Schlaganfälle – starke Zunahme auch bei Jüngeren

Es tut sich eine Art neues „Gesundheitsproblem“ auf. Dieses Phänomen zeigt sich in den USA und zwar bei der sogenannten Generation Y. Die Generation Y  (auch oft als Millennials bezeichnet), ist die Generation, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurde. Für diese Generation liegt jetzt eine amerikanische Studie vor, die von einem alarmierenden Anstieg an Schlaganfällen spricht (More Millennials Are Having Strokes).

Bei Schlaganfall denken die meisten Menschen daran, dass dies nur Personen von über 60 Jahren beträfe. Aber die vorliegende Studie zeigt, dass es einen signifikanten Unterschied im Vorkommen von Schlaganfällen zwischen den verschiedenen Regionen der USA und der Frage, ob die Betroffenen auf dem Land oder in einer Großstadt leben, gibt. Die Daten für diese Studie kamen aus Krankenhausunterlagen von Krankenversicherungen für den Zeitraum von 2003-2012.

Die Auswertung ergab für diese Altersgruppe eine landesweite Erhöhung von Schlaganfällen, eine Beobachtung, die auch schon andere Forscher haben machen müssen. Eine Arbeit von der CDC (Prevalence of Cardiovascular Risk Factors and Strokes in Younger Adults.) sprach für den gleichen Zeitraum von einem 32-prozentigen Anstieg von Schlaganfällen bei 18 bis 34-jährigen Frauen und einem 15-prozentigen Anstieg bei gleichaltrigen Männern.

Natürlich erhebt sich hier die Frage nach den Ursachen. Aber genau dabei gibt es unterschiedliche Ansichten. Die meisten Experten sind sich allerdings einig, dass Übergewicht, Diabetes und Mangel an körperlicher Bewegung hier als wichtige Faktoren NICHT auszuschließen sind. Drogenmissbrauch ist eine weitere Komponente, die hier eine Rolle spielen könnte. Die eben zitierte Arbeit der CDC fand zudem heraus, dass einige Risikofaktoren für Schlaganfälle in dieser Altersgruppe ebenfalls deutlich zugenommen haben, wie Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck.

Für die Verteilung für den Anstieg von Schlaganfällen in den USA scheint es ein Ost-West-Gefälle zu geben. Warum der Westen signifikant häufiger neue Schlaganfallopfer generiert, dafür gibt es bislang keine schlüssigen Erklärungen. Ein Grund könnte sein, dass der Süden und Osten bereits eine hohe Prävalenz für Schlaganfälle haben, und der Westen jetzt einfach nur „aufholt“. Auch andere Erklärungen sind möglich, wie zum Beispiel regionale Unterschiede bei der medizinischen Prävention. Aber auch hier tappen die Experten bislang im Dunkeln.

Auch für die Frage, warum in städtischen Gebieten die Anfallshäufigkeit höher ist als in ländlichen Gebieten, gibt es keine wirklich zufriedenstellende Antwort. Man vermutet hier, dass viele Krankenhäuser auf dem Land aus Kostengründen schließen müssen, weshalb die Kranken auf städtische Krankenhäuser angewiesen sind. Es werden aber auch Umweltfaktoren diskutiert, wie Luftverschmutzung, Wasserqualität, Stress etc.

Interessant ist diese Studie aus dem Grund, da sie zeigt, dass Schlaganfälle allgemein tendenziell zurückzugehen scheinen beziehungsweise der Trend zu einer Erhöhung nicht mehr gegeben ist. Auf der anderen Seite ergibt sich ein genau gegenläufiger Trend für die Generation Y.

Das bedeutet für diese Generation, dass sie in 20 und mehr Jahren mit massiven gesundheitlichen Problemen rechnen muss. Einer der Forscher beschrieb das Szenario so:

Wir sehen im Moment nur kleine Wellen am Strand, die aber Vorboten für einen drohenden Tsunami in der Zukunft sind.

Ich denke, dass diese Botschaft schlimm genug ist. In rund 20 Jahren können wir davon ausgehen, dass Schlaganfälle wieder mal eine Plage der Menschheit sein werden. Für die Betroffenen, die dann in einem Alter zwischen 40 und 60 Jahren sein werden und viele noch mitten im Berufsleben stehen, wird dies einschneidende Konsequenzen für ihr weiteres Leben haben – vorausgesetzt sie überleben den Schlaganfall.

Fazit

Die Symptome sind unverkennbar: Die Generation Y in den USA zeigt eine steigende Häufigkeit von Schlaganfällen, deren Häufigkeit in den nächsten 20 Jahren dramatisch zunehmen wird. Dieser Trend ist komplett gegenläufig zum allgemeinen Trend, der keine Zunahme der Schlaganfallshäufigkeit erkennen lässt.

