{"id":1320,"date":"2022-03-21T08:43:38","date_gmt":"2022-03-21T06:43:38","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=1320"},"modified":"2025-10-22T10:22:13","modified_gmt":"2025-10-22T08:22:13","slug":"autismus-durch-gestoerte-darmflora-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/autismus-durch-gestoerte-darmflora-2012\/","title":{"rendered":"Autismus &#8211; die m\u00f6glichen Ursachen wie Umwelt-Toxine, sowie Heilversuche"},"content":{"rendered":"<p>Die Ursache des Autismus ist wissenschaftlich nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Trotz dieser Ungewissheit gehen viele Wissenschaftler vorerst von der Annahme aus, die Wahrnehmungs- und Verhaltensst\u00f6rung sei ausschlie\u00dflich genetisch bedingt. W\u00e4hrend \u201eAutismus\u00e4hnliches Verhalten\u201c wieder \u201everschwindet\u201c, sei \u201eAutismus nicht heilbar\u201c,\u00a0 poltert Wikipedia\u00a0(Stand 2022)<\/p>\n<p>Etwas vorsichtiger konstatieren die <a href=\"https:\/\/www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org\/kinder-jugend-psychiatrie\/erkrankungen\/autismus-spektrum-stoerung-ass\/ursachen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neurologen und Psychiater im Netz<\/a>, dass die \u201e\u2026 Heritabilit\u00e4t von Autismus Spektrum St\u00f6rungen auf ca. 70 bis 80 % gesch\u00e4tzt\u201c wird. Gut begr\u00fcndet w\u00e4re demnach die Vermutung, die Inzidenz des Autismus sei ann\u00e4hernd konstant. Dem widersprechen jedoch steigenden Fallzahlen, die allgemein nicht bestritten werden. Einige Wissenschaftler sehen hier sogar einen besorgniserregenden Trend.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Bereits 2025 k\u00f6nnte der Anteil autistischer Babys in den USA 50 % betragen<\/h2>\n<p>1960 trat Autismus in den USA mit einer Inzidenz von 1:10.000 auf. Diese \u00e4u\u00dferst geringe Erkrankungsrate stieg bis 2012 auf 1:88. Die Biophysikerin Dr. Stephanie Seneff vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) warnte, dass im Jahr 2050 die H\u00e4lfte aller Neugeborenen unter Autismus leiden werden. Im Dezember 2016 korrigierte sie ihre <a href=\"https:\/\/de.sott.net\/article\/21837-Danke-Monsanto-2050-werden-die-Halfte-der-Kinder-unter-Autismus-leiden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prognose<\/a>: Bereits 2025 k\u00f6nnte der Anteil autistischer Babys in den USA 50 % betragen.<\/p>\n<p>\u201e<strong>In 25 bis 30 Jahren wird ein autistisches Kind in jeder Familie die Norm sein\u2026<\/strong>\u201c \u2013 Diese Aussage wurde bereits am Anfang\u00a0der Sendung\u00a0auf ARTE vom 14. Juni 2012 zum Thema \u201eHilfe bei Autismus \u2013 Die Rolle der Darmbakterien\u201c gemacht. Ich dachte sofort: \u201eWenn das stimmt, dann haben wir in einigen Jahren ein gewaltiges Problem\u2026\u201c<\/p>\n<p>In der Sendung wurde von einem m\u00f6glichen Zusammenhang zwischen <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/ernaehrung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ern\u00e4hrung<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/darmerkrankungen\/darmbakterien.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Darmbakterien<\/a> und Medikamenten angesprochen. Wenn man von Bakterien und Erkrankung spricht, dann assoziiert man sofort eine <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/infektionen\/bakterielle-infektionen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bakterielle Infektion<\/a>. Autismus aber in einem Zusammenhang mit Bakterien zu sehen w\u00fcrde dann bedeuten, dass diese psychische Erkrankung auf einer Infektion beruht. Das klingt sehr weit hergeholt \u2013 und ist es\u00a0vielleicht auch. Denn Autismus hat (nach heutiger Erkenntnis) mit hoher Wahrscheinlichkeit\u00a0nur selten etwas mit einer\u00a0Infektion\u00a0zu tun.