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	<title>NaturHeilt.com Blog &#187; Allgemein</title>
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	<description>Naturheilt.com Blog</description>
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		<title>Einen Orangensaft ohne Orange und ohne Saft, bitte</title>
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		<comments>http://naturheilt.com/blog/orangensaft-ohne-orange/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 14:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmitteltechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Orangensaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Sie über abgepackten und abgefüllten Orangensaft noch nicht wußten Wer sich etwas Gutes tun will, achtet auf eine vitaminreiche Ernährung, und wer &#8220;zu faul&#8221; zum Obstessen ist, glaubt, mit abgepacktem Orangensaft eine gute Alternative in der Hand zu haben. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der Orangensaft einer beliebigen Marke immer gleich schmeckt? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was Sie über abgepackten und abgefüllten Orangensaft noch nicht wußten</strong></p>
<p>Wer sich etwas Gutes tun will, achtet auf eine vitaminreiche Ernährung, und wer &#8220;zu faul&#8221; zum Obstessen ist, glaubt, mit abgepacktem Orangensaft eine gute Alternative in der Hand zu haben.</p>
<p>Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der Orangensaft einer beliebigen Marke immer gleich schmeckt? Denn nicht einmal die Orangen, die Sie im Netz kaufen schmecken alle gleich. Ist der immer gleichbleibende Geschmack eben das Durchschnitts-Ergebnis aller Orangen? Oder steckt da doch etwas anderes dahinter?</p>
<p><span id="more-1244"></span></p>
<p>Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt. Aber in Deutschland habe ich kaum Informationen dazu gefunden. Drei Gründe bieten sich dafür an:</p>
<p>1. Der Orangensaft ist so frisch und natürlich wie die Orangen auf der Verpackung. Dann gäbe es keinen Grund darüber nachzudenken und darüber zu schreiben.<br />
2. Die &#8220;Orangensaft aus Tetrapack&#8221;-Trinker interessiert das gar nicht. Ein Glas Orangensaft zum Frühstück ist ja schließlich gesund.<br />
3. Die Hersteller haben schlichtweg kein Interesse daran, uns zu erzählen wie der Saft hergestellt wird.</p>
<p>Um meinen Fragen nachzugehen musste ich also erst einmal auf Literatur in den USA ausweichen. In diesem Mutterland der genetisch veränderten Pflanzen scheint die Frage nach der „Frische“ von Orangensaft nur ein logischer „next Step“ in Richtung künstlicher Nahrung zu sein. Es scheint an eine Art Manie zu grenzen, wie die Industrie versucht, die Natur und damit den Menschen zu beherrschen.<br />
Aber eins nach dem anderen. Erst nachdem ich mir die amerikanischen Herstellungsmethoden angesehen hatte, wusste ich, nach was ich in Deutschland suchen musste. Also auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten.</p>
<p><strong>Orangensaft auf Amerikanisch</strong></p>
<p>Wenn man in amerikanischen Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften nach einem Orangensaft sucht, dann bekommt man häufig die Aufschrift „100 Prozent Saft“ und „nicht aus Konzentrat gefertigt“ zu sehen. Oder auch: „wird nicht durch Rückverdünnung aus Konzentrat hergestellt, sondern so wie gepresst schonend pasteurisiert und abgefüllt…“ Das liest sich für den Verbraucher natürlich vielversprechend.</p>
<p>Abgefüllt… ja aber in was? In diese Tüte? Das glauben Sie doch nicht wirklich? Oder?<br />
Und wie ich eingangs schon fragte: Warum scheint jede Tüte oder Flasche Orangensaft einer Marke immer gleich zu schmecken?</p>
<p>Ich finde keine Geschmacksunterschiede, egal wo und wann ich einen Orangensaft zu mir nehme.<br />
Aus Erfahrung aber wissen wir doch alle, dass Orangen je nach Herkunft, Züchtung usw, einen typischen Eigengeschmack haben. Diese Unterschiede lassen sich sogar bei Orangen von der gleichen Plantage feststellen. Denn nicht alle Orangen bilden unisono im Gleichschritt alle natürlichen Aroma- und Geschmacksstoffe und Nährstoffe gleich schnell und gleich intensiv aus. Einige der Orangen schmecken süßer, andere wiederum sind etwas saurer. Der Grund für den immer wieder gleichen Geschmack eines Supermarkt-Orangensafts hingegen muss also mehr mit Chemie und / oder der Verarbeitung zu tun haben als mit natürlichen Gegebenheiten.</p>
<p>Was passiert denn nun mit dem Industrie-Orangensaft? Auf die wahren „Methoden“ kam ich erst durch den Beitrag von Alissa Hamilton: &#8220;The Truth about Orange Juice in Boxes.&#8221; (erhältlich bei <a href="http://civileats.com/2009/05/06/freshly-squeezed-the-truth-about-orange-juice-in-boxes/" target="_blank">http://civileats.com/2009/05/06/freshly-squeezed-the-truth-about-orange-juice-in-boxes/</a> und http://www.amazon.de/Squeezed-about-Orange-Agrarian-Studies/dp/0300164556/)</p>
<p>Hier erfahren wir: Die Orangen werden gepresst und der so gewonnene Saft in gigantischen Tanks „abgefüllt“ (und nicht direkt in die Tüte). Soweit war das ja klar. Aber: Danach wird dem Saft im Tank der Sauerstoff entzogen, was den Saft für mehr als ein Jahr haltbar macht. Dieser Sauerstoffentzug entzieht dem Saft jedoch auch die Aromastoffe. Wer diesen Saft tränke, würde lediglich einen schalen Geschmack erleben. Zu diesem Zeitpunkt hat der Safthersteller also ein unverkäufliches Produkt in Millionen-Liter-Tanks lagern &#8211; ein wahrer Saftladen.</p>
<p>Daher braucht er nun die Hilfe von der Chemie. Die bieten dem Saftproduzenten etwas an, was man als „künstliches Aroma“ bezeichnet. Dies sind chemische Verbindungen, die ein Aroma in eine Flüssigkeit einbringen können, um sogar Bier nach Tomatensaft schmecken zu lassen. Diese chemischen Aromastoffe werden also dem schalen, sauerstofffreien Orangensaft zugeführt, auf dass dieser für den Kunden ein akzeptables Geschmacksniveau erreicht. Diese Aromastoffe haben aber nichts mit Nährstoffen, schon gar nichts mit natürlichen Stoffen zu tun.</p>
<p><a href="http://www.foodrenegade.com/" target="_blank">Foodrenegate.com</a> ist eine Webseite, die kritisch die Lebensmittelindustrie in den Staaten beäugt. Sie kommentiert das Geschehen folgendermaßen: „<em>Die Safthersteller bestellen Firmen, deren Geschäft es ist, Düfte und Geschmacksstoffe künstlich zu erzeugen (Anmerkung: Das sind dieselben Firmen, die auch für Dior und Calvin Klein arbeiten). Diese Firmen „bauen“ dann Aromaträger, die dem schalen Saft zugegeben werden und ihn mit neuer Würze versehen und frisch schmecken lassen. Künstliche Aromaträger werden nicht auf dem Etikett der Flaschen als Inhaltsstoff mit angegeben, da sie aus Orangenessenz und Ölen hergestellt werden. Dennoch gestehen die Produzenten der Aromaträger, dass diese mit Nichts zu vergleichen sind, was in der Natur zu finden ist</em>.“(1)</p>
<p>In anderen Worten: Wer glaubt, dass man das Gleiche bekommt, egal ob man sich eine Orange selbst zu Hause auspresst oder als Orangensaft im Supermarkt kauft, der wird enttäuscht werden. Die Aufschriften auf den Flaschen mögen „100 Prozent rein“ oder „kein Konzentrat“ lauten. Sie sind irreführend, da sie unterschwellig die Assoziation mit hausgemachtem Orangensaft herstellen wollen. Aber der Hausgemachte führt nun mal keine Chemie mit sich, der Industrielle hingegen? Bitte geben Sie sich die Antwort selbst. Für mich ist dieser industriell gefertigte Orangensaft nichts anderes als Hollywood für die Geschmacksknospen der Zunge.</p>
<p>Und da Amerika und Europa Hollywood bevorzugen, Indien und andere Länder Bollywood, wird der Geschmack ebenfalls auf den entsprechenden Markt abgestimmt. Dies ist die einzige Variation, die der Orangensaft seitens der Chemie erfährt. In Amerika werden deshalb relativ hohe Mengen an Ethylbutyrat zum „chemischen Orangensaft“ zugesetzt. Ethylbutyrat ist eines der am gebräuchlichsten Chemikalien für Aroma- und Duftkreationen. Bei den Mexikanern und Brasilianern kommen andere Chemikalien zum Einsatz. Hier werden Decanal- und Terpenverbindungen bevorzugt. Aber Amerika, Mexiko und Brasilien sind weit weg. Hier in unseren Landen sieht es vielleicht doch etwas rosiger aus. Immerhin sind die gentechnisch veränderten Pflanzen hier nicht so verbreitet wie in den Staaten. Vielleicht sieht es beim Orangensaft und den anderen Säften genauso aus?</p>
<p><strong>Europas Säfte – ein Aromacocktail</strong></p>
<p>Man kommt sich vor wie in Amerika. Denn auch in unseren Landen rühmen sich die Hersteller von Säften, dass sich in ihren Flaschen die Quelle endloser gesunder Vitamine verbirgt.(2) Aber es ist relativ leicht, dies zu behaupten. Und es ist noch leichter zu behaupten, dass alle Flaschen der Quell unendlicher Gesundheit sind, gleichgültig ob das entsaftete Obst z.B. zu wenig <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/fruchtzucker-und-fruktose/" target="_blank">Fruchtzucker</a> enthält, da zu wenig Sonnenstunden es haben reifen lassen. Von daher darf der Gesundheitssafthersteller bei „Direktsaft“ mit sogenanntem „Korrekturzucker“ nachhelfen &#8211; bis zu 15 Gramm je Liter. Das hört sich doch verdächtig nach Herstellung von Zuckerwasser an, oder? Allerdings muss der Hersteller dies dann im Zutatenverzeichnis angeben.</p>
<p>Wenn der geneigte Kunde dann noch auf „Orangen-Nektar“ zurückgreifen möchte, dann bekommt er einen Saft, der einen Fruchtsaftanteil von höchstens 50 Prozent hat. Zucker, Süßstoffe und auch Honig betragen in der Regel um die 20 Prozent. Wer aber auf Fruchtsaftgetränke steht, der bekommt noch weniger Original-Saft. Denn der liegt hier nur bei 6 bis 30 Prozent. Dafür gibt es hier besonders reichlich viel Aromen, Aromaextrakte, chemische Konservierungsstoffe und viel Zucker, für den es keine „zulässige Höchstgrenze“ gibt. Wenn man das liest, dann wird man selbst zum <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/zuckersucht/" target="_blank">Zucker</a>, denn man kommt aus einem erschreckten Zucken kaum noch raus.</p>
<p>Ja, da fragt man sich, woran erkenne ich denn nun, was chemikalisch ist und was noch einen Restbestand an Natur in sich vereint?</p>
<p>Einen einigermaßen verlässlichen Hinweis auf einen natürlichen Saft stellen die Aufschriften „Direktsaft“, „ohne Zuckerzusatz“ und „100 Prozent Fruchtsaftgehalt“ dar. Aber auch hier sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen, denn gemäß der deutschen Fruchsaftverordnung darf selbst dem Direktsaft noch einiges zugemischt werden, die nicht in den „Zutaten“ auf der Verpackung angegeben werden müssen. Das sind zum Beispiel alle Zutaten, „die zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands unerlässlich sind“. Desweiteren sind das Bearbeiten mit Speisegelatine, bestimmten Enzymen, Tanninen, Bentonit, Kohle, chemisch inerte Filterstoffe und Fällungsmittel oder chemisch inerte Adsorptionsstoffe erlaubt (<a href="http://www.buzer.de/gesetz/1591/a22673.htm" target="_blank">http://www.buzer.de/gesetz/1591/a22673.htm</a>).</p>
<p>Also selbst ich muss da feststellen: Ich habe keine Ahnung was da wirklich alles in diesem Direkt-Orangen“frisch“saft drin ist. Aber warum „Chemie“, wenn Natur natürlicher ist?</p>
<p>Nichts ist so gut wie frisch vom Baum auf den Tisch. Aber in der modernen Industriegesellschaft liegen die Orangen- und Apfelbäume für den gestressten Arbeitnehmer außer Reichweite. Er kann nur die Illusion von ganz frischem Obst bzw. deren Säften für sich in Anspruch nehmen. Aber jeder gutgemeinte Versuch, den Städtern frischen Obstsaft zu präsentieren, muss fehlschlagen, da Transport, Lagerung und Verarbeitung die Frische aus dem Produkt herausnehmen. Obst ist einfach biologisch nicht dafür vorgesehen, verarbeitet, transportiert und lange gelagert zu werden, sondern will geerntet und sofort verzehrt werden.</p>
<p>Und hier kommt uns die Chemie rettend zur Hilfe. Und dies in zweifacher Hinsicht. Zum Einen kann die Chemie Obstsäfte konservieren. Falls mit dem Verlust an Nährstoffen ein Geschmacksverlust eintreten sollte, dann kann dies durch den Einsatz von natürlichen Geschmacksstoffen kompensiert werden. Nun kommt der geschäftliche Teil der Saftproduktion mit ins Spiel. Es ist kein Problem, natürliche Aromastoffe aus biologischen Produkten zu gewinnen und somit ein wenig auf dem Pfad der Natur zu wandeln. Aber das ist für die Industrie zu teuer. Ein Kilogramm natürliches Aroma kostet heute ca. 600 Euro; ein Kilogramm synthetisches Aroma kostet nur 15 Euro. Und wer im Geschäft bleiben will, der senkt die Kosten, wo es nur geht. Damit der Kunde nicht von der ganzen Chemie abgeschreckt wird, werden die chemischen Inhaltsstoffe dann nett umbenannt, z.B. in „naturidentisch“, was aber laut Chemie-Duden nichts anderes als „synthetisch“ bedeutet.</p>
