{"id":1345,"date":"2012-07-06T03:18:48","date_gmt":"2012-07-06T01:18:48","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=1345"},"modified":"2023-10-02T19:58:55","modified_gmt":"2023-10-02T17:58:55","slug":"die-bombe-auf-dem-teller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/die-bombe-auf-dem-teller\/","title":{"rendered":"Die Bombe auf dem Teller &#8211; Oder: Billiges Essen ist eine Illusion!"},"content":{"rendered":"<p>Kalorienbomben sind ein bekanntes Problem. Sie sind gef\u00fcrchtet und Gegenstand etlicher Diskussionen in Fach- und Frauenzeitschriften. Die unbekannte &#8222;Bombe&#8220; jedoch liegt verborgen auf den Feldern und Produktionsst\u00e4tten der Nahrungsmittelindustrie und wird t\u00e4glich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck auf unsere Tische gepflanzt.<\/p>\n<p>Denn die Nahrungsmittel, die ja eigentlich f\u00fcr den Erhalt des Lebens und der Gesundheit von der Natur geschaffen worden sind, haben heute schon l\u00e4ngst diesen Zweck aufgegeben. Der Zwang, etwas essen zu m\u00fcssen, wird von der Lebensmittelindustrie ausgenutzt, Profite zu schneidern, ungeachtet der gesundheitlichen Konsequenzen. Und so wandert ein &#8222;lautloser Killer&#8220; regelm\u00e4\u00dfig in unseren Organismus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Schneller, dicker, billiger<\/h2>\n<p>Um die Nahrungsmittelproduktion rentabel zu machen &#8211; und damit profitabel &#8211; setzt die Industrie auf einen immer schnelleren Turn-over in der Zucht der Lebensmittel. Gleichzeitig sollen die Fr\u00fcchte und H\u00fchnchen, Schweine etc. nicht nur schneller ernte- und schlachtreif werden, sondern gleichzeitig in k\u00fcrzerer Zeit auch noch mehr Masse abliefern.<\/p>\n<p>Diesen Kunstgriff kann man nur erreichen, indem man geschickt mit k\u00fcnstlichen Eingriffen nachhilft. Genmanipulation von Pflanzen, der Einsatz von Pestiziden, <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Antibio.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antibiotika<\/a>, artfremdes Futter (hydrolysierte H\u00fchnerfedern f\u00fcr Fische, Mais und Tiermehl f\u00fcr K\u00fche, Fischmehl f\u00fcr H\u00fchner usw.) sind nur einige wenige Beispiele auf der langen Liste.<\/p>\n<p>Ich berichtete \u00fcber diese &#8222;Machenschaften&#8220; zum Beispiel in &#8222;<a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/eiertanz-antibiotika-huehner\/\">Eiertanz um Antibiotikah\u00fchner<\/a>&#8220; oder &#8222;<a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/masthuehner-bekommen-antibiotika\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fast jedes Masthuhn bekommt Antibiotika<\/a>&#8222;. Vielfach wissen wir \u00fcberhaupt nicht, wie die Erzeuger genau vorgehen, um zu rentablen Ergebnissen zu kommen, da es sich um \u201eBetriebsgeheimnisse\u201c handelt, die aber in unseren M\u00e4gen landen.<\/p>\n<p>Und vor lauter Heimlichkeit wusste ja auch niemand, wie und warum seinerzeit das Dioxin in die H\u00fchner und deren Eier gelangt war (<a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/dioxin-neues-nahrungsergaenzungsmittel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dioxin, eine neue Form der &#8222;Nahrungserg\u00e4nzungsmittel&#8220;<\/a>). Aber es sickerte dann durch, dass hier technische(!) Fette im Spiel waren.<\/p>\n<p>Aber nicht nur hier stinkt es in allen Ecken. Die Art und Weise, wie diese Industrie mit den nat\u00fcrlichen Ressourcen umgeht und umgegangen ist, hat inzwischen einen betr\u00e4chtlichen Schaden an der Natur zur Folge. So hat der Hang zur Monokultur im Verband mit der Schaffung von genetisch manipulierten Nutzpflanzen den Gesamtbestand aller Nutzpflanzen auf nur noch 25 Prozent reduziert. <strong>Oder anders ausgedr\u00fcckt: 75 Prozent der urspr\u00fcnglichen Nutzpflanzen sind Geschichte, und das in weniger als 100 Jahren industrieller Nahrungsmittelproduktion.