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	<title>NaturHeilt.com Blog</title>
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		<title>Wenn die Pharmaindustrie als Wohltäter auftritt</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 13:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Avastin]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Krebserkrankung gehört zu den Krankheiten, deren größter Schrecken auch darin liegt, dass die Gesellschaft darauf &#8220;harmloser&#8221; reagiert als zum Beispiel auf die nächste &#8220;Horror-Schweinegrippe&#8220;. Jedes Jahr sterben erheblich mehr Menschen durch Krebs als durch eine Grippe. Der Grund dafür liegt nicht zuletzt in der Tatsache, dass die Heilungschancen, trotz großspurigem Marketinggetöse, bei einer Reihe von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Krebserkrankung</a> gehört zu den Krankheiten, deren größter Schrecken auch darin liegt, dass die Gesellschaft darauf &#8220;harmloser&#8221; reagiert als zum Beispiel auf die nächste &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/schweinegrippe-viel-laerm-um-nichts/" target="_blank">Horror-Schweinegrippe</a>&#8220;.</p>
<p>Jedes Jahr sterben erheblich mehr Menschen durch Krebs als durch eine Grippe. Der Grund dafür liegt nicht zuletzt in der Tatsache, dass die Heilungschancen, trotz großspurigem Marketinggetöse, bei einer Reihe von Krebsarten eher sehr dürftig ausfallen.</p>
<p>In zahlreichen Fällen wird durch den Einsatz der <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Chemonach.htm">Chemotherapeutika</a> das Leben (und vor allem das Leiden des Patienten) um nur wenige Monate verlängert. Diese wenigen Monate sind statistisch verglichen mit der gesamten durchschnittlichen Lebensdauer eines Mitteleuropäers eher <em>in</em>signifikant - also eigentlich kaum wahrnehmbar.</p>
<p>Aber dennoch wird uns dieser Mangel an Signifikanz immer wieder als „medizinischer Fortschritt“ oder gar „Durchbruch“ verkauft&#8230;</p>
<p><span id="more-1277"></span></p>
<p>Die Firma Roche hatte vor einiger Zeit einen solchen „Durchbruch“ auf den Markt geworfen: <a href="http://www.yamedo.de/blog/bekanntes-krebsmedikament-mehr-schaden-als-nutzen/" target="_blank">Avastin</a>, generisch Bevacizumab (klingt fast wie Beelzebub &#8211; und wirkt teilweise auch so). Auch hier gibt es keine wirklich überzeugenden lebensverlängernden Resultate für den monoklonalen Antikörper, wie das britische National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) feststellte (<a href="http://guidance.nice.org.uk/TA/Wave19/52/Consultation/Latest" target="_blank">Link zu den NICE-Unterlagen</a>), denn der geringe Gewinn an Lebenszeit steht für NICE in keinem vernünftigen Verhältnis zu den hohen Therapiekosten im Bereich von mehreren 10.000 Euro. Aber nicht nur die geringfügige Lebensverlängerung (die fast gar keine ist), „ärgert“ Ärzte und Patienten. Der Preis für das Medikament ist deutlich höher als seine Wirkung. Böse Zungen behaupten, die Höhe des Preises entspräche den Nebenwirkungen (siehe unten), denn das Medikament ist eines der teuersten Medikamente überhaupt auf dem Markt.</p>
<p>Roche zeigt deshalb jetzt ein Einsehen und macht mit Krankenhäusern einen speziellen Deal: Die Firma will den Krankenhäusern künftig ihr Geld erstatten, falls das Medikament versagen sollte. Das hört sich erst einmal gut an &#8211; ist es aber nicht. Denn das Krankenhaus bekommt nur dann ihr Geld erstattet, wenn es dem Patienten schlechter geht. Oder anders herum ausgedrückt: Wenn es dem Patienten schlecht geht, dann geht es dem Krankenhaus finanziell gut. Und wenn es dem Krankenhaus finanziell gut geht, weil Roche Gelder zurück zahlt, dann wird das Krankenhaus kaum Grund sehen, andere Medikamente von anderen Firmen für diese Behandlung einzusetzen. Roche baut hier also an einem Monopol, vorausgesetzt, andere Firmen greifen nicht in die gleiche Trickkiste.</p>
<p><strong>Legoland lässt grüßen &#8211; schon wieder&#8230;</strong></p>
<p>Patienten kommen in die Klinik mit der Hoffnung, dass ihnen dort geholfen wird. Ernstzunehmende Ärzte, von denen es glücklicherweise doch noch einige gibt, setzen alles dran, genau dies zu tun. Die Aktion, die Roche hier eingeleitet hat, ist jedoch gut geeignet, diesen „Idealfall“ durch harte finanzielle Erwägungen zu knacken. Das Vorgehen schreit ja förmlich nach einem Interessenskonflikt. Denn wenn der Patient eine Verbesserung verspürt, dann gibt es keine Rückerstattung durch die Firma. Geht es dem Patienten schlechter (oder er stirbt), dann kann das Krankenhaus auf eine fette Rückerstattung hoffen.</p>
<p>Jetzt könnte man argumentieren, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun habe. Hat es aber&#8230; Dieser „Pay for Performance“-Vertrag, den die Firma mit den Krankenhäusern abschießen will, garantiert eine Rückzahlung für das Medikament, falls es versagt oder der Tumor weiter wächst. Dies gilt für die Erstbehandlung von Tumoren im fortgeschrittenem Stadium von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/lungenkrebs.html" target="_blank">Lungenkrebs</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/brustkrebs.html" target="_blank">Brustkrebs</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/chemotherapie.html" target="_blank">Darmkrebs</a> und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/karzinoide-neuroendokrine-tumore.html" target="_blank">Nierenkrebs</a>. Das sind immerhin ca. 3300 Euro pro Monat pro Patient. Die Crux bei der ganzen Sache ist jedoch, dass die Kosten für Behandlung und Medikation in den meisten Fällen von den Krankenkassen übernommen werden. Die Rückerstattung aber geht an das Krankenhaus, nicht an die Krankenkasse. Damit wird jeder tote oder dahinsiechende Patient zu einer zusätzlichen und äußerst lukrativen Einnahmequelle für das Krankenhaus. Wenn das nicht mit dem Beelzebub zugeht?</p>
<p>Und es gibt dann auch schon die ersten Reaktionen auf dieses teuflische Ansinnen. Wolfgang Becker-Brüser vom <a href="http://www.arznei-telegramm.de/" target="_blank">Arznei-Telegramm </a>bezeichnet das Ansinnen als „einen echten Skandal“. Weiter führt er aus: „Die Regelung lädt geradezu dazu ein, auch Patienten mit Bevacizumab zu behandeln, bei denen die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass es ihnen nützt.“ Und im Zuge der Monopolisierung von Avastin kommt es dann dazu, dass besser wirksame Medikamente unter den Tisch fallen und nur das allein selig machende Roche-Präparat zur Anwendung kommt. Aber haben wir nicht auch genau diese finanziellen Erwägungen im Vordergrund stehen, wenn es um die alternativen Medikamente geht? Sind nicht auch hier handfeste finanzielle Interessen dafür ausschlaggebend, warum solche Medikamente mit allen Mitteln und Tricks vom Tresen gefegt werden? Bei der Roche-Geschichte jedoch trifft es diesmal die Schulmedizin, denn auch innerhalb der Schulmedizin gibt es eine konsequente Fortsetzung dieser Profitorientierung.</p>
<p><strong>Der Anfang vom Ende</strong></p>
<p>Verzweifelte Situationen rufen nach verzweifelten Maßnahmen. Denn inzwischen ist bekannt geworden, dass der medizinische Durchbruch Avastin, der irre viel Geld kostet und kaum etwas bewirkt (außer einem Sack voller Nebenwirkungen), in den USA auf der Abschussliste stehen könnte. Die FDA (US-amerikanische Zulassungsbehörde) scheint eine Zulassung für die Indikation &#8220;Brustkrebs&#8221; zurückziehen zu wollen. Das wäre mehr als katastrophal für die Firma. Damit wären solche Maßnahmen mitnichten eine karitative Geste für Patienten oder Krankenhäuser, sondern ein verzweifelter Beitrag, das Produkt auf dem Markt zu halten. Da kann man auch schon mal Kosten erstatten, die gar nicht entstanden sind, zumindest aus der Sicht der Krankenhäuser.</p>
<p>Das wiederum wirft die Frage nach der rechtlichen Seite auf. Ist ein solches Vorgehen nicht Betrug? Von Seiten der Krankenkassen gibt es die entsprechenden Kommentare: &#8220;(&#8230;) eindeutig gesetzeswidrig!&#8221; Aber die Kassen scheinen nichts gegen die Rückzahlerei von Roche zu haben, solange sie in den Rückzahlbonus miteingeschlossen werden. Armer Patient. Der bekommt ein beelzebübisches Medikament nur deshalb, weil für dessen Einsatz das Krankenhaus und vielleicht auch noch die Kassen vom Hersteller belohnt werden.</p>
<p>Was muss eigentlich noch geschehen, damit jeder den Zynismus dieser Leute unter der Haut verspürt?</p>
<p>Kein Zynismus? Wie wäre es damit? Roche bietet den Krankenhäusern mit dem Vertrag auch ein Rechtsgutachten an, das eine „Rechtsunsicherheit“ einräumt. ABER: Wenn die Kliniken die Knete einstreichen, dann dürfen sie das, da sie die Zahlungen der Kassen nicht für tatsächlich entstandene Kosten bekommen, sondern nur für die Verabreichung von Arzneien und für die Behandlung. Und so was machen die Ärzte ja von Berufs wegen.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wenn ein Präparat wenig taugt, dann müssen begleitende Maßnahmen her, um es auf dem Markt zu halten. Denn die Nebenwirkungsrate ist beeindruckend: Jeder zweite Patient leidet unter Erbrechen, drei von vier haben Schwächezustände, jeder fünfte zeigt lebensbedrohliche Blutungen im Magen-Darm-Trakt, was nur ein kleiner Auszug aus der Liste der Nebenwirkungen ist. Und das alles für eine Lebensverlängerung von ca. 4 Monaten. Kein Wunder, dass man sich was einfallen lassen muss. Und der Patient ist wieder einmal Mittel zum Zweck.</p>
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		<title>Einen Orangensaft ohne Orange und ohne Saft, bitte</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/orangensaft-ohne-orange/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 14:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmitteltechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Orangensaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Sie über abgepackten und abgefüllten Orangensaft noch nicht wußten Wer sich etwas Gutes tun will, achtet auf eine vitaminreiche Ernährung, und wer &#8220;zu faul&#8221; zum Obstessen ist, glaubt, mit abgepacktem Orangensaft eine gute Alternative in der Hand zu haben. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der Orangensaft einer beliebigen Marke immer gleich schmeckt? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was Sie über abgepackten und abgefüllten Orangensaft noch nicht wußten</strong></p>
<p>Wer sich etwas Gutes tun will, achtet auf eine vitaminreiche Ernährung, und wer &#8220;zu faul&#8221; zum Obstessen ist, glaubt, mit abgepacktem Orangensaft eine gute Alternative in der Hand zu haben.</p>
<p>Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der Orangensaft einer beliebigen Marke immer gleich schmeckt? Denn nicht einmal die Orangen, die Sie im Netz kaufen schmecken alle gleich. Ist der immer gleichbleibende Geschmack eben das Durchschnitts-Ergebnis aller Orangen? Oder steckt da doch etwas anderes dahinter?</p>
<p><span id="more-1244"></span></p>
<p>Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt. Aber in Deutschland habe ich kaum Informationen dazu gefunden. Drei Gründe bieten sich dafür an:</p>
<p>1. Der Orangensaft ist so frisch und natürlich wie die Orangen auf der Verpackung. Dann gäbe es keinen Grund darüber nachzudenken und darüber zu schreiben.<br />
2. Die &#8220;Orangensaft aus Tetrapack&#8221;-Trinker interessiert das gar nicht. Ein Glas Orangensaft zum Frühstück ist ja schließlich gesund.<br />
3. Die Hersteller haben schlichtweg kein Interesse daran, uns zu erzählen wie der Saft hergestellt wird.</p>
<p>Um meinen Fragen nachzugehen musste ich also erst einmal auf Literatur in den USA ausweichen. In diesem Mutterland der genetisch veränderten Pflanzen scheint die Frage nach der „Frische“ von Orangensaft nur ein logischer „next Step“ in Richtung künstlicher Nahrung zu sein. Es scheint an eine Art Manie zu grenzen, wie die Industrie versucht, die Natur und damit den Menschen zu beherrschen.<br />
Aber eins nach dem anderen. Erst nachdem ich mir die amerikanischen Herstellungsmethoden angesehen hatte, wusste ich, nach was ich in Deutschland suchen musste. Also auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten.</p>