<p>Da die Marketingabteilungen der chemischen Lebensmittelindustrie ihr Handwerk verstehen, haben die verwirrenden Angaben auf den Etiketten der Lebensmittel allgemein und der Obstsäfte im Speziellen ihren Dienst erfüllt. Kaum einer der Kunden hinterfragt das Wirrwarr aus beamtensprachlichen Bezeichnungen. Assoziationen in Richtung Natur reichen völlig, den Kunden für den Kauf des Produkts zu überzeugen.</p>
<p>So betrug der Umsatz von <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/fertiggerichte-aus-dem-supermarkt.html" target="_blank">Fertiggerichten</a> in Deutschland im Jahr 2009 1,3 Milliarden Euro &#8211; was einer Steigerung von über 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprach. Anscheinend wollen die Kunden nur das, was schmeckt, egal ob der Geschmack von der Chemie kommt oder von der Natur. Aber wie soll man als Erwachsener denn auch wissen, wie ein natürlicher Geschmack „aussieht“, wenn man als Kind schon nur chemisch aufgetrimmtes Aroma verabreicht bekommen hat und kein natürliches? Wie soll ein Kind wissen, wie ein Apfel oder eine Orange vom Baum schmecken, wenn ihm nur Apfelaroma oder Orangenaroma in Form von Zuckersaftwasser verabreicht wurde? Kein Wunder, warum die Lebensmittelindustrie und ihre Interessenvertreter sich bei politischen Entscheidungen stark machen, ob Aromastoffe, Glutamat, Zucker usw. in Kinderessen enthalten sein darf oder nicht. Denn früh übt sich, was ein Chemieschlucker werden will.</p>
<p><strong>Von den USA über Deutschland in die Schweiz</strong></p>
<p>Könnten wir es besser machen? Schauen wir uns dazu einmal das Beispiel Schweiz an. Die gesetzlichen Bestimmungen in der Schweiz sehen vor, dass den Säften kein künstliches Aroma  zugegeben werden darf. Konzentrate müssen mit natürlichen Aromen rearomatisiert werden. Trotzdem macht auch hier die Lebensmittelindustrie was sie will. 8 von 10 Ananassäften z.B. enthielten kaum natürliche Aromastoffe und waren zudem mit chemischen Äquivalenten versetzt. Einige der Firmen in der Schweiz scheinen sogar auf Konfrontationskurs mit dem schweizerischen Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu gehen. Granini und Rivella z.B. stellen schlichtweg eine natürliche Rearomatisierung bei Nektaren in Frage. Das BAG jedoch verlangt ein unverfälschtes Aroma für die Nektare, frei von chemischen Aromastoffen. Globus hat darauf seinen Nektar erst einmal aus dem Handel genommen. Auch Coop verweigert die natürliche Rearomatisierung, wie sie das BAG vorschreibt. Begründung: „Der größte Teil der weltweit hergestellten Ananassäfte dürfte laut Schweizer und EU-Gesetzen nicht mehr verkauft werden.“(3)</p>
<p>Ja, ist das nicht ein schlagender Beweis für die Richtigkeit der Coop´schen Herstellungsstrategie? Denn wenn alle anderen von der Brücke springen, dann sollten wir auch das Gleiche tun. Oder: Fresst Mist; Milliarden Fliegen können nicht irren. Da darf man doch gespannt sein, ob die Hersteller solcher Plastiknährstoffe selbst auf ihre eigenen Produkte zurückgreifen&#8230;</p>
<p>Auf Youtube gibt es ein interessantes Video vom WDR (aktuelle Stunde), wo dieser Themenkomplex hinterfragt wurde.(4) Ausnahmsweise war es einem Kamerateam sogar vergönnt, hinter die Laborkulissen eines Aromastoffherstellers zu schauen. Der Chef der Firma antwortete auf die Frage, ob er selbst Produkte mit seinen Inhaltsstoffen genießen würde, damit, dass er zwar ab und zu auf Fertiggerichte zurückgreifen würde, aber nur als Ausnahme. Ansonsten ginge er selbst lieber auf den Markt und kaufe alles so frisch wie möglich. Dieses Bekenntnis und die Erlaubnis für ein Kamerateam, heiligen und verschwiegenen Boden zu betreten, sind die Ausnahme und fordern Respekt vom Firmenchef, wegen seiner Ehrlichkeit.</p>
<p>Aber dies ist das normale Spiegelbild einer Industrie mit weniger Ehrlichkeit und Geheimniskrämerei, denn es gibt in der Tat vieles vor dem Kunden zu verstecken. Aber wenn man sich mit seiner Chemie eine goldene Nase verdient hat, dann sind die Originalobstbäume und der hausgemachte frische Obstsaft ganz in der Nähe. Dann lässt man die Unbedenklichkeit seiner chemischen Erzeugnisse deklarieren, ohne auch nur einen einzigen evidenzbasierten wissenschaftlichen Beweis dafür vorzeigen zu können. Die Marketingabteilung muss ja auch was zu tun haben. Selber aber scheut man vor dem eigenen Auswurf zurück, wie der Teufel vor dem Weihwasser.</p>
<p>Angesichts solcher Tatsachen kann ich nur jedem Patienten und Leser raten seine Ernährung zu prüfen und zu überdenken. Meinen Kindern sage ich: „Euer Körper besteht nicht aus Saft, sondern aus Wasser“.</p>
<p><strong>Bleibt noch die beliebte Frage: Wie kann man seine Ernährungsgewohnheiten ändern?</strong></p>
<p>Zum Thema &#8220;Gesunde Ernährung&#8221; möchte ich Ihnen dieses Interview ans Herz legen: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/">&#8220;Auf den Spuren einer gesunden und richtigen Ernährung&#8221;</a> In diesem Interview versuche ich die &#8220;Ernährungslehre&#8221; auf vier einfache Worte zu reduzieren&#8230;</p>
<p>Wenn man die Ernährung grundsätzlich umstellen will, halte ich unter anderem Heilfasten für eine sehr geeignete Methode:<br />
1. Sie lernen so den bewußten Verzicht auf Nahrung.<br />
2. Zweitens: Sie nutzen die Vorteile des Fastens.<br />
3. Nach dem Fasten können Sie bewußt die Lebensmittel auswählen, die Sie wieder zu sich nehmen möchten.</p>
<p>Mehr zum Thema Heilfasten finden Sie auf meiner Webseite <a href="http://www.gesund-heilfasten.de">www.gesund-heilfasten.de</a></p>
<p><strong>Quellen zu oben erwähnten Sachverhalten:</strong></p>
<p style="text-align: left;">(1) <a href="http://www.foodrenegade.com/secret-ingredient-your-orange-juice/" target="_blank">http://www.foodrenegade.com/secret-ingredient-your-orange-juice/</a></p>
<p style="text-align: left;">(2) http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/tid-15554/lebensmittelschwindel-kuenstliche-aromen-statt-fruechte-im-saft_aid_436661.html</p>
<p style="text-align: left;">(3) <a href="http://www.ktipp.ch/downloadfile/1017916" target="_blank">http://www.ktipp.ch/downloadfile/1017916</a></p>
<p style="text-align: left;">(4) <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lK41m8I1NhQ" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=lK41m8I1NhQ</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn der &#8220;unzarte&#8221; Edzard den Schüßler versalzt</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/wenn-edzard-den-schuessler-versalzt/</link>
		<comments>http://naturheilt.com/blog/wenn-edzard-den-schuessler-versalzt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 12:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grippeschutzimpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Schüßlersalze]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie kennen vielleicht bereits meine kritische Haltung zu Herrn Professor Edzard Ernst &#8211; wenn nicht, ich habe sie in meinem Artikel: &#8220;Der Chefkritiker vom Dienst&#8221; bereits ausführlich dargelegt. Kurz zusammengefasst: An der Universität von Exeter existiert ein Lehrstuhl für &#8220;Alternative Medizin&#8221;, und der deutsche &#8220;Leer&#8221;stuhl (Entschuldigung, Lehrstuhl)-Inhaber Herr Professor Ernst läßt merkwürdigerweise keine Chance aus, alternative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kennen vielleicht bereits meine kritische Haltung zu Herrn Professor Edzard Ernst &#8211; wenn nicht, ich habe sie in meinem Artikel: &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/chefkritiker-nicht-ernst-nehmen-2011/">Der Chefkritiker vom Dienst</a>&#8221; bereits ausführlich dargelegt.</p>
<p>Kurz zusammengefasst: An der Universität von Exeter existiert ein Lehrstuhl für &#8220;Alternative Medizin&#8221;, und der deutsche &#8220;Leer&#8221;stuhl (Entschuldigung, Lehrstuhl)-Inhaber Herr Professor Ernst läßt merkwürdigerweise keine Chance aus, alternative Heilmethoden zu kritisieren oder ins Lächerliche zu ziehen - teilweise mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten.</p>
<p>Mit einem solchen Hintergrund freut sich jedes Boulevardblatt, wenn man ihnen einen fertigen Text zum Drucken gibt, und so konnte Herr Edzard Ernst wieder einmal in seiner fast unnachahmlichen Art zuschlagen: Diesmal waren die <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Schuessler.htm">Schüßler Salze</a> im Visier des Professors für Alternativmedizin.</p>
<p><span id="more-1232"></span></p>
<p>Das dankbare Magazin ist der Stern (Artikel unter: stern.de/gesundheit/ratgeber-alternativmedizin-schuessler-salze-teuer-aber-wertlos-1604695.html) und man könnte fast meinen, dass sich hier zwei gesucht und gefunden haben. Jedenfalls arbeitet sich Herr Ernst besonders heftig an den Salzen des Herrn Schüßler aus.</p>
<p>Prof. Ernst bemäkelt zum Beispiel, dass es sich hier um eine verkappte Form der <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Homoeopathie.htm">Homöopathie</a> handele, ohne dabei wirklich Homöopathie zu sein. In dem oben verlinkten Beitrag habe ich schon einmal über seine Sichtweise zur Homöopathie berichtet und dass er diese als besondere Form der Scharlatanerie betrachtet. Denn ganz unalternativ geht auch unser Alternativprofessor vom pharmakologischen (also schulmedizinischen) Dogma des Dosis-Wirkungs-Prinzips aus: Viel Substanz = viel Wirkung – keine Substanz = keine Wirkung. Und da auch Wilhelm Schüßler aus der Homöopathie kam und seine alternative Richtung quasi homöopathisch ausrichtete, indem er seine Salze ebenfalls potenzierte, kann die ganze Richtung für Ernst keinen Sinn machen. Denn die Schüßler´schen Präparate können keine aktiv wirksame Konzentration an Wirksubstanz mehr haben.</p>
<p>Aber damit ist der Fall noch nicht abgehakt. Nein, denn sofort danach wird Schüßler mitsamt seiner Lehre vom eifrigen Professor noch ans Hakenkreuz geschlagen. Ja – die Schüßler´schen Theorien waren in der Nazizeit en vogue, was natürlich einen unheimlichen Verdacht auf diese Medizinrichtung wirft. In die gleiche Kerbe schlägt auch die deutsche Wikipedia: „<em>Solche Versuche fanden auch in den Konzentrationslagern Dachau und Auschwitz statt, unter Leitung des Reichsarztes SS Ernst-Robert Grawitz. Dabei wurden unter anderem künstlich herbeigeführte Fälle von Blutvergiftung und Malaria weitgehend erfolglos behandelt. Für die Häftlinge nahmen diese Experimente in den meisten Fällen einen tödlichen Ausgang</em>“. Aber Moment mal &#8211; wenn die menschenunwürdigen Zwangsmedikationen im Konzentrationslager doch &#8220;bewiesen&#8221; haben, dass die Schüßlersalze wirkungslos sind, wie kann man die Nazis dann als Vorbild für heutige Nutzung der Salze heranziehen? Sehr rätselhaft.</p>
<p>Das Beste kommt aber zum Schluss. Der Professor für Alternativmedizin schreibt im Stern: „Bei meinen Recherchen fand ich keine einzige Studie zur Wirkung der Schüßler-Salze bei irgendeiner Erkrankung. Wie kann das sein? Sicher verdienen die Hersteller genug an diesen Mitteln, um wenigstens ein oder zwei Untersuchungen durchzuführen“. Und als mögliche Erklärung für das Fehlen der Studien fällt ihm ein: „Es wurden Studien gemacht, doch die Ergebnisse fielen so aus, dass die Hersteller sie schleunigst verschwinden ließen“.</p>
<p>Ach so. Das kennen wir ja bereits von der Pharmaindustrie.</p>
<p><strong>Der Versuch einer objektiveren Betrachtungsweise</strong><br />
Ob die Schüßler Salze medizinisch besonders wirksam oder überhaupt wirksam sind, kann ich nicht beurteilen. Dass es keine Studien und schon gar keine klinischen Studien dazu gibt, das stimmt. Denn auch ich habe, ganz wie Prof. Ernst, nichts in dieser Richtung finden können. Aber daraus lässt sich keinesfalls ableiten, dass die Salze nicht wirksam sind. Denn es gibt somit auch keine evidenzbasierten Befunde, dass sie NICHT wirksam sind. Wir können aber davon ausgehen, dass die Schüßlersalze nicht die Nebenwirkungen haben, wie wir sie in der Medikation der Schulmedizin Tag für Tag erdulden dürfen. Die Bewertungskriterien für Substanzen seitens der Schulmedizin haben für mich spätestens seit <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/" target="_blank">Avandia</a> und <a href="http://naturheilt.com/blog/vioxx-skandal-merck/">Vioxx</a> einen superfaden Beigeschmack bekommen. Denn es wird immer offensichtlicher, dass die Schulmedizin mit ihrer unwissenschaftlichen (pseudowissenschaftlich wäre auch treffend) Einstellung und Vorgehensweise quasireligiös bestimmen will, was wirken darf und was nicht.</p>