Gründe für diese Diskrepanz sind nicht bekannt, sondern werden nur vermutet auf der Grundlage von Diabetes, Bluthochdruck, Drogenmissbrauch, Umweltfaktoren etc. Dies mag sein, ist aber letztendlich keine schlüssige Erklärung, da diese Risikofaktoren auch bei anderen Altersgruppen gegeben sind. Es müsste sich also auch bei den anderen Altersgruppen eine Tendenzerhöhung für Schlaganfälle zeigen, was aber nicht der Fall ist.

Was noch aussteht, das ist die Frage, ob es sich hier um ein rein spezifisch amerikanisches Problem handelt, oder ob diese Beobachtungen auch für andere Länder Gültigkeit haben?

Fazit vom Fazit: Das Problem ist da, aber keiner weiß was. Für mich ist / war diese Entwicklung klar. Immer mehr Menschen leben so weit ausserhalb der Naturgesetze (vor allem auch Kinder!), dass diese Entwicklung zwangsläufig eintreten muss. Und diese Naturgesetze betreffen die Themen der klassischen Naturheilkunde: Licht, Luft, Wasser, Bewegung, Ernährung und „Ordnung im Leben“. Über alle diese Themen habe ich im Laufe der Jahre hinreichend berichtet.

Und wie meine Oma immer sagte: „Irgendwann ist Zahltag“. Sie können nicht ernsthaft erwarten dauerhaft gegen die Naturgesetze zu leben und von den Folgen verschont zu bleiben oder / und diese mit irgendwelchen Impfungen, fragwürdigen Medikamenten, unnötigen Operationen usw. ungeschehen zu machen. In diesem Sinne kann ich nur sagen: Nur das Leben im Einklang mit den Naturgestzen bringt wahre Gesundheit und Vitalität.

Datum: Freitag, 11. August 2017
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3 Kommentare

  1. 1

    Mein Partner, 75 Jahre, (wir leben nicht zusammen), hatte vor zwei Jahren einen ischämischen SA. Er hat nie geraucht, wenig Alkohol konsumiert, Sport getrieben bis zu seinem 60sten Lebensjahr und ist immer viel gewandert. Das Einzige, was man anführen könnte ist, dass er wenig Wasser trinkt und seit er allein lebt, nicht viel Gemüse isst. Kann das allein verantwortlich sein, für einen SA? Der Cholesterinspiegel war leicht erhöht. Da er immer viel in seinem Wald gearbeitet hat, hat er im Laufe seines Lebens unzählige Zecken gehabt, einmal mit Wanderröte und Antibiotikum, vor kurzem zum 2. Mal. Ich gehe aber davon aus, dass er Borrelien hat. Gibt es Erkenntnisse darüber, ob da Zusammenhänge bestehen und welche alternativen Methoden sich am besten bewährt haben. Er selbst nimmt das nicht besonders ernst, hat aber nach wie vor einen schmerzhaften Muskelspasmus, welcher eher schlimmer wird anstatt sich nach vielen Physios zu bessern.
    Ich möchte ihm so gern helfen und bedanke mich für ihre Mühe und ihre hilfreichen Beiträge.

  2. 2

    Hallo zusammen,
    ich vermute die Ursachen in den vielen Konservierungsmittel, die dort mit verzehrt werden.
    Ich habe schon vor 20 Jahren dort gelebt und gute Nahrungsmittel konnten sich schon damals nur Reiche leisten, ich bin von dem Frass dort übergewichtig gewesen, habe dann zurück in Deutschland alles wieder abgenommen…..sensible Menschen vertragen auch Konservierungsmittel in Deutschland nicht, mein Mann zum Beispiel regiert sensibel auf Pestizide GMO’s und Konservierungsmittel, kurz zusammengefasst, Gift im Essen, Mineralarme Böden, Lifestyle und Umwelt sehe ich als Haupt Faktoren, der abnormale Arbeitsstress und der Stroke ist sicher, Grüsse

  3. 3

    Wenn man bedenkt,dass heute 12-jährigen Mädchen gnadenlos Hormone verschrieben werden und sie die dann uU 20 Jahre lang nehmen…..
    Wieviele Menschen in D nehmen Blutdrucksenker?
    Eine zu starke Absenkung des RRs,hab ich gelernt,macht Schlaganfälle.
    Und lt SPRINT-Studie wird ja neuerdings sogar die gewaltsame Absenkung des RR auf unter 120 syst. propagiert.Ich sehe immer mehr 20-22 jährige mit irgendeinem -prolol
    Um den Preis des evtl Nierenversagens.Und wie war das mit den Statinen? Tschuldigung,dass ich mich nicht wundere…..

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