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Beispiel: Pflanzengift Glyphosat<\/h2>\n<p>Das Breitband-Herbizid <a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/glyphosat-sicher-unsicher-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glyphosat<\/a> steht in erheblichem Verdacht, Autismus zu verursachen. Monsantos Roundup ist nicht nur in Lebensmitteln fast universell nachzuweisen, sondern taucht auch in Impfseren und sogar in der Muttermilch auf. 70 % aller Amerikaner haben das Gift im Urin. MIT-Forscherin Dr. Stephanie Seneff sieht in der Kontamination einen Zusammenhang zum Anstieg des Autismus.<\/p>\n<p>Denn Glyphosat hemmt die Synthese einiger Aminos\u00e4uren in Bakterien und k\u00f6nnte so auch das Mikrobiom des Menschen ver\u00e4ndern. Diese Dysbiose ist m\u00f6glicherweise nur ein Wirkmechanismus, mit dem Glyphosat Autismus zur Folge hat. Das Herbizid hemmt auch das Enzym Cytochrom P450, das haupts\u00e4chlich in der Leber vorkommt und hier Toxine in wasserl\u00f6sliche Formen umwandelt. Die Gifte k\u00f6nnen dann \u00fcber den Urin ausgeschieden werden, womit die Entgiftung abgeschlossen ist.<\/p>\n<p>P450 hat aber noch weitere Funktionen. Es ist an der Bereitstellung von Vitamin D beteiligt und damit auch erforderlich um, den Globuline Component Macrophage-Activatin Factor (GC-MAF) zu produzieren, ein f\u00fcr die zellul\u00e4re Immun-Antwort unabdingbares Lymphokin. Der Neurotransmitter Andamid wird durch P540 ebenfalls zu einem entz\u00fcndungshemmenden Agens umgewandelt. Dieses 5,6-EET-EAs ist in die Entgiftung von Schwermetallen im Nervensystem involviert. Wenn diese Schutzfunktion wegf\u00e4llt, k\u00f6nnte dies auch zu Autismus f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein anderer Befund weist darauf hin, dass Glyphosat zur mitochondrialen Dysfunktion f\u00fchrt. Diese Beeintr\u00e4chtigung der zellinternen Energie-Produzenten hat eine erh\u00f6hte Produktion von Reaktiven Sauerstoff-Spezies (ROS) zur Folge. Die aggressiven Oxidanzien entstehen durch die Aktivit\u00e4t der Elektronentransport-Kette innerhalb der Mitochondrien. Die Dysfunktion ist bei Kindern mit Autismus weit verbreitet, wie Untersuchungen an lymphoblastoiden Zelllinien der Erkrankten zeigen.<\/p>\n<p>Glyphosat hat wohl auch einen negativen Einfluss auf das enterale Mikrobiom. Der Mechanismus, \u00fcber den Glyphosat die Darmflora besch\u00e4digt, ist allerdings nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Infrage kommen eine St\u00f6rung der Darm-Muskulatur und eine Beeintr\u00e4chtigung der Gallens\u00e4ure-Sekretion sowie der Verdauungs-Enzyme Pepsin, Trypsin und Lipase. Durch diese Effekte kommt es wahrscheinlich zu chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen, die letztlich auch die Darmflora angreifen und Autoimmun-Krankheiten heraufbeschw\u00f6ren.<\/p>\n<h2>Chlostridien als Ursache?<\/h2>\n<p><strong>Es gibt mittlerweile auch eine Reihe von Hypothesen, die die Anwesenheit von unerw\u00fcnschten Mikroorganismen im Darm f\u00fcr die Entstehung von Autismus verantwortlich machen.<\/strong><\/p>\n<p>Ein Beispiel sind die Clostridien:<\/p>\n<p>Unter den vielen Hypothesen f\u00fcr die Entstehung\u00a0 von Autismus wird die Besiedlung des Darms mit Clostridien und deren Sporen als Schl\u00fcsseleffekt diskutiert. Exogene und endogene Sporen sind der m\u00f6gliche Grund f\u00fcr Autismus. <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Antibio.htm\">Antibiotika<\/a> haben keinen therapeutischen Effekt auf die Sporen, die nach dem Absetzen der antibiotischen Therapie beginnen, in eine Form auszukeimen, die neurotoxische Substanzen produziert.<br \/>\nStudie dazu: Martirosian, Katedra i Zakad Mikrobiologii Lekarskiej Slaskiego Uniwersytetu Medycznego w Katowicach: <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20141061\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eClostridium spp. spores in pathomechanism of autism\u201c<\/a>, Wiad Lek. 2009;62(2):119-22.