine &#8222;Pr\u00fcgel&#8220; im w\u00f6rtlichen Sinne &#8211; eigentlich ist es noch harmloser. Denn die Strafen bestehen in Zahlungen, die f\u00fcr die betroffenen Firmen kaum der Rede wert sind. Es sind eher sowas wie finanzielle &#8222;Nadelstiche&#8220;, die man locker aushalten kann und die leider oft schon im Verkaufspreis der Medikamente mit einkalkuliert sind.<\/p>\n<p>Um bei dem Beispiel mit der &#8222;Tracht Pr\u00fcgel&#8220; zu bleiben: Damit h\u00e4tte man sich ein St\u00fcck Schaumstoff in die Hose gesteckt und dann in aller Seelenruhe die Pr\u00fcgel \u00fcber sich ergehen lassen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.<\/p>\n<p>Nun ist es wieder so weit und eine besonders gro\u00dfe Pharmafirma hat sich zu weit aus dem Fenster gelehnt und ist auff\u00e4llig geworden: GlaxoSmithKline, kurz Glaxo. Die sind n\u00e4mlich in den Vereinigten Staaten vor Gericht gezerrt und von der amerikanischen Regierung verklagt worden.<\/p>\n<p>Am 2. Juli 2012 bekannte sich Glaxo schuldig in 3 F\u00e4llen von kriminellem Fehlverhalten und zivilrechtlichen Vergehen im Bezug auf die verschreibungspflichtigen Medikamente Paxil (deutsche Pr\u00e4paratenamen sind ParoLich, Paroxalon, Paroxat, Seroxat, Tagonis), Wellbutrin (Elontril, Zyban) und <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Avandia<\/a>.<\/p>\n<p>Die Firma stimmte der Zahlung einer Strafe zu, die die Rekordsumme von 3 Milliarden Dollar betrug &#8211; 1 Milliarde Dollar als Strafe f\u00fcr kriminelle Vergehen und 2 Milliarden f\u00fcr die zivilrechtlichen Verurteilungen.<\/p>\n<h2>Glaxo hat &#8222;prominente&#8220; Vorg\u00e4nger beim Schummeln<\/h2>\n<p>Bis zum Jahr 2009 war die <strong>Firma Pfizer<\/strong> die ungeschlagene Betrugsk\u00f6nigin mit einer Strafzahlung von 2,3 Milliarden Dollar, die wegen \u00e4hnlicher Vergehen angeklagt worden war. Dabei ging es um illegale Praktiken beim Vertrieb des Analgetikums Analgetikums Bextra. (<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/09\/03\/business\/03health.html?_r=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/09\/03\/business\/03health.html?_r=0<\/a><\/em>).<\/p>\n<p>Auch Eli Lilly hatte zun\u00e4chst mit Erfolg versucht, ein Psychopharmakum Zyprexa f\u00fcr Indikationen anzupreisen, die f\u00fcr die Medikation gar nicht infrage kommen. Der Konzern musste 1,4 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen sowie Patienten mit insgesamt 800 Millionen US-Dollar entsch\u00e4digen. (<em>Quelle: <\/em><em><u>https:\/\/www.kma-online.de\/aktuelles\/wirtschaft\/detail\/eli-lilly-akzeptiert-milliarden-strafe-wegen-zyprexa-skandal-a-15824<\/u><\/em>)<\/p>\n<p>Im Zuge des Vioxx-Skandals musste Merck Entsch\u00e4digungen in H\u00f6he von 629 Millionen US-Dollar an Patienten entrichten. Au\u00dferdem wurde eine Srafe von 322 Millionen US-Dollar f\u00e4llig. Merck hatte das Medikament unzul\u00e4ssigerweise f\u00fcr die Behandlung rheumathoider Arthritis beworben. <em>(Quelle:<\/em><em><u> https:\/\/www.justice.gov\/opa\/pr\/us-pharmaceutical-company-merck-sharp-dohme-sentenced-connection-unlawful-promotion-vioxx)<\/u><\/em><\/p>\n<p>Roche hatte die Nebenwirkungen des Medikamentes Roaccutane zu vertuschen versucht. Das Pr\u00e4parat gegen entz\u00fcndliche Hauterscheinungen kann Darmentz\u00fcndungen und Depressionen zur Folge haben. Sogar Suizide hatten sich nach der Einnahme des Mittels ereignet, woraufhin Roche mit Schadensersatzklagen \u00fcberzogen wurde. Nicht alle US-Gerichte folgten der Argumentation, doch in einigen F\u00e4llen erhielten die Klagesteller Recht. 