<p><strong>Orangensaft auf Amerikanisch</strong></p>
<p>Wenn man in amerikanischen Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften nach einem Orangensaft sucht, dann bekommt man häufig die Aufschrift „100 Prozent Saft“ und „nicht aus Konzentrat gefertigt“ zu sehen. Oder auch: „wird nicht durch Rückverdünnung aus Konzentrat hergestellt, sondern so wie gepresst schonend pasteurisiert und abgefüllt…“ Das liest sich für den Verbraucher natürlich vielversprechend.</p>
<p>Abgefüllt… ja aber in was? In diese Tüte? Das glauben Sie doch nicht wirklich? Oder?<br />
Und wie ich eingangs schon fragte: Warum scheint jede Tüte oder Flasche Orangensaft einer Marke immer gleich zu schmecken?</p>
<p>Ich finde keine Geschmacksunterschiede, egal wo und wann ich einen Orangensaft zu mir nehme.<br />
Aus Erfahrung aber wissen wir doch alle, dass Orangen je nach Herkunft, Züchtung usw, einen typischen Eigengeschmack haben. Diese Unterschiede lassen sich sogar bei Orangen von der gleichen Plantage feststellen. Denn nicht alle Orangen bilden unisono im Gleichschritt alle natürlichen Aroma- und Geschmacksstoffe und Nährstoffe gleich schnell und gleich intensiv aus. Einige der Orangen schmecken süßer, andere wiederum sind etwas saurer. Der Grund für den immer wieder gleichen Geschmack eines Supermarkt-Orangensafts hingegen muss also mehr mit Chemie und / oder der Verarbeitung zu tun haben als mit natürlichen Gegebenheiten.</p>
<p>Was passiert denn nun mit dem Industrie-Orangensaft? Auf die wahren „Methoden“ kam ich erst durch den Beitrag von Alissa Hamilton: &#8220;The Truth about Orange Juice in Boxes.&#8221; (erhältlich bei <a href="http://civileats.com/2009/05/06/freshly-squeezed-the-truth-about-orange-juice-in-boxes/" target="_blank">http://civileats.com/2009/05/06/freshly-squeezed-the-truth-about-orange-juice-in-boxes/</a> und http://www.amazon.de/Squeezed-about-Orange-Agrarian-Studies/dp/0300164556/)</p>
<p>Hier erfahren wir: Die Orangen werden gepresst und der so gewonnene Saft in gigantischen Tanks „abgefüllt“ (und nicht direkt in die Tüte). Soweit war das ja klar. Aber: Danach wird dem Saft im Tank der Sauerstoff entzogen, was den Saft für mehr als ein Jahr haltbar macht. Dieser Sauerstoffentzug entzieht dem Saft jedoch auch die Aromastoffe. Wer diesen Saft tränke, würde lediglich einen schalen Geschmack erleben. Zu diesem Zeitpunkt hat der Safthersteller also ein unverkäufliches Produkt in Millionen-Liter-Tanks lagern &#8211; ein wahrer Saftladen.</p>
<p>Daher braucht er nun die Hilfe von der Chemie. Die bieten dem Saftproduzenten etwas an, was man als „künstliches Aroma“ bezeichnet. Dies sind chemische Verbindungen, die ein Aroma in eine Flüssigkeit einbringen können, um sogar Bier nach Tomatensaft schmecken zu lassen. Diese chemischen Aromastoffe werden also dem schalen, sauerstofffreien Orangensaft zugeführt, auf dass dieser für den Kunden ein akzeptables Geschmacksniveau erreicht. Diese Aromastoffe haben aber nichts mit Nährstoffen, schon gar nichts mit natürlichen Stoffen zu tun.</p>
<p><a href="http://www.foodrenegade.com/" target="_blank">Foodrenegate.com</a> ist eine Webseite, die kritisch die Lebensmittelindustrie in den Staaten beäugt. Sie kommentiert das Geschehen folgendermaßen: „<em>Die Safthersteller bestellen Firmen, deren Geschäft es ist, Düfte und Geschmacksstoffe künstlich zu erzeugen (Anmerkung: Das sind dieselben Firmen, die auch für Dior und Calvin Klein arbeiten). Diese Firmen „bauen“ dann Aromaträger, die dem schalen Saft zugegeben werden und ihn mit neuer Würze versehen und frisch schmecken lassen. Künstliche Aromaträger werden nicht auf dem Etikett der Flaschen als Inhaltsstoff mit angegeben, da sie aus Orangenessenz und Ölen hergestellt werden. Dennoch gestehen die Produzenten der Aromaträger, dass diese mit Nichts zu vergleichen sind, was in der Natur zu finden ist</em>.“(1)</p>
<p>In anderen Worten: Wer glaubt, dass man das Gleiche bekommt, egal ob man sich eine Orange selbst zu Hause auspresst oder als Orangensaft im Supermarkt kauft, der wird enttäuscht werden. Die Aufschriften auf den Flaschen mögen „100 Prozent rein“ oder „kein Konzentrat“ lauten. Sie sind irreführend, da sie unterschwellig die Assoziation mit hausgemachtem Orangensaft herstellen wollen. Aber der Hausgemachte führt nun mal keine Chemie mit sich, der Industrielle hingegen? Bitte geben Sie sich die Antwort selbst. Für mich ist dieser industriell gefertigte Orangensaft nichts anderes als Hollywood für die Geschmacksknospen der Zunge.</p>
<p>Und da Amerika und Europa Hollywood bevorzugen, Indien und andere Länder Bollywood, wird der Geschmack ebenfalls auf den entsprechenden Markt abgestimmt. Dies ist die einzige Variation, die der Orangensaft seitens der Chemie erfährt. In Amerika werden deshalb relativ hohe Mengen an Ethylbutyrat zum „chemischen Orangensaft“ zugesetzt. Ethylbutyrat ist eines der am gebräuchlichsten Chemikalien für Aroma- und Duftkreationen. Bei den Mexikanern und Brasilianern kommen andere Chemikalien zum Einsatz. Hier werden Decanal- und Terpenverbindungen bevorzugt. Aber Amerika, Mexiko und Brasilien sind weit weg. Hier in unseren Landen sieht es vielleicht doch etwas rosiger aus. Immerhin sind die gentechnisch veränderten Pflanzen hier nicht so verbreitet wie in den Staaten. Vielleicht sieht es beim Orangensaft und den anderen Säften genauso aus?</p>
<p><strong>Europas Säfte – ein Aromacocktail</strong></p>
<p>Man kommt sich vor wie in Amerika. Denn auch in unseren Landen rühmen sich die Hersteller von Säften, dass sich in ihren Flaschen die Quelle endloser gesunder Vitamine verbirgt.(2) Aber es ist relativ leicht, dies zu behaupten. Und es ist noch leichter zu behaupten, dass alle Flaschen der Quell unendlicher Gesundheit sind, gleichgültig ob das entsaftete Obst z.B. zu wenig <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/fruchtzucker-und-fruktose/" target="_blank">Fruchtzucker</a> enthält, da zu wenig Sonnenstunden es haben reifen lassen. Von daher darf der Gesundheitssafthersteller bei „Direktsaft“ mit sogenanntem „Korrekturzucker“ nachhelfen &#8211; bis zu 15 Gramm je Liter. Das hört sich doch verdächtig nach Herstellung von Zuckerwasser an, oder? Allerdings muss der Hersteller dies dann im Zutatenverzeichnis angeben.</p>
<p>Wenn der geneigte Kunde dann noch auf „Orangen-Nektar“ zurückgreifen möchte, dann bekommt er einen Saft, der einen Fruchtsaftanteil von höchstens 50 Prozent hat. Zucker, Süßstoffe und auch Honig betragen in der Regel um die 20 Prozent. Wer aber auf Fruchtsaftgetränke steht, der bekommt noch weniger Original-Saft. Denn der liegt hier nur bei 6 bis 30 Prozent. Dafür gibt es hier besonders reichlich viel Aromen, Aromaextrakte, chemische Konservierungsstoffe und viel Zucker, für den es keine „zulässige Höchstgrenze“ gibt. Wenn man das liest, dann wird man selbst zum <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/zuckersucht/" target="_blank">Zucker</a>, denn man kommt aus einem erschreckten Zucken kaum noch raus.</p>
<p>Ja, da fragt man sich, woran erkenne ich denn nun, was chemikalisch ist und was noch einen Restbestand an Natur in sich vereint?</p>
<p>Einen einigermaßen verlässlichen Hinweis auf einen natürlichen Saft stellen die Aufschriften „Direktsaft“, „ohne Zuckerzusatz“ und „100 Prozent Fruchtsaftgehalt“ dar. Aber auch hier sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen, denn gemäß der deutschen Fruchsaftverordnung darf selbst dem Direktsaft noch einiges zugemischt werden, die nicht in den „Zutaten“ auf der Verpackung angegeben werden müssen. Das sind zum Beispiel alle Zutaten, „die zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands unerlässlich sind“. Desweiteren sind das Bearbeiten mit Speisegelatine, bestimmten Enzymen, Tanninen, Bentonit, Kohle, chemisch inerte Filterstoffe und Fällungsmittel oder chemisch inerte Adsorptionsstoffe erlaubt (<a href="http://www.buzer.de/gesetz/1591/a22673.htm" target="_blank">http://www.buzer.de/gesetz/1591/a22673.htm</a>).</p>
<p>Also selbst ich muss da feststellen: Ich habe keine Ahnung was da wirklich alles in diesem Direkt-Orangen“frisch“saft drin ist. Aber warum „Chemie“, wenn Natur natürlicher ist?</p>
<p>Nichts ist so gut wie frisch vom Baum auf den Tisch. Aber in der modernen Industriegesellschaft liegen die Orangen- und Apfelbäume für den gestressten Arbeitnehmer außer Reichweite. Er kann nur die Illusion von ganz frischem Obst bzw. deren Säften für sich in Anspruch nehmen. Aber jeder gutgemeinte Versuch, den Städtern frischen Obstsaft zu präsentieren, muss fehlschlagen, da Transport, Lagerung und Verarbeitung die Frische aus dem Produkt herausnehmen. Obst ist einfach biologisch nicht dafür vorgesehen, verarbeitet, transportiert und lange gelagert zu werden, sondern will geerntet und sofort verzehrt werden.</p>
<p>Und hier kommt uns die Chemie rettend zur Hilfe. Und dies in zweifacher Hinsicht. Zum Einen kann die Chemie Obstsäfte konservieren. Falls mit dem Verlust an Nährstoffen ein Geschmacksverlust eintreten sollte, dann kann dies durch den Einsatz von natürlichen Geschmacksstoffen kompensiert werden. Nun kommt der geschäftliche Teil der Saftproduktion mit ins Spiel. Es ist kein Problem, natürliche Aromastoffe aus biologischen Produkten zu gewinnen und somit ein wenig auf dem Pfad der Natur zu wandeln. Aber das ist für die Industrie zu teuer. Ein Kilogramm natürliches Aroma kostet heute ca. 600 Euro; ein Kilogramm synthetisches Aroma kostet nur 15 Euro. Und wer im Geschäft bleiben will, der senkt die Kosten, wo es nur geht. Damit der Kunde nicht von der ganzen Chemie abgeschreckt wird, werden die chemischen Inhaltsstoffe dann nett umbenannt, z.B. in „naturidentisch“, was aber laut Chemie-Duden nichts anderes als „synthetisch“ bedeutet.</p>
<p>Da die Marketingabteilungen der chemischen Lebensmittelindustrie ihr Handwerk verstehen, haben die verwirrenden Angaben auf den Etiketten der Lebensmittel allgemein und der Obstsäfte im Speziellen ihren Dienst erfüllt. Kaum einer der Kunden hinterfragt das Wirrwarr aus beamtensprachlichen Bezeichnungen. Assoziationen in Richtung Natur reichen völlig, den Kunden für den Kauf des Produkts zu überzeugen.</p>
<p>So betrug der Umsatz von <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/fertiggerichte-aus-dem-supermarkt.html" target="_blank">Fertiggerichten</a> in Deutschland im Jahr 2009 1,3 Milliarden Euro &#8211; was einer Steigerung von über 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprach. Anscheinend wollen die Kunden nur das, was schmeckt, egal ob der Geschmack von der Chemie kommt oder von der Natur. Aber wie soll man als Erwachsener denn auch wissen, wie ein natürlicher Geschmack „aussieht“, wenn man als Kind schon nur chemisch aufgetrimmtes Aroma verabreicht bekommen hat und kein natürliches? Wie soll ein Kind wissen, wie ein Apfel oder eine Orange vom Baum schmecken, wenn ihm nur Apfelaroma oder Orangenaroma in Form von Zuckersaftwasser verabreicht wurde? Kein Wunder, warum die Lebensmittelindustrie und ihre Interessenvertreter sich bei politischen Entscheidungen stark machen, ob Aromastoffe, Glutamat, Zucker usw. in Kinderessen enthalten sein darf oder nicht. Denn früh übt sich, was ein Chemieschlucker werden will.</p>
<p><strong>Von den USA über Deutschland in die Schweiz</strong></p>
<p>Könnten wir es besser machen? Schauen wir uns dazu einmal das Beispiel Schweiz an. Die gesetzlichen Bestimmungen in der Schweiz sehen vor, dass den Säften kein künstliches Aroma  zugegeben werden darf. Konzentrate müssen mit natürlichen Aromen rearomatisiert werden. Trotzdem macht auch hier die Lebensmittelindustrie was sie will. 8 von 10 Ananassäften z.B. enthielten kaum natürliche Aromastoffe und waren zudem mit chemischen Äquivalenten versetzt. Einige der Firmen in der Schweiz scheinen sogar auf Konfrontationskurs mit dem schweizerischen Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu gehen. Granini und Rivella z.B. stellen schlichtweg eine natürliche Rearomatisierung bei Nektaren in Frage. Das BAG jedoch verlangt ein unverfälschtes Aroma für die Nektare, frei von chemischen Aromastoffen. Globus hat darauf seinen Nektar erst einmal aus dem Handel genommen. Auch Coop verweigert die natürliche Rearomatisierung, wie sie das BAG vorschreibt. Begründung: „Der größte Teil der weltweit hergestellten Ananassäfte dürfte laut Schweizer und EU-Gesetzen nicht mehr verkauft werden.“(3)</p>
