{"id":1315,"date":"2012-06-14T23:48:59","date_gmt":"2012-06-14T21:48:59","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=1315"},"modified":"2025-10-22T09:41:23","modified_gmt":"2025-10-22T07:41:23","slug":"pflanzlicher-wirkstoff-beseitigt-hautkrebs-verursacher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/pflanzlicher-wirkstoff-beseitigt-hautkrebs-verursacher\/","title":{"rendered":"Pflanzlicher Wirkstoff gegen Hautkrebs-Vorstufe"},"content":{"rendered":"<p>Doch, es geschehen noch Zeichen und Wunder im Bereich der Ann\u00e4herung zwischen <a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/\">alternativer Medizin<\/a> und Schulmedizin. Denn die Zulassungsbeh\u00f6rde FDA, das amerikanische Pendant zur EMA in Europa bzw. BfArM f\u00fcr Deutschland, hat einen pflanzlichen Wirkstoff zugelassen, der zur Behandlung der <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/hauterkrankungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">aktinischen Keratose<\/a> eingesetzt wird. Damit wird ein Produkt der Natur zu einem zugelassenen Medikament. Aber wie konnte so etwas in der Welt der evidenzw\u00fctigen Schulmedizin nur passieren?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die aktinische Keratose, auch Licht-Keratose genannt, ist eine Sch\u00e4digung der verhornten Oberhaut durch eine langj\u00e4hrige Bestrahlung mit UV-Strahlen. Die chronische Sch\u00e4digung selbst schreitet nur sehr langsam fort. Sie kann aber nach einigen Jahren fortgesetzter UV-Strahlung zu einem <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/hautkrebs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautkrebs<\/a> ausufern. In der Regel ist dies dann ein Plattenepithelkarzinom oder Spinaliom.<\/p>\n<p>Die aktinische Keratose stellt somit eine Vorform dieser Hautkrebsformen dar, eine sogenannte &#8222;fakultative Pr\u00e4kanzerose&#8220;. Betroffen davon sind in der Regel Menschen, die sich in ihrer zweiten Lebensh\u00e4lfte befinden, einen eher hellen Hauttyp haben und vermehrt im Freien arbeiten oder sich aufhalten m\u00fcssen und damit mehr oder weniger ungesch\u00fctzt dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Bevorzugte Stellen einer solchen Keratose sind Gesicht, Ohren, Nase, Glatze, Stirn, Handr\u00fccken und Unterarme.<\/p>\n<h2>Rechtzeitiges Eingreifen verhindert die Krebserkrankung<\/h2>\n<p>Um das Umschlagen einer Keratose in einen Hautkrebs zu vermeiden, werden diese L\u00e4sionen durch verschiedene Techniken fr\u00fchzeitig entfernt. Dies kann unter \u00f6rtlicher Bet\u00e4ubung operativ geschehen, oder mit fl\u00fcssigem Stickstoff oder durch die Anwendung von bestimmten Salben oder Cremes (5-Fluoruracil-Creme).<\/p>\n<p>Andere M\u00f6glichkeiten bestehen in der Anwendung der photodynamischen Therapie oder Podophyllin-L\u00f6sung. Die Dermatologen raten zu diesen Ma\u00dfnahmen, um die M\u00f6glichkeit einer Entstehung von Hautkrebs zu minimieren. Damit ist eine aktinische Keratose auf jeden Fall behandlungsbed\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Es stellt sich nun die Frage, warum die pflanzliche Variante einen Fortschritt in der Behandlung der aktinischen Keratose darstellt. Man kann sich gut vorstellen, dass eine operative Entfernung bzw. eine Behandlung mit fl\u00fcssigem Stickstoff im Gesicht in der Durchf\u00fchrung nicht unproblematisch sein kann und auch entsprechende Narben hinterl\u00e4sst. Eine Behandlung mit Salben und Cremes dagegen ist oft sehr langwierig.<\/p>\n<p>Es hat sich nun gezeigt, dass der pflanzliche Mitbewerber bereits nach zwei- oder dreimaliger Anwendung mehr zu leisten vermag als die etablierten Verfahren. Aber schauen wir uns doch diesen \u201eMitbewerber\u201c einmal genauer an.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/app.getresponse.com\/view_webform_v2.js?u=93&#038;webforms_id=BWWwC\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Garten-Wolfsmilch (Euphorbia peplus)<\/h2>\n<p>Aus der <a href=\"http:\/\/www.heilpflanzen-lexikon.com\/wolfsmilch_euphorbia_peplus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Garten-Wolfsmilch<\/a> wird ein Derivat gewonnen, das Ingenol genannt wird. Dieses ist in der Lage, kontrolliert eine Apoptose, einen programmierten Zelltod, auszul\u00f6sen. Als Gel auf die betroffenen Stellen aufgetragen, kommt die Anwendung einem operativen Eingriff gleich. Es gibt derweil zwei Gels mit verschiedenen Konzentrationen von 0,015 Prozent und 0,05 Prozent. Die schw\u00e4chere Konzentration wird im Gesicht angewandt, die st\u00e4rkere an Armen und Rumpf. Grund f\u00fcr diese Zulassung waren die entsprechend eindeutigen Studien zu der Substanz.