6 Kl\u00e4ger musste der Pharma-Riese mit 48 Millionen US-Doller entsch\u00e4digen. (<em>Quelle: <\/em><em><u>https:\/\/www.schweizamwochenende.ch\/wirtschaft\/milliarden-klagewelle-gegen-roche-wegen-akne-medikament-131038364)<\/u><\/em><\/p>\n<p>Opioide sind ein lohnendes Gesch\u00e4ft, weil die Patienten abh\u00e4ngig werden. Viele Menschen, die die Mittel zu lange genommen haben, wenden sich sogar dem Drogenschwarzmarkt zu, um ihre Sucht zu befriedigen. Etliche Konzerne haben diese &#8222;Nebenwirkungen&#8220; verschwiegen und deswegen illegal vermarktet. Einen Tag vor einem Gerichts-Termin zahlten\u00a0 mehre Konzerne Hunderte Millionen US-Dollar aus freien St\u00fccken, um einer Verurteilung zu entgehen. Beteiligt an dem Vergleich waren Cardinal Health, Teva AmerisourceBergen und McKesson. Auch Johnson &amp; Johnson war mit einer Zahlung von 572 Millionen US-Dollar mit im Boot. <em>(Quelle:\u00a0 <\/em><em><u>https:\/\/www.bizjournals.com\/philadelphia\/news\/2019\/10\/21\/amerisourcebergenteva-part-of-260m-opioid.html <\/u><\/em><em><u>und<\/u><\/em><em><u>\u00a0 https:\/\/www.nytimes.com\/2019\/08\/26\/health\/oklahoma-opioids-johnson-and-johnson.html)<\/u><\/em><\/p>\n<p>Im Mai 2012 musste die <strong>Firma Abbott<\/strong> sich vor Gericht verantworten. Der Pharmahersteller hatte das\u00a0 Medikament Depatoke gegen Anf\u00e4lle so vermarktet, dass es auch bei Indikationen eingesetzt werden sollte, f\u00fcr die es gar keine Zulassung gab, n\u00e4mlich bei der <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/neurologie\/demenz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demenz<\/a> bei \u00e4lteren Leuten. Diese unerlaubte Indikationsausweitung kostete der Firma 1,6 Milliarden Dollar (<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/05\/08\/business\/abbott-to-pay-1-6-billion-over-illegal-marketing.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/05\/08\/business\/abbott-to-pay-1-6-billion-over-illegal-marketing.html<\/a><\/em>).<\/p>\n<p><strong>Johnson &amp; Johnson<\/strong> erweiterte einfach mal kurz, schmerzlos und eigenm\u00e4chtig die Indikationsliste f\u00fcr ihr Neuroleptikum Risperdal und sieht sich nun einem m\u00f6glichen Urteil von 1,6 bis 2 Milliarden Strafzahlung ausgesetzt. Die Liste lie\u00dfe sich noch beliebig lange mit mehr oder weniger hohen Strafzahlungen fortsetzen. Es bleibt der Eindruck, dass betr\u00fcgerische Praktiken Teil des Tagesgesch\u00e4fts der Pharmafirmen sind, nicht zuletzt, weil diese genau wissen, dass die Strafen nicht wirklich Strafen sind.