<p><strong>In erster Linie geht es um: Geld</strong></p>
<p>Und dabei sind die Kriterien sehr einfach und übersichtlich geordnet: Was der eigenen Kasse gut tut, darf bleiben. Das, was in Konkurrenz zum Medizingeschäft steht, muss untergehen. Und die Wissenschaft dient hier nur dazu, den Eindruck zu erwecken, dass die Entscheidungen für oder gegen eine Substanz oder Medizinrichtung auf objektiven Tatsachen beruhen würde. Hätte es im Fall Avandia und Vioxx eine knochentrockene wissenschaftliche Beurteilung gegeben, dann wären die Präparate nie in den Handel gekommen und etliche Patienten wären heute noch unter den Lebenden. Somit steht für mich auch fest, dass die Schüßler Salze nie den Schaden anrichten werden wie dies mit pharmazeutischen Präparaten geschehen ist und in Zukunft geschehen wird, wenn sich die Kriterien für die evidenzbasierten Tests nicht ändern.</p>
<p>Doch es geht noch schlimmer: Wenn man sich einmal das ganze Getöse um die HPV-Impfung (<a href="http://naturheilt.com/blog/impfung-gegen-gebarmutterhalskrebs-mehr-als-umstritten/">Gebärmutterhalskrebsimpfung</a>, dank TV-Werbung damals in aller Munde) und deren unterstellten gesundheitlichen Nutzen ansieht, und wie hier die Schulmedizin urplötzlich das Prinzip der „Prophylaxe“ entdeckt, dann haben wir das Prinzip Avandia/Vioxx wieder einmal vor uns, nur diesmal in der Spritze. Wie grotesk sieht die ganze Sache inzwischen aus, angefangen mit dem Verdacht der Klüngelei zwischen dem Konzern &#8220;AstraZeneca&#8221; und dem Nobelkomitee bei der Verleihung des Nobelpreises an zur Hausen für seine „Entdeckung“, bis hin zu den nicht existenten Studien bzw. den verbogenen Studien, die die wissenschaftliche Legitimation für ein nebenwirkungsreiches, unwirksames Präparat abgeben sollen. Es ist derweil so grotesk, dass sogar <a href="http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/aktuelles-mainmenu-42/23-die-hpv-impfung" target="_blank">Schulmediziner auf die Barrikaden gehen und sich gegen diese Impfung aussprechen</a>.</p>
<p>Da klingt es geradezu wie Hohn aus der Feder unseres starrsinnigen Professors, wenn er die fehlenden Studien damit erklärt, dass sie zwar durchgeführt wurden, aber im Reißwolf verschwanden, weil die Schüßler-Industrie kein Wohlgefallen an den Ergebnissen fand. Ich weiß nicht, ob es wirklich so zugegangen ist. Ich weiß aber, dass genau diese Vorgehensweise in der Pharmaindustrie Gang und Gäbe ist. Schließt der Professor etwa hier von sich auf andere? Und warum bemüht er nicht einmal seinen Lehrstuhl und die damit verbundenen Möglichkeiten, indem er einfach selbst eine wissenschaftlich saubere Studie zu dieser Fragestellung inszeniert? Dazu sollte er doch in der Lage sein als Medizinprofessor, oder? Und auch alle Möglichkeiten, er müsste nur wollen. Oder hat er womöglich Bedenken, dass IHM die Ergebnisse dann plötzlich nicht gefallen könnten und er sich einen Reißwolf kaufen müsste? Fragen über Fragen, aber keine Antworten.</p>
<p><strong>Der braune Müll</strong></p>
<p>Und nun kann ich nicht mehr anders, als mich zu ärgern: Als Letztes das &#8220;Allerletzte&#8221;! Besonders perfide finde ich den Bezug der Schüßlersalz-Verwendung auf das Dritte Reich. Hier kommen die Toten der Konzentrationslager gerade recht, um diese Medizinrichtung als &#8220;Schlächtermedizin&#8221; darzustellen, sowohl von ihm als auch von Wikipedia. Man sollte bedenken: Schüßler hat weit vor den Jahren 1933-45 gelebt und war zu diesem Zeitpunkt schon längst verstorben. Dennoch wird er mit braunem Dreck beworfen, nur weil irgendwelche Nazis seine Medizin für gut befunden hatten und (nicht nur) damit menschenverachtende Tests durchführten. Ohne Erfolg, wie schon gesagt. Wenn wir das mal weiterdenken: Die Nazis hatten aber auch die Musik von Wagner für gut befunden. Dennoch pilgert heute noch die halbe Welt mit der größten Bayreuthwilligkeit zu den selbigen Festspielen. Haben wir es hier in Bayreuth jetzt samt und sonders mit Nazis zu tun? Schüßler ein Nazi-Mediziner und Wagner ein Nazi-Komponist?</p>
<p>Ich verstehe sowieso nicht, wieso die Kritik an einer Medizinrichtung die Hilfe der Nationalsozialisten und Konzentrationslager benötigt. Für mich zeigt das nur, dass ohne diese perfide Form der „Schützenhilfe“ kein vernünftiges Argument aus Geist solcher Menschen kommt. Eigentlich ist es nicht mal ein richtiges Argument, aber wir sind uns nunmal alle einig, dass Nazi schlecht ist und wenn man die Schüßlersalze in diese Richtung rückt, egal wie unsinnig der Zusammenhang ist, dann müssen auch Schüßler und seine Salze schlecht sein müssen. So geht anscheinend eine typische Ableitung der schulmedizinischen Wissenschaft?! Wen wundert es da noch, wenn diese Professoren nichts als &#8220;Leer&#8221;-stuhlinhaber sind.</p>
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		<title>Bei Depressionen der Seele Gutes tun</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/bei-depressionen-der-seele-gutes-tun/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 16:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg emotional und psychisch labil oder gar richtig elend fühlt, geht in der Regel zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Liegen keine körperlichen Beschwerden vor, wird nicht selten die Diagnose &#8220;Depression&#8221; gestellt und entsprechende Medikamente verschrieben. Leider gehen diese Medikamente keineswegs die Ursachen der seelischen Beschwerden an, nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg emotional und psychisch labil oder gar richtig elend fühlt, geht in der Regel zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Liegen keine körperlichen Beschwerden vor, wird nicht selten die Diagnose &#8220;<a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Depression.htm">Depression</a>&#8221; gestellt und entsprechende Medikamente verschrieben. Leider gehen diese Medikamente keineswegs die Ursachen der seelischen Beschwerden an, nicht einmal die Auswirkungen werden erfolgreich therapiert &#8211; laut Aussagen zahlreicher ehemaliger Patienten wurde der Kopf (und somit die Emotionen) lediglich &#8220;ruhig gestellt&#8221;. Auf Dauer kann dies jedoch keine Lösung sein, denn letzten Endes gehören Emotionen und Gefühle zum Leben eines Menschen einfach dazu. Doch wie kann man aus diesem Teufelskreis ausbrechen? In dem man ihn zunächst einmal annimmt.</p>
<p><span id="more-1227"></span></p>
<p>Dass es im Leben eines jeden Menschen nicht immer hervorragend läuft und auch richtig schwierige Zeiten scheinbar keine große Ausnahme darstellen, ist eine bekannte Tatsache. Sicherlich gibt es sehr schwere Formen der <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/psy/depressionen.htm" target="_blank">Depression</a>, die vorübergehend mit Medikamenten behandelt werden können, doch gerade in der leichten Form der Depression hätte der Genuss eines Glas Weines dabei wohl fast einen ähnlichen Effekt, nämlich: den betreffenden Menschen ruhig zu stellen. Dass das keinen längerfristigen Nutzen birgt, sollte spätestens bei diesem Beispiel deutlich werden. Warum sollten es Medikamente da also besser machen? Doch nichts zu tun, kann in mehrfacher Hinsicht ein Fehler sein. Es existieren bereits einige Studien, die den Zusammenhang zwischen <a href="http://www.yamedo.de/blog/depression-und-herzinfarkte-2011/" target="_blank">Depression und Herzinfarkt</a> untersucht haben. Auch finden nachweislich mehr <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Bandscheiben.htm">Bandscheibenerkrankungen</a> bei  stress- und depressionsgeplagten Menschen als bei denen, die ausgeglichen leben.</p>
<p><strong>Annahme der Emotionen</strong></p>
<p>Schon der Klang des Wortes &#8220;Depression&#8221; birgt auf den ersten Blick Trauer, Schrecken und Schatten, zumal in den Medien immer wieder von in der Öffentlichkeit stehenden Menschen berichtet wird, die sich aufgrund einer Depression das Leben genommen haben. Bei näherer Betrachtung jedoch ist festzustellen, dass viele dieser Menschen sich ihrem Gefühlsleben leider nicht stellten, sondern es schlichtweg verdrängten, um in der Öffentlichkeit nicht aufzufallen. Schließlich ist die Diagnose &#8220;Depression&#8221; in gewisser Hinsicht immer noch ein Tabu-Thema, vor allem, wenn es um die eigene Person geht. Betroffene haben oft Angst, nicht der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen und vielleicht negativ anzuecken, denn noch immer ist diese Gesellschaft eine Leistungs- und Konsumgesellschaft (das beginnt bereits bei der Ausbildung, es gibt auch schon <a href="http://www.yamedo.de/blog/depressive-studenten-2011/" target="_blank">depressive Studenten</a>).</p>
<p>Davon sollte sich ein Mensch jedoch nicht abschrecken lassen, immerhin geht es um das eigene Wohl und um das eigene Leben, und da gehören emotional anstrengendere Zeiten einfach dazu. Wer das Wort &#8220;Depression&#8221; nicht mag, muss seine Phase übrigens auch nicht so nennen. Viele Menschen haben hier und da ein emotionales Tief in ihrem Leben, doch die Lösung kann nicht sein, den Kopf in den Sand zu stecken und auf die Segnungen der Pharmaindustrie zu hoffen. Im Gegenteil, es ist Aktivität gefragt: Betroffene, die auf eine Depression zurückblicken, sind dieses Tief direkt angegangen, anstatt es mit Medikamenten zu unterdrücken oder zu verdrängen.</p>
<p><strong>Ursachen und Hintergründe</strong></p>
<p>Natürlich verschwindet solch ein seelisches Tief nicht immer von selbst, aber anstatt diese negativen Emotionen unterdrücken zu wollen, sollte der Betreffende sie als ein Zeichen oder als eine Art &#8220;Wegweiser&#8221; betrachten. Irgendetwas läuft im Leben vielleicht so, wie es nicht gut tut: Eine Umbruchphase kann der Grund sein, Probleme in der Partnerschaft, Arbeitslosigkeit, zu viel Stress, Langeweile, Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensstil, Ärger mit dem Nachwuchs usw. Die Gründe sind dabei oft so unterschiedlich wie die Menschen selber, doch die Symptome gleichen sich, und so auch die Lösung. Am wichtigsten ist es, dieses Tief oder diese besondere Lebenssituation zunächst einmal anzunehmen. Lösungsansätze müssen auch nicht sofort gefunden werden &#8211; meist setzt das den Betreffenden noch mehr unter Druck. In so einer schweren Zeit sollte der Mensch es besonders gut mit sich meinen und sich regelmäßig etwas gönnen, so dass Geist und Seele mal wieder richtig verwöhnt werden.</p>
<p><strong>Balsam für die Seele</strong></p>
<p>Besonderen Balsam für die Seele bietet immer wieder die Natur. Die Elemente Wasser, Luft, Erde und Wasser tun jedem Menschen gut, doch wer sich gerade in einer schwierigen Zeit befindet, weiß die Segnungen der Natur besonders zu schätzen. Manchmal muss ein Patient sich vielleicht erst aufraffen und verspürt so gar keine Lust, seine Wohnung zu verlassen, doch bereits nach einer Stunde Aufenthalt in der Natur beginnt diese, ihre positive Wirkung zu erzielen. Dabei können auch Ausflüge oder Urlaub gemacht werden. Vielleicht leidet der betroffene Mensch auch unter einer grober Eintönigkeit in seinem Leben. In diesem Fall sollte etwas Besonderes passiern, zum Beispiel ein Fallschirmflug gebucht werden oder eine Wanderung durch steiles Gebirge.</p>
<p>Die Möglichkeiten sind mannigfaltig gegeben und besondere Lebensumstände erfordern besondere Maßnahmen. In erster Linie sollte der Mensch sich deshalb auch als Mensch sehen und nicht als Patient. Interessante Literatur und Filme können ebenfalls den Geist positiv anregen, genauso wie gutes Essen oder überhaupt eine veränderte Ernährung. Manches Mal ist ein <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/Vorbeugung-Demenz-Schlaganfall-Parkinson-Depression.html" target="_blank">Mangel an Vitamin B</a> verantwortlich, und auch eine <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/diaet/blog/kohlenhydratarme-ernahrung-depression/">kohlenhydratarme Ernährung fördert Depressionen</a>. Auch ein gestörter Kaliumhaushalt kann Ursache sein, hier hilft zum Beispiel das <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/schuesslersalze/schuessler-salz-nr-5.html" target="_blank">Schüsslersalz Kaliumphosphat (Nr. 5)</a>. Mit Heilkräutern wie <a href="http://www.yamedo.de/blog/zitronenmelisse-und-rosmarin-gegen-winterdepression/" target="_blank">Zitronenmelisse und Rosmarin kann gegen Winterdepression</a> angegangen werden, die auch mit einer <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Lichttherapie.html" target="_blank">Lichttherapie</a> deutlich verbessert werden kann.</p>
