{"id":1277,"date":"2023-05-16T10:03:47","date_gmt":"2023-05-16T08:03:47","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=1277"},"modified":"2025-10-22T10:23:26","modified_gmt":"2025-10-22T08:23:26","slug":"wenn-die-pharmaindustrie-als-wohltaeter-auftritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wenn-die-pharmaindustrie-als-wohltaeter-auftritt\/","title":{"rendered":"Krebs: Wenn die Pharmaindustrie als Wohlt\u00e4ter auftritt"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag geht es um die angeblichen Durchbr\u00fcche und Erfolge der konventionellen Krebstherapie.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Krebs.htm\">Krebserkrankung<\/a> geh\u00f6rt zu den Krankheiten, deren gr\u00f6\u00dfter Schrecken auch darin liegt, dass die Gesellschaft darauf &#8222;harmloser&#8220; reagiert als zum Beispiel auf die n\u00e4chste &#8222;<a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/schweinegrippe-viel-laerm-um-nichts\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Horror-Schweinegrippe<\/a>&#8220; oder &#8222;Corona-Pandemie&#8220;.<\/p>\n<p>Jedes Jahr sterben erheblich mehr Menschen\u00a0durch Krebs als durch eine Grippe. Der Grund daf\u00fcr liegt nicht zuletzt in der Tatsache, dass die Heilungschancen, trotz gro\u00dfspurigem Marketingget\u00f6se, bei einer Reihe von Krebsarten eher sehr d\u00fcrftig ausfallen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In\u00a0zahlreichen F\u00e4llen wird durch den Einsatz der <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Chemonach.htm\">Chemotherapeutika<\/a> das Leben (und vor allem das Leiden des Patienten) um nur wenige Monate verl\u00e4ngert. Diese wenigen Monate sind statistisch verglichen mit der gesamten durchschnittlichen Lebensdauer eines Mitteleurop\u00e4ers eher <em>in<\/em>signifikant &#8211;\u00a0also eigentlich kaum wahrnehmbar.<\/p>\n<p>Aber dennoch wird uns dieser Mangel an Signifikanz immer wieder als \u201emedizinischer Fortschritt\u201c oder gar \u201eDurchbruch\u201c verkauft&#8230;<\/p>\n<p>Die Firma Roche hatte vor einigen Jahren einen solchen \u201eDurchbruch\u201c auf den Markt geworfen: <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/bekanntes-krebsmedikament-mehr-schaden-als-nutzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Avastin<\/a>, generisch Bevacizumab (klingt fast wie Beelzebub &#8211; und wirkt teilweise auch so). Auch hier gibt es keine wirklich \u00fcberzeugenden lebensverl\u00e4ngernden Resultate f\u00fcr den monoklonalen Antik\u00f6rper, wie das britische National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) feststellte, denn der geringe Gewinn an Lebenszeit steht f\u00fcr NICE in keinem vern\u00fcnftigen Verh\u00e4ltnis zu den hohen Therapiekosten im Bereich von mehreren 10.000 Euro.<\/p>\n<p>Aber nicht nur die geringf\u00fcgige Lebensverl\u00e4ngerung (die fast gar keine ist), \u201e\u00e4rgert\u201c \u00c4rzte und Patienten. Der Preis f\u00fcr das Medikament ist deutlich h\u00f6her als seine Wirkung. B\u00f6se Zungen behaupten, die H\u00f6he des Preises entspr\u00e4che den Nebenwirkungen (siehe unten), denn das Medikament war eines der teuersten Medikamente \u00fcberhaupt auf dem Markt.<\/p>\n<p>Roche zeigt dann auch ein Einsehen und macht mit Krankenh\u00e4usern einen speziellen Deal: Die Firma will den Krankenh\u00e4usern k\u00fcnftig ihr Geld erstatten, falls das Medikament versagen sollte. Das h\u00f6rt sich erst einmal gut an &#8211; ist es aber nicht. Denn das Krankenhaus bekommt nur dann ihr Geld erstattet, wenn es dem Patienten schlechter geht. Oder anders herum ausgedr\u00fcckt: Wenn es dem Patienten schlecht geht, dann geht es dem Krankenhaus finanziell gut. Und wenn es dem Krankenhaus finanziell gut geht, weil Roche Gelder zur\u00fcck zahlt, dann wird das