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Autismus und Entz\u00fcndungen<\/h2>\n<p>Auch nicht infekti\u00f6se Entz\u00fcndungen der Darmschleimhaut bei werdenden M\u00fctter spielen in der Entstehung von Autismus wohl eine Rolle. Ausgel\u00f6st werden die St\u00f6rungen unter anderem durch die schon erw\u00e4hnten Chemikalien aus Nahrung und Umwelt. Das Immunsystem reagiert auf die Schleimhautreizung mit der Aussch\u00fcttung von IL-17a (Interleukin 17a). Der Botenstoff sorgt auch bei Covid-19-Infektionen f\u00fcr die \u00fcberschie\u00dfende Entz\u00fcndung, die den Kranken erheblich zusetzt. Tierversuche belegen, dass IL-17a die Ausdifferenzierung des Gehirns von F\u00f6ten beeintr\u00e4chtigt. Sp\u00e4ter zeigen die Tiere dann Zeichen von Autismus.<\/p>\n<p>David Orenstein:<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20141061\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\u201e<\/a><a href=\"https:\/\/news.mit.edu\/2021\/research-finds-potential-mechanism-linking-autism-intestinal-inflammation-1209\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Research finds potential mechanism linking autism, intestinal inflammation<\/a><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20141061\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201c<\/a><\/p>\n<p>MIT News, 09.12.2021<\/p>\n<p>Autoimmun-St\u00f6rungen f\u00fchren zu \u00e4hnlichen zerebralen Sch\u00e4den bei ungeborenen Tieren. Dabei attackieren Antik\u00f6rper des Muttertieres die Neurone der F\u00f6ten.<\/p>\n<p>Enstrom, A. M. et al.:<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20141061\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\u201e<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/19431079\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Autoimmunity in autism<\/a><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20141061\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201c<\/a><\/p>\n<p>National Library of Medicine, 10.05.2009<\/p>\n<h2>Negativer Einfluss von Antibiotika<\/h2>\n<p>Eine \u00e4u\u00dferst negative Auswirkung auf das Mikrobiom haben die Antibiotika in <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/ernaehrung\/fleisch.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fleischprodukten<\/a> (siehe auch mein \u201eleckerer\u201c Beitrag: <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/eiertanz-antibiotika-huehner\/\">Antibiotika bei H\u00fchnern<\/a>). Diese nutzlose Aufnahme der Medikamente ver\u00e4ndert die Darmflora mit vielf\u00e4ltigen Folgen f\u00fcr die Gesundheit.<\/p>\n<p>Dr. Sydney Martin Finegold und sein Team konnte die die oben aufgestellten Vermutungen erneut best\u00e4tigen:<\/p>\n<p>In dieser Ver\u00f6ffentlichung nehmen die Autoren Bezug auf fr\u00fchere Ver\u00f6ffentlichungen zu Untersuchungen von Stuhlproben. Die neuen Ergebnisse best\u00e4tigen dabei den urspr\u00fcnglichen Anfangsverdacht, dass Desulfovibrio eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autismus spielen kann.<\/p>\n<p>Die Autoren beobachteten auch, dass der Einsatz von Penicillin, Clindamycin und Cephalosporinen einen nachhaltigen Einfluss auf eine normale Darmflora haben. Sie sind augenscheinlich der Grund f\u00fcr ein \u00dcberwachstum von Bakterien wie Clostridium difficile und besonders Desulfovibrio. Da diese Antibiotika h\u00e4ufig bei Kindern zum Einsatz kommen, die unter <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/HNO\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs<\/a> leiden, aber auch anderen <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Infektionen.htm\">Infektionen<\/a>, besteht hier der Zusammenhang zwischen Antibiotikaeinsatz und Sch\u00e4digung der Darmflora und einer sich daraus ergebenden Vermehrung von \u201eAutismus\u201c-Bakterien.<br \/>\nFinegold et al.:<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22202440\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> \u201eMicrobiology of regressive autism\u201c<\/a>; Anaerobe. 2012 Apr;18(2):260-2. doi: 10.1016\/j.anaerobe.2011.12.018.