<p>Doch all dies kann nur unterstützend wirken. Die Hauptsache ist, dass die eigenen Gefühle und Emotionen nicht verleugnet werden, um in der Gesellschaft „unauffällig“ zu funktionieren.</p>
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		<title>Wenn Wiki einen Watcher hat</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/wenn-wiki-einen-watcher-hat/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 12:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fachartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikipedia, das Online-Nachschlagewerk, wurde vor über 10 Jahren ins Leben gerufen. Für die deutsche Version gibt es nun seit etwas über einem Jahr ein &#8220;Wiki-Watch&#8221;, einen Beobachter, der von einem Journalismus-Professor aus Frankfurt an der Oder ins Leben gerufen wurde. Dieser Professor, Prof. Dr. Wolfgang Stock, wünschte sich scheinbar nichts sehnlicher, als das deutsche Wikipedia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wikipedia, das Online-Nachschlagewerk, wurde vor über 10 Jahren ins Leben gerufen. Für die deutsche Version gibt es nun seit etwas über einem Jahr ein &#8220;Wiki-Watch&#8221;, einen Beobachter, der von einem Journalismus-Professor aus Frankfurt an der Oder ins Leben gerufen wurde. Dieser Professor, Prof. Dr. Wolfgang Stock, wünschte sich scheinbar nichts sehnlicher, als das deutsche Wikipedia zu verbessern. Eigens zu diesem Zweck eilte er Wikipedia zur Hilfe und lieferte eigene Beiträge und Korrekturen – in Medizinartikeln(!). Ja, es ist schon seltsam, wenn Journalisten anfangen, sich medizinisch zu betätigen, auch wenn sie Professoren sind.</p>
<p><span id="more-1213"></span></p>
<p>Aber unser Professor hatte dann auch die richtige Ausrede parat: &#8220;<em>Warum habe ich im April 2009 einen Artikel über ein Insulin angelegt und an anderen editiert? Weil ich von Diabetes ganz persönlich betroffen bin. Meine Großmutter hat enorm darunter gelitten, Freunde auch. Damals war das Thema in der Presse. Da habe ich die WP-Lücken mit meinem bescheidenen Wissen geschlossen.</em>&#8221; Na prima!</p>
<p>Wenn er damals schon die enormen Wissenslücken der Mediziner hätte schließen können, dann hätten seine Großmutter und Freunde nicht so sehr leiden müssen. Und ein Professor benötigt auch nur „bescheidenes Wissen“, um damit null-Komma-nix eklatante Lücken zu schließen, die von den Fachleuten all die Jahre zuvor nicht zu schließen waren. <strong>So weit unsere schöne professorale Märchenstunde.</strong></p>
<p>Die Realität sieht indes deutlich düsterer aus. Hier hat Herr Stock nämlich nachweisbar unter verschiedenen Pseudonymen in Wikipedia bestimmte Medizinartikel verändert, trat unter „Wsto“ und „Investor“ auf. So getarnt als eine Art &#8220;Wiki-Zorro&#8221; kämpfte er fortan für das Wohlergehen einer Pharmafirma, Sanofi-Aventis, indem er die Artikel in Wikipedia zu deren Gunsten veränderte und zusammenstrich.</p>
<p>Natürlich stellt man sich sofort die Frage, warum ein Journalist ein solch gediegenes Interesse an einer Pharmafirma hat. Die Antwort lautet: Weil Herr Stock gleichzeitig zu seiner Professur in Frankfurt im Osten eine Agentur namens Convincet für „Krisen-PR “ betreibt und Sanofi sein zahlender Kunde ist. Und Sanofi ist ein Insulinhersteller. Aber an dieser Stelle stellt sich eine weitere Frage: Warum braucht Sanofi die Schützenhilfe des Professors? Die Antwort: Lantus ist ein Produkt der Firma Sanofi und wird als Insulinanalogon bei der Diabetesbehandlung eingesetzt.</p>
<p><strong>Wer oder was ist Lantus?</strong></p>
<p>Lantus ist der Handelsname für Insulin glargin von der Firma Sanofi-Aventis. Dies ist ein Insulinanalogon und wird bei Diabetes Typ-1 und Typ-2 eingesetzt. Es zählt zu den sogenannten Basal-Insulinen, die eine lange Halbwertszeit besitzen und dementsprechend lange wirksam sind. Der Wirkstoff wird aus genetisch veränderten Mikroorganismen gewonnen und unterscheidet sich nur geringfügig von körpereigenem Insulin. Unter allen Verzögerungsinsulinen hat es die längste Halbwertszeit und wird somit deutlich langsamer vom Organismus aufgenommen. Dies ermöglicht oft eine Einmalgabe. Das Protein Insulin glargin wirkt, indem es sich an Insulinrezeptoren bindet und durch deren Aktivierung die Glukosespiegel senkt. Die Bindung an die Rezeptoren fällt dabei deutlich stärker aus als die von körpereigenem Insulin. Die Substanz wird subkutan (unter die Haut) appliziert.</p>
<p><strong>Warum die Aufregung?</strong></p>
<p>Das Präparat ist schon seit dem Jahr 2000 auf dem Markt. 2009 jedoch veröffentlichte das IQWiG (Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) unter <a href="http://naturheilt.com/blog/das-bundesgesundheitsministerium-freund-der-pharmaindustrie/">Peter Sawicki</a> eine umfangreiche Analyse der bereits vorliegenden Studien und kam zu dem Schluss, dass das Präparat bei der Behandlung des Diabetes Typ-2 keine Vorteile im Vergleich zu älteren Präparaten vergleichbarer Natur hat. So konnte die Substanz keine Verbesserung von Mortalität, Blutzuckereinstellung, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/augenkrankheiten/diabetische-retinopathie.html">Retinopathien</a> (Augenhintergrunderkrankung) oder Anzahl von Krankenhausaufenthalten erzielen. Einziger Vorteil von Lantus war die geringere Wahrscheinlichkeit von <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Hypoglykaemie.htm">Hypoglykämien</a>.</p>
<p>Offenbar hat diese schmähliche Expertise des Sawicki-Teams Professor Stock veranlasst, an seine Großmutter zu denken und mit der Änderung von Sanofi-Seiten und vor allem von IQWiG-Seiten auf Wikipedia zu beginnen. Laut „Spiegel“ hat er damals systematisch „<em>Wikipedia-Artikel über den Pharmakonzern Sanofi-Aventis und sein Analoginsulin Lantus beschönigt. Außerdem überzog Stock das unabhängige Medizin-Prüfinstitut IQWiG ebenso mit Kritik wie dessen damaligen Leiter Peter Sawicki.</em>“<br />
So „verbesserte“ er bescheiden als „Wsto“ im April und Mai 2009 gleich 10-mal Sanofi-Artikel in Wikipedia, 23-mal IQWiG-Artikel und 2-mal Sawicki-Artikel. Dazu kamen noch 7 Überarbeitungen des Lantus-Artikels und einen Artikel über seinen außeruniversitären Brötchengeber Chris Viehbacher, der CEO von Sanofi. Wenn das seine Großmutter noch miterleben durfte!</p>
<p>Im Juni 2009 allerdings kommt es noch schlimmer: Die Tagesthemen lassen vermelden, dass Lantus möglicherweise <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Krebs</a> erregen kann. Auch hier gibt es wieder einen Tsunami an medizinwissenschaftlichen Studien, die alle das beweisen, was sie beweisen wollen. Die einen sehen ein erhöhtes Risiko im Vergleich zu Humaninsulin, die anderen können nichts entdecken. Und wenn die Herren Mediziner schon keinen gemeinsamen Nenner finden können, dann schreit das doch förmlich nach einem Einschreiten von professoralem Journalismus! Während Sanofi sich bei den „Tagesthemen“ wegen der Ausstrahlung beschwerte, ging Herr Stock den steinigeren Weg. Er beschwerte sich beim Presserat des „Spiegels“, denn der hatte ebenfalls eine Lantus-Studie von IQWiG-Autoren zitiert.</p>
<p>Und um das Fass dann endgültig überlaufen zu lassen, hat der Professor geschickterweise das gemacht, was gegen die Wikipedia Etikette verstößt: einen „Sockenpuppen-Einsatz“. Darunter versteht man die Nutzung mehrerer Namen, die „Sockenpuppen“, um den Eindruck zu erwecken, dass nicht nur der Herr Professor, sondern auch noch andere der gleichen Meinung sind. Da die Wikipedia-Administratoren sich nicht von Herrn Stocks vehementen Dementis überzeugen ließen, sind beide Pseudonyme seit Mitte 2011 bei Wikipedia gesperrt, wegen „missbräuchlichem Sockenpuppen-Einsatz“.</p>
<p><strong>Der Krisenberater in der Krise</strong></p>
<p>Professor Stock behauptet fest, dass er den Namen „Investor“ nie benutzt habe und damit auch kein „Sockenpuppen-Gängster“ ist. Dummerweise veröffentlichte er einen Eintrag auf seiner Facebook-Seite, wo er zugibt, einen Artikel zum Thema Insulin angelegt zu haben. Der Insulinartikel auf Wikipedia über Lantus aber ist nicht von „Wsto“ sondern von „Investor“ angelegt worden. Komisch. Diese „Komik“ oder Teile davon scheinen bei seinem universitären Brötchengeber angekommen zu sein. Denn hier hatte er eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass er, seitdem er Leiter von Wiki-Watch an der Universität Frankfurt Oder sei, keine Wikipedia-Artikel geschrieben oder bearbeitet hat. „Investor“ hat aber ungeachtet dessen seit Bestehen von Wiki-Watch kräftig weiter geschrieben und korrigiert. So z.B. auch über eine Firma namens „Media Tenor“. Und was hat die mit Professor Stock oder „Investor“ zu tun? Bei dieser Firma war Herr Stock einst Geschäftsführer. Seltsame Zufälle…</p>
<p>Und es kommt, wie es kommen musste. Der Chef von Professor Stock, Herr Wolff Heintschel von Heinegg, Leiter des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, gab Herrn Stock eine Frist bis Ende August 2011, diese Ungereimtheiten auszuräumen oder sei ist Schluss mit Wiki-Watchen. Und so wurde dann auch im September in einer sehr vage gehaltenen Pressemitteilung verkündet, dass Herr Stock sich aus der Leitung des &#8220;Wiki Watch&#8221;-Projektes zurückziehe. Die Universität hatte offenbar keine Lust, ihren Ruf zu Gunsten der Stock´schen Spielchen aufs Spiel zu setzen. Er ist jedoch weiterhin Teil des Teams und Lehrbeauftragter an der Europa-Universität Viadrina.</p>
<p>Doch die ganze Affäre ist auch ein Lehrstück dafür, dass einmal geschriebenes Wort sich im Internet schlecht zurückziehen läßt: Nachdem die Herren von &#8220;Wiki Watch&#8221; gegen FAZ und Zeit einstweilige Verfügungen erwirkten, wurden die Artikel zunächst vom Netz genommen. Zahlreiche Blogger, Journalisten und Internetaktive hatten den Text jedoch längst gesichert und zum Beispiel per Datendiensten wie Dropbox weiter verteilt, so dass weiterhin auf Kanälen wie Foren, Twitter oder bei Facebook weiter über das Thema diskutiert werden konnte. Wiki-Watch ist weiterhin online, erklärt die Wikipedia sowie den Umgang mit ihr und bietet sogar direkte Hilfe an, wenn man sich oder seine Firma bei Wikipedia in einem schlechten Licht dargestellt sieht. Praktischerweise auch gleich mit Link zu einer Website namens &#8220;Presserecht.de&#8221;, die von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Johannes Weberling betrieben wird &#8211; dem aktuellen Leiter von Wiki-Watch.</p>
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		<title>Eier-Tanz um Antibiotika-Hühner</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/eiertanz-antibiotika-huehner/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 17:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotikaresistenz]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>

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		<description><![CDATA[11kg Geflügelfleisch isst der Bundesbürger im Schnitt – pro Jahr. Und jetzt im neuen Jahr erfahren wir (mal wieder): Stichproben von Hähnchenfleisch aus deutschen Discountern und Supermärkten, wie Edeka, Aldi, Real, Netto oder Lidl, enthalten nicht nur Antibiotika, sondern auch  antibiotikaresistente Bakterien obendrauf. Laut „Spiegel“ und „Frankfurter Rundschau“ war jede zweite Stichprobe mit resistenten Bakterien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>11kg Geflügelfleisch isst der Bundesbürger im Schnitt – pro Jahr. Und jetzt im neuen Jahr erfahren wir (mal wieder): Stichproben von Hähnchenfleisch aus deutschen Discountern und Supermärkten, wie Edeka, Aldi, Real, Netto oder Lidl, enthalten nicht nur Antibiotika, sondern auch  antibiotikaresistente Bakterien obendrauf.</p>
<p>Laut „Spiegel“ und „Frankfurter Rundschau“ war jede zweite Stichprobe mit resistenten Bakterien belastet. Durchgeführt wurden diese Erhebungen vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz).</p>
<p>Und wie es aussieht, ist dies für den zufriedenen Kunden und Hähnchenesser ein besonderer „Glücksfall“, bekommt er doch neben seinem Hähnchen noch eine Portion Antibiotika frei Haus geliefert. Dieser kostenlosen Dreingabe kann er kaum entgehen, weil (laut Untersuchung), 96 Prozent der Tiere mit Chemie großgezogen werden.</p>