<\/p>\n<p>2019 musste Johnson &amp; Johnson einen Kl\u00e4ger mit 8 Milliarden US-Dollar entsch\u00e4digen, der infolge Risperdal-Einnahme an Gyn\u00e4komastie leidet (Brustvergr\u00f6\u00dferung). (<em>Quelle:<\/em> <em><u>https:\/\/www.deutsche-apotheker-zeitung.de\/news\/artikel\/2019\/10\/09-10-2019\/gynaekomastie-durch-risperidal-milliardenurteil-gegen-johnson-johnson<\/u><\/em>)<\/p>\n<p>Aber schon 3 Milliarden Dollar sind kein Pappenstiel, auch nicht f\u00fcr einen Pharmariesen wie Glaxo. Aber die Summe ist immer noch relativ l\u00e4cherlich, wenn man bedenkt, dass Glaxo mit den Psychopharmaka alleine schon 27,5 Milliarden Dollar verdient hat. Vor diesem Hintergrund tun 3 Milliarden nicht mehr ganz so weh. 27,5 Milliarden Dollar ist der Schaumstoff in der Hose, der f\u00fcr formvollendetes Wohlbefinden sorgt, trotz Haue. Vor diesem Hintergrund kann man seine Chemie auch ruhig f\u00fcr Kinder anpreisen, obwohl das Pr\u00e4parat nur f\u00fcr Erwachsene zugelassen ist.<\/p>\n<h4>Warum sich da noch lange mit &#8222;evidenzbasierten Studien&#8220; aufhalten, wovon\u00a0Firmen\u00a0anscheinend selber wissen, dass die erstunken und erlogen sind? So was h\u00e4lt einen ja nur auf bei der Umsatzsteigerung und kostet auch noch!<\/h4>\n<p>Au\u00dferdem hatte\u00a0zum Beispiel Glaxo\u00a0diese Pr\u00e4parate auch noch f\u00fcr St\u00f6rungen der Sexualfunktion zum Einsatz kommen lassen, um den umsatztr\u00e4chtigen Viagra-Markt etwas anzukratzen. Damit die Indikationserweiterungen auch in der Praxis zum Tragen kamen, griff die Marketingabteilung zu den bekannten Waffen der Industrie: \u00c4rzte wurden mit Geschenken \u00fcbersch\u00fcttet, erhielten Beratervertr\u00e4ge bei Glaxo, wurden als bezahlte (F\u00fcr)-Sprecher angeworben und gingen auf Kosten der Firma zu beliebten Sportveranstaltungen (<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/robert-reich\/how-not-to-get-big-pharma_b_1653588.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.huffingtonpost.com\/robert-reich\/how-not-to-get-big-pharma_b_1653588.html<\/a><\/em>).<\/p>\n<p><strong>Interessant auch hier wieder:<\/strong> Ganz wie in der Vergangenheit bei \u00e4hnlichen Verfahren gegen andere Pharmafirmen f\u00e4llt auf, dass nur die Firma selbst angeklagt ist und zur Rechenschaft gezogen wurde. Von einer Anklage gegen verantwortliche Manager und F\u00fchrungskr\u00e4fte ist nicht die Rede. Es geht zwar das Ger\u00fccht um, dass die verantwortlichen Manager ihren Erfolgsbonus an die Firma zur\u00fcckzahlen m\u00fcssen, aber die Firma selbst sieht die Zahlung der Strafe \u00fcberhaupt nicht als ein Schuldeingest\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Wie bitte? Die bezahlen einfach so f\u00fcr nichts und wieder nichts? Die haben wohl zuviel Geld? Ja, bei 27,5 Milliarden kann man davon ausgehen&#8230;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Neuigkeiten von der evidenzbasierten Gaunerei der schulmedizinischen Hochstapler<\/h2>\n<p>Wenn man sich einmal die Anklageschrift der amerikanischen Staatsanwaltschaft anschaut, dann m\u00fcsste eigentlich auch dem letzten treu gl\u00e4ubigen Anh\u00e4nger der allein selig machenden Mutter Schulmedizin ein L\u00e4mpchen aufgehen (<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.justice.gov\/opa\/documents\/gsk\/gsk-criminal-info.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.justice.gov\/opa\/documents\/gsk\/gsk-criminal-info.pdf<\/a><\/em>).