<\/p>\n<p><strong>Alle guten Dinge sind drei. Nachdem man zuvor den Zusammenhang zwischen Autismus und \u201eschlechten\u201c Bakterien nicht hat sehen k\u00f6nnen (oder wollen), tritt nun ein neuer Kandidat ins Rennen.<\/strong><\/p>\n<p>Benach et al.: Departments of Molecular Genetics and Microbiology, Medicine and Pediatrics, Stony Brook University, New York, USA<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22334515\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\u201eA microbial association with autism\u201c;\u00a0<\/a>MBio. 2012 Feb 14;3(1). pii: e00019-12. doi: 10.1128\/mBio.00019-12. Print 2012.<\/p>\n<p>Die Autoren bemerken, dass Autismus oft\u00a0 mit einer Reihe von gastrointestinalen Begleiterkrankungen, wie <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Darmtraegheit.htm\">chronische Verstopfung<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Durchfall.htm\">Durchf\u00e4lle<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/symptome\/bauchschmerzen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bauchschmerzen<\/a>, gastro\u00f6sophagialer Reflux, <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/symptome\/erbrechen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erbrechen<\/a> etc. verschw\u00e4gert ist. Ein Konsens der \u201eAmerican Academy of Pediatrics\u201c bef\u00fcrwortete unl\u00e4ngst die Durchf\u00fchrung von prospektiven Studien, die die H\u00e4ufigkeit von gastrointestinalen Problemen bei autistischen Patienten untersuchen und die pathophysiologischen Mechanismen daf\u00fcr erhellen.<\/p>\n<p>Im Zuge dieses Konsenses wurde eine Arbeit von Williams et al. ver\u00f6ffentlicht, die zeigen konnte, dass Sutterella Arten in Schleimhautbiopsien aus dem Ileum von Autisten nachgewiesen werden konnten, die bei nicht autistischen Kindern mit gastrointestinalen Problemen nicht vorhanden waren. Die Autoren vermuten daher eine spezifische Rolle f\u00fcr Sutterella bei der Pathogenese des Autismus. Die relative H\u00e4ufigkeit von Sutterella im Ileum betrug zwischen 1 und 7 Prozent der totalen Bakterienpopulation, was einen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen prozentualen Anteil darstellt, der sogar noch den von <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/darmerkrankungen\/morbus-crohn-darmentzuendung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Morbus Crohn<\/a> \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p><strong>Wenn also Bakterien eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autismus spielen, dann w\u00e4re es denkbar, dass eine nachhaltige Regeneration der normalen Darmflora zur therapeutischen L\u00f6sung dieses Problems beitr\u00e4gt.<\/strong> Es gibt Berichte, demzufolge Antibiotika, die spezifisch gegen Clostridien wirksam sind, zu einer Verbesserung der Symptomatik von Autismus f\u00fchren k\u00f6nnen. Von daher gibt es \u00dcberlegungen, <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/nahrungsergaenzung\/probiotika.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Probiotika<\/a> bei dieser Indikation einzusetzen, um einen normalisierenden Effekt zu erreichen.<\/p>\n<p>Critchfield et al.: Department of Medical Microbiology and Immunology, University of California, Davis, USA.<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22114588\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eThe potential role of probiotics in the management of childhood autism spectrum disorders\u201c<\/a>; Gastroenterol Res Pract. 2011;2011:161358.<\/p>\n<p>Leider handelt es sich bei diesem Beitrag noch nicht um eine einschl\u00e4gige Studie, wo <a href=\"http:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/probiotika\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Probiotika<\/a> bei Autisten zum Einsatz kamen und entsprechende Ergebnisse zu beobachten waren. Diese Ver\u00f6ffentlichung ist eine Zusammenfassung \u00e4lterer Berichte unter dem Aspekt der Auswirkungen auf autistische Symptome. Die Autoren berichten z.B., dass (siehe weiter oben) der kurzfristige Einsatz spezieller Antibiotika gegen unerw\u00fcnschte Bakterien bei einigen Patienten zu einer Verbesserung der Verhaltenssymptomatik f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Da Probiotika die Zusammenstellung der Darmflora regulieren und die intestinale Barrierefunktion verbessern k\u00f6nnen, w\u00fcrde es Sinn machen, diese als neuartigen Therapieansatz in die Behandlung von Autismus einzuf\u00fchren. Eine \u00dcberpr\u00fcfung der Literatur unter diesem Aspekt best\u00e4tigt diese Vermutung als einen vielversprechenden Weg.