<p>Ja, ist das nicht ein schlagender Beweis für die Richtigkeit der Coop´schen Herstellungsstrategie? Denn wenn alle anderen von der Brücke springen, dann sollten wir auch das Gleiche tun. Oder: Fresst Mist; Milliarden Fliegen können nicht irren. Da darf man doch gespannt sein, ob die Hersteller solcher Plastiknährstoffe selbst auf ihre eigenen Produkte zurückgreifen&#8230;</p>
<p>Auf Youtube gibt es ein interessantes Video vom WDR (aktuelle Stunde), wo dieser Themenkomplex hinterfragt wurde.(4) Ausnahmsweise war es einem Kamerateam sogar vergönnt, hinter die Laborkulissen eines Aromastoffherstellers zu schauen. Der Chef der Firma antwortete auf die Frage, ob er selbst Produkte mit seinen Inhaltsstoffen genießen würde, damit, dass er zwar ab und zu auf Fertiggerichte zurückgreifen würde, aber nur als Ausnahme. Ansonsten ginge er selbst lieber auf den Markt und kaufe alles so frisch wie möglich. Dieses Bekenntnis und die Erlaubnis für ein Kamerateam, heiligen und verschwiegenen Boden zu betreten, sind die Ausnahme und fordern Respekt vom Firmenchef, wegen seiner Ehrlichkeit.</p>
<p>Aber dies ist das normale Spiegelbild einer Industrie mit weniger Ehrlichkeit und Geheimniskrämerei, denn es gibt in der Tat vieles vor dem Kunden zu verstecken. Aber wenn man sich mit seiner Chemie eine goldene Nase verdient hat, dann sind die Originalobstbäume und der hausgemachte frische Obstsaft ganz in der Nähe. Dann lässt man die Unbedenklichkeit seiner chemischen Erzeugnisse deklarieren, ohne auch nur einen einzigen evidenzbasierten wissenschaftlichen Beweis dafür vorzeigen zu können. Die Marketingabteilung muss ja auch was zu tun haben. Selber aber scheut man vor dem eigenen Auswurf zurück, wie der Teufel vor dem Weihwasser.</p>
<p>Angesichts solcher Tatsachen kann ich nur jedem Patienten und Leser raten seine Ernährung zu prüfen und zu überdenken. Meinen Kindern sage ich: „Euer Körper besteht nicht aus Saft, sondern aus Wasser“.</p>
<p><strong>Bleibt noch die beliebte Frage: Wie kann man seine Ernährungsgewohnheiten ändern?</strong></p>
<p>Zum Thema &#8220;Gesunde Ernährung&#8221; möchte ich Ihnen dieses Interview ans Herz legen: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/">&#8220;Auf den Spuren einer gesunden und richtigen Ernährung&#8221;</a> In diesem Interview versuche ich die &#8220;Ernährungslehre&#8221; auf vier einfache Worte zu reduzieren&#8230;</p>
<p>Wenn man die Ernährung grundsätzlich umstellen will, halte ich unter anderem Heilfasten für eine sehr geeignete Methode:<br />
1. Sie lernen so den bewußten Verzicht auf Nahrung.<br />
2. Zweitens: Sie nutzen die Vorteile des Fastens.<br />
3. Nach dem Fasten können Sie bewußt die Lebensmittel auswählen, die Sie wieder zu sich nehmen möchten.</p>
<p>Mehr zum Thema Heilfasten finden Sie auf meiner Webseite <a href="http://www.gesund-heilfasten.de">www.gesund-heilfasten.de</a></p>
<p><strong>Quellen zu oben erwähnten Sachverhalten:</strong></p>
<p style="text-align: left;">(1) <a href="http://www.foodrenegade.com/secret-ingredient-your-orange-juice/" target="_blank">http://www.foodrenegade.com/secret-ingredient-your-orange-juice/</a></p>
<p style="text-align: left;">(2) http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/tid-15554/lebensmittelschwindel-kuenstliche-aromen-statt-fruechte-im-saft_aid_436661.html</p>
<p style="text-align: left;">(3) <a href="http://www.ktipp.ch/downloadfile/1017916" target="_blank">http://www.ktipp.ch/downloadfile/1017916</a></p>
<p style="text-align: left;">(4) <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lK41m8I1NhQ" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=lK41m8I1NhQ</a></p>
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		<title>Wenn der &#8220;unzarte&#8221; Edzard den Schüßler versalzt</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/wenn-edzard-den-schuessler-versalzt/</link>
		<comments>http://naturheilt.com/blog/wenn-edzard-den-schuessler-versalzt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 12:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grippeschutzimpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Schüßlersalze]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie kennen vielleicht bereits meine kritische Haltung zu Herrn Professor Edzard Ernst &#8211; wenn nicht, ich habe sie in meinem Artikel: &#8220;Der Chefkritiker vom Dienst&#8221; bereits ausführlich dargelegt. Kurz zusammengefasst: An der Universität von Exeter existiert ein Lehrstuhl für &#8220;Alternative Medizin&#8221;, und der deutsche &#8220;Leer&#8221;stuhl (Entschuldigung, Lehrstuhl)-Inhaber Herr Professor Ernst läßt merkwürdigerweise keine Chance aus, alternative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kennen vielleicht bereits meine kritische Haltung zu Herrn Professor Edzard Ernst &#8211; wenn nicht, ich habe sie in meinem Artikel: &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/chefkritiker-nicht-ernst-nehmen-2011/">Der Chefkritiker vom Dienst</a>&#8221; bereits ausführlich dargelegt.</p>
<p>Kurz zusammengefasst: An der Universität von Exeter existiert ein Lehrstuhl für &#8220;Alternative Medizin&#8221;, und der deutsche &#8220;Leer&#8221;stuhl (Entschuldigung, Lehrstuhl)-Inhaber Herr Professor Ernst läßt merkwürdigerweise keine Chance aus, alternative Heilmethoden zu kritisieren oder ins Lächerliche zu ziehen - teilweise mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten.</p>
<p>Mit einem solchen Hintergrund freut sich jedes Boulevardblatt, wenn man ihnen einen fertigen Text zum Drucken gibt, und so konnte Herr Edzard Ernst wieder einmal in seiner fast unnachahmlichen Art zuschlagen: Diesmal waren die <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Schuessler.htm">Schüßler Salze</a> im Visier des Professors für Alternativmedizin.</p>
<p><span id="more-1232"></span></p>
<p>Das dankbare Magazin ist der Stern (Artikel unter: stern.de/gesundheit/ratgeber-alternativmedizin-schuessler-salze-teuer-aber-wertlos-1604695.html) und man könnte fast meinen, dass sich hier zwei gesucht und gefunden haben. Jedenfalls arbeitet sich Herr Ernst besonders heftig an den Salzen des Herrn Schüßler aus.</p>
<p>Prof. Ernst bemäkelt zum Beispiel, dass es sich hier um eine verkappte Form der <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Homoeopathie.htm">Homöopathie</a> handele, ohne dabei wirklich Homöopathie zu sein. In dem oben verlinkten Beitrag habe ich schon einmal über seine Sichtweise zur Homöopathie berichtet und dass er diese als besondere Form der Scharlatanerie betrachtet. Denn ganz unalternativ geht auch unser Alternativprofessor vom pharmakologischen (also schulmedizinischen) Dogma des Dosis-Wirkungs-Prinzips aus: Viel Substanz = viel Wirkung – keine Substanz = keine Wirkung. Und da auch Wilhelm Schüßler aus der Homöopathie kam und seine alternative Richtung quasi homöopathisch ausrichtete, indem er seine Salze ebenfalls potenzierte, kann die ganze Richtung für Ernst keinen Sinn machen. Denn die Schüßler´schen Präparate können keine aktiv wirksame Konzentration an Wirksubstanz mehr haben.</p>
<p>Aber damit ist der Fall noch nicht abgehakt. Nein, denn sofort danach wird Schüßler mitsamt seiner Lehre vom eifrigen Professor noch ans Hakenkreuz geschlagen. Ja – die Schüßler´schen Theorien waren in der Nazizeit en vogue, was natürlich einen unheimlichen Verdacht auf diese Medizinrichtung wirft. In die gleiche Kerbe schlägt auch die deutsche Wikipedia: „<em>Solche Versuche fanden auch in den Konzentrationslagern Dachau und Auschwitz statt, unter Leitung des Reichsarztes SS Ernst-Robert Grawitz. Dabei wurden unter anderem künstlich herbeigeführte Fälle von Blutvergiftung und Malaria weitgehend erfolglos behandelt. Für die Häftlinge nahmen diese Experimente in den meisten Fällen einen tödlichen Ausgang</em>“. Aber Moment mal &#8211; wenn die menschenunwürdigen Zwangsmedikationen im Konzentrationslager doch &#8220;bewiesen&#8221; haben, dass die Schüßlersalze wirkungslos sind, wie kann man die Nazis dann als Vorbild für heutige Nutzung der Salze heranziehen? Sehr rätselhaft.</p>
<p>Das Beste kommt aber zum Schluss. Der Professor für Alternativmedizin schreibt im Stern: „Bei meinen Recherchen fand ich keine einzige Studie zur Wirkung der Schüßler-Salze bei irgendeiner Erkrankung. Wie kann das sein? Sicher verdienen die Hersteller genug an diesen Mitteln, um wenigstens ein oder zwei Untersuchungen durchzuführen“. Und als mögliche Erklärung für das Fehlen der Studien fällt ihm ein: „Es wurden Studien gemacht, doch die Ergebnisse fielen so aus, dass die Hersteller sie schleunigst verschwinden ließen“.</p>
<p>Ach so. Das kennen wir ja bereits von der Pharmaindustrie.</p>
<p><strong>Der Versuch einer objektiveren Betrachtungsweise</strong><br />
Ob die Schüßler Salze medizinisch besonders wirksam oder überhaupt wirksam sind, kann ich nicht beurteilen. Dass es keine Studien und schon gar keine klinischen Studien dazu gibt, das stimmt. Denn auch ich habe, ganz wie Prof. Ernst, nichts in dieser Richtung finden können. Aber daraus lässt sich keinesfalls ableiten, dass die Salze nicht wirksam sind. Denn es gibt somit auch keine evidenzbasierten Befunde, dass sie NICHT wirksam sind. Wir können aber davon ausgehen, dass die Schüßlersalze nicht die Nebenwirkungen haben, wie wir sie in der Medikation der Schulmedizin Tag für Tag erdulden dürfen. Die Bewertungskriterien für Substanzen seitens der Schulmedizin haben für mich spätestens seit <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/" target="_blank">Avandia</a> und <a href="http://naturheilt.com/blog/vioxx-skandal-merck/">Vioxx</a> einen superfaden Beigeschmack bekommen. Denn es wird immer offensichtlicher, dass die Schulmedizin mit ihrer unwissenschaftlichen (pseudowissenschaftlich wäre auch treffend) Einstellung und Vorgehensweise quasireligiös bestimmen will, was wirken darf und was nicht.</p>
<p><strong>In erster Linie geht es um: Geld</strong></p>
<p>Und dabei sind die Kriterien sehr einfach und übersichtlich geordnet: Was der eigenen Kasse gut tut, darf bleiben. Das, was in Konkurrenz zum Medizingeschäft steht, muss untergehen. Und die Wissenschaft dient hier nur dazu, den Eindruck zu erwecken, dass die Entscheidungen für oder gegen eine Substanz oder Medizinrichtung auf objektiven Tatsachen beruhen würde. Hätte es im Fall Avandia und Vioxx eine knochentrockene wissenschaftliche Beurteilung gegeben, dann wären die Präparate nie in den Handel gekommen und etliche Patienten wären heute noch unter den Lebenden. Somit steht für mich auch fest, dass die Schüßler Salze nie den Schaden anrichten werden wie dies mit pharmazeutischen Präparaten geschehen ist und in Zukunft geschehen wird, wenn sich die Kriterien für die evidenzbasierten Tests nicht ändern.</p>
<p>Doch es geht noch schlimmer: Wenn man sich einmal das ganze Getöse um die HPV-Impfung (<a href="http://naturheilt.com/blog/impfung-gegen-gebarmutterhalskrebs-mehr-als-umstritten/">Gebärmutterhalskrebsimpfung</a>, dank TV-Werbung damals in aller Munde) und deren unterstellten gesundheitlichen Nutzen ansieht, und wie hier die Schulmedizin urplötzlich das Prinzip der „Prophylaxe“ entdeckt, dann haben wir das Prinzip Avandia/Vioxx wieder einmal vor uns, nur diesmal in der Spritze. Wie grotesk sieht die ganze Sache inzwischen aus, angefangen mit dem Verdacht der Klüngelei zwischen dem Konzern &#8220;AstraZeneca&#8221; und dem Nobelkomitee bei der Verleihung des Nobelpreises an zur Hausen für seine „Entdeckung“, bis hin zu den nicht existenten Studien bzw. den verbogenen Studien, die die wissenschaftliche Legitimation für ein nebenwirkungsreiches, unwirksames Präparat abgeben sollen. Es ist derweil so grotesk, dass sogar <a href="http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/aktuelles-mainmenu-42/23-die-hpv-impfung" target="_blank">Schulmediziner auf die Barrikaden gehen und sich gegen diese Impfung aussprechen</a>.</p>