<\/p>\n<p>Dort, wo die Protagonisten der Schulmedizin und Gegner der alternativen Medizin lauthals letztere an den Pranger der Unglaubw\u00fcrdigkeit und Scharlatanerie stellen, werden sie jetzt von der amerikanischen Justiz dessen \u00fcberf\u00fchrt, was sie ihren Gegnern immer unterstellen. In der Psychologie w\u00fcrde man so etwas \u201eProjektion\u201c nennen. Dabei werden die eigenen Fehler anderen in die Schuhe geschoben, um von sich abzulenken.<\/p>\n<p>So auch im eingangs erw\u00e4hnten Fall von Glaxo: Die Anklageschrift argumentiert, dass Paxil nur f\u00fcr die Behandlung von Erwachsenen von der FDA zugelassen worden war. Aber dennoch manipulierte Glaxo Studiendaten mit Kindern so, dass unter dem Strich eine \u00fcberzeugende antidepressive Wirkung auch bei Kindern und Jugendlichen heraus kam.<\/p>\n<p>Ein Angestellter von Glaxo schlug sogar vor, die Nebenwirkungsliste dahingehend zu frisieren, dass Verschlimmerungen von Depressionen und Auftauchen von feindseligem Verhalten bei 11 Kindern in der fraglichen Studie einfach entfernt wurden. Sein Vorschlag: Anstelle dessen k\u00f6nnte man ja die Nebenwirkung \u201eKopfschmerz\u201c einsetzen und schon w\u00e4re die evidenzbasierte Basis der Arbeit gesichert.<\/p>\n<p>Unter dem Strich wurde also der negative Befund der Studie in einen Erfolg umfrisiert. Sie werden es nicht glauben, aber diese Arbeit ist wirklich ver\u00f6ffentlicht worden, und zwar 2001 im Journal of American Academy of Child und Adolescent Psychiatry. Und diese einzige, dazu noch evidenzbasiert verf\u00e4lschte Studie diente Glaxo als Grundlage f\u00fcr die Bef\u00fcrwortung der Indikationserweiterung.<\/p>\n<p>Wellbutrin ist ein anderes Antidepressivum der Firma. Seine Indikation wurde, laut Anklageschrift, auf die Indikationen \u201eGewichtsreduktion\u201c und \u201eSt\u00f6rungen der Sexualfunktion\u201c erweitert. Hierf\u00fcr wurde eine Marketingfirma angeheuert, die ordentlich viel L\u00e4rm um die Abnehmqualit\u00e4ten des Produkts machten (in den USA ist \u00f6ffentliche Werbung f\u00fcr Medikamente seit ca. 15 Jahren erlaubt, siehe mein Artikel &#8222;<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/pillen-fuers-leben-2012\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pillen f\u00fcrs Leben<\/a>&#8222;). Damit nicht genug. Die Marktschreier behaupteten auch noch, dass der zufriedenen Kunde mit der Einnahme des Medikaments zur erh\u00f6hten sexuellen Leistungsbereitschaft in der Lage ist. Auch f\u00fcr diese Mission sind nat\u00fcrlich Leckerlis an die \u00c4rzte verteilt worden, wie Urlaub in Hawaii, bezahlte Rednerauftr\u00e4ge, Einladungen nach Europa zur Fasanenjagd, Tickets f\u00fcr ein Madonna Konzert. Heilige Mutter&#8230;<\/p>\n<h4>Mein pers\u00f6nliches Negativ-Highlight: Avandia.<\/h4>\n<p>Dieses Pr\u00e4parat gegen zu hohe Blutzuckerwerte ist ja jetzt evidenzbasiert vom Markt gefegt worden (eine Zusammenfassung der Geschehnisse finden sie in meinem Artikel: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Avandia &#8211; ein evidenzbasiertes Desaster<\/a>&#8222;). Und dies geschah nicht deshalb, weil es zu vielen Patienten nach der Einnahme zu gut ging. Hier wurde Glaxo f\u00fcr schuldig befunden, Todesf\u00e4lle und Nebenwirkungen, die m\u00f6glicherweise bzw. tats\u00e4chlich auf das Pr\u00e4parat zur\u00fcckzuf\u00fchren waren, nicht der FDA gemeldet zu haben. Dies ist eine gesetzliche Auflage in den USA f\u00fcr neu zugelassene Medikamente.