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><\/p>\n<h2>Heilversuche mit GC-MAF<\/h2>\n<p>Ein Heilversuch des US-amerikanischen Arztes Dr. Jeffrey Bradstreet soll belegen, dass Autismus durch Injektionen mit dem Protein GC-MAF bei vielen der behandelten Kinder die Erkrankung heilen oder lindern konnte.<\/p>\n<p>Viren k\u00f6nnen die Synthese des Eiwei\u00dfes blockieren, weswegen eine medikament\u00f6se Gabe von GC-MAF aus menschlichem Blutplasma helfen soll.\u00a0ImVerlauf der Behandlungen nach Dr. Bradstreet kam es zu t\u00f6dlichen Zwischenf\u00e4llen (was ich bei einem so relativ \u201egravierenden\u201c Eingriff fast erwartet h\u00e4tte). Daher werden die Injektionen heute nicht mehr durchgef\u00fchrt. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass virale Infektionen bei Autismus eine Rolle spielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Heilversuche mit Antiparasitenmittel<\/h2>\n<p>Eine andere Erkl\u00e4rung klingt interessant und greift auf ein \u00e4lteres Medikament zur\u00fcck, das als Antiparasitikum bekannt wurde: <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/abs\/10.1002\/acn3.424\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Low-dose suramin in autism spectrum disorder: a small, phase I\/II, randomized clinical trial<\/a><\/p>\n<p>Ein Analogon des Azofarbstoffes Trypanblau wird seit fast 100 Jahren f\u00fcr die Behandlung der Schlafkrankheit und Trypanosomen-Infektionen eingesetzt. Dieses Suramin z\u00e4hlt auch zu den sogenannten \u201eAntipurinergika\u201c, die an den membranst\u00e4ndigen Purinrezeptor binden und ihn dadurch beeinflussen. Die Rezeptoren erkennen die Konzentration von Adenosin, Adenosinmono, -di und -triphosphat. Die Purine liefern dem K\u00f6rper Stoffwechselenergie und sind f\u00fcr die Purinrezeptoren deswegen auch ad\u00e4quate Reize zur Erkennung von kritischen Zust\u00e4nden im Organismus. Darauf reagieren die Rezeptoren mit einem Signal, das den Stoffwechsel an die Situation anpasst. Der Entdecker des Prinzips ist der Arzt Dr. Robert Naviaux von der University of California und nennt den Vorgang \u201eCell Danger Response\u201c (CDR).<\/p>\n<p>Folge der CDR ist aber leider auch, dass Neurone mit weniger Stoffwechselenergie versorgt werden. Schaden nehmen die Zellen deswegen nicht, weil der Alarmzustand nur kurze Zeit anh\u00e4lt. Erfolgt jedoch keine Umschaltung zur\u00fcck auf den Normalzustand, erleiden Nervenzellen und Gehirn Sch\u00e4digungen. Besonders bei Heranwachsenden und auch schon im Mutterleib soll dies geschehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dann kommt es zu neurodegenerativen Syndromen wie Autismus. Dr. Naviaux gelang es, den pathologisch manifestierten Krisenmodus zu beenden. Mit einmaligen Suramin-Injektionen konnte er bei 10 Jungen die schlimmsten Beschwerden von Autismus lindern. Zwei Wochen nach der Behandlung gingen chronisch-stereotype Verhaltensweisen zur\u00fcck und sprachliche F\u00e4higkeiten verbesserten sich. Auch das Sozialverhalten ver\u00e4nderte sich in Richtung auf positiv bewertete Aspekte.<\/p>\n<h2>Vitalstoffe gegen Autismus?<\/h2>\n<p>Prof. Dr. Richard Frye empfiehlt gegen Autismus eine Reihe von Vitalstoffen, insbesondere bei mitochondrialer Dysfunktion.