Krankenhaus kaum Grund sehen, andere Medikamente von anderen Firmen f\u00fcr diese Behandlung einzusetzen. Roche baut hier also an einem Monopol, vorausgesetzt, andere Firmen greifen nicht in die gleiche Trickkiste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2189\" src=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tabletten-und-geld-510px.jpg\" alt=\"tabletten-und-geld-510px\" width=\"510\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tabletten-und-geld-510px.jpg 510w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/tabletten-und-geld-510px-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/p>\n<h2><strong>Irref\u00fchrung auf h\u00f6chsten Nivau<\/strong><\/h2>\n<p>Patienten kommen in die Klinik mit der Hoffnung, dass ihnen dort geholfen wird. Ernstzunehmende \u00c4rzte, von denen es gl\u00fccklicherweise doch noch einige gibt, setzen alles dran, genau dies zu tun.<\/p>\n<p>Die Aktion, die Roche eingeleitet hatet, war jedoch gut geeignet, diesen \u201eIdealfall\u201c durch harte finanzielle Erw\u00e4gungen zu knacken. Das Vorgehen schreit ja f\u00f6rmlich nach einem Interessenskonflikt. Denn wenn der Patient eine Verbesserung versp\u00fcrt, dann gibt es keine R\u00fcckerstattung durch die Firma. Geht es dem Patienten schlechter (oder er stirbt), dann kann das Krankenhaus auf eine fette R\u00fcckerstattung hoffen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Jetzt k\u00f6nnte man argumentieren, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun habe.<\/p>\n<p>Hat es aber&#8230; Dieser \u201ePay for Performance\u201c-Vertrag, den die Firma mit den Krankenh\u00e4usern abschie\u00dfen will, garantiert eine R\u00fcckzahlung f\u00fcr das Medikament, falls es versagt oder der Tumor weiter w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Dies gilt f\u00fcr die Erstbehandlung von Tumoren im fortgeschrittenem Stadium von <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/lungenkrebs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lungenkrebs<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/brustkrebs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brustkrebs<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/chemotherapie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Darmkrebs<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/karzinoide-neuroendokrine-tumore.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nierenkrebs<\/a>. Das sind immerhin ca. 3300 Euro pro Monat pro Patient. Die Crux bei der ganzen Sache ist jedoch, dass die Kosten f\u00fcr Behandlung und Medikation in den meisten F\u00e4llen von den Krankenkassen \u00fcbernommen werden. Die R\u00fcckerstattung aber geht an das Krankenhaus, nicht an die Krankenkasse. Damit wird jeder tote oder dahinsiechende Patient zu einer zus\u00e4tzlichen und \u00e4u\u00dferst lukrativen Einnahmequelle f\u00fcr das Krankenhaus. Wenn das nicht mit dem Beelzebub zugeht?<\/p>\n<p>Und es gibt dann auch schon die ersten Reaktionen auf dieses teuflische Ansinnen. Wolfgang Becker-Br\u00fcser vom <a href=\"http:\/\/www.arznei-telegramm.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arznei-Telegramm <\/a>bezeichnete das Ansinnen als \u201eeinen echten Skandal\u201c.<\/p>\n<p>Weiter f\u00fchrt er aus: \u201eDie Regelung l\u00e4dt geradezu dazu ein, auch Patienten mit Bevacizumab zu behandeln, bei denen die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass es ihnen n\u00fctzt.\u201c Und im Zuge der Monopolisierung von Avastin kommt es dann dazu, dass besser wirksame Medikamente unter den Tisch fallen und nur das allein selig machende Roche-Pr\u00e4parat zur Anwendung kommt.