<\/p>\n<p>Es ist bemerkenswert, dass die Anklageschrift einen f\u00fcr diese Verh\u00e4ltnisse enorm langen Zeitraum von 6 Jahren (2001 bis 2007) angibt. Das hei\u00dft, dass Glaxo sich 6 lange Jahre mit einem Medikament die Nase goldig verdient hat, an dem letztendlich bis zu\u00a050.000 oder auch mehr Menschen gestorben sind. Auch hier wusste die Firma, dass bei Entdeckung die Strafe in keinem Verh\u00e4ltnis zum Gewinn stand. Dies war das Todesurteil f\u00fcr all diese Menschen, die sich vertrauensvoll und Rat suchend an ihren Arzt gewandt hatten. H\u00e4tten sie es mal besser nicht getan. Aber was ist das gegen einen j\u00e4hrlichen Umsatz von ca. 3 Milliarden Dollar?<\/p>\n<h2>&#8230; und es kann noch schlimmer kommen<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Evidenzbasiert werden Patienten \u00fcber den Tisch gezogen, einige sogar, bis dass sie dabei ihr Leben lassen m\u00fcssen. Firmen wie Glaxo produzieren sogar Medikamente, bei denen sie von Gesetzes wegen von jeder Haftung ausgeschlossen sind: Impfseren. Da kann man sich an den Fingern abz\u00e4hlen, was da auf einen zukommen kann, wenn die Auflagen f\u00fcr die \u201enormalen\u201c Medikamente noch nicht einmal eingehalten werden.<\/p>\n<p>Hier haben die Serenhersteller einen Freifahrtschein, bringen ohne ihre evidenzbasierten Studien Seren auf den Markt und machen die Wirksamkeits- und Vertr\u00e4glichkeitsstudien vor Ort am Patienten, die daf\u00fcr auch noch bezahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Sollten Sie das Pech haben, ordentlich viele Nebenwirkungen zu haben oder sogar daran zugrunde zu gehen, dann haben Sie halt Pech gehabt. Die Firma ist aus dem Schneider. So kann sie weiter machen wie bisher. Nur mit dem signifikanten Unterschied, dass sie beim n\u00e4chsten Mal keine 3 Milliarden zu berappen braucht. Denn jetzt sind sie ja immun.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Beitragsbild: fotolia.com &#8211; Africa-Studio<br \/>\nDer Beitrag wurde im September 2012 und am 09.09.2021 minimal \u00fcberarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle wissen und glauben ganz fest, dass die Pharmaindustrie zu unserer aller Wohl da ist und da zu sein hat. Das Gesch\u00e4ftliche an solchen \u201eInstitutionen\u201c ist nat\u00fcrlich nebens\u00e4chlich oder auch nur ein notwendiges \u00dcbel. Sind wir uns da einig? Aber dennoch scheinen die angesprochenen Firmen sich nicht an diese Erwartungshaltung zu halten: Immer wieder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":2994,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[54],"tags":[98,80,29,81,166,192],"class_list":["post-1389","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medikamente","tag-arzneimittel","tag-arzneimittelstudien","tag-pharmaindustrie","tag-pharmakartell","tag-pharmakonzerne","tag-schulmedizin"],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1389"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}