<p>Da klingt es geradezu wie Hohn aus der Feder unseres starrsinnigen Professors, wenn er die fehlenden Studien damit erklärt, dass sie zwar durchgeführt wurden, aber im Reißwolf verschwanden, weil die Schüßler-Industrie kein Wohlgefallen an den Ergebnissen fand. Ich weiß nicht, ob es wirklich so zugegangen ist. Ich weiß aber, dass genau diese Vorgehensweise in der Pharmaindustrie Gang und Gäbe ist. Schließt der Professor etwa hier von sich auf andere? Und warum bemüht er nicht einmal seinen Lehrstuhl und die damit verbundenen Möglichkeiten, indem er einfach selbst eine wissenschaftlich saubere Studie zu dieser Fragestellung inszeniert? Dazu sollte er doch in der Lage sein als Medizinprofessor, oder? Und auch alle Möglichkeiten, er müsste nur wollen. Oder hat er womöglich Bedenken, dass IHM die Ergebnisse dann plötzlich nicht gefallen könnten und er sich einen Reißwolf kaufen müsste? Fragen über Fragen, aber keine Antworten.</p>
<p><strong>Der braune Müll</strong></p>
<p>Und nun kann ich nicht mehr anders, als mich zu ärgern: Als Letztes das &#8220;Allerletzte&#8221;! Besonders perfide finde ich den Bezug der Schüßlersalz-Verwendung auf das Dritte Reich. Hier kommen die Toten der Konzentrationslager gerade recht, um diese Medizinrichtung als &#8220;Schlächtermedizin&#8221; darzustellen, sowohl von ihm als auch von Wikipedia. Man sollte bedenken: Schüßler hat weit vor den Jahren 1933-45 gelebt und war zu diesem Zeitpunkt schon längst verstorben. Dennoch wird er mit braunem Dreck beworfen, nur weil irgendwelche Nazis seine Medizin für gut befunden hatten und (nicht nur) damit menschenverachtende Tests durchführten. Ohne Erfolg, wie schon gesagt. Wenn wir das mal weiterdenken: Die Nazis hatten aber auch die Musik von Wagner für gut befunden. Dennoch pilgert heute noch die halbe Welt mit der größten Bayreuthwilligkeit zu den selbigen Festspielen. Haben wir es hier in Bayreuth jetzt samt und sonders mit Nazis zu tun? Schüßler ein Nazi-Mediziner und Wagner ein Nazi-Komponist?</p>
<p>Ich verstehe sowieso nicht, wieso die Kritik an einer Medizinrichtung die Hilfe der Nationalsozialisten und Konzentrationslager benötigt. Für mich zeigt das nur, dass ohne diese perfide Form der „Schützenhilfe“ kein vernünftiges Argument aus Geist solcher Menschen kommt. Eigentlich ist es nicht mal ein richtiges Argument, aber wir sind uns nunmal alle einig, dass Nazi schlecht ist und wenn man die Schüßlersalze in diese Richtung rückt, egal wie unsinnig der Zusammenhang ist, dann müssen auch Schüßler und seine Salze schlecht sein müssen. So geht anscheinend eine typische Ableitung der schulmedizinischen Wissenschaft?! Wen wundert es da noch, wenn diese Professoren nichts als &#8220;Leer&#8221;-stuhlinhaber sind.</p>
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		<title>Bei Depressionen der Seele Gutes tun</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/bei-depressionen-der-seele-gutes-tun/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 16:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg emotional und psychisch labil oder gar richtig elend fühlt, geht in der Regel zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Liegen keine körperlichen Beschwerden vor, wird nicht selten die Diagnose &#8220;Depression&#8221; gestellt und entsprechende Medikamente verschrieben. Leider gehen diese Medikamente keineswegs die Ursachen der seelischen Beschwerden an, nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg emotional und psychisch labil oder gar richtig elend fühlt, geht in der Regel zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Liegen keine körperlichen Beschwerden vor, wird nicht selten die Diagnose &#8220;<a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Depression.htm">Depression</a>&#8221; gestellt und entsprechende Medikamente verschrieben. Leider gehen diese Medikamente keineswegs die Ursachen der seelischen Beschwerden an, nicht einmal die Auswirkungen werden erfolgreich therapiert &#8211; laut Aussagen zahlreicher ehemaliger Patienten wurde der Kopf (und somit die Emotionen) lediglich &#8220;ruhig gestellt&#8221;. Auf Dauer kann dies jedoch keine Lösung sein, denn letzten Endes gehören Emotionen und Gefühle zum Leben eines Menschen einfach dazu. Doch wie kann man aus diesem Teufelskreis ausbrechen? In dem man ihn zunächst einmal annimmt.</p>
<p><span id="more-1227"></span></p>
<p>Dass es im Leben eines jeden Menschen nicht immer hervorragend läuft und auch richtig schwierige Zeiten scheinbar keine große Ausnahme darstellen, ist eine bekannte Tatsache. Sicherlich gibt es sehr schwere Formen der <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/psy/depressionen.htm" target="_blank">Depression</a>, die vorübergehend mit Medikamenten behandelt werden können, doch gerade in der leichten Form der Depression hätte der Genuss eines Glas Weines dabei wohl fast einen ähnlichen Effekt, nämlich: den betreffenden Menschen ruhig zu stellen. Dass das keinen längerfristigen Nutzen birgt, sollte spätestens bei diesem Beispiel deutlich werden. Warum sollten es Medikamente da also besser machen? Doch nichts zu tun, kann in mehrfacher Hinsicht ein Fehler sein. Es existieren bereits einige Studien, die den Zusammenhang zwischen <a href="http://www.yamedo.de/blog/depression-und-herzinfarkte-2011/" target="_blank">Depression und Herzinfarkt</a> untersucht haben. Auch finden nachweislich mehr <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Bandscheiben.htm">Bandscheibenerkrankungen</a> bei  stress- und depressionsgeplagten Menschen als bei denen, die ausgeglichen leben.</p>
<p><strong>Annahme der Emotionen</strong></p>
<p>Schon der Klang des Wortes &#8220;Depression&#8221; birgt auf den ersten Blick Trauer, Schrecken und Schatten, zumal in den Medien immer wieder von in der Öffentlichkeit stehenden Menschen berichtet wird, die sich aufgrund einer Depression das Leben genommen haben. Bei näherer Betrachtung jedoch ist festzustellen, dass viele dieser Menschen sich ihrem Gefühlsleben leider nicht stellten, sondern es schlichtweg verdrängten, um in der Öffentlichkeit nicht aufzufallen. Schließlich ist die Diagnose &#8220;Depression&#8221; in gewisser Hinsicht immer noch ein Tabu-Thema, vor allem, wenn es um die eigene Person geht. Betroffene haben oft Angst, nicht der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen und vielleicht negativ anzuecken, denn noch immer ist diese Gesellschaft eine Leistungs- und Konsumgesellschaft (das beginnt bereits bei der Ausbildung, es gibt auch schon <a href="http://www.yamedo.de/blog/depressive-studenten-2011/" target="_blank">depressive Studenten</a>).</p>
<p>Davon sollte sich ein Mensch jedoch nicht abschrecken lassen, immerhin geht es um das eigene Wohl und um das eigene Leben, und da gehören emotional anstrengendere Zeiten einfach dazu. Wer das Wort &#8220;Depression&#8221; nicht mag, muss seine Phase übrigens auch nicht so nennen. Viele Menschen haben hier und da ein emotionales Tief in ihrem Leben, doch die Lösung kann nicht sein, den Kopf in den Sand zu stecken und auf die Segnungen der Pharmaindustrie zu hoffen. Im Gegenteil, es ist Aktivität gefragt: Betroffene, die auf eine Depression zurückblicken, sind dieses Tief direkt angegangen, anstatt es mit Medikamenten zu unterdrücken oder zu verdrängen.</p>
<p><strong>Ursachen und Hintergründe</strong></p>
<p>Natürlich verschwindet solch ein seelisches Tief nicht immer von selbst, aber anstatt diese negativen Emotionen unterdrücken zu wollen, sollte der Betreffende sie als ein Zeichen oder als eine Art &#8220;Wegweiser&#8221; betrachten. Irgendetwas läuft im Leben vielleicht so, wie es nicht gut tut: Eine Umbruchphase kann der Grund sein, Probleme in der Partnerschaft, Arbeitslosigkeit, zu viel Stress, Langeweile, Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstil, Ärger mit dem Nachwuchs usw. Die Gründe sind dabei oft so unterschiedlich wie die Menschen selber, doch die Symptome gleichen sich, und so auch die Lösung. Am wichtigsten ist es, dieses Tief oder diese besondere Lebenssituation zunächst einmal anzunehmen. Lösungsansätze müssen auch nicht sofort gefunden werden &#8211; meist setzt das den Betreffenden noch mehr unter Druck. In so einer schweren Zeit sollte der Mensch es besonders gut mit sich meinen und sich regelmäßig etwas gönnen, so dass Geist und Seele mal wieder richtig verwöhnt werden.</p>
<p><strong>Balsam für die Seele</strong></p>
<p>Besonderen Balsam für die Seele bietet immer wieder die Natur. Die Elemente Wasser, Luft, Erde und Wasser tun jedem Menschen gut, doch wer sich gerade in einer schwierigen Zeit befindet, weiß die Segnungen der Natur besonders zu schätzen. Manchmal muss ein Patient sich vielleicht erst aufraffen und verspürt so gar keine Lust, seine Wohnung zu verlassen, doch bereits nach einer Stunde Aufenthalt in der Natur beginnt diese, ihre positive Wirkung zu erzielen. Dabei können auch Ausflüge oder Urlaub gemacht werden. Vielleicht leidet der betroffene Mensch auch unter einer grober Eintönigkeit in seinem Leben. In diesem Fall sollte etwas Besonderes passiern, zum Beispiel ein Fallschirmflug gebucht werden oder eine Wanderung durch steiles Gebirge.</p>
<p>Die Möglichkeiten sind mannigfaltig gegeben und besondere Lebensumstände erfordern besondere Maßnahmen. In erster Linie sollte der Mensch sich deshalb auch als Mensch sehen und nicht als Patient. Interessante Literatur und Filme können ebenfalls den Geist positiv anregen, genauso wie gutes Essen oder überhaupt eine veränderte Ernährung. Manches Mal ist ein <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/Vorbeugung-Demenz-Schlaganfall-Parkinson-Depression.html" target="_blank">Mangel an Vitamin B</a> verantwortlich, und auch eine <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/diaet/blog/kohlenhydratarme-ernahrung-depression/">kohlenhydratarme Ernährung fördert Depressionen</a>. Auch ein gestörter Kaliumhaushalt kann Ursache sein, hier hilft zum Beispiel das <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/schuesslersalze/schuessler-salz-nr-5.html" target="_blank">Schüsslersalz Kaliumphosphat (Nr. 5)</a>. Mit Heilkräutern wie <a href="http://www.yamedo.de/blog/zitronenmelisse-und-rosmarin-gegen-winterdepression/" target="_blank">Zitronenmelisse und Rosmarin kann gegen Winterdepression</a> angegangen werden, die auch mit einer <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Lichttherapie.html" target="_blank">Lichttherapie</a> deutlich verbessert werden kann.</p>
<p>Doch all dies kann nur unterstützend wirken. Die Hauptsache ist, dass die eigenen Gefühle und Emotionen nicht verleugnet werden, um in der Gesellschaft „unauffällig“ zu funktionieren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schweingrippeimpfstoff vernichtet</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/schweingrippeimpfstoff-vernichtet/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 11:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Impfungen]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[Groß war die anfängliche Panik, als sich 2009 das H1N1-Virus vom Schwein auf den Menschen übertrug. Die Schweinegrippe war allgegenwärtig, wo wir auch hinsahen. Von jedem Titelblatt der Tageszeitungen und Magazine sprangen uns angstmachende Schlagzeilen entgegen, auf der Straße begegneten uns Menschen mit Mundschutz, Radio und Fernsehen verkündeten tagtäglich von der rasanten, weltweiten Ausbreitung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Groß war die anfängliche Panik, als sich 2009 das H1N1-Virus vom Schwein auf den Menschen übertrug. Die Schweinegrippe war allgegenwärtig, wo wir auch hinsahen. Von jedem Titelblatt der Tageszeitungen und Magazine sprangen uns angstmachende Schlagzeilen entgegen, auf der Straße begegneten uns Menschen mit Mundschutz, Radio und Fernsehen verkündeten tagtäglich von der rasanten, weltweiten Ausbreitung des &#8220;gefährlichen Killer-Virus&#8221;.<span id="more-1224"></span></p>