<p>Auch ein Ausweichen auf andere Fleischsorten, also Schwein, Rind, Pute, bringt nicht die erhoffte Erleichterung, alldieweil diese Tiere zu 80 bis 100 Prozent mit Antibiotika vollgepumpt werden. Für die Pharmaindustrie ist dieser Antibiotikakonsum ein erfreulicher Goldregen. Denn eine Studie der Bundesministerien für Gesundheit, Landwirtschaft und Forschung vom April 2011 stellte fest, dass mindestens 784 Tonnen Antibiotika pro Jahr an die Tiere verabreicht werden. Und das ist mehr als das Doppelte der Menge, die der deutsche Bürger als Medikation verschrieben bekommt.</p>
<p><span id="more-1195"></span></p>
<p><strong>Die Chemie-Spirale</strong></p>
<p>Dieser enorme Einsatz an Antibiotika ist begründet in der Art und Weise, wie diese Tiere gehalten werden. Aus rein ökonomischen Gründen werden die Hühner auf engstem Raum zusammengehalten, was den Übertragungsweg für Keime verkürzt und vereinfacht. Und Keime gibt es bei einer solchen Mega-Haltung genug, bedingt schon alleine durch den Unrat, der von zig Tausend Tieren erzeugt wird.</p>
<p>Um hier keine toten Hühner zu produzieren, ist der Halter auf den „prophylaktischen“ Einsatz von Antibiotika angewiesen. Denn sonst sind die Chancen groß, dass ihm ein Großteil der Tiere an Infektionskrankheiten verendet. Dieser kontinuierliche Einsatz von Chemie wiederum erzeugt in den Tieren ein Milieu, dass zwar die meisten Keime abtöten kann, aber aufgrund seiner Kontinuierlichkeit einigen Keimen die Gelegenheit gibt, durch Mutation und Selektion Abwehrmechanismen gegen die Antibiotika zu entwickeln.</p>
<p>Selbst wenn Milliarden Keime vernichtet werden, reicht eine Mutation bei einem Bakterium aus, um diesen Prozess in Gang zu setzen. Denn dieser mutierte, resistente Keim hat nun ausreichend Gelegenheit, sich in diesem Milieu zu vermehren – und schon haben wir einen Bakterienstamm, der einer Therapie mit <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Antibio.htm">Antibiotika</a> widerstehen kann. Wenn dieser neue Stamm dann auch noch in der Lage ist, sich beim Verzehr erfolgreich in seinem neuen Wirt, den Menschen, zu platzieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass solche Keime wie der <a href="http://naturheilt.com/blog/ehec-heckmeck/">EHEC</a> dabei rauskommen. Das dies noch nicht geschehen ist, liegt nicht am erfolgreichen Einsatz der Antibiotika, sondern daran, dass die Übertragung der resistenten Keime vom Huhn/Hähnchen auf den Menschen noch „nicht funktioniert“. Wann dies erfolgen wird, das kann niemand voraussagen.</p>
<p>Wenn es aber passiert, dann haben wir wieder ein neues Heck-Meck, bei dem keiner die Verantwortung auf sich nehmen will. Aber vielleicht können dann ja Hähnchen aus Spanien herhalten, die die ultimative Erklärung für die Resistenzentwicklung auf sich nehmen. Für die Zeit „dazwischen“ reicht es dann ja auch, dass man den antibiotikaträchtigen Geschmack dieser Zuchttiere mit reichlich viel Gewürz übertünchen kann. Wie lecker so ein Huhn schmeckt mit allem drum und dran können Sie nachlesen unter: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/huehnerfleisch-ohne-geschmack/" target="_blank">Hühnerfleisch ohne Geschmack</a>.</p>
<p><strong>Der exorbitante Einsatz von Antibiotika in der Tiermast</strong></p>
<p>„In neun von zehn Praxen, in denen ein Landwirt den Tierarzt um eine Flasche Penizillin bittet, bekommt ein Tierhalter das Medikament sofort &#8211; auch ohne Untersuchung“, sagte Rupert Ebner, ehemaliger Vizepräsident der bayerischen Landestierärztekammer, der Süddeutschen Zeitung. [...] Finde ein Tierarzt unter 30 000 Küken ein krankes Tier, reiche das, um alle Tiere vorsorglich mit Antibiotikum zu behandeln. &#8216;Oft schreibt der Tierarzt sogar bewusst eine falsche Diagnose aufs Papier, um eine legale Anwendung mit dem Antibiotikum vorzutäuschen.&#8217; Ebner ist praktizierende Tierarzt mit 30 Jahren Berufserfahrung und kennt die Gepflogenheiten seiner Branche. Vor zweieinhalb Jahren warf er seinen Job bei der Landestierärztekammer hin, weil er dem nicht mehr zusehen wollte. (sueddeutsche.de/e5438Q/192561/Vollgestopft-mit-Antibiotik.html)</p>
<p>Und besonders gravierend ist es in der Geflügelmast – und das ist schon seit Jahren bekannt. Was den Einsatz von Arzneimitteln wie beispielsweise Antibiotika in der Geflügelmast angeht, lassen sich jedoch nur wage Vermutungen anstellen. Aus diesem Grund fordern Politiker eine verbesserte Dokumentation über den Einsatz von Arzneimitteln in der Geflügelmast. All das wird schon seit Jahren gefordert. Passiert ist indes wenig bis gar nichts.</p>
<p>Zwar wird seit dem 1. Januar 2011 auf einen Gesetzesbeschluss hin die Auslieferung von Arzneimitteln dokumentiert jedoch genießt die Geflügelindustrie einen besonderen Schutz. Begründet mit einem verstärkten Datenschutz soll diese Regelung nun jedoch auf Antrag gekippt werden. Experten jedoch vermuten einen starken Einfluss seitens der Geflügellobby, welche verstärkt auf den Einsatz von Antibiotika in Mastbetrieben mit mehr als 100.000 Tieren besteht.</p>
<p>Nur so wird nach Meinung der Verantwortlichen die Ausbreitung gefährlicher Seuchen verhindert. Die Krise in der Geflügelmast hat mittlerweile aber auch das Landwirtschaftsministerium erreicht. Schätzungen zur Folge stieg die Zahl der Behandlungen mit Antibiotika wie beispielsweise Penicillin oder Neomycin von durchschnittlich 1,7 Behandlungen pro Mastgang auf 2,3 Behandlungen pro Mastgang. Aussagen von Amtstierärzten nach werden teilweise sogar sechs Behandlungen pro Mastgang verzeichnet. Ein Mastgang umfasst bei Hähnchen ca. 30 Tage.</p>
<p>Als Ziel der Behandlungen mit Antibiotika setzen sich die Mastbetriebe neben einer Verlängerung der Lebensdauer der Zuchttiere vor allem deren Wachstumsförderung. Und das, obwohl der Einsatz von Medikamenten zur Förderung der Mastleistung bereits seit 2006 in der gesamten EU verboten ist. Als Laie sehe sogar ich: Die Gesetze sind anscheinend schon da.</p>
<p>Das scheint vielen Züchtern und Landwirten jedoch egal zu sein. Eine Ausbreitung der Keime auf den Menschen und das hieraus resultierende Risiko lebensgefährlich oder sogar tödlich zu erkranken wird seitens der Züchter hierbei jedoch außer Betracht gelassen. Die besonders gefürchteten MRSA Erreger wurden nämlich laut eines Berichts des Bundesinstituts für Risikobewertung in 25% des verkauften Hühnerfleischs und in 43% des Putenfleischs gefunden. In 52% aller Schweineställe wurden MRSA Erreger nachgewiesen. (bfr.bund.de/cm/343/menschen_koennen_sich_ueber_den_kontakt_mit_nutztieren_mit_mrsa_infizieren.pdf) Und das bereits seit JAHREN.</p>
<p><strong>Ich bin´s nicht gewesen!</strong></p>
<p>Die „neuen“ Stichproben werden zur Zeit „nur mal wieder“ interessant präsentiert. Die theoretischen Grundlagen seitens der Wissenschaft sind indes längst bekannt.</p>
<p>Das sollte den Produzenten eigentlich Warnung genug sein. Ist es aber nicht. Die Einen hüllen sich in Schweigen. Und die Anderen?<br />
Betroffene (wie Wiesenhof), beteuern ihre Unschuld schon jetzt &#8211; rein prophylaktisch versteht sich: „Ein möglicher Missbrauch wird bei Wiesenhof unter anderem durch ein intensives Rückstandsmonitoring, zum Beispiel durch unangekündigte Kontrollen des Futters und des Wassers vor Ort beim Landwirt unterbunden.“</p>
<p>Aber warum sind dann auch bei Proben der Wiesenhof-Produkte Antibiotikarückstände und resistente Keime gefunden worden? Das gerade Wiesenhof nicht unbedingt zu den glaubwürdigsten Unternehmen gehört, hab ich in einem früheren Artikel belegt, bei dem es u.a. um die Frage der Tierhaltung und Fleischproduktion geht: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/billige-nahrungsmittel-teuer-bezahlt/" target="_blank">Billige Nahrungsmittel teuer bezahlt</a>.</p>
<p>Auch hier widerlegen bewegte und bewegende Bilder die lauteren Ansprüche auf eine „menschliche“ Tierhaltung dieser Firma. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Es geht mir nicht darum, einen „Bösewicht“ ausfindig zu machen und den abzuurteilen. Vielmehr geht es mir darum, zu zeigen, dass die alte Mühle der Profitmaximierung die alte Mühle von Lug und Trug antreibt. Obwohl das Desaster sich mit Blitz und Donner ankündigt, werden diese Zeichen bewusst ignoriert. Entweder man schweigt oder wiegelt ab, in der Hoffnung, dass die unausweichlichen Folgen dann erst eintreten, wenn man damit nichts mehr zu tun hat: Nach mir die Sintflut. Und der Verbraucher wird’s in wenigen Wochen sowieso vergessen haben. Denn dann kommt ja doch wieder das Billig-Turbo-Mastfleisch auf den Teller. Oder?</p>
<p><strong>Die Poiltiker sollen endlich was machen!</strong></p>
<p>Ja &#8211; die Politik eilt uns umgehend zur Hilfe, mit den ihr eigenen Maßnahmen: Gesetzentwürfe, die „ordnungsgemäß“ so lange dauern, dass die Firmen noch genug Zeit haben, ihr Schäfchen (hier: Hühnchen) ins Trockene zu manövrieren. So soll (laut Bundesverbraucherschutzministerin Aigner), der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung drastisch reduziert werden, nämlich nur auf die Behandlung erkrankter Tiere. Das hört sich erst einmal überzeugend und logisch an.</p>
<p>Aber: Ich denke, da kann man gleich einen Gesetzentwurf einbringen, der Krankheiten bei Hühnern verbietet. Denn, wie schon weiter oben erläutert, ist die Massentierhaltung verantwortlich für das hohe Erkrankungspotential bei den Tieren und nicht der falsche Umgang mit den Antibiotika. Ein Aussetzen der prophylaktischen Antibiotikagabe würde zu Infektionen führen, die sehr wahrscheinlich noch mehr Antibiotika bei den dann erkrankten Tieren erforderlich machen werden.</p>
<p>Die Pharmaindustrie wird sich wohl kaum über diese Vorgehensweise beklagen können. Zumindest habe ich noch keine Kommentare diesbezüglich gehört. Und auch der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, sieht in Frau Aigners Vorschlägen nur eine Art „Kosmetik“. Er meint, dass ihr klar sei, dass die industrielle Fleischproduktion ohne Antibiotika nicht funktioniert. Und da hat sie vollkommen recht&#8230;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Der anvisierte Gesetzentwurf stellt sicher, dass der Antibiotikaumsatz der Pharmaindustrie keinen Einbruch erleidet, sich tendenziell sogar noch erhöht. Die Reduktion der Antibiotika wird durch einen vermehrten Einsatz bei infizierten Tieren locker mehr als nur kompensiert.</p>
<p>Der Verbraucher wird auch weiterhin durch sein Mittagessen mit Antibiotika versorgt, die ihm im Laufe der Jahre gesundheitliche Probleme bereiten werden. Außerdem wird man viel häufiger Tiere auf den Teller bekommen, die zuvor an einer Infektion erkrankt waren und durchtherapiert worden sind. Das Potential für die Entwicklung von resistenten Keimen interessiert niemanden von Industrie und Politik. Na dann: Guten Appetit.</p>
<p>Für mich ist die Lösung einfach: Aufhören dieses „Billig-Fleisch“ und diese „Billig-Wurst“ zu konsumieren. Denn erst wenn diese Industrieprodukte vom Verbraucher massenhaft vermieden werden und der Rubel aufhört zu rollen, werden die Verantwortlichen hellwach und nach geeigneten Alternativen suchen. Vielleicht ist das die Stunde der wirklich echten Bio-Bauern?</p>
<p>Und echtes Bio-Fleisch schmeckt sowieso besser.</p>
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		<title>Wer hat Angst vorm bösen Glutamat?</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/wer-hat-angst-vorm-boesen-glutamat/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 00:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glutamat]]></category>

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		<description><![CDATA[Glutamat &#8211; viele von Ihnen werden bereits von diesem Geschmacksstoff gelesen haben, meist in Verbindung mit dem &#8220;Chinarestaurant-Syndrom&#8221;, das eigentlich Natriumglutamat-Allergie heißt. Nicht das gesündeste, was man seinem Körper geben kann, sollte man meinen. Doch nun kommen gewaltige Nachrichten von der „Berliner Morgenpost“: Glutamat, das seit vielen Jahren so verteufelt wird, steckt angeblich in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glutamat &#8211; viele von Ihnen werden bereits von diesem Geschmacksstoff gelesen haben, meist in Verbindung mit dem &#8220;Chinarestaurant-Syndrom&#8221;, das eigentlich <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/natrium-glutamat-allergie.html" target="_blank">Natriumglutamat-Allergie</a> heißt. Nicht das gesündeste, was man seinem Körper geben kann, sollte man meinen.</p>