<\/p>\n<p>Aber haben wir nicht auch genau diese finanziellen Erw\u00e4gungen im Vordergrund stehen, wenn es um die alternativen Medikamente geht? Sind nicht auch hier handfeste finanzielle Interessen daf\u00fcr ausschlaggebend, warum solche Medikamente mit allen Mitteln und Tricks vom Tresen gefegt werden? Bei der Roche-Geschichte jedoch trifft es diesmal die Schulmedizin, denn auch innerhalb der Schulmedizin gibt es eine konsequente Fortsetzung dieser Profitorientierung.<\/p>\n<h2><strong>Der Anfang vom Ende<\/strong><\/h2>\n<p>Verzweifelte Situationen rufen nach verzweifelten Ma\u00dfnahmen. Denn inzwischen ist bekannt geworden, dass der medizinische Durchbruch Avastin, der irre viel Geld kostet und kaum etwas bewirkt (au\u00dfer einem Sack voller Nebenwirkungen), in den USA auf der Abschussliste stehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die FDA (US-amerikanische Zulassungsbeh\u00f6rde) scheint eine Zulassung f\u00fcr die Indikation &#8222;Brustkrebs&#8220; zur\u00fcckziehen zu wollen. Das w\u00e4re mehr als katastrophal f\u00fcr die Firma. Damit w\u00e4ren solche Ma\u00dfnahmen mitnichten eine karitative Geste f\u00fcr Patienten oder Krankenh\u00e4user, sondern ein verzweifelter Beitrag, das Produkt auf dem Markt zu halten. Da kann man auch schon mal Kosten erstatten, die gar nicht entstanden sind, zumindest aus der Sicht der Krankenh\u00e4user.<\/p>\n<p>Das wiederum wirft die Frage nach der rechtlichen Seite auf. Ist ein solches Vorgehen nicht Betrug?<\/p>\n<p>Von Seiten der Krankenkassen gibt es die entsprechenden Kommentare: &#8222;(&#8230;) eindeutig gesetzeswidrig!&#8220; Aber die Kassen scheinen nichts gegen die R\u00fcckzahlerei von Roche zu haben, solange sie in den R\u00fcckzahlbonus miteingeschlossen werden. Armer Patient. Der bekommt ein beelzeb\u00fcbisches Medikament nur deshalb, weil f\u00fcr dessen Einsatz das Krankenhaus und vielleicht auch noch die Kassen vom Hersteller belohnt werden.<\/p>\n<p>Was muss eigentlich noch geschehen, damit jeder den Zynismus dieser Leute unter der Haut versp\u00fcrt?<\/p>\n<p>Kein Zynismus? Wie w\u00e4re es damit: Roche bietet den Krankenh\u00e4usern mit dem Vertrag auch ein Rechtsgutachten an, das eine \u201eRechtsunsicherheit\u201c einr\u00e4umt. ABER: Wenn die Kliniken die Knete einstreichen, dann d\u00fcrfen sie das, da sie die Zahlungen der Kassen nicht f\u00fcr tats\u00e4chlich entstandene Kosten bekommen, sondern nur f\u00fcr die Verabreichung von Arzneien und f\u00fcr die Behandlung. Und so was machen die \u00c4rzte ja von Berufs wegen.<\/p>\n<h2><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn ein Pr\u00e4parat wenig taugt, dann m\u00fcssen begleitende Ma\u00dfnahmen her, um es auf dem Markt zu halten.<\/p>\n<p>Denn die Nebenwirkungsrate ist beeindruckend: Jeder\u00a0zweite Patient leidet unter Erbrechen,\u00a0drei von\u00a0vier haben Schw\u00e4chezust\u00e4nde, jeder\u00a0f\u00fcnfte zeigt lebensbedrohliche Blutungen im Magen-Darm-Trakt, was nur ein kleiner Auszug aus der Liste der Nebenwirkungen ist.<\/p>\n<p>Und das alles f\u00fcr eine Lebensverl\u00e4ngerung von ca. 4 Monaten. Das sind dann die &#8222;Durchbr\u00fcche&#8220; die uns verkauft werden.<\/p>\n<p>Kein Wunder, dass man sich was einfallen lassen muss. Und der Patient ist wieder einmal Mittel zum Zweck.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde erstmalig im Mai 2012 ver\u00f6ffentlicht und letztmalig am 16.5.2023 geringf\u00fcgig aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag geht es um die angeblichen Durchbr\u00fcche und Erfolge der konventionellen Krebstherapie. Eine Krebserkrankung geh\u00f6rt zu den Krankheiten, deren gr\u00f6\u00dfter Schrecken auch darin liegt, dass die Gesellschaft darauf &#8222;harmloser&#8220; reagiert als zum Beispiel auf die n\u00e4chste &#8222;Horror-Schweinegrippe&#8220; oder &#8222;Corona-Pandemie&#8220;. 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