<p>Im Juni 2009 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Schweinegrippe zur Pandemie, also einer weltweiten Epidemie. Die Bundesländer mussten auf Geheiß der Kanzlerin insgesamt 34 Millionen Impfstoff-Dosen von der Pharmaindustrie ordern, um einen Großteil der Bevölkerung immunisieren zu können. Schließlich gab es da eine große &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/schweinegrippe-lobby-fuers-impfen-2011/" target="_blank">Lobby fürs Impfen</a>&#8220;.</p>
<p>Doch die Rechnung ging nicht auf. Berichte über mindere Qualität der Impfstoffe und Bedenken bezüglich der Nebenwirkungen, machten die Bürger ebenso misstrauisch, wie die erstaunlich geringe Zahl der Todesfälle, die durch die Schweinegrippe verursacht wurde. Schon 2010 fragte ich Sie, meine Leser: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/schweinegrippe-viel-laerm-um-nichts/" target="_blank">Machte man mit der Schweinegrippe viel Lärm um nichts?</a>&#8220;. Doch die Medienmaschinerie lief, und auch wenn ich nicht der einzige war, der vor der &#8220;<a href="http://naturheilt.com/blog/die-tamiflu-luege/">Tamiflu-Lüge</a>&#8221; warnte, wurden Impfstoffe unterschiedlichster Qualität angeschafft.</p>
<p>Die Länder blieben schlussendlich auf fast 29 Millionen Impfdosen sitzen, was einer Summe von 239 Millionen Euro entsprach. Der Versuch, den ungewollten Impfstoff ins Ausland zu verkaufen, scheiterte am mangelnden Bedarf aufgrund impfunwilliger Bürger, die schon bald mitbekamen, dass der &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-unter-verdacht/" target="_blank">Schweinegrippenimpfstoff Panderix unter Verdacht</a>&#8221; stand, starke Nebenwirkungen mit sich zu bringen.</p>
<p><strong>Jetzt liegt das Zeug da und wartet? Mitnichten.</strong></p>
<p>Mittlerweile ist das Haltbarkeitsdatum der Impfstoffe abgelaufen und irgendwie muss man sich nun der verschmähten Virentöter entledigen. Wie das Sozialministerium Sachsen-Anhalts mitteilte, wurden inzwischen 16 Millionen Impfdosen im Magdeburger Müllheizkraftwerk Rothensee verbrannt. Nachdem bereits im September letzten Jahres Millionen Packungen des Impfstoffs von den Behörden entsorgt wurden, musste das Magdeburger Impfstoffkrematorium Ende 2011 den Rest besorgen. Und das zu einem Spottpreis: Im Vergleich zu den millionenschweren Anschaffungskosten beträgt der Preis für die Verbrennung der Impfstoffe, und damit deutscher Steuergelder, nur 14.000 Euro. Was für eine Schweinerei!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Heilpilze stehen auf der Abschussliste der Pharmaindustrie</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/heilpilze-auf-abschussliste/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 14:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Heilpilze]]></category>

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		<description><![CDATA[Heilpilze genießen in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ein hohes Ansehen. Sie werden dort seit mehr als 2000 Jahren therapeutisch und prophylaktisch eingesetzt. Die medizinischen Indikationen sind dabei nicht nur auf kleine Wehwehchen beschränkt, sondern beinhalten just diejenigen, welche die „moderne“ Schulmedizin zu behandeln vorgibt. Unter anderem beinhaltet der Indikationskatalog der Heilpilze besonders die für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/nahrungsergaenzung/heilpilze-mykotherapie.html" target="_blank">Heilpilze</a> genießen in der <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/TCM.htm">traditionellen chinesischen Medizin (TCM)</a> ein hohes Ansehen. Sie werden dort seit mehr als 2000 Jahren therapeutisch und prophylaktisch eingesetzt. Die medizinischen Indikationen sind dabei nicht nur auf kleine Wehwehchen beschränkt, sondern beinhalten just diejenigen, welche die „moderne“ Schulmedizin zu behandeln vorgibt. Unter anderem beinhaltet der Indikationskatalog der Heilpilze besonders die für die Pharmaindustrie interessanten Einsatzgebiete, nämlich:</p>
<p><span id="more-1217"></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Diabetes.htm">Diabetes</a></li>
<li><a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Hypertonie.htm">Hypertonie</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/stoffwechselerkrankungen/fettstoffwechselstoerungen.html" target="_blank">Hypercholesterinämie</a></li>
<li>Hyperlipidämie</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/orthopaedie/arthritis-gelenkentzuendung.html" target="_blank">Arthritis</a></li>
<li><a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Krebserkrankungen</a></li>
<li>etc.</li>
</ul>
<p>Oder kurz gesagt: praktisch alle schulmedizinischen Indikationsgebiete, die ein hohes medikamentöses Umsatzpotential besitzen. Und wer da mit dem Anspruch auftritt, eine Lösung dieser gesundheitlichen Probleme zu besitzen, der wirkt, wenn es stimmt, was er da behauptet, ist das zwar gut für den Verbraucher, aber reichlich geschäftsschädigend für Schulmediziner, Apotheken und den kompletten Pharmaapparat. Dagegen muss doch angegangen werden!</p>
<p><strong>Die Pharmaindustrie kämpft mit allen Mitteln gegen den Heilpilz</strong></p>
<p>Bei uns in Europa steht daher wieder einmal die Zukunft der alternativen „Medikamente“ auf der Kippe. Diesmal hat es die Heilpilze <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/nahrungsergaenzung/reishi-pilz.html" target="_blank">Reishi</a> (Ganoderma lucidum) und <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/nahrungsergaenzung/coriolus-pilz.html" target="_blank">Coriolus</a> erwischt. Grund dafür ist die sogenannte „Novel Food Verordnung“. Diese gibt vor, die Verbraucher vor gar garstigen Lebensmitteln zu schützen, also auch vor Heilpilzen. Denn deren Garstigkeit besteht vor allem darin, dass es angeblich keine „Verzehrtradition“ für diese Lebensmittel gibt. Sprich: Wir nehmen diese Pilze einfach nicht lang genug zu uns, um sie als Teil unserer (Heil-)Kultur anerkannt zu bekommen. Wenn man jedoch an den &#8220;Analogkäse&#8221; denkt, der problemlos eine &#8220;Verzehrtradition&#8221; und damit quasi die Unbedenklichkeit bei uns schafft, dann fragt man sich allerdings, gegen welche Produkte diese Spitze denn nun wirklich  ausgerichtet ist. Die Gesundheit des Verbrauchers oder die Qualität des Produkts kann jedenfalls kein Anhaltspunkt sein.</p>
<p>Und deshalb kommt es immer wieder zu Verfahren vor deutschen Gerichten, bei denen geklärt werden soll, ob die beiden oben genannten Heilpilze vor dem 15. Mai 1997 &#8211; dem Stichtag des Inkrafttretens der Verordnung &#8211; in nennenswerter Weise verzehrt worden sind. Sollte diese Frage mit einem &#8220;Nein&#8221; beantwortet werden, dann dürfen Reishi &amp; Co. nur dann auf den Markt gebracht werden, wenn eine Zulassung vorliegt. Und die wird nur erteilt, falls eine kostenreiche und verzwickte Prüfung keine Zweifel an der Sicherheit zulässt. So droht einem der ältesten Heilpilze das Aus, weil es von der Politik (und den Lobbyisten im Hintergrund) als „neuartiges Lebensmittel“ eingestuft wird. Denn die Zulassungsstudien sind teuer und der Ausgang ist ungewiss. Denn wer will, findet immer einen Splitter im Auge der alternativen Medikamente und Lebensmittel, besonders dann, wenn in seinem eigenen Auge <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/" target="_blank">Avandia</a>-, <a href="http://naturheilt.com/blog/vioxx-skandal-merck/">Vioxx</a>- und Analogkäse-Splitter in Balkengröße stecken.</p>
<p>Und damit die Sache dann auch den Ausgang nimmt, den man sich von Seiten der Politik und der Pharmalobby wünscht, hält man die Angabe nett schwammig, damit ausreichend Platz ist für das Verbiegen von Wahrheiten und anderen Balken. Denn je länger dieser 15. Mai zurückliegt, desto schwieriger wird es sein, die Tradition des Verzehrs zu belegen. Auch der Begriff „nennenswerter Verzehrsumfang“ ist so nett beamten-schwammig, dass jeder seine eigene Version da hinein interpretieren kann. Und so finde ich, dass Reishi und Coriolus recht umfangreich verzehrt wurden, oder?</p>
<p>Als weiterer Punkt im Sicherheitsprotokoll der Politik stellt sich nun noch heraus, dass es für Pilze keine einzige Ausnahme für den Fall gibt, dass eine „erfahrungsgemäße Unbedenklichkeit“ vorliegen kann. Diese gibt es immerhin für pflanzliche Lebensmittel. Somit wird von der Politik sichergestellt, dass Heilpilze kurz gehalten werden und nicht zur Konkurrenz der schulmedizinischen Arzneimittel aufkeimen.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die intensiven Bemühungen der Politik, Heilpilze aus Europa zu verdammen, sind berechtigt. Zumindest deswegen, weil damit bewiesen ist, dass die Pharmaindustrie weiß, wie effektiv diese Pilze sind &#8211; bei der Behandlung und Prophylaxe von den Erkrankungen, mit denen diese ebendiese Industrie ihr Geschäft macht. Im Show-down zwischen den Interessen der Pharmaindustrie und den Interessen der Patienten an ihrer Gesundheit heißt es zum Schluss der Szene: „Es ist kein Platz für uns beide in dieser Welt“. Und wie es aussieht, haben sich unsere gewählten &#8220;Volksvertreter&#8221; ebenfalls bereits entschieden, zu welcher Seite sie gehören wollen.</p>
<p><strong>Wie kann man helfen?</strong></p>
<p>Die Gesellschaft für Vitalpilze – GfV – hat auf einer InternetseiteFragebögen für Händler, Apotheker und Endverbraucher vorbereitet, um weiteres Material über einen Verzehr des Pilzes Reishi oder auch des Coriolus vor Mai 1997 zu sammeln. [<em>Leider scheint diese Seite einem Virenangriff zum Opfer gefallen zu sein. Ich werde das recherchieren!</em>] Die GfV hofft, so die europaweit bereits vertretene Auffassung, dass Reishi und Coriolus keine neuartigen Lebensmittel sind, durch weiteres Datenmaterial zu stützen und weiteren Angriffen auf Basis der Novel Food Verordnung vorzubeugen.</p>
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		<title>Wenn Wiki einen Watcher hat</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/wenn-wiki-einen-watcher-hat/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 12:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fachartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikipedia, das Online-Nachschlagewerk, wurde vor über 10 Jahren ins Leben gerufen. Für die deutsche Version gibt es nun seit etwas über einem Jahr ein &#8220;Wiki-Watch&#8221;, einen Beobachter, der von einem Journalismus-Professor aus Frankfurt an der Oder ins Leben gerufen wurde. Dieser Professor, Prof. Dr. Wolfgang Stock, wünschte sich scheinbar nichts sehnlicher, als das deutsche Wikipedia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wikipedia, das Online-Nachschlagewerk, wurde vor über 10 Jahren ins Leben gerufen. Für die deutsche Version gibt es nun seit etwas über einem Jahr ein &#8220;Wiki-Watch&#8221;, einen Beobachter, der von einem Journalismus-Professor aus Frankfurt an der Oder ins Leben gerufen wurde. Dieser Professor, Prof. Dr. Wolfgang Stock, wünschte sich scheinbar nichts sehnlicher, als das deutsche Wikipedia zu verbessern. Eigens zu diesem Zweck eilte er Wikipedia zur Hilfe und lieferte eigene Beiträge und Korrekturen – in Medizinartikeln(!). Ja, es ist schon seltsam, wenn Journalisten anfangen, sich medizinisch zu betätigen, auch wenn sie Professoren sind.</p>
<p><span id="more-1213"></span></p>
<p>Aber unser Professor hatte dann auch die richtige Ausrede parat: &#8220;<em>Warum habe ich im April 2009 einen Artikel über ein Insulin angelegt und an anderen editiert? Weil ich von Diabetes ganz persönlich betroffen bin. Meine Großmutter hat enorm darunter gelitten, Freunde auch. Damals war das Thema in der Presse. Da habe ich die WP-Lücken mit meinem bescheidenen Wissen geschlossen.</em>&#8221; Na prima!</p>
<p>Wenn er damals schon die enormen Wissenslücken der Mediziner hätte schließen können, dann hätten seine Großmutter und Freunde nicht so sehr leiden müssen. Und ein Professor benötigt auch nur „bescheidenes Wissen“, um damit null-Komma-nix eklatante Lücken zu schließen, die von den Fachleuten all die Jahre zuvor nicht zu schließen waren. <strong>So weit unsere schöne professorale Märchenstunde.</strong></p>