<\/strong><\/p>\n<p>Aber damit ist noch nicht genug. Zus\u00e4tzlich schmei\u00dfen wir noch Millionen Tonnen von Herbiziden, Pestiziden usw. auf diese 25 Prozent und vergiften somit den Boden, das Grundwasser, die Fl\u00fcsse und das Meer. H\u00fchner, K\u00fche, Schweine und anderes Nutzvieh wird nur noch in milit\u00e4r\u00e4hnlichen \u201eKasernen\u201c gehalten, wo der Bewegungsmangel f\u00fcr einen schnelleren Fettaufbau sorgt.<\/p>\n<p>Die Ern\u00e4hrung der Tiere ist, wie bereits erw\u00e4hnt, jenseits von artgerechter Ern\u00e4hrung und Antibiotika sollen die Entstehung von m\u00f6glichen Seuchen verhindern. Am besten dann f\u00fcr jede m\u00f6gliche Infektion ein spezifisches Antibiotikum&#8230;<\/p>\n<h2>Die \u00f6kologische Bombe Monokultur<\/h2>\n<p>Monokultur ist f\u00fcr viele heute eine selbstverst\u00e4ndliche Angelegenheit. Da gibt es riesige Kartoffel-, Reis-, R\u00fcben-, Getreide-, Mais- usw. -felder, die alle den gleichen Zweck erf\u00fcllen sollen: Die Ertr\u00e4ge m\u00fcssen optimal ausfallen &#8211; bei einem Minimum an Arbeitsaufwand. Normalerweise wird daher Jahr f\u00fcr Jahr die gleiche Nutzpflanze wieder und wieder angebaut, obwohl eine Rotation im Anbau mit anderen Pflanzen sinnvoller w\u00e4re. Eine Mischkultur ist scheinbar die \u00f6konomisch aufwendigere Form der Kultivierung, aber \u00f6kologisch sinnvollere Alternative zur Monokultur.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/app.getresponse.com\/view_webform_v2.js?u=93&amp;webforms_id=BWRX9\"><\/script><\/p>\n<p>Mischkulturen wurden in alten Zeiten entwickelt und dienten zur Befriedigung der Ern\u00e4hrungsanforderungen von lokal begrenzten Gemeinschaften. Der Vorteil der Mischkultur ist, dass eine fachgerecht angewandte Bepflanzung den Boden schont und sogar N\u00e4hrstoffe, die zuvor entzogen worden waren, wieder zur\u00fcck f\u00fchrt. Die Monokultur dagegen kennt in diesem Zusammenhang nur die chemische Bearbeitung des Bodens durch D\u00fcnger, oft Kunstd\u00fcnger. Denn die Produktion von organischem D\u00fcnger, wie Kompost, ist wirtschaftlich wieder einmal zu aufwendig und unrentabel.<\/p>\n<p>Ein Beitrag auf der Webseite GreenFudge.org sieht in der Monokultur einen zuverl\u00e4ssigen Beitrag zum Welthunger und der Vernichtung der Umwelt (<a href=\"http:\/\/www.greenfudge.org\/2009\/09\/24\/monocrop-farming-green-revolution-or-environmental-blunder-of-historic-proportions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenfudge.org\/2009\/09\/24\/monocrop-farming-green-revolution-or-environmental-blunder-of-historic-proportions\/<\/a>).<\/p>\n<h4>Warum?<\/h4>\n<ol>\n<li>Monokultur sch\u00e4digt die Boden\u00f6kologie durch den Entzug von N\u00e4hrstoffen und die Verringerung der Palette an verschiedenen N\u00e4hrstoffen.<\/li>\n<li>Sie schafft eine offene und ungesch\u00fctzte Nische f\u00fcr Sch\u00e4dlinge der verschiedensten Arten. Dadurch werden die angebauten Pflanzen anf\u00e4lliger f\u00fcr opportunistische Keime, was den Einsatz von Chemie im Tonnenformat notwendig macht. Denn sonst stehen die Chancen gut, dass die Ernte durch Sch\u00e4dlinge vernichtet wird.<\/li>\n<li>Diese Abh\u00e4ngigkeit von chemischen Keulen zur Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung, bei gleichzeitiger chemischen \u201eBehandlung\u201c des Bodens durch D\u00fcnger, f\u00fchrt zu einer zus\u00e4tzlichen Verseuchung des Bodens und Vernichtung von \u00f6kologisch wertvollen Pilzen, Mikropflanzen, Bakterien und Tieren im Anbaugebiet.