<\/p>\n<p>Frye, R.: <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22114588\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201e<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/32892956\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitochondrial Dysfunction in Autism Spectrum Disorder: Unique Abnormalities and Targeted Treatments<\/a><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22114588\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201c<\/a>, \u00a0National Library of Medicine, 23.06.2020, doi: 10.1016\/j.spen.2020.100829<\/p>\n<p>Diese Vitalstoffe sind mit Autismus korreliert und k\u00f6nnten nach Meinung von Dr Frye helfen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothens\u00e4ure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin), B9 (Folat), B12 (Methylcobalamin)<\/li>\n<li>Vitamin C<\/li>\n<li>Vitamin E<\/li>\n<li>Coenzym Q10<\/li>\n<li>L-Carnitin<\/li>\n<li>Acetyl-L-Carnitin<\/li>\n<li>Kreatin-Monohydrat<\/li>\n<li>Alpha-Lipons\u00e4ure<\/li>\n<li>N-Acetyl-L-Cystein (NAC)<\/li>\n<li>Zink<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Keiner wei\u00df eigentlich nichts Genaues. Ob Impfungen Autismus ausl\u00f6sen, ist weder bewiesen noch ist das Gegenteil bewiesen. Es sind Zusammenh\u00e4nge beobachtet worden, die aber noch nichts \u00fcber die Kausalit\u00e4ten aussagen. Das enorme Anwachsen der Erkrankung legt allerdings nahe, dass hier \u00f6kologische Faktoren im Spiel sind.<\/p>\n<p>Diese Einfl\u00fcsse wirken auf das Immunsystem und \u00fcber den \u201ebakterielle Weg\u201c.\u00a0 Der Ansatz scheint etwas solider zu sein,\u00a0als die blo\u00dfe Aussage, Autismus sei eben genetisch bedingt (und damit nicht zu \u00e4ndern).\u00a0 Mit den neuen Erkl\u00e4rungsversuchen bekommen wir langsam einen \u201eFu\u00df in die T\u00fcr\u201c, hinter der sich bis jetzt noch kausale Zusammenh\u00e4nge verbergen. Wenn ich allerdings daran denke, was ich mir noch vor 10 Jahren bez\u00fcglich einer Therapie mit Probiotika anh\u00f6ren musste, wird mir angesichts der Ignoranz mancher\u00a0\u00c4rzte immer noch schlecht. (Tut mir leid, aber diese kleine Entgleisung sei mir gestattet\u2026)<\/p>\n<p>Autismus l\u00e4sst sich heute noch nicht im Blut feststellen. Es gilt als\u00a0eine psychische Erkrankung, die mit physischen Parametern nur schwer in Zusammenhang zu bringen ist. Wie jede andere psychische Erkrankung auch. Aber bei der Untersuchung der neurologischen Komponenten auch das \u201e<a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/darmerkrankungen\/bauchgefuehl-und-bauchhirn.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bauchhirn<\/a>\u201c mit einzubeziehen, ist schulmedizinisch gesehen unkonventionell und damit vielversprechend.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Beitragsbild: fotolia.com<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde am 15.06.2012 erstellt und letztmalig am 21.03.2022 bearbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ursache des Autismus ist wissenschaftlich nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Trotz dieser Ungewissheit gehen viele Wissenschaftler vorerst von der Annahme aus, die Wahrnehmungs- und Verhaltensst\u00f6rung sei ausschlie\u00dflich genetisch bedingt. W\u00e4hrend \u201eAutismus\u00e4hnliches Verhalten\u201c wieder \u201everschwindet\u201c, sei \u201eAutismus nicht heilbar\u201c,\u00a0 poltert Wikipedia\u00a0(Stand 2022) Etwas vorsichtiger konstatieren die Neurologen und Psychiater im Netz, dass die \u201e\u2026 Heritabilit\u00e4t von Autismus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":1643,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[3],"tags":[301,279,302],"class_list":["post-1320","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-krankheiten","tag-autismus","tag-darmbakterien","tag-darmflora"],"modified_by":"Ren\u00e9 Gr\u00e4ber","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1320"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6922,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1320\/revisions\/6922"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1643"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}