<p>Die Realität sieht indes deutlich düsterer aus. Hier hat Herr Stock nämlich nachweisbar unter verschiedenen Pseudonymen in Wikipedia bestimmte Medizinartikel verändert, trat unter „Wsto“ und „Investor“ auf. So getarnt als eine Art &#8220;Wiki-Zorro&#8221; kämpfte er fortan für das Wohlergehen einer Pharmafirma, Sanofi-Aventis, indem er die Artikel in Wikipedia zu deren Gunsten veränderte und zusammenstrich.</p>
<p>Natürlich stellt man sich sofort die Frage, warum ein Journalist ein solch gediegenes Interesse an einer Pharmafirma hat. Die Antwort lautet: Weil Herr Stock gleichzeitig zu seiner Professur in Frankfurt im Osten eine Agentur namens Convincet für „Krisen-PR “ betreibt und Sanofi sein zahlender Kunde ist. Und Sanofi ist ein Insulinhersteller. Aber an dieser Stelle stellt sich eine weitere Frage: Warum braucht Sanofi die Schützenhilfe des Professors? Die Antwort: Lantus ist ein Produkt der Firma Sanofi und wird als Insulinanalogon bei der Diabetesbehandlung eingesetzt.</p>
<p><strong>Wer oder was ist Lantus?</strong></p>
<p>Lantus ist der Handelsname für Insulin glargin von der Firma Sanofi-Aventis. Dies ist ein Insulinanalogon und wird bei Diabetes Typ-1 und Typ-2 eingesetzt. Es zählt zu den sogenannten Basal-Insulinen, die eine lange Halbwertszeit besitzen und dementsprechend lange wirksam sind. Der Wirkstoff wird aus genetisch veränderten Mikroorganismen gewonnen und unterscheidet sich nur geringfügig von körpereigenem Insulin. Unter allen Verzögerungsinsulinen hat es die längste Halbwertszeit und wird somit deutlich langsamer vom Organismus aufgenommen. Dies ermöglicht oft eine Einmalgabe. Das Protein Insulin glargin wirkt, indem es sich an Insulinrezeptoren bindet und durch deren Aktivierung die Glukosespiegel senkt. Die Bindung an die Rezeptoren fällt dabei deutlich stärker aus als die von körpereigenem Insulin. Die Substanz wird subkutan (unter die Haut) appliziert.</p>
<p><strong>Warum die Aufregung?</strong></p>
<p>Das Präparat ist schon seit dem Jahr 2000 auf dem Markt. 2009 jedoch veröffentlichte das IQWiG (Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) unter <a href="http://naturheilt.com/blog/das-bundesgesundheitsministerium-freund-der-pharmaindustrie/">Peter Sawicki</a> eine umfangreiche Analyse der bereits vorliegenden Studien und kam zu dem Schluss, dass das Präparat bei der Behandlung des Diabetes Typ-2 keine Vorteile im Vergleich zu älteren Präparaten vergleichbarer Natur hat. So konnte die Substanz keine Verbesserung von Mortalität, Blutzuckereinstellung, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/augenkrankheiten/diabetische-retinopathie.html">Retinopathien</a> (Augenhintergrunderkrankung) oder Anzahl von Krankenhausaufenthalten erzielen. Einziger Vorteil von Lantus war die geringere Wahrscheinlichkeit von <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Hypoglykaemie.htm">Hypoglykämien</a>.</p>
<p>Offenbar hat diese schmähliche Expertise des Sawicki-Teams Professor Stock veranlasst, an seine Großmutter zu denken und mit der Änderung von Sanofi-Seiten und vor allem von IQWiG-Seiten auf Wikipedia zu beginnen. Laut „Spiegel“ hat er damals systematisch „<em>Wikipedia-Artikel über den Pharmakonzern Sanofi-Aventis und sein Analoginsulin Lantus beschönigt. Außerdem überzog Stock das unabhängige Medizin-Prüfinstitut IQWiG ebenso mit Kritik wie dessen damaligen Leiter Peter Sawicki.</em>“<br />
So „verbesserte“ er bescheiden als „Wsto“ im April und Mai 2009 gleich 10-mal Sanofi-Artikel in Wikipedia, 23-mal IQWiG-Artikel und 2-mal Sawicki-Artikel. Dazu kamen noch 7 Überarbeitungen des Lantus-Artikels und einen Artikel über seinen außeruniversitären Brötchengeber Chris Viehbacher, der CEO von Sanofi. Wenn das seine Großmutter noch miterleben durfte!</p>
<p>Im Juni 2009 allerdings kommt es noch schlimmer: Die Tagesthemen lassen vermelden, dass Lantus möglicherweise <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Krebs</a> erregen kann. Auch hier gibt es wieder einen Tsunami an medizinwissenschaftlichen Studien, die alle das beweisen, was sie beweisen wollen. Die einen sehen ein erhöhtes Risiko im Vergleich zu Humaninsulin, die anderen können nichts entdecken. Und wenn die Herren Mediziner schon keinen gemeinsamen Nenner finden können, dann schreit das doch förmlich nach einem Einschreiten von professoralem Journalismus! Während Sanofi sich bei den „Tagesthemen“ wegen der Ausstrahlung beschwerte, ging Herr Stock den steinigeren Weg. Er beschwerte sich beim Presserat des „Spiegels“, denn der hatte ebenfalls eine Lantus-Studie von IQWiG-Autoren zitiert.</p>
<p>Und um das Fass dann endgültig überlaufen zu lassen, hat der Professor geschickterweise das gemacht, was gegen die Wikipedia Etikette verstößt: einen „Sockenpuppen-Einsatz“. Darunter versteht man die Nutzung mehrerer Namen, die „Sockenpuppen“, um den Eindruck zu erwecken, dass nicht nur der Herr Professor, sondern auch noch andere der gleichen Meinung sind. Da die Wikipedia-Administratoren sich nicht von Herrn Stocks vehementen Dementis überzeugen ließen, sind beide Pseudonyme seit Mitte 2011 bei Wikipedia gesperrt, wegen „missbräuchlichem Sockenpuppen-Einsatz“.</p>
<p><strong>Der Krisenberater in der Krise</strong></p>
<p>Professor Stock behauptet fest, dass er den Namen „Investor“ nie benutzt habe und damit auch kein „Sockenpuppen-Gängster“ ist. Dummerweise veröffentlichte er einen Eintrag auf seiner Facebook-Seite, wo er zugibt, einen Artikel zum Thema Insulin angelegt zu haben. Der Insulinartikel auf Wikipedia über Lantus aber ist nicht von „Wsto“ sondern von „Investor“ angelegt worden. Komisch. Diese „Komik“ oder Teile davon scheinen bei seinem universitären Brötchengeber angekommen zu sein. Denn hier hatte er eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass er, seitdem er Leiter von Wiki-Watch an der Universität Frankfurt Oder sei, keine Wikipedia-Artikel geschrieben oder bearbeitet hat. „Investor“ hat aber ungeachtet dessen seit Bestehen von Wiki-Watch kräftig weiter geschrieben und korrigiert. So z.B. auch über eine Firma namens „Media Tenor“. Und was hat die mit Professor Stock oder „Investor“ zu tun? Bei dieser Firma war Herr Stock einst Geschäftsführer. Seltsame Zufälle…</p>
<p>Und es kommt, wie es kommen musste. Der Chef von Professor Stock, Herr Wolff Heintschel von Heinegg, Leiter des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, gab Herrn Stock eine Frist bis Ende August 2011, diese Ungereimtheiten auszuräumen oder sei ist Schluss mit Wiki-Watchen. Und so wurde dann auch im September in einer sehr vage gehaltenen Pressemitteilung verkündet, dass Herr Stock sich aus der Leitung des &#8220;Wiki Watch&#8221;-Projektes zurückziehe. Die Universität hatte offenbar keine Lust, ihren Ruf zu Gunsten der Stock´schen Spielchen aufs Spiel zu setzen. Er ist jedoch weiterhin Teil des Teams und Lehrbeauftragter an der Europa-Universität Viadrina.</p>
<p>Doch die ganze Affäre ist auch ein Lehrstück dafür, dass einmal geschriebenes Wort sich im Internet schlecht zurückziehen läßt: Nachdem die Herren von &#8220;Wiki Watch&#8221; gegen FAZ und Zeit einstweilige Verfügungen erwirkten, wurden die Artikel zunächst vom Netz genommen. Zahlreiche Blogger, Journalisten und Internetaktive hatten den Text jedoch längst gesichert und zum Beispiel per Datendiensten wie Dropbox weiter verteilt, so dass weiterhin auf Kanälen wie Foren, Twitter oder bei Facebook weiter über das Thema diskutiert werden konnte. Wiki-Watch ist weiterhin online, erklärt die Wikipedia sowie den Umgang mit ihr und bietet sogar direkte Hilfe an, wenn man sich oder seine Firma bei Wikipedia in einem schlechten Licht dargestellt sieht. Praktischerweise auch gleich mit Link zu einer Website namens &#8220;Presserecht.de&#8221;, die von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Johannes Weberling betrieben wird &#8211; dem aktuellen Leiter von Wiki-Watch.</p>
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		<title>Die Grippe, die Natur und die Natur der Grippe</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/die-natur-der-grippe/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Impfungen]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Grippe]]></category>
		<category><![CDATA[Naturmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Leute, die glauben, dass eine Grippe gefährlicher ist als ein Terrorist. Deswegen schützen sie ihren wertvollen Körper, indem sie versuchen den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben: Sie lassen sich impfen. Was diese Leute aber nicht wissen, ist, dass der Körper auf diese Art Terrorismus eigentlich recht gut vorbereitet ist und daher nur sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Leute, die glauben, dass eine <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Grippe.htm">Grippe</a> gefährlicher ist als ein Terrorist. Deswegen schützen sie ihren wertvollen Körper, indem sie versuchen den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben: Sie lassen sich <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Impfen.htm">impfen</a>. Was diese Leute aber nicht wissen, ist, dass der Körper auf diese Art Terrorismus eigentlich recht gut vorbereitet ist und daher nur sehr selten einer Impfung bedarf. Im Gegenteil: Wenn es mal zu <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Fieber.htm">Fieber</a> kommt oder <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Halsentzuendung.htm">Halsentzündungen</a>, Entzündungen in den Sinushöhlen usw. auftreten, sind dies eigentlich sichere Anzeichen dafür, dass der Körper den Kampf schon aufgenommen hat. Es ist zwar nicht besonders angenehm für den Besitzer des wertvollen Körpers, aber wie gesagt: Die &#8220;Bekämpfungsmaschinerie&#8221; unserer <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Abwehrkraefte.htm">Abwehrkräfte</a> läuft dann bereits auf vollen Touren.</p>
<p><span id="more-1202"></span></p>
<p>Von Ihrer Seite aus können Sie eigentlich nicht viel ins &#8220;Kampfgeschehen&#8221; eingreifen. Sie können aber Ihren Organismus unterstützen. Ich meine hier nicht die Einnahme von synthetischer Chemie, sondern natürliche Substanzen, als da sind: Baobab, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/spurenelemente/silizium.html" target="_blank">Silizium</a>, Sternanis und zusätzlich <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/milchsaeurebakterien-laktobazillen.html" target="_blank">Lactobazillen</a>.</p>
<p>Nehmen wir zum Beispiel das <strong>Silizium</strong>. Dies ist ein Halbmetall, bei dem nachgewiesen wurde, dass es in der Lage ist, unser Immunsystem positiv zu beeinflussen. Speziell die unspezifische Immunabwehr wird verbessert, was in LTT-Bluttests demonstriert werden konnte. Dieser Test wurde ursprünglich konzipiert, um die Wirkungen von Impfungen zu bestimmen. Aber man kann mit ihm auch andere immunwirksame Stimulanzien, auch natürliche, überprüfen. Die empfohlene tägliche Zufuhr von Silizium liegt bei 30 mg, was mit einem Liter Bier (enthält 30 bis 60 mg/l) schon bewerkstelligt wäre <img src='http://naturheilt.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Sternanis</strong> ist eine weitere Natursubstanz. Es handelt sich hier um ein asiatisches Gewürz, das vorbeugend und begleitend einsetzbar ist. Auch hier hat man beobachten können, dass Sternanis in der Lage ist, die Vermehrung von Viren zu unterbinden. Es wurde dann auch (meinen Informationen nach) als Ausgangsstoff für <a href="http://naturheilt.com/blog/tamiflu-begehrt-aber-wirkungslos/">Tamiflu</a> genommen. Es wirkt schleimlösend, was sich günstig bei <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Bronchitis.htm">Bronchitis</a> bemerkbar macht. Zur Vorbeugung nimmt man 2 bis 4 Kapseln pro Tag, bei einer Erkrankung dann bis zu 10 Kapseln. Ob Schwangere die Kapseln nehmen können, besonders in den hohen Dosen bei Krankheitsfall, ist noch nicht untersucht worden.</p>