<\/li>\n<li>Das alles macht nat\u00fcrlich noch mehr abh\u00e4ngig von hoch spezialisiertem Arbeitsmaterial und -machinerie, die zudem noch durch die Verbrennung von fossilen Kraftstoffen angetrieben werden muss.<\/li>\n<li>Monokultur zerst\u00f6rt die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren.<\/li>\n<\/ol>\n<h4>Wie so eine Abh\u00e4ngigkeit und die damit verbundene Hilflosigkeit aussehen kann, zeigte die gro\u00dfe Hungersnot in Irland im Jahr 1845 bis 1849.<\/h4>\n<p>Die irische Bev\u00f6lkerung baute zur Eigenversorgung in erster Linie Kartoffeln an, die aber in der Folge von einem Pilz befallen wurden und praktisch 100 Prozent der Kartoffelernte vernichtete.<\/p>\n<p>Heute erleben wir in unseren Breiten keine solchen katastrophalen Ausf\u00e4lle mehr, da die weiter oben zitierte Chemie solche Szenarien zu verhindern wei\u00df. Immerhin brauchen wir nicht zu verhungern, das stimmt. Aber wie sieht es mit den chemischen Zus\u00e4tzen aus, die wir daf\u00fcr Tag f\u00fcr Tag mit der Nahrung zu uns nehmen (m\u00fcssen)? Mehr zu diesem Thema hatte ich schon einmal unter <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/billige-nahrungsmittel-teuer-bezahlt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.gesund-heilfasten.de\/blog\/billige-nahrungsmittel-teuer-bezahlt\/<\/a> diskutiert.<\/p>\n<h2>Teure Nahrungsmittel sind Preis-werter<\/h2>\n<p>Unter teuer verstehe ich hier \u201enicht billig\u201c. Dass gesunde, hochwertige Nahrungsmittel ihren Preis haben, versteht sich von selbst. Man bekommt aber daf\u00fcr frische, unbehandelte, ganze Produkte mit hohem N\u00e4hrwert.<\/p>\n<p><strong>Deshalb sollten Sie Produkte aus der \u201eNachbarschaft\u201c erwerben. Die kennen keine langen Transportwege, die oft bei Obst und Gem\u00fcse die Ursache f\u00fcr Verluste an Vitaminen, Mineralstoffen usw. sind.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn diese Produkte dann auch noch aus echtem biologischen Anbau kommen, also nicht nur ein marketinggeiles gr\u00fcnes Aush\u00e4ngeschild haben, dann haben sie nicht viel falsch gemacht.<\/p>\n<p>Nicht nur der N\u00e4hrwert solcher Produkte ist besser und gr\u00f6\u00dfer. Die Sachen schmecken auch einfach besser als die chemisch vergewaltigten Produkte der Nahrungsmittelindustrie. Denn je l\u00e4nger die Nahrungsmittel durch industrielle Fertigungsanlagen laufen m\u00fcssen, desto weniger weisen sie an N\u00e4hrstoffen auf, so die Daumenregel. Und wenn Sie dann auch noch eine gro\u00dfe Palette an verschiedenen Lebensmitteln mit \u00e4hnlich hoher Qualit\u00e4t auf Ihrem Di\u00e4tplan stehen haben, dann kann sich Ihr Organismus kaum noch beklagen.<\/p>\n<p>Der Supermarkt dagegen wird kaum diesen Anforderungen gerecht, denn der steckt voller industrieller Produkte. Um hier die Kauflust zu steigern, muss dann die Marketingl\u00fcge vom angeblich gr\u00fcnen Produkt her. Siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/die-grosse-lebensmittel-luege\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/die-grosse-lebensmittel-luege\/ <\/a>und<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/die-grosse-lebensmittel-luege\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/tote-nahrung-totes-essen-industrielle-verarbeitete-lebensmittel-und-nahrungsmittel.html<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Billiges Essen ist eine Illusion!