Würde Ihr Arzt selbst nehmen was er Ihnen verschreibt?

Als Patient sollten Sie sich immer fragen:

Würde Ihr Arzt selbst ein Medikament nehmen was er Ihnen verschreibt?

Würde Ihr Arzt bei sich die Operation durchführen lassen, die er selbst seinen Patienten empfiehlt?

Nun – wahrscheinlich können Sie sich die Antwort denken, wenn ich das schon frage…

In vielen Fällen lautet die Antwort nämlich NEIN.

Neueste Erkenntnis in einer Untersuchung zur Migräne:

Wissenschaftler der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster konnten in einer Studie 2009 zeigen, dass die Neurolgen und Fachärzte bei der Behandlung ihrer eigenen Migräne mit akuten und vorbeugenden Medikamenten viel zurückhaltender sind, als sie es ihren Patienten empfehlen. So nahmen nur etwa 50 Prozent der Studienteilnehmer selbst Medikamente (Triptane) gegen ihre Migräne, obwohl sie in fast allen Fällen ihren Patienten solche Medikamente verschrieben hatten.

Das wundert mich in keinster Weise. Ich würde auch keine Triptane nehmen… (mehr zu den Nebenwirkungen im Artikel Migräne).

Hinterlassen Sie mir doch bitte Ihre Meinung hierzu in einem Kommentar hier unten…

Datum: Sonntag, 1. Februar 2009
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8 Kommentare

  1. 1

    Meine Erfahrung mit Triptanen entspricht den beschriebenen Problemen. Das Gefühl von Brustenge, Herzrasen, Pochender Puls, hoher Blutdruck…und nur kurzfristige Hilfe. Nach 10 bis 12 Stunden kehrt der Kopfschmerz zurück. Am besten helfen Mutterkornpräparate (Syncapton). Der Neurologe rät ab, will es auf Grund von „Suchtgefahr“ nicht verschreiben. Ich nehme es seit 25 Jahren bei Bedarf, es hilft zuverlässig und kostet der Krankenkasse nur ca. 1/10 des Preises der Triptane. Die Nebenwirkungen sind minimal, und dass ich sie nur wirklich im Bedarfsfall verwende liegt auch in meiner Verantwortung. Angeblich soll jedoch die Produktion dieser Präparate eingestellt werden!!

  2. 2

    Wohl denen, die es sich „schmerztechnisch“ leisten können, auf Triptane zu verzichten. Ich nehme sie als Notfallmedikament, wenn nichts mehr geht. Auch ich habe teilweise unter nicht angenehmen Nebenwirkungen zu leiden, aber das ist immer noch besser, als vor Schmerzen weder ein noch aus zu wissen! Besonders dann, wenn man mindestens 2x monatlich unter tagelangen Migräneattacken leidet. Ich habe nicht nur einmal im Bett gelegen und gedacht, lieber Gott, lass mich einschlafen und nie wieder aufwachen!!

  3. 3

    […] Medikamente, die selbst die Ärzte nicht nehmen würden […]

  4. 4

    Nachdem ich in einem Jahr drei mal an einem Muskelabriss in beiden Schultern, (einmal links, zwei mal rechts) operiert worden bin,hat sich mein ganzes Leben verändert. Seit der Zeit habe ich eine starke Lebensmittelunverträglichkeit und fast drei mal wöchendlich einen Migräneanfall,vorher ca. zwei mal im Jahr.Auf all die Medikamente, die mein H.A. mir verschrieb, darunter auch Triptane, reagierte ich mit allen Nebenwirkungen die auf der Packungsbeilage erwähnt wurden. Als Alternative, gab es für mich nur noch Magnesium.Seit 30 Jahren leide ich an Krämfe in den Beinen,wobei mir nur Magnesium half und da ich weiss, dass ein Migräneanfall, Krämpfe im Gehirn verursachen,habe ich es mit einer sehr hohen Dosierung Magnesium geschafft, meine Migräneanfälle schnell wieder in den Griff zu bekommen.Hoffendlich kann ich vielen meiner Leidensgenossen helfen.

  5. 5

    Also ich habe seit meinem 15./16. Lebensjahr Migräne so zu sagen,wobei der Schmerz damals nicht so intensiv war.Anfangs bekam ich natürlich leichtere Schmerzmittel verschrieben,bis ich dann eine Zeit lang mich fast auf Pharacetamol (Stada) verlassen konnte,nichts anderes half,bis das auch nicht mehr wirkte,hat mir mein HA wieder andere Medikamente wie Migränin oder so verschrieben,das überhaupt nicht half,es war ein Disaster!Einmal im Monat,selten zwei mal,treten sie auf,meistens in Verbindung mit der Periode,davor,während oder danach.Habe verschiedene Ärzte aufgesucht,Heilpraktiker u.s.w.,,habe Akupunktur,Ernährungstherapie,Sporttherapie…nichts hat geholfen oder wenigstens zu einer Linderung geführt,bis ich dann diese so genannten Triptane verschrieben bekam.
    Imigran 50mg hat geholfen,Schmerzen waren fast weg,hatte nur noch kleines Drückgefühl im Kopf,aber nach ca.6-8 Stunden musste ich schon die zweite Tablette nehmen,weil sie da wieder aufgetaucht sind,auch dementsprechend wie stressig der Tag gelaufen ist!
    Daraufhin wurden mir 100mg verschrieben die dann komplett geholfen haben,musste also nur eine nehmen und gut.Die Nebenwirkungen sind wie auch oben beschrieben von ‚Marianne‘,aber dafür dass der Schmerz weg war,nimmt man das in Kauf,leider!
    Heute nehme ich Relpax 40mg,da Imigran von der Wirkungsdauer nicht lange angehalten hat.
    Relpax gehört auch zu der Triptane Gruppe (Eletriptan)ist aber anders als Imigran (Sumatriptan).
    Die Nebenwirkungen von Relpax sind erträglicher,die Wirkung hält besser an und ich bin einsatzfähig.
    Ascotop wurde mir auch schon gegeben,hat noch weniger Nebenwirkungen aber hält kaum an.
    Ich kann also nur von mir berichten,es kann natürlich sein,dass es anderen ganz umgekehrt geht,was die Medikamente anbelangt.
    Habe natürlich sämtliche Artikel gelesen und finde es interessant mich mit anderen auszutauschen.Ich könnt so viel mehr erzählen,aber der Text ist schon lang genug.
    Bleiben sie gesund. MfG 🙂

  6. 6

    P.S. Bin heute 36,also lebe seit ca. 20 Jahren schon damit.

  7. 7

    […] In diesem Artikel kommen noch weitere „Unarten“ der Schulmedizin zur Sprache, die die Überversorgung und somit der Umsatz sicherstellen sollen. Da ist die „Vermehrung der Behandlungsanlässe durch Absenken von Grenzwerten und die Definition von Prä-Stadien, Überdiagnosen und Übertherapien.“ Weiter gibt es überflüssige Kontrollen, neue Therapien ohne „evidenzbasierten“ Nutzen für den Patienten und Operationen, die die Ärzte ihren Patienten, aber nie sich selbst oder ihren Verwandten zumuten würden. Zum letzten Punkt hatte ich einen kurzen Beitrag geschrieben: Würde Ihr Arzt selbst nehmen was er Ihnen verschreibt? […]

  8. 8

    Um welche Studie geht es denn (Quelle)? So bleibt Ihre Aussage zunächst nur eine Behauptung.

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