<p>Der Dritte im Bunde ist ein Afrikaner: <strong>Baobab</strong> ist ein Fruchtpulver. Es ist sehr ballaststoffreich und kann daher bei einer Reihe von <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Darmbeschwerden.htm">Darmproblemen</a> eingesetzt werden. Es hat einen probiotischen Effekt, der dafür Sorge trägt, dass die gesunde Darmflora nachhaltig unterstützt wird, gerade in der Krisenzeit. Dies ist eine entscheidende unterstützende Maßnahme für das Immunsystem, denn der Darmbereich ist eine Einfallspforte für Pathogene.Mehr zum Darm Immunsystem in meinem Beitrag: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/immunstaerkung-darm-immunsystem/">www.gesund-heilfasten.de/blog/immunstaerkung-darm-immunsystem/ </a></p>
<p>Darüber hinaus enthält Baobab eine Menge <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/vitamine/vitamin-c.html" target="_blank">Vitamin C</a> und wirkt angeblich auch fiebersenkend. Die Wirkung der Tagesdosis entspricht der von 500 mg <a href="http://www.naturheilt.com/medikamente/paracetamol.html">Paracetamol</a>. Bei der akuten Erkrankung kann die Einnahme problemlos gesteigert werden. Es soll keine Nebenwirkungen haben, genau wie Silizium und Sternanis auch. Baobab gilt außerdem für Schwangere als geeignet. Leider habe ich noch keine eigenen Erfahrungen mit Baobab machen können, da ich erst vor kurzem auf diese Substanz aufmerksam wurde. Ich werde das aber auf jeden Fall testen.</p>
<p>Auch<strong> <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/milchsaeurebakterien-laktobazillen.html" target="_blank">Laktobazillen</a></strong> haben in der Grippezeit bzw. besonders da ihre Berechtigung. Sie sind in der Lage, eine durch <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Antibio.htm">Antibiotika</a> oder andere Ereignisse geschädigte Darmflora zu restaurieren und die immunologische Potenz des Darmtraktes wieder herzustellen. Schwangere können probiotische Nahrungsmittel meines Wissens problemlos zu sich nehmen &#8211; ich empfehle dies jedenfalls generell. Es besteht sogar der Verdacht, dass eine regelmäßige Einnahme von probiotischen Produkten die Kinder nach der Entbindung noch vor <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Allergie.htm">Allergien</a> schützen kann.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><strong> Der Körper &#8220;repariert&#8221; sich am besten selbst und ohne Impfungen, doch wer möchte, kann ihn ohne die große &#8220;Chemiekeule&#8221; auf natürliche Weise dabei unterstützen.</strong></p>
<p>Mehr Informationen zum Thema Grippe und Impfungen lesen Sie hier (pdf):</p>
<p><a href="http://www.renegraeber.de/Die-Grippe-Luege.pdf" target="_blank"><img src="http://www.renegraeber.de/images/Grippe_Blog_Mainpanel_470px.jpg" alt="" border="0" /></a></p>
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		<title>Eier-Tanz um Antibiotika-Hühner</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/eiertanz-antibiotika-huehner/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 17:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotikaresistenz]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>

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		<description><![CDATA[11kg Geflügelfleisch isst der Bundesbürger im Schnitt – pro Jahr. Und jetzt im neuen Jahr erfahren wir (mal wieder): Stichproben von Hähnchenfleisch aus deutschen Discountern und Supermärkten, wie Edeka, Aldi, Real, Netto oder Lidl, enthalten nicht nur Antibiotika, sondern auch  antibiotikaresistente Bakterien obendrauf. Laut „Spiegel“ und „Frankfurter Rundschau“ war jede zweite Stichprobe mit resistenten Bakterien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>11kg Geflügelfleisch isst der Bundesbürger im Schnitt – pro Jahr. Und jetzt im neuen Jahr erfahren wir (mal wieder): Stichproben von Hähnchenfleisch aus deutschen Discountern und Supermärkten, wie Edeka, Aldi, Real, Netto oder Lidl, enthalten nicht nur Antibiotika, sondern auch  antibiotikaresistente Bakterien obendrauf.</p>
<p>Laut „Spiegel“ und „Frankfurter Rundschau“ war jede zweite Stichprobe mit resistenten Bakterien belastet. Durchgeführt wurden diese Erhebungen vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz).</p>
<p>Und wie es aussieht, ist dies für den zufriedenen Kunden und Hähnchenesser ein besonderer „Glücksfall“, bekommt er doch neben seinem Hähnchen noch eine Portion Antibiotika frei Haus geliefert. Dieser kostenlosen Dreingabe kann er kaum entgehen, weil (laut Untersuchung), 96 Prozent der Tiere mit Chemie großgezogen werden.</p>
<p>Auch ein Ausweichen auf andere Fleischsorten, also Schwein, Rind, Pute, bringt nicht die erhoffte Erleichterung, alldieweil diese Tiere zu 80 bis 100 Prozent mit Antibiotika vollgepumpt werden. Für die Pharmaindustrie ist dieser Antibiotikakonsum ein erfreulicher Goldregen. Denn eine Studie der Bundesministerien für Gesundheit, Landwirtschaft und Forschung vom April 2011 stellte fest, dass mindestens 784 Tonnen Antibiotika pro Jahr an die Tiere verabreicht werden. Und das ist mehr als das Doppelte der Menge, die der deutsche Bürger als Medikation verschrieben bekommt.</p>
<p><span id="more-1195"></span></p>
<p><strong>Die Chemie-Spirale</strong></p>
<p>Dieser enorme Einsatz an Antibiotika ist begründet in der Art und Weise, wie diese Tiere gehalten werden. Aus rein ökonomischen Gründen werden die Hühner auf engstem Raum zusammengehalten, was den Übertragungsweg für Keime verkürzt und vereinfacht. Und Keime gibt es bei einer solchen Mega-Haltung genug, bedingt schon alleine durch den Unrat, der von zig Tausend Tieren erzeugt wird.</p>
<p>Um hier keine toten Hühner zu produzieren, ist der Halter auf den „prophylaktischen“ Einsatz von Antibiotika angewiesen. Denn sonst sind die Chancen groß, dass ihm ein Großteil der Tiere an Infektionskrankheiten verendet. Dieser kontinuierliche Einsatz von Chemie wiederum erzeugt in den Tieren ein Milieu, dass zwar die meisten Keime abtöten kann, aber aufgrund seiner Kontinuierlichkeit einigen Keimen die Gelegenheit gibt, durch Mutation und Selektion Abwehrmechanismen gegen die Antibiotika zu entwickeln.</p>
<p>Selbst wenn Milliarden Keime vernichtet werden, reicht eine Mutation bei einem Bakterium aus, um diesen Prozess in Gang zu setzen. Denn dieser mutierte, resistente Keim hat nun ausreichend Gelegenheit, sich in diesem Milieu zu vermehren – und schon haben wir einen Bakterienstamm, der einer Therapie mit <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Antibio.htm">Antibiotika</a> widerstehen kann. Wenn dieser neue Stamm dann auch noch in der Lage ist, sich beim Verzehr erfolgreich in seinem neuen Wirt, den Menschen, zu platzieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass solche Keime wie der <a href="http://naturheilt.com/blog/ehec-heckmeck/">EHEC</a> dabei rauskommen. Das dies noch nicht geschehen ist, liegt nicht am erfolgreichen Einsatz der Antibiotika, sondern daran, dass die Übertragung der resistenten Keime vom Huhn/Hähnchen auf den Menschen noch „nicht funktioniert“. Wann dies erfolgen wird, das kann niemand voraussagen.</p>
<p>Wenn es aber passiert, dann haben wir wieder ein neues Heck-Meck, bei dem keiner die Verantwortung auf sich nehmen will. Aber vielleicht können dann ja Hähnchen aus Spanien herhalten, die die ultimative Erklärung für die Resistenzentwicklung auf sich nehmen. Für die Zeit „dazwischen“ reicht es dann ja auch, dass man den antibiotikaträchtigen Geschmack dieser Zuchttiere mit reichlich viel Gewürz übertünchen kann. Wie lecker so ein Huhn schmeckt mit allem drum und dran können Sie nachlesen unter: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/huehnerfleisch-ohne-geschmack/" target="_blank">Hühnerfleisch ohne Geschmack</a>.</p>
<p><strong>Der exorbitante Einsatz von Antibiotika in der Tiermast</strong></p>
<p>„In neun von zehn Praxen, in denen ein Landwirt den Tierarzt um eine Flasche Penizillin bittet, bekommt ein Tierhalter das Medikament sofort &#8211; auch ohne Untersuchung“, sagte Rupert Ebner, ehemaliger Vizepräsident der bayerischen Landestierärztekammer, der Süddeutschen Zeitung. [...] Finde ein Tierarzt unter 30 000 Küken ein krankes Tier, reiche das, um alle Tiere vorsorglich mit Antibiotikum zu behandeln. &#8216;Oft schreibt der Tierarzt sogar bewusst eine falsche Diagnose aufs Papier, um eine legale Anwendung mit dem Antibiotikum vorzutäuschen.&#8217; Ebner ist praktizierende Tierarzt mit 30 Jahren Berufserfahrung und kennt die Gepflogenheiten seiner Branche. Vor zweieinhalb Jahren warf er seinen Job bei der Landestierärztekammer hin, weil er dem nicht mehr zusehen wollte. (sueddeutsche.de/e5438Q/192561/Vollgestopft-mit-Antibiotik.html)</p>
<p>Und besonders gravierend ist es in der Geflügelmast – und das ist schon seit Jahren bekannt. Was den Einsatz von Arzneimitteln wie beispielsweise Antibiotika in der Geflügelmast angeht, lassen sich jedoch nur wage Vermutungen anstellen. Aus diesem Grund fordern Politiker eine verbesserte Dokumentation über den Einsatz von Arzneimitteln in der Geflügelmast. All das wird schon seit Jahren gefordert. Passiert ist indes wenig bis gar nichts.</p>
<p>Zwar wird seit dem 1. Januar 2011 auf einen Gesetzesbeschluss hin die Auslieferung von Arzneimitteln dokumentiert jedoch genießt die Geflügelindustrie einen besonderen Schutz. Begründet mit einem verstärkten Datenschutz soll diese Regelung nun jedoch auf Antrag gekippt werden. Experten jedoch vermuten einen starken Einfluss seitens der Geflügellobby, welche verstärkt auf den Einsatz von Antibiotika in Mastbetrieben mit mehr als 100.000 Tieren besteht.</p>
<p>Nur so wird nach Meinung der Verantwortlichen die Ausbreitung gefährlicher Seuchen verhindert. Die Krise in der Geflügelmast hat mittlerweile aber auch das Landwirtschaftsministerium erreicht. Schätzungen zur Folge stieg die Zahl der Behandlungen mit Antibiotika wie beispielsweise Penicillin oder Neomycin von durchschnittlich 1,7 Behandlungen pro Mastgang auf 2,3 Behandlungen pro Mastgang. Aussagen von Amtstierärzten nach werden teilweise sogar sechs Behandlungen pro Mastgang verzeichnet. Ein Mastgang umfasst bei Hähnchen ca. 30 Tage.</p>
<p>Als Ziel der Behandlungen mit Antibiotika setzen sich die Mastbetriebe neben einer Verlängerung der Lebensdauer der Zuchttiere vor allem deren Wachstumsförderung. Und das, obwohl der Einsatz von Medikamenten zur Förderung der Mastleistung bereits seit 2006 in der gesamten EU verboten ist. Als Laie sehe sogar ich: Die Gesetze sind anscheinend schon da.</p>
<p>Das scheint vielen Züchtern und Landwirten jedoch egal zu sein. Eine Ausbreitung der Keime auf den Menschen und das hieraus resultierende Risiko lebensgefährlich oder sogar tödlich zu erkranken wird seitens der Züchter hierbei jedoch außer Betracht gelassen. Die besonders gefürchteten MRSA Erreger wurden nämlich laut eines Berichts des Bundesinstituts für Risikobewertung in 25% des verkauften Hühnerfleischs und in 43% des Putenfleischs gefunden. In 52% aller Schweineställe wurden MRSA Erreger nachgewiesen. (bfr.bund.de/cm/343/menschen_koennen_sich_ueber_den_kontakt_mit_nutztieren_mit_mrsa_infizieren.pdf) Und das bereits seit JAHREN.</p>
<p><strong>Ich bin´s nicht gewesen!</strong></p>
<p>Die „neuen“ Stichproben werden zur Zeit „nur mal wieder“ interessant präsentiert. Die theoretischen Grundlagen seitens der Wissenschaft sind indes längst bekannt.</p>
<p>Das sollte den Produzenten eigentlich Warnung genug sein. Ist es aber nicht. Die Einen hüllen sich in Schweigen. Und die Anderen?<br />
Betroffene (wie Wiesenhof), beteuern ihre Unschuld schon jetzt &#8211; rein prophylaktisch versteht sich: „Ein möglicher Missbrauch wird bei Wiesenhof unter anderem durch ein intensives Rückstandsmonitoring, zum Beispiel durch unangekündigte Kontrollen des Futters und des Wassers vor Ort beim Landwirt unterbunden.“</p>
<p>Aber warum sind dann auch bei Proben der Wiesenhof-Produkte Antibiotikarückstände und resistente Keime gefunden worden? Das gerade Wiesenhof nicht unbedingt zu den glaubwürdigsten Unternehmen gehört, hab ich in einem früheren Artikel belegt, bei dem es u.a. um die Frage der Tierhaltung und Fleischproduktion geht: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/billige-nahrungsmittel-teuer-bezahlt/" target="_blank">Billige Nahrungsmittel teuer bezahlt</a>.</p>