<p>Doch nun kommen gewaltige Nachrichten von der „Berliner Morgenpost“: Glutamat, das seit vielen Jahren so verteufelt wird, steckt angeblich in den „gesündesten Lebensmitteln“.<br />
(morgenpost.de/web-wissen/article1822437/Glutamat-viel-Geschmack-viele-Vorurteile.html)</p>
<p>Sogar die Muttermilch enthält Glutamat. Wie kann es da zu einem „Chinarestaurant-Syndrom“ kommen?</p>
<p><span id="more-960"></span></p>
<p>Die Argumentation der Zeitung: Nicht zuletzt verzehre ein Großteil der Asiaten Glutamat über glutamathaltige Soßen, und keiner von denen klagt über <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Kopfschmerzen">Kopfschmerzen</a> etc. Und was die Wissenschaftler angeht, die sich damals schon gierig auf dieses Thema gestürzt hatten, die beginnen von nun an, andere Einsichten zu gewinnen. Denn sie konnten beweisen, dass es dieses Syndrom überhaupt gar nicht gibt! Um dies zu untermauern, führt man „kontrollierte klinische Studien“ an, bei denen schließlich keiner der Versuchspersonen durch den Genuss von glutamathaltigen Speisen ernsthaft erkrankte.</p>
<p>Soweit die guten Nachrichten. Die schlechten Nachrichten jedoch sind, dass die Wissenschaftler der „Berliner Morgenpost“ nicht früh genug aufgestanden zu sein scheinen. Denn es gibt keinen einzigen ernstzunehmenden Hinweis, dass Glutamat gesund ist. Glutamat ist notwendig, da es als <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/glutaminsaeure.html" target="_blank">Glutaminsäure</a> (Glutamat ist das Salz der Glutaminsäure) wichtiger Bestandteil von <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/" target="_blank">Aminosäuren </a>ist. Ohne Glutaminsäure gäbe es viele Proteine nicht.</p>
<p>Aber Glutaminsäure ist auch ein Botenstoff im zentralen Nervensystem, hat also eine Doppelfunktion. Hier wird es in den Synapsen freigesetzt und bindet dann an spezifische Rezeptoren. Sie ist die einzige Aminosäure, die im Gehirn biochemisch aktiv ist. Das heißt, dass ohne die Glutaminsäure auch wichtige Funktionen des Nervensystems ausfallen würden.</p>
<p><strong>Die Dosis macht das Gift</strong></p>
<p>Diese Grundlagen allerdings sagen nichts aus über den Grad der Unschädlichkeit von Glutamat. Etwas, was für unseren Organismus notwendig ist, muss nicht notwendigerweise auch unschädlich sein (<a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/vitamine/vitamin-a.html" target="_blank">Vitamin A</a> ist ebenso notwendig und in hohen Konzentrationen extrem toxisch). Hier kommen die Mengen ins Spiel, die über die Schädlichkeit von Substanzen entscheiden. Aber nicht nur die Menge macht´s.</p>
<p>Ein weiterer Faktor ist der Zeitraum, in dem man große Mengen einer Substanz zu sich genommen hat. Von daher sind die zitierten Studien mehr als merkwürdig (man könnte fast sagen: lächerlich), bei denen kontrolliert Menschen glutamathaltiges bzw. glutamatfreies Essen aufgetischt wird, ohne dass die Probanden wissen, ob sie nun „glutamatisiert“ werden oder nicht. Danach beobachten die Studienbetreiber die Probanden kurzzeitig und schauen dabei auf negative Wirkungen.</p>
<p>Doch diese werden innerhalb einer kurzen Studie kaum eintreten, da diese Phänomene erst nach Jahren überhöhter Glutamat-Zufuhr zu erwarten sind. Und weil keiner der Testprobanden nach glutamathaltiger Mahlzeit tot vom Stuhl gefallen ist, schließen die Autoren (oder ist es doch nur die Zeitung, die zu dem Schluss kommt?), dass Glutamat ein Segen für die Menschheit ist.</p>
<p>Eine neue Arbeit aus dem Wissenschaftslager jedoch sieht diese Dinge wieder einmal vollkommen anders (Ich habs schon im Ohr: &#8220;Ach, die wollen doch auch nur &#8220;Forschungsgelder akquirieren&#8221;"). Diese Leute behaupten &#8211; übrigens, wie viele andere auch zuvor &#8211; dass die Glutaminsäure in hohen Dosierungen im Gehirn zu einer Art „Tsunami“ an <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Natrium.html" target="_blank">Natrium</a> und Calcium in den Nervenzellen führt. Besonders die hohen Konzentrationen an Calcium in den Zellen setzen deren Mitochondrien außer Gefecht, aktivieren Proteasen (<a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/enzyme/" target="_blank">Enzyme</a>, die Proteine spalten), akkumulieren <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Freie_Radikale.htm">freie Radikale</a> und setzen Stickoxid frei. Diese Ereignisse sind ein Todesurteil für die betroffene Zelle (Link zur Studie: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22044990" target="_blank">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22044990</a>). Und wenn die Glutamatzufuhr weiter geht, Tag für Tag, Woche für Woche, dann ist mehr als nur eine Zelle von diesen Vorgängen betroffen.</p>
<p>Bevor ich als Panikmacher gelte:</p>
<p>Natürlich stellt die Zufuhr an Glutaminsäure über natürliche Nahrungsmittel kein Problem dar, da hier physiologische Konzentrationen aufgenommen werden, die in keinem Vergleich  zu den Glutamatzusätzen seitens der Lebensmittelindustrie stehen. Denn die will uns nicht mit notwendigen Aminosäuren füttern, damit wir gesund bleiben &#8211; oder?. Vielleicht will die Lebensmittelindustrie mit dem Einsatz des Geschmacksverstärkers auch einfach nur erreichen, dass auch Pappe noch nach einem leckeren Kotelett schmeckt, damit man die Pappe teuer verkaufen kann?</p>
<p><strong>Die Gretchenfrage</strong></p>
<p>Jetzt fragt sich jeder, wer den nun recht hat, die Berliner Zeitung oder die Wissenschaftler?</p>
<p>Wenn es um Wissenschaft geht, würde man reflexartig den Wissenschaftlern das Vertrauen aussprechen, denn das ist ihr Fachgebiet. Daher nimmt die Zeitung auch einen geschickten Umweg, um die Wissenschaftler zu verunglimpfen und das Glutamat hoch leben zu lassen: Sie entdecken miese Intentionen bei den Wissenschaftlern.</p>
<p>So schreibt das Blatt im fraglichen Artikel:</p>
<blockquote><p><em>„Andere Wissenschaftler griffen gierig nach dem vermeintlich neuen Leiden, gab es ihnen doch die Möglichkeit, Forschungsgelder zu akquirieren.“</em></p></blockquote>
<p>Nachdem also jetzt die glutamatkritischen Forscher über ihre Geldgier gestolpert sind, kommen die aufrechten Wissenschaftler aus der Morgenblattredaktion zu Wort und führen ihre eigenen Arbeiten im Chinarestaurant durch, wie oben beschrieben.</p>
<p>Wenn auch diese merkwürdige Versuchsanordnung zu drolligen Ergebnissen kommt, ein wichtiges Ergebnis steht schon vor dem Beginn der Chinarestaurant-Posse fest: Glutamat ist gut für uns alle, denn „Lebensmittelhersteller können so an teuren Rohstoffen wie Fleisch, Shrimps oder Käse sparen“. Diese Feststellung wurde in einem weiteren Artikel der „Berliner Morgenpost“ getätigt, der nur 2 Tage zuvor in der Online-Ausgabe unter dem Titel: „So schädlich ist Glutamat im Essen wirklich“  (morgenpost.de/web-wissen/gesundheit/article1042992/So_schaedlich_ist_Glutamat_im_Essen_wirklich.html)  erschienen war. Der Unterschied zwischen altem und neuem Artikel ist die wesentlich differenziertere Diskussion des Sachverhalts in dem Vorgängerartikel.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Ein Schelm, wer böses dabei denkt.</p>
<p>Denn die stetige Wiederholung (&#8220;das hab ich doch schon mal irgendwo gelesen?&#8221;) hilft mit Sicherheit, dem Glutamat ein wenig des Schreckens zu nehmen.</p>
<p>Doch wenn Wissenschaftler das Glutamat verdammen, nur um an Forschungsgelder zu kommen, dann gilt diese &#8220;Spielregel“ vor allem für die, die den Wissenschaftlern dies zum Vorwurf machen. Denn Zeitungen drucken, wofür sie bezahlt werden. Das gilt für die Boulevardblättchen wie auch für einen Teil der wissenschaftlichen Fachzeitschriften.</p>
<p>Wenn man durch billiges Glutamat „teure Rohstoffe“ in der Nahrungsmittelproduktion einsparen kann, dann ist das dem Bezahlenden allemal 2 Artikel in 2 Tagen wert. Von der Machart der Artikel könnte man auf den dummen Gedanken kommen, dass der erste Artikel nicht &#8220;dumm&#8221; genug geschrieben war. Der Zweite war dann ganz nach dem glutamathaltigen Geschmack der Lebensmittelindustrie.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Chronischer Botulismus – die neue Rinderseuche?</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/chronischer-botulismus-mensch-tier/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 11:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Botulismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung, die durch Botulinumtoxin hervorgerufen wird. Dieses Gift wird erzeugt durch ein anaerob lebendes Bakterium, dem Clostridium botulinum. Und: es ist übrigens das Gift, das auch als &#8220;Botox&#8221; bekannt ist und zum &#8220;Falten-Wegspritzen&#8221; eingesetzt wird. Dieses Bakterium selbst und seine Sporen sind eigentlich für Mensch und Tier unschädlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung, die durch Botulinumtoxin hervorgerufen wird. Dieses Gift wird erzeugt durch ein anaerob lebendes Bakterium, dem Clostridium botulinum. Und: es ist übrigens das Gift, das auch als &#8220;Botox&#8221; bekannt ist und zum &#8220;Falten-Wegspritzen&#8221; eingesetzt wird.</p>
<p>Dieses Bakterium selbst und seine Sporen sind eigentlich für Mensch und Tier unschädlich, ausgenommen der Tatsache, dass das Bakterium dieses Gift produzieren kann. Das Gift ist eins der wirksamsten Gifte, die die Natur im Angebot hat. Dementsprechend verheerend sind auch die Auswirkungen.</p>
<p>Zur Zeit werden immer mehr Fälle bekannt, dass Rinder an diesem chronischen Botulismus verenden. Auch einige Landwirte scheinen betroffen zu sein.</p>
<p><span id="more-944"></span></p>
<p>Inzwischen gibt es mehr und mehr Hinweise, dass die Infektion mit den Sporen und Bakterien von Mensch auf Tier und umgekehrt erfolgen kann. Somit kann ein Landwirt eine Clostridium-Infektion bekommen, die von seinen erkrankten Kühen stammt. Die Symptome sind bei beiden Betroffenen im Wesentlichen die gleichen. Das Gift ist ein spezifisches Nervengift, das zur Lähmung der Muskulatur führt. Ohne Behandlung besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Atem- und Herzmuskulatur gelähmt wird, was mit dem Leben natürlich nicht vereinbar ist.</p>
<p>Eine Therapie besteht primär in dem Versuch, die noch im Darm befindlichen Erreger und deren Gift zu entfernen. Es werden zwar Antiseren produziert, die die Wirkung des Botulins (Botulinumtoxin) antagonisieren (aufheben) sollen. Aber die einmal aufgetretenen Lähmungen verbleiben für einige Wochen bis Monate und gehen nur langsam zurück.</p>
<p>Der chronische Botulismus tritt seit 2005 in Deutschland deutlich vermehrt auf Bauernhöfen auf. Man vermutet, dass heute bis zu 1000 Höfe betroffen sind, mit Schwerpunkt in Norddeutschland. Wie diese Infektion aussieht und wie sie die Existenz, Gesundheit und teilweise Leben von Mensch und Tier vernichtet, können Sie sich hier einmal anschauen:</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3cNyyU3zcXY?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/3cNyyU3zcXY?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Außerdem noch interessant:<br />
<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/460#/beitrag/video/1457128/Frontal21-Sendung-vom-4-Oktober-2011">http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/460#/beitrag/video/1457128/Frontal21-Sendung-vom-4-Oktober-2011</a></p>
<p>Hier kommen Landwirte zu Wort, deren gesamter Kuhbestand durch die Infektion weggestorben ist. Zusätzlich zeigten einige von ihnen die gleichen Symptome wie ihre Kühe und mussten in klinische Behandlung. Im Krankenhaus stellte man dann die Botulin-Vergiftung fest, die zu einer Beeinträchtigung der Muskelfunktionen geführt hatte.</p>
<p><strong>Politiker und der chronische Botulismus</strong></p>
<p>Für Politiker müssten jetzt, so sollte man meinen, die Alarmglocken schriller als schrill läuten. Waren es nicht die gleichen Politiker gewesen, die Zeter und Mordio geschrien haben, als vor einigen Jahren eine Influenza Pandemie ins Land schwappte, die deutlich weniger Tote durch <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Grippe.htm">Influenza</a> bewirkte als eine „normale“, jährlich auftretende Grippewelle?</p>