<\/p>\n<div style=\"margin: 0; margin-right: 10px; border: 2px solid #dfdfdf; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color: #ecffe4; text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Lebwohl et al. Department of Dermatology, Mount Sinai School of Medicine, New York, USA.<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22417254\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\u201eIngenol mebutate gel for actinic keratosis.\u201c<\/a> N Engl J Med. 2012 Mar 15;366(11):1010-9.<\/p>\n<\/div>\n<p>In dieser Arbeit wurde das Gel in den beiden verschiedenen Konzentrationen auf seine klinische Wirksamkeit untersucht. Dazu wurde eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, Plazebo kontrollierte Studie durchgef\u00fchrt. Aufgenommen wurden 547 Patienten mit L\u00e4sionen im Gesicht und auf der Kopfhaut und 458 Patienten mit L\u00e4sionen an Armen und Rumpf.<\/p>\n<p>Beide Patientengruppen wurden nochmals aufgeteilt in eine Verumgruppe, die das Pr\u00e4parat bekam, und eine Placebogruppe mit einem Scheinpr\u00e4parat. Die \u201eGesichtsgruppe\u201c trug das Gel mit der geringeren Konzentration an 3 aufeinander folgenden Tagen auf die betroffenen Stelle auf; die \u201eArm-Rumpfgruppe\u201c tat das Gleiche mit dem h\u00f6her konzentrierten Gel an 2 aufeinander folgenden Tagen. Ob sich ein komplettes Verschwinden (prim\u00e4res Behandlungsziel) der L\u00e4sionen einstellte, sollte nach 57 Tagen beurteilt werden. Nebenwirkungen in Form von \u00f6rtlichen Reaktionen wurden ebenfalls quantifiziert.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse f\u00fcr die im Gesicht behandelte Gruppe sah so aus, dass die Rate kompletter R\u00fcckbildung der L\u00e4sionen in der Verumgruppe 42,2 Prozent betrug, in der Placebogruppe dagegen nur 3,7 Prozent. Statistisch war dies hoch signifikant. Nebenwirkungen waren am 4. Tag am ausgepr\u00e4gtesten mit einer Intensit\u00e4t von 9,1 auf einer Skala von maximal 24 Punkten. Am 8. Tag nach der Behandlung jedoch zeigten sich diese Nebenwirkungen signifikant verringert. Am 29. Tag dann waren sie wieder auf dem Niveau vor der Behandlung.<\/p>\n<p>Die Gruppe, in der Arm- und Rumpfl\u00e4sionen behandelt worden waren, zeigte eine komplette R\u00fcckbildung von 34,1 Prozent f\u00fcr die Verum- und 4,7 Prozent f\u00fcr die Placebogruppe, was sich ebenfalls als statistisch signifikant erwies. Lokale Nebenwirkungen auf der Haut waren zwischen den Tagen 3 und 8 am ausgepr\u00e4gtesten, nahmen danach aber rapide ab und erreichten am 29. Tag wieder Ausgangswerte. Die maximale Intensit\u00e4tsrate lag hier bei 6,8 (von 24). Unter dem Strich fielen die Nebenwirkungen allgemein mild bis mittelschwer aus und klangen ohne Folgeerscheinungen ab. Die Forscher schlossen daraus, dass ein zwei- bzw. dreit\u00e4giges Auftragen von Ingenol Gel eine effektive Behandlungsmethode der aktinischen Keratose ist.<\/p>\n<h2>Weitere Studien belegen den Erfolg<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich jetzt einwenden, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht. Aber es gib noch andere Studien, die schon zuvor diese Ergebnisse haben zeigen k\u00f6nnen. Eine australische Studie aus dem Jahr 2009 zeigte sogar eine komplette R\u00fcckbildung der L\u00e4sionen von 71 Prozent (PEP005 (ingenol mebutate) gel, a novel agent for the treatment of actinic keratosis: results of a randomized, double-blind, vehicle-controlled, multicentre, phase IIa study. &#8211; <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19178487\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19178487<\/a>).<\/p>\n<p>Eine amerikanische Studie aus dem gleichen Jahr zeigte ebenfalls hervorragende Ergebnisse (Randomized, double-blind, double-dummy, vehicle-controlled study of ingenol mebutate gel 0.025% and 0.05% for actinic keratosis. &#8211; <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19467365\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19467365<\/a>).<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Ein vollkommen \u201ealternatives\u201c Pr\u00e4parat ist soeben zugelassen worden, ohne dass es einen Grund f\u00fcr eine evidenzbasierte Querschl\u00e4gerei zu geben scheint. Vielleicht ist aber die Ruhe nur darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die aktinische Keratose kein besonders gewinntr\u00e4chtiger Markt zu sein scheint und die Pharmaindustrie und ihre Protagonisten kein Aufhebens \u00fcber die paar &#8222;Kr\u00fcmel&#8220; machen , die ihnen da verloren gehen. Aber gab es da nicht einige Kr\u00fcmel, besonders hom\u00f6opathischer Natur, die eine deutlich heftigere Reaktion ausgel\u00f6st haben?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Doch, es geschehen noch Zeichen und Wunder im Bereich der Ann\u00e4herung zwischen alternativer Medizin und Schulmedizin. 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