<p>Auch hier widerlegen bewegte und bewegende Bilder die lauteren Ansprüche auf eine „menschliche“ Tierhaltung dieser Firma. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Es geht mir nicht darum, einen „Bösewicht“ ausfindig zu machen und den abzuurteilen. Vielmehr geht es mir darum, zu zeigen, dass die alte Mühle der Profitmaximierung die alte Mühle von Lug und Trug antreibt. Obwohl das Desaster sich mit Blitz und Donner ankündigt, werden diese Zeichen bewusst ignoriert. Entweder man schweigt oder wiegelt ab, in der Hoffnung, dass die unausweichlichen Folgen dann erst eintreten, wenn man damit nichts mehr zu tun hat: Nach mir die Sintflut. Und der Verbraucher wird’s in wenigen Wochen sowieso vergessen haben. Denn dann kommt ja doch wieder das Billig-Turbo-Mastfleisch auf den Teller. Oder?</p>
<p><strong>Die Poiltiker sollen endlich was machen!</strong></p>
<p>Ja &#8211; die Politik eilt uns umgehend zur Hilfe, mit den ihr eigenen Maßnahmen: Gesetzentwürfe, die „ordnungsgemäß“ so lange dauern, dass die Firmen noch genug Zeit haben, ihr Schäfchen (hier: Hühnchen) ins Trockene zu manövrieren. So soll (laut Bundesverbraucherschutzministerin Aigner), der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung drastisch reduziert werden, nämlich nur auf die Behandlung erkrankter Tiere. Das hört sich erst einmal überzeugend und logisch an.</p>
<p>Aber: Ich denke, da kann man gleich einen Gesetzentwurf einbringen, der Krankheiten bei Hühnern verbietet. Denn, wie schon weiter oben erläutert, ist die Massentierhaltung verantwortlich für das hohe Erkrankungspotential bei den Tieren und nicht der falsche Umgang mit den Antibiotika. Ein Aussetzen der prophylaktischen Antibiotikagabe würde zu Infektionen führen, die sehr wahrscheinlich noch mehr Antibiotika bei den dann erkrankten Tieren erforderlich machen werden.</p>
<p>Die Pharmaindustrie wird sich wohl kaum über diese Vorgehensweise beklagen können. Zumindest habe ich noch keine Kommentare diesbezüglich gehört. Und auch der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, sieht in Frau Aigners Vorschlägen nur eine Art „Kosmetik“. Er meint, dass ihr klar sei, dass die industrielle Fleischproduktion ohne Antibiotika nicht funktioniert. Und da hat sie vollkommen recht&#8230;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Der anvisierte Gesetzentwurf stellt sicher, dass der Antibiotikaumsatz der Pharmaindustrie keinen Einbruch erleidet, sich tendenziell sogar noch erhöht. Die Reduktion der Antibiotika wird durch einen vermehrten Einsatz bei infizierten Tieren locker mehr als nur kompensiert.</p>
<p>Der Verbraucher wird auch weiterhin durch sein Mittagessen mit Antibiotika versorgt, die ihm im Laufe der Jahre gesundheitliche Probleme bereiten werden. Außerdem wird man viel häufiger Tiere auf den Teller bekommen, die zuvor an einer Infektion erkrankt waren und durchtherapiert worden sind. Das Potential für die Entwicklung von resistenten Keimen interessiert niemanden von Industrie und Politik. Na dann: Guten Appetit.</p>
<p>Für mich ist die Lösung einfach: Aufhören dieses „Billig-Fleisch“ und diese „Billig-Wurst“ zu konsumieren. Denn erst wenn diese Industrieprodukte vom Verbraucher massenhaft vermieden werden und der Rubel aufhört zu rollen, werden die Verantwortlichen hellwach und nach geeigneten Alternativen suchen. Vielleicht ist das die Stunde der wirklich echten Bio-Bauern?</p>
<p>Und echtes Bio-Fleisch schmeckt sowieso besser.</p>
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		<title>Neue (Entg)Leitlinien: Alzheimer in 3 Akten</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Symptome]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>

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		<description><![CDATA[DocChecNews.com bringt die medizinische Sensation: Es gibt nach mühevoller Kleinarbeit und weiteren 27 Jahren eine neue Betrachtungsweise des Morbus Alzheimer aus den USA, und das unter der Berücksichtigung von modernen Diagnoseverfahren. Und wie sehen die Resultate dieser 27-jährigen Kleinarbeit aus? In diesem Zeitraum gelang es dem US-National Institute on Aging und der Alzheimer Association „neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DocChecNews.com bringt die medizinische Sensation: Es gibt nach mühevoller Kleinarbeit und weiteren 27 Jahren eine neue Betrachtungsweise des Morbus <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Alzheimer.htm">Alzheimer</a> aus den USA, und das unter der Berücksichtigung von modernen Diagnoseverfahren.</p>
<p><strong>Und wie sehen die Resultate dieser 27-jährigen Kleinarbeit aus?</strong></p>
<p><span id="more-1192"></span></p>
<p>In diesem Zeitraum gelang es dem US-National Institute on Aging und der Alzheimer Association „neue diagnostische Leitlinien für die Alzheimer-Erkrankung“ zu erarbeiten. Man konnte feststellen, dass sich die pathophysiologischen und klinischen Veränderungen in 3 Stufen äußern.</p>
<p>Die erste Stufe ist das „präklinische Stadium“ was ausländisch ist und soviel heißt wie „ein Zustand ohne merkliche Veränderungen“. Die zweite Stufe ist auch ausländisch und heißt „milde kognitive Einbußen“, wo der Betroffene bzw. seine Wahrnehmung für diese nicht bemerkbaren Veränderungen büßen muss. Die dritte Stufe ist der Höhepunkt, die <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/demenz.html">Demenz</a>, was so viel wie „Geist- oder Verstandslosigkeit“ bedeutet.</p>
<p>Die hervorragende Leistung dieser neuen Leitlinie soll dann angeblich sein, dass sie dem gesamten Spektrum der Erkrankung Rechnung trägt und nicht nur dem Endstadium, der Demenz. Selbiges ist nämlich bei den alten Leitlinien der Fall.</p>
<p>Weiter stellen die Leitlinien fest, dass man pathophysiologische Veränderungen haben kann, ohne dass man es richtig merkt. Unter solchen Veränderungen werden in der Medizin Veränderungen im Körper verstanden, die abnormal sind und Krankheiten bedingen. Für den Morbus Alzheimer würde dies heißen, dass wir alle notwendigen Veränderungen in unserem Organismus aufweisen können, um die Krankheit zum Ausbruch zu bringen, aber dass es dennoch Schlauberger gibt, die diese Veränderungen haben und trotzdem noch bei Trost sind.</p>
<p>Wie kann das von statten gehen? Schauen wir mal in die Leitlinien. Vielleicht erfährt man da, warum das so ist.</p>
<p><strong>Die Leitlinie in 3 Akten</strong></p>
<p><strong>Akt 1: Präklinisches Stadium</strong></p>
<p>Wir erfahren, dass dieser erste Akt besonders bedeutsam ist. Aber wofür? Laut Autor liegt die große Bedeutsamkeit in der fehlenden praktischen Relevanz für Ärzte und Patienten. Na, wenn das nicht mal revolutionierende Nachrichten sind! Hört sich schon fast nach einem neuen medizinischen Durchbruch an.</p>
<p>Aber weiter zu den sich hier vollziehenden Hirnveränderungen: Der Autor spricht von Beta-Amyloid-Akkumulation. Diese Hirnveränderungen lassen sich durch eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nachweisen.</p>
<p>Hier fragt man sich natürlich: Werden in dieser Leitlinie die Amyloid-Akkumulationen – warum benutzen die eigentlich nicht das sonst übliche Wort „Plaque“? &#8211; immer noch als die Ursache für Alzheimer betrachtet oder hat man 27 Jahre gebraucht, um festzustellen, dass man mit einer PET etwas nachweisen kann?</p>
<p>Die Nachdruckslosigkeit, mit der die Amyloide (Eiweißfragmente) in den Leitlinien diskutiert werden, lässt die Vermutung zu, dass dieses Thema als abgehakt gilt und die Plaque-Theorie als Naturgesetz zu akzeptieren ist. Hier kommt mal wieder ein typischer Zug der Schulmedizin zum Vorschein: Gegenteilige wissenschaftliche Ergebnisse werden ignoriert, die eigene Theorie wird zum Dogma erhoben, und außerdem ist die Erde eine Scheibe und steht im Mittelpunkt des Universums. Wer sich zu weit auf dieser Scheibe der Schulmedizin hinaus wagt, darf sich nicht beklagen, wenn er eines Tages runter fällt. Immerhin wird in den Leitlinien nach 27 Jahren festgestellt, dass es keine Beurteilungsmöglichkeit gibt, das Risiko für die Entwicklung der Krankheit zu bestimmen.</p>
<p>Hat man das nicht auch schon vor 27 Jahren nicht gewusst? Aber so geht auch schulmedizinische Wissenschaft, wo man wissenschaftlich feststellt, dass man heute genauso wenig oder nichts weiß wie vor etlichen Jahren. Wen kümmert´s?</p>
<p>Kommen wir schnell zum zweiten Akt, damit wir dieses Trauerspiel hinter uns bringen.</p>
<p><strong>Akt 2: Mild Cognitive Impairment (MCI)</strong></p>
<p>Vorher hat man nichts merken können trotz Veränderungen, jetzt merkt man was. Das Gedächtnis spielt nicht mehr so richtig mit – Alzheimer is on the run.Und das Schöne dabei ist, jetzt kommt sogar eine gewisse klinische Relevanz mit ins Spiel. Endlich können auch die Mediziner was sehen. Interessant auch der Satz: „<em>Es kann sich eine Alzheimerdemenz entwickeln, aber auch eine andere Form der Demenz, z.B. eine vaskuläre Demenz</em>“.</p>
<p>Diese Interpretation der 2. Stufe kommt einer Bauernregel gleich: „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, dann ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist“. Aber man sieht hier noch andere Zeichen (und Wunder?): Weniger Amyloid, mehr Tau-Protein im Liquor, gestörte Glukoseaufnahme in spezifischen Hirnarealen, und eine „<em>Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) ist geeignet, Hirnatrophien nachzuweisen</em>“.</p>
<p>Und dann sind da noch die Biomarker. Wenn es sie gibt, dann sind sie nur für die Forschung interessant. Wenn es sie nicht gibt, dann ist es nicht Alzheimer. Und das alles haben die über einen Zeitraum von 27 Jahren ermittelt. Toll!</p>
<p>Schnell zum dritten und letzten Akt.</p>
<p><strong>Endlich – Akt 3: Alzheimer-Demenz</strong></p>
<p>Dies ist das finale Stadium und als solches für alle Beteiligten furchtbar „bedeutsam“. Die Beschreibung hier erspare ich mir, da nur dass beschrieben wird, was auch schon vor 27 Jahren bekannt war. Die Bedeutung der Biomarker hat auch in diesem Stadium eine nur untergeordnete Rolle, denn diese besitzen „keine sichere Aussagekraft“.</p>
<p><strong>Im Westen nichts Neues</strong></p>
<p>Was uns da an Leitlinien von unseren westlichen Freunden geboten wird, sieht für mich nach einem Sammelsurium von Halbwissen, Unwissen, und althergebrachten medizinischen Vorurteilen aus.</p>
<p>Da wurden also 27 Jahre benötigt, um festzustellen, dass es medizinische Verfahren gibt, mit denen man im Gehirn was darstellen kann, dass es keine Diagnosemöglichkeiten gibt im Frühstadium und dass es Biomarker gibt, mit denen keiner was anfangen kann.</p>
<p>Da muss man sich ja geradezu auf die einzige „gesicherte“ Erkenntnis stürzen, die dann auch noch etliche Macken zu haben scheint: die Plaque-Theorie. Und gerade diese Plaquetheorie ist (nicht nur für mich) mehr als fraglich. Mehr dazu lesen Sie in meinen Beiträgen:</p>
<ul>
<li><a href="http://naturheilt.com/blog/alzheimer-ursache/">http://naturheilt.com/blog/alzheimer-ursache/</a></li>
<li><a href="http://naturheilt.com/blog/alzheimer-die-wahrheit-teil-ii/">http://naturheilt.com/blog/alzheimer-die-wahrheit-teil-ii/</a></li>
<li><a href="http://naturheilt.com/blog/alzheimer-wahrheit-teil-iii/">http://naturheilt.com/blog/alzheimer-wahrheit-teil-iii/</a></li>
</ul>
<p>Dieser Alzheimer-Leitfaden ist eine Dokumentation schulmedizinischer Hilflosigkeit bei der Diagnose und Behandlung von Morbus Alzheimer. Denn ich frag mich, wer kann mit so einem Leitfaden etwas anfangen?</p>
<p>Um damit etwas anfangen zu können, muss man wohl schon Medizin studiert haben. Also als ich seinerzeit mein Diplom an der Uni gebaut habe, hätte ich wahrscheinlich mit einer solchen Arbeit meine Diplom-Urkunde auch erst nach 27 Jahren ausgehändigt bekommen.</p>
<p>Und ganz zum Schluß muss ich selbst auch eingestehen: ich habe keine &#8220;sichere&#8221; Therapie gegen Alzheimer. Mögliche hilfreiche alternative Verfahren habe ich im Grundsatzartikel: <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Alzheimer.htm">Der Alzheimer Skandal</a> beschrieben.</p>
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