Anticholinergika - Nein Danke!

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René GräberEs ist wie angenommen nicht immer das Alter, dass Probleme wie z. B. Gedächtnislücken, Harninkontinenz, Unsicherheiten oder Zittern bei Menschen im fortgeschrittenen Alter verursacht, denn auch die verabreichten Medikamente tragen ihren Teil zu diesen altersbedingten Beschwerden bei.

Dies wurde nun anhand einer Studie gezeigt, in der die sogenannten "Anticholinergika" (Eine Wirkstoffgruppe gegen Asthma, Bluthochdruck, Schlafprobleme, Schwindel und Durchfall, Parkinson u.a.m.) getestet wurden.

Genau diese Wirkstoffgruppe soll für den teilweise schweren geistigen und körperlichen Abbau im Alter mitverantwortlich sein. Bei dieser Studie der „University of East Anglia“ fanden die Forscher heraus, dass es für unsere älteren Mitmenschen viel problematischer war, sich zu bewegen, Nahrung alleine einzunehmen, sich zu waschen und anzuziehen, wenn sie diese Präparate einnahmen.

Dabei empfahlen sie, dass Ärzte, die Demenzkranken Anticholinergika verschrieben, dies noch einmal gewissenhaft überdenken und ändern sollen. Diese Medikamente seien auch ohne Rezept erhältlich und so läge es auch an den Angehörigen, den Konsum ihrer Familienmitglieder zu beobachten. Die Forscher weisen zudem auf die Wichtigkeit dieser Studie hin, die die Gefahren von Medikamenten anhand 45 Studien mit 60944 Probanden auswertete, so berichtet "Age and Ageing" (2014; doi: 10.1093/ageing/afu096).

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Folgende Wirkstoffe gehören meines Wissens zu den Anticholinergika:

  • Atropin
  • Biperiden
  • Butylscopolaminiumbromid
  • Metixen
  • Procyclidin
  • Scopolamin
  • Scopolaminbutylbromid
  • Tolterodin

Und noch einige mehr. In Notfällen ist es natürlich keine Frage ob diese Medikamente einzusetzen sind. Aber die dauerhafte Einnahme? Nein Danke. Aber wenn man diese Gruppe der Medikamente nicht mehr möchte, muss man natürlich nach brauchbaren Alternativen suchen... Angesichts der neuen Studiendaten kann ich dies nur allen "einnehmenden" Patienten raten.

Aber Vorsicht: Setzen Sie keine verordneten Medikamente von sich aus ab. Fragen Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker!

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.04.2014 aktualisiert