<\/h2>\n<p>Michael Pollan, ein amerikanischer Journalist, fasst es so zusammen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>Billiges Essen ist eine Illusion. Es gibt kein billiges Essen auf dieser Welt. Die wirklichen Kosten f\u00fcr die Ern\u00e4hrung m\u00fcssen irgendwann einmal beglichen werden. Und wenn sie nicht an der Kasse beim Einkauf bezahlt werden, dann muss die Umwelt halt daf\u00fcr bezahlen oder die \u00f6ffentliche Gesundheit wird zur Kasse gebeten. F\u00fcr den Einzelnen bedeutet dies, dass er langfristig mit seiner Gesundheit bezahlt<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Das hei\u00dft also im Klartext: Zahl jetzt oder zahl sp\u00e4ter, aber du wirst zahlen. Aber kann es nicht auch so sein, dass organisch gewonnene Nahrungsmittel mehr kosten weil sie auch wirklich mehr Wert sind und haben?<\/p>\n<h3>Beispiele gef\u00e4llig?<\/h3>\n<p>Eier von nat\u00fcrlich und freilaufend lebenden H\u00fchnern haben einfach deutlich mehr an <a href=\"http:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/fettsaeuren\/omega-3-fettsaeuren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Omega-3-Fetts\u00e4uren<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/vitamine\/vitamin-a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vitamin A<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/vitamine\/vitamin-e.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vitamin E<\/a>, Beta-Carotin usw. aufzuweisen als die &#8222;Fischmehl-Eier&#8220; aus den Legebatterien. Frei grasende Rinder weisen ein Fleisch auf, dass 3 bis 5 mal so viel Linols\u00e4ure enth\u00e4lt als vergleichsweise das Fleisch von Stalltieren, die mit Mais gef\u00fcttert werden.<\/p>\n<p>Und so kommt es, wie es kommen muss: Gesunde Lebensmittel k\u00f6nnten mehr und mehr zu einem Ding der sozialen Differenzierung werden.<\/p>\n<p>Da die \u00f6kologisch und biologisch korrekte Produktion von Lebensmitteln tendenziell teurer ist als die konventionelle, sind finanziell schw\u00e4cher gestellte Personen und Familien in erster Linie von den Billigprodukten abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Langfristig wird sich dies in einer verst\u00e4rkten Auspr\u00e4gung von Erkrankungen bei dieser Gesellschaftsschicht bemerkbar machen.<\/p>\n<p>Dass man auch hier Wege und Mittel finden kann, diesem Trend ein Schnippchen zu schlagen, habe ich bereits fr\u00fcher unter:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/lebensmittelkosten-bei-verschiedenen-ernaehrungsweisen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/lebensmittelkosten-bei-verschiedenen-ernaehrungsweisen<\/a>\/ und<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/ist-gesunde-ernaehrung-zu-teuer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/ist-gesunde-ernaehrung-zu-teuer\/ <\/a>angesprochen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Ein &#8222;amerikanisches&#8220; Beispiel: keine Pestizide, keine Herbizide, keine Antibiotika<\/h3>\n<p>Entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung ist in den USA nicht alles Fastfood, McDonald, Coca-Cola oder Chips and Corn. Es gibt tats\u00e4chlich sogar Beispiele von Farmern, die einen voll biologischen Anbau betreiben und Tiere unter nat\u00fcrlichen Bedingungen halten. Dies zeigen zum Beispiel die Filme \u201eFRESH\u201c und \u201e<a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/blog\/food-inc-was-essen-wir-wirklich-2011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Food, Inc.<\/a>\u201c<\/p>\n<p>Ein Farmer namens Joel Salatin aus Virginia produziert Rindfleisch, H\u00fchnerfleisch, Eier, Putenfleisch, Kaninchen und Gem\u00fcse. Er nennt sich selbst einen \u201eGras-Farmer\u201c, denn er setzt auf sonnen-gereiftes Gras als F\u00fctterungsgrundlage f\u00fcr die meisten seiner Tiere. Er hat inzwischen f\u00fcr das Grasen der Tiere ein Rotationsprinzip entwickelt, das sich an nat\u00fcrlichen Notwendigkeiten orientiert. Dieses Rotationsprinzip erlaubt es dem jeweiligen St\u00fcck Land, sich zu regenerieren und seinen Tieren Habitat f\u00fcr ihre spezifischen Eigenschaften zu sein.