<p>Wenn solch ein Aufstand um ein fast normales Phänomen gemacht wird, dann wäre jetzt hier ein Zustand zu vermelden, der alles andere als normal ist. Hier gibt es pandemische Ausmaße für eine <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Infektionen.htm">Infektion</a>, die nicht mit sich spaßen lässt. Aber die Politik bleibt gelassen. Sie versprechen, dass tüchtig geforscht wird und bald eine Lösung auf dem Tisch liegt. Sonst nichts. Keine Quarantänen, kein Verkaufsverbot von Fleisch von verendeten Tieren, kein Verkaufsverbot von Milch von betroffenen Kühen, keine Hilfe für die betroffenen Bauern. Der Grund dafür ist, dass diese Erkrankung von den Politikern noch nicht als Erkrankung anerkannt wird. Grund dafür mag sein, dass die Tiermedizin nur eine Form des Botulismus kennt, der ein betroffenes Tier in nur wenigen Stunden verenden lässt.</p>
<p>Warum aber die chronische Form im Gegensatz dazu viel länger verläuft, kann sich noch niemand erklären. Naja, denn was man sich nicht erklären kann, kann auch nicht anerkannt werden. Da fragt man sich, ob die Vernichtung des gesamten Viehbestands der Landwirte nicht doch nur eine Illusion ist, da die Politik die Vernichtung nicht anerkennt bzw. nicht zur Kenntnis nimmt. Aber warum beruft sich die Politik auf die „Ausrede“, dass die Ursachen dieser Form des Botulismus noch gar nicht bekannt seien?</p>
<p>Auch die Versprechungen, dass hier fleißig geforscht werden würde, scheinen nichts als Lippenbekenntnisse zu sein. Dieses Phänomen ist schon seit mindestens 1982 bekannt, nämlich in den USA (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7061313" target="_blank">Link zur Studie</a>), wo Kühe erkrankten und verendeten nachdem sie mit Mais, Alfalfa und Roggenstroh aus Futtersilos gefüttert worden waren.</p>
<p>Mit anderen Worten:</p>
<ul>
<li>Das Problem besteht schon seit etwa 20 Jahren und wird erst heute wissenschaftlich erforscht? Da fragt man sich schon, warum die Politik trotz enormen Gefahrenpotentials gelassen bleibt, während sie bei Pandemie auf die Beine springt und Tag und Nacht Überzeugungsarbeit leistet, dass ja alles sich gegen das entsetzlich harmlose Virus impfen lässt.</li>
<li>Kann es sein, dass es der Politik egal ist, ob Existenzen zugrunde gehen, Leute schwer erkranken, wenn sie keine Lobbyisten sieht, von denen sie ein Stückchen vom Geschäft mit abbekommt?</li>
<li>Muss erst eine milliardenschwere Bauernlobby auf den Plan treten, die mit finanzieller Unterstützung eine Kuhstallpandemie ausrufen lässt, auf dass alle Kühe prophylaktisch zwangstherapiert werden?</li>
</ul>
<p>Wenn es überhaupt eine Bauernlobby gibt, dann ist sie kaum milliardenschwer und hat nicht den Einfluss in der Politik, den z.B. die <a href="http://naturheilt.com/blog/die-pharmaindustrie-wie-wir-patienten-belogen-werden/" target="_blank">Pharmalobby</a> hat. Da gibt es kein finanziell interessantes Betätigungsfeld für die Politiker. Und damit sind auch die Prioritäten festgelegt: Unter ferner liefen&#8230;</p>
<p>Aber nicht nur die Landwirte sind betroffen. Nach Gammelfleisch, <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/dioxin-neues-nahrungsergaenzungsmittel/" target="_blank">Dioxin-Eiern</a> und Chemie im Essen wird dem Bürger ein weiteres Gift zugemutet. Denn das Fleisch der verendeten Tiere und deren Milch, das darf nach wie vor in den Verkauf gelangen. Aber man muss ja erst mal die Ursachen kennen, bevor man vorsichtig werden muss. Ohne Kenntnis der Ursachen kann ich sorgenfrei bleiben.</p>
<p>Da helfen auch keine Appelle von Leuten wie Prof. Dirk Dressler von der Medizinischen Hochschule Hannover, die genau diese Forderung nach Quarantäne und den Stopp für den Verkauf von Fleisch und Milch aus diesen Quellen aufstellen. Es ist schon eigenartig: Wenn mal etwas Vernünftiges von der Schulmedizin kommt, wie in diesem Fall, dann wird sie komplett ignoriert.</p>
<p><strong>Mögliche Ursachen für das Auftreten von Botulismus</strong></p>
<p>Da die Krankheit ja von der Politik noch gar nicht als solche betrachtet wird, befinde ich mich mit dieser Fragestellung etliche Lichtjahre in der Zukunft im Vergleich zum gegenwärtigen politischen Denken. Hierbei interessieren mich nicht die Ursachen für das Auftreten der anaeroben Bakterien. Es ist vielmehr interessant zu beobachten, warum erst in den letzten Jahren dieses Phänomen immer häufiger aufzutreten scheint. Also lautet die Frage: Warum hat es damals kaum Botulismus gegeben, während sich heute die Fälle häufen? Und wo liegt die Ursache dafür?</p>
<p>Die eben zitierte Veröffentlichung aus den USA enthielt einen wichtigen Hinweis:<br />
Die betroffenen Kühe sind alle mit Futter aus einem Futtersilo versorgt worden. Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2000 berichtet von über 400 toten Kühen auf einer 1200 Kühe-Farm in den USA. Grund war verseuchtes Futter wieder einmal, als man eine tote Katze im Futtersilo fand, die den Erreger in sich trug und damit das Futter kontaminierte (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10826832" target="_blank">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10826832</a>). Eine Arbeit aus Finnland aus dem Jahr 2010 spricht ebenfalls von verseuchten Futtersilos als Grund für die Zunahme von Botulismus in der Landwirtschaft (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20301016" target="_blank">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20301016</a>).</p>
<p>Gründe hierfür sind (übersetzt aus dem Original-Abstract der Veröffentlichung) <em>„hauptsächlich zu hohe Temperaturen, aber auch unsichere Formulierungen, inadäquate Fermentation, ungenügende thermale Verarbeitung, Kontaminierung nach der Verarbeitung und Mangel an ausreichender Qualitätskontrolle für Zusatzstoffe im Futter.“</em></p>
<p>Wie es scheint, ist die Hygiene und der richtige Umgang mit der Zubereitung des Silofutters eine Wissenschaft für sich. Und wie kann man verhindern, dass Katzen und Mäuse dem Futtersilo fern bleiben, wo die Mäuse vom Futter angezogen werden, und die Katzen von den Mäusen? Die Gase in einem solchen Silo erweisen sich dann tödlich für Katz und Maus; die Kadaver sind dann wiederum gute Nährböden für die Clostridien.</p>
<p><strong>Wäre es da nicht einfacher, die Kühe wieder dahin zu schicken, wo sie eigentlich her kamen, auf die Wiese?</strong></p>
<p>Denn Botulismus auf der Wiese ist nur aufgetreten, wenn die Wiesen mit Fäkalien gedüngt wurden, die tote Küken enthielten. Da die Sporen des Clostridiums sehr resistent sind gegen Frost, Hitze und andere unwirtliche Konditionen, sind sie in der Lage, in ihrer Ruhestellung einige Jahre zu überleben.</p>
<p>Unter anaeroben Bedingungen keimen sie dann aus und produzieren ihr Gift. Somit scheint diese Krankheit fast ausschließlich auf dem Eingriff vom Menschen in die Natur zu beruhen. Kühe werden mit Mais und anderen Sachen gefüttert, die potentiell kontaminiert sind, da ihre Zubereitung künstlichen Bedingungen unterliegt.</p>
<p>Wenn man sich aber für die Wiese und die Grasfütterung entscheidet und dann die Wiese per Düngung zu einer besseren Futterproduktion zwingen will, dann erntet der Landwirt möglicherweise das gleiche Desaster.</p>
<p>Schaut man sich die Videoclips an und erfährt dann, dass die Bauern zwischen 800 und 2000 Kühe zu versorgen haben, dann können die nur noch im Stall stehen. Denn es gibt keine Weideflächen mehr für eine so große Anzahl an Wiederkäuern. Die Anzahl der Tiere an die bestehenden Weideflächen anzupassen würde für den Landwirt unrentabel werden. Also stehen die Kühe aus betriebswirtschaftlichen Gründen im Stall und bekommen ihr Futter &#8220;aufbereitet&#8221;.</p>
<p>Und genau dieser Zwang zur Rentabilität rächt sich durch die Erzeugung von Krankheiten wie dem Botulismus. Für mich ist dieses Bild ein „Sinnbild“ der modernen Gesellschaft, die alles nur unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität sehen muss. Aber mit der Rentabilisierung der Nahrungsproduktion werden Krankheiten nicht nur im Kuhstall erzeugt. Wir selbst sind ebenfalls davon betroffen. Die Statistiken über chronische Krankheiten wie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/" target="_blank">Krebs</a>, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Diabetes.htm">Diabetes</a>, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw. singen davon ein lautes Lied.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues Schlafmittel, alter Stoff: Milch oder Was ist drin in SanaTranquilact?</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/schafmittel-milch-sanatranquiact/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 08:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Milchpeptide]]></category>
		<category><![CDATA[SanaTranquilact]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast täglich erhalte ich Anfragen von Firmen, die mir Ihre Produkte vorstellen möchten, sei es in meiner Praxis oder für das Sportzentrum. Ich sehe mir auch vieles an. Manchmal sind da wirklich überzeugende Dinge dabei, manchmal aber auch Produkte die ich selbst sicher nicht nehmen wollen würde. Aber wie entscheide ich das? Das möchte ich Ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast täglich erhalte ich Anfragen von Firmen, die mir Ihre Produkte vorstellen möchten, sei es in meiner Praxis oder für das Sportzentrum. Ich sehe mir auch vieles an. Manchmal sind da wirklich überzeugende Dinge dabei, manchmal aber auch Produkte die ich selbst sicher nicht nehmen wollen würde.</p>
<p>Aber wie entscheide ich das? Das möchte ich Ihnen gern erklären. Aus dieser hohen Anzahl habe ich mal ein Produkt herausgegriffen, nämlich „SanaTranquilact“ von der Firma SanaCare.</p>
<p><span id="more-917"></span></p>
<p>Vorweg muss ich sagen: Ich finde das Produkt durchaus interessant und würde es auch selbst nehmen aber – da gibt es für mich noch ein paar Ungereimtheiten, die es aufzuklären gilt&#8230;</p>
<p><strong>Gehen wir doch einfach mal methodisch vor. Die erste Frage bei so einem Produkt ist für mich immer: Was ist das und was kann es?</strong></p>
<p>Nun: Laut Firmenangaben soll SanaTranquilact in der Lage sein, beruhigend und angstnehmend zu wirken und den Schlaf zu verbessern.<br />
Grundlage hierfür ist kein Barbiturat oder <a href="http://www.besser-gesund-schlafen.com/Starke_Schlaftabletten.html" target="_blank">Benzodiazepin</a>, sondern ein Milch-Peptid, das aus der Hydrolyse (Aufspaltung einer chemischen Verbindung durch Anlagerung eines Wassermoleküls H2O) von Casein gewonnen wird. Und so verspricht der Hersteller dann auch: „SanaTranquilact ist ganz natürlich und hat keinerlei Sekundäreffekte wie Gewöhnung, Gedächtniseinbußen und Gewichtszunahme.“</p>
<p>Das hört sich doch gut an. Das Produkt soll sogar einen guten Effekt bei <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Pruefung.htm">Prüfungsangst</a> zeigen. Ähnlich gute Wirkung wird auch bei Haustieren vermeldet, z.B. wenn Pferde oder Hunde bei Wettbewerben an den Start gehen.</p>
<p>Haben wir jetzt also den genialen Ersatz für die altbekannten chemischen Beruhigungsmittel auf natürlicher Basis? Und gibt es wirklich kein einziges, klitzekleines Nebenwirküngchen von diesem Casein-Abkömmling? Man darf gespannt sein, denn nun wenden wir uns einmal ab von der Welt des Marketings und seinen oft überzogenen Versprechungen, hin zu den Wissenschaften, die dieses Phänomen sicherlich begutachtet haben müssen. Schauen wir mal, ob auch die Wissenschaft diese natürliche Form der Anxiolyse (Verringerung von Angst durch Medikamente) und Schlafverbesserung bestätigen kann - oder auch nicht.</p>
<p><strong>Beruhigung durch Casein, so ein Käse?</strong></p>
<p>Widmen wir uns erst einmal der Frage, ob die Erkenntnis, dass <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Milch.htm">Milch</a> möglicherweise Substanzen enthält, die schlaffördernd und stressabbauend sind, jetzt eigentlich so neu ist. Die vorherrschende Meinung ist ja, dass der Vorgang des <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Abstillen.htm">Stillens</a> den Säugling müde macht und der Hautkontakt ein Gefühl der Sicherheit für den Säugling vermittelt. Das Zusammenwirken dieser Faktoren bewirkt dann den Schlaf des Säuglings, während die Milch lediglich der Nahrung dient. Von daher scheint die Hypothese vom Wirkstoff in der Muttermilch wirklich neu zu sein.</p>
<p>Milch ist natürlich schon vor langer Zeit analysiert worden und die meisten Inhaltsstoffe sind bekannt. Gerade die Muttermilch zeichnet sich durch einen ordentlichen Gehalt an Immunglobulinen (körpereigene Eiweißmoleküle) aus, die dem Säugling helfen, in den ersten 6 Monaten seines Lebens gegen <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Infektionen.htm">Infektionen</a> bestehen zu können. Aber auch bei der Schlafförderung steht die Milch von Alters her in dem Ruf, dass ein Glas davon vor dem Schlafengehen die Schlafqualität verbessert. Natürlich sind das „nur“ Volksweisheiten und keine wissenschaftlich belegte Gesetzmäßigkeiten. Über diese &#8220;Gesetzmäßigkeiten&#8221; berichte ich unter anderem ja auch im Report <a href="http://renegraeber.de/Schulmedizin-Studien-Report.pdf">Schulmedizin &#8211; Einzig wahre Wissenschaft?</a></p>
<p>Vor mehr als 60 Jahren gab es schon Arbeiten zu diesem Thema <em>(Laird, D. A. und Drexel, H. (1934) Experimenting with foods and sleep: I. Effects of varying types of foods in offsetting sleep disturbances caused by hunger pangs and gastric distress in children and adults. J. Am. Diet. Assoc. 10, 89–94</em>): Es wurde in diesem Zusammenhang berichtet, dass Erwachsene eine verbesserte Tendenz für einen ununterbrochenen Schlaf zeigten, nachdem sie Haferflocken in Milch zu sich genommen hatten. Eine andere Forschergruppe, Brezinova und Oswald (<em>Brezinova, V., and Oswald, I. (1972) Sleep after a bedtime beverage. Br. Med. J. 2, 431–433</em>) benutzten die Elektroenzephalographie (EEG), mit der sie feststellten, dass der Schlaf älterer Leute signifikant länger und weniger oft unterbrochen ist, wenn diese zur Nachtzeit Cerealien mit Milch zu sich genommen haben. Die Milch zeigte bessere Effekte bei einem dauerhaften Gebrauch.</p>
<p>Ein anderer Aspekt, der zur Sprache kam, war die Rolle der Caseine, ein Proteinbestandteil der Milch. Mit etwa 80 Prozent aller in der Milch vorkommenden Proteine bilden die Caseine alphaS1, alphaS2, beta und kappa Casein den Löwenanteil. Sie gelangen nicht in die Molke. Und wie der Name schon vermuten lässt, sind die Caseine im Käse wiederzufinden.</p>
<p>Casein übernimmt eine Reihe von wichtigen Aufgaben für den Organismus des Säuglings: Es ist sein primärer Stickstofflieferant, bindet und transportiert Proteine, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Kalzium.html">Calcium</a> und Phosphat zum Neugeborenen hin etc. So gibt es eine Reihe von Arbeiten der letzten 15 Jahre, die zeigen konnten, dass die enzymatische Hydrolyse der Caseine Peptide produziert, welche die verschiedensten biologischen Aktivitäten ausüben (<em>Meisel, H. (1997) Biochemical properties of regulatory peptides derived from milk proteins. Biopolymers 43, 119–128</em>). Die Peptide, die gefunden wurden, hatten opioide und opioid-antagonistische Eigenschaften (opiumähnliche und opiumblockierende Wirkung). Dann gibt es auch noch Peptide, die wie ein ACE-Hemmer wirken, also blutdrucksenkend, und immunstimulierende Peptide, Platelettaggregationshemmer, antibakteriell wirksame Peptide, Proteaseinhibitorpeptide usw. Allerdings ist die physiologische Effizienz dieser Peptide nur spekulativ, da die meisten Eigenschaften von ihnen bei in vitro Experimenten beobachtet worden sind.</p>
<p>Auf der andere Seite gibt es opioide Peptide, die &#8220;in vivo&#8221; ausfindig gemacht werden konnten. So z.B. geschehen und gesehen im Zwölffingerdarm des Meerschweinchens nach Verzehr von Kuhmilch (<em>Meisel, H. (1986) Chemical characterization and opioid activity of an exorphin isolated from in vivo digest of casein. FEBS Lett. 196, 223–227</em>), im menschlichen Darm, ebenfalls nach dem Verzehr von Milch (<em>Svedberg, J. et al. (1985) Demonstration of ?-casomorphins immunoreactive materials in in vitro digests of bovine milk and in small intestine contents after bovine milk ingestion in adults humans. Peptides 6, 825–830</em>), im Serum von neugeborenen Kälbern nach der ersten Milchaufnahme (<em>Umbach, M.. et al. (1985) Demonstration of a ?-casomorphin immunoreactive material in the plasma of newborn calves after milk intake. Regul. Pept. 12, 223–230</em>) und im Plasma von schwangeren oder stillenden Müttern (<em>Koch, G. et al. (1988) Human ?-casomorphin-8 immunoreactive materials in the plasma of women during pregnancy and after delivery. Regul. Pept. 20, 107–117</em>).</p>
<p>&#8220;In vivo&#8221;-Aktivitäten konnten für die ACE-hemmende Wirkung eines Peptids bestätigt werden, da die orale Aufnahme von fermentierter Milch, die dieses Peptid schon enthielt, eine blutdrucksenkende Wirkung bei Ratten zeigte, die an einem genetisch bedingten <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Bluthochdruck.html" target="_blank">Bluthochdruck </a>litten (<em>Yamamoto, N. et al. (1994) Antihypertensive effect of peptides derived from casein by an extracellular proteinase from Lactobacillus helveticus CP790. J. Dairy Sci. 77, 917-922</em>).</p>
<p>Bei allem Wissen jedoch bleiben zu viele Fragen zur biologischen und physiologischen Wirksamkeit der vom Casein stammenden Peptide offen (<em>Meisel, H., and Bockelmann, W. (1999) Bioactive peptides encrypted in milk proteins: proteolytic activation and thropho-functional properties. Antonie Van Leeuwenhoek 76, 207–215</em>). Dies heißt in letzter Instanz, dass gerade das Wissen um eine mögliche sedierende Wirkung dieser Peptide mehr als spärlich ausfällt. Wie bereits oben angedeutet, gibt es Andeutungen in dieser Richtung aus dem Volksmund und der Volksweisheit.</p>
<p><strong>Woher kommen Unruhe, Nervosität und Co. denn eigentlich?</strong></p>
<p>Aus wissenschaftlicher Sicht spielt die Überlegung eine Rolle, dass Angst, Unruhe, Krampfanfälle etc. zum größten Teil, wenn nicht sogar vollständig, über eine Beeinflussung von GABA-Rezeptoren der Nervenzellen erfolgen muss. Denn wenn die GABA-Rezeptoren in ihrer Aktivität beeinträchtigt werden, führt dies zu Unruhezuständen, Krämpfen, <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Angst.htm">Angst</a> usw. (<em>File, S. E. et al. (1982) The anxiogenic action of benzodiazepine antagonists. Neuropharmacology 21, 1033–1037</em>  und <em>Dorow, R. et al. (1983) Severe anxiety induced by FG 7142, a beta-carboline ligand for benzodiazepine receptors. Lancet 2, 98–99</em>).</p>
<p>Auf der anderen Seite verstärken Benzodiazepine und Barbiturate die Aktivitäten der GABA-Rezeptoren und lösen somit eine anxiolytische und krampflösende Wirkung aus. Kurz: Der GABA-Rezeptorenkomplex spielt eine wichtige Rolle in der Pharmakologie, Neurochemie und Physiopathologie von Stress und Unruhe (<em>Biggio, G. et al. (1990) GABAergic and dopaminergic transmission in the rat cerebral cortex: effect of stress, anxiolytic and anxiogenic drugs. Pharmacol. Ther. 48, 121–142</em>). Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Benzodiazepin-Bindungsstelle, die im mitochondrialen Bereich angesiedelt ist. Diese Stelle wird die „periphere Benzodiazepin-Bindungsstelle“ genannt, obwohl sie in allen Geweben präsent ist, einschließlich des zentralen Nervensystems.</p>
<p><strong>Das neue Zauberwort: Casozepin</strong></p>
<p>2001 veröffentlichte eine französische Forschergruppe aus der Universität Nancy eine Arbeit, die ein tryptisches Hydrolysat (Spaltung von Casein-Eiweißen mit Hilfe von Trypsin) des alphaS1-Caseins untersuchte (<em>Miclo L. et al.: Characterization of alpha-casozepine, a tryptic peptide from bovine alpha(s1)-casein with benzodiazepine-like activity; Laboratoire des Biosciences de l&#8217;Aliment UA 885 INRA, Faculté des Sciences, Université Henri Poincaré-Nancy, Vandoeuvre-lès-Nancy, France;FASEB J. 2001 Aug;15(10):1780-2</em>. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11481228">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11481228</a>).</p>
<p>Dieses Peptid hat im Organismus eine benzodiazepinähnliche Wirksamkeit. Dies konnte gezeigt werden, indem man epileptischen Ratten 3 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht der fraglichen Peptide injizierte. Die Folge der Injektion war eine Reduzierung der epileptischen Anfälle. Die Intensität der Angst- und Unruhezustände der Tiere wurde ebenfalls deutlich geringer.</p>
<p>Die aus dem Hydrolysat isolierten Peptide wurden zusätzlich auf ihre Affinität zu den GABA-Rezeptoren geprüft. Nur eines der Peptide zeigte eine signifikante Affinität zu diesem Rezeptor. Es handelt sich dabei um ein Fragment des alphaS1-Caseins und heißt alpha-Casozepin. Interessanterweise hatte dieses Peptid &#8220;in vitro&#8221; eine 10.000-fach geringere Affinität zum GABA-Rezeptor als Diazepam. Bei den Verhaltensversuchen mit den Tieren zur Beurteilung der anxiolytischen Wirkung des Peptids jedoch zeigte dieses Peptid eine 10-fach höhere Wirksamkeit als Diazepam. Man vermutete nun, dass der Unterschied in der Wirksamkeit zwischen „in vitro“- und „in vivo“-Bedingungen möglicherweise auf einem Effekt im peripheren Benzodiazepin-Rezeptor beruht. Dies konnte aber nicht bestätigt werden, da Casozepin keine Affinität zu diesem Rezeptor zeigen konnte.</p>
<p>Diese Beobachtungen sind auch aus einem anderen Blickwinkel interessant. Die Kluft zwischen Laborergebnissen (&#8220;in vitro&#8221;) und Wirkungen im lebenden System (&#8220;in vivo&#8221;) kann man bei dieser Arbeit besonders gut demonstrieren. In diesem Fall wäre die 10.000-fach höhere Affinität von Diazepam zum Zielrezeptor möglicherweise ein vorzeitiges „Todesurteil“ für das Casozepin gewesen. Denn nach einer so übermächtigen Signifikanz des Diazepams im Vergleich zum Casozepin kann nur ein hoffnungsloser Optimist an eine gleichwertige oder sogar noch bessere biologische Wirksamkeit glauben. Glücklicherweise hatten die Wissenschaftler die Verhaltensversuche vor der biochemischen Analyse vorgenommen. Eine umgekehrte Vorgehensweise hätte vielleicht den vorzeitigen Abbruch der Arbeit verursacht &#8211; vielleicht&#8230;</p>
<p><strong>Mehr Casozepin</strong></p>
<p>Genau 10 Jahre nach dieser Arbeit veröffentlicht fast die gleiche Forschergruppe von der Universität Nancy einen weiteren Artikel zu diesem Thema (<em>Cakir-Kiefer C.: In vitro digestibility of ?-casozepine, a benzodiazepine-like peptide from bovine casein, and biological activity of its main proteolytic fragment; Unite de Recherche Animal &amp; Fonctionnalités des Produits Animaux (UR AFPA), Équipe Protéolyse &amp; Biofonctionnalités des Protéines et des Peptides (PB2P), Nancy-Université, Vandoeuvre-les-Nancy, France. J Agric Food Chem. 2011 May 11;59(9):4464-72.</em> <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21417274">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21417274</a> ).</p>
<p>Leider ergeben sich hier keine neuen Perspektiven oder Erkenntnisse, da diese Arbeit sich damit begnügt, im Wesentlichen die Ergebnisse der Arbeit von vor 10 Jahren zu referieren, erweitert um die banale Aussage, dass die bei Ratten gesehenen Effekte wohl auch auf den Menschen übertragen werden können. Es erhebt sich da natürlich die Frage, warum die Forscher, nach den recht ansehnlichen Ergebnissen der 2001-Studie, nicht an diesem Thema weitergearbeitet hatten.</p>
<p>Es erhebt sich auch die Frage, warum in diesem sehr interessanten Bereich nicht mehr Arbeiten an menschlichen Probanden durchgeführt worden sind. Denn mit unüberschaubaren Nebenwirkungen, die für neue Substanzen der Chemie gang und gäbe sind, ist bei Milch nun wohl kaum zu rechnen.</p>
<p><strong>Allein auf weiter Flur</strong></p>
<p>Auf meiner Suche nach mehr Arbeiten über Casozepin bin ich auf eine einsame Studie gestoßen, die im Jahr 2009 veröffentlicht wurde (<em>Zara de Saint-Hilaire et. al.: Effects of a Bovine Alpha S1-Casein Tryptic Hydrolysate (CTH) on Sleep Disorder in Japanese General Population; The Open Sleep Journal, 2009, 2, 26-32;</em> <a href="http://www.lactiumusa.com/pdf/restudy/effects-of-bovine-alpha.pdf">http://www.lactiumusa.com/pdf/restudy/effects-of-bovine-alpha.pdf</a>).</p>
<p>In dieser Studie wird der Effekt eines Hydrolysats von ?S1-Casein aus Kuhmilch untersucht. Ziel der Untersuchung war, den Einfluss des Peptids auf japanische Arbeiter mit Schlafstörungen zu bewerten. Dazu wurden 32 Probanden in einem Alter von 25 bis 40 Jahren in die Studie aufgenommen. Die Probanden wurden per standardisiertem Fragebogen zur subjektiven Beurteilung ihrer Schlafqualität befragt. Das Peptid verbesserte, laut Autoren, die subjektive Schlafqualität der Probanden signifikant. Der Effekt war bereits nach zwei Behandlungswochen besonders deutlich ausgeprägt.</p>
<p>Es zeigte sich außerdem eine Verkürzung der Einschlafzeit und Verbesserung der mentalen Funktionen am Tage nach vier