<\/p>\n<p>So werden die K\u00fche t\u00e4glich auf andere Parzellen gef\u00fchrt, was dem Wandertrieb der Tiere entspricht und den Boden regeneriert. Die biologischen \u201eAufr\u00e4umarbeiten\u201c erledigen H\u00fchner und Truth\u00e4hne, die 3 Tage sp\u00e4ter auf die leeren Fl\u00e4chen gef\u00fchrt werden und hier den Boden durch Kratzen und Picken \u201ebearbeiten\u201c.<\/p>\n<p>Er setzt keine Pestizide oder Herbizide ein, ebenso keine Antibiotika. <strong>Der Farmer hat in 50 Jahren noch keinen D\u00fcnger gekauft, ebenso keinen Samen.<\/strong> Er l\u00e4sst Kr\u00e4uterfresser Kr\u00e4uterfresser sein und kooperiert mit Mutter Natur anstatt sie zu bek\u00e4mpfen. Eine wahrhaft fast neue und erfrischende Philosophie.<\/p>\n<p>Bei einer Monokultur w\u00fcrde er 150 Dollar pro Hektar Nutzpflanzen f\u00fcr die Dauer von 3 Monaten verdienen. Danach liegt das Land f\u00fcr den Rest des Jahres brach. In seinem Fall jedoch verdient er 3000 Dollar pro Hektar indem er jeden Hektar durch das Rotationsprinzip ganzj\u00e4hrig bewirtschaften kann. Dabei erh\u00e4lt er die \u00f6kologische Balance auf seinem Grundst\u00fcck, was ein zus\u00e4tzliches Einkommen ergibt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kommt jetzt sofort der altbekannte Einwand, dass man das vielleicht als Ausnahme betrachten muss, die die Regel best\u00e4tigt, dass Monokultur das Ma\u00df aller Dinge ist. So zu arbeiten KANN (oder vielleicht darf) nicht rentabel sein. Inzwischen gibt es aber ernstzunehmende Studien, die belegen, dass mittelgro\u00dfe biologisch betriebene Farmen profitabler arbeiten als jede industriell aufgezogene Farm, gleich welcher Gr\u00f6\u00dfenordnung.<\/p>\n<p>Forscher von der Universit\u00e4t von Wisconsin ver\u00f6ffentlichten 2008 eine Studie, die zeigte, dass der biologische Anbau von Mischkulturen zur Vermeidung von Pflanzenkrankheiten im Rotationsprinzip g\u00fcnstiger ausfiel, auch finanziell, als die Monokulturen (<a href=\"https:\/\/www.agronomy.org\/publications\/aj\/articles\/101\/2\/288\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.agronomy.org\/publications\/aj\/articles\/101\/2\/288<\/a>). Ebenso zeigte sich, dass das Rotationsprinzip beim Grasen von K\u00fchen g\u00fcnstiger war. Die Autoren der Studie gingen sogar so weit, zu behaupten, dass Monokulturen und deren Unterst\u00fctzung seitens der Regierung \u201e\u00fcberholt\u201c sind und dass es an der Zeit ist, organischen Anbau und Viehzucht zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Dem kann ich nur zustimmen. Und damit w\u00e4re eigentlich ist alles gesagt. In Anbetracht der Corona-Krise 2020 geht es uns ja um Menschenleben und Menschen die gesch\u00fctzt werden sollen. Da frage ich mich, warum viele andere Dinge, die ebenfalls Leben sch\u00fctzen w\u00fcrden und die uns auch alle ges\u00fcnder machen w\u00fcrden NICHT gehen sollen &#8211; oder gar nicht gehen d\u00fcrfen?<\/p>\n<p>Beitragsbild: 123rf.com &#8211; Marcin Balcerzak<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kalorienbomben sind ein bekanntes Problem. Sie sind gef\u00fcrchtet und Gegenstand etlicher Diskussionen in Fach- und Frauenzeitschriften. Die unbekannte &#8222;Bombe&#8220; jedoch liegt verborgen auf den Feldern und Produktionsst\u00e4tten der Nahrungsmittelindustrie und wird t\u00e4glich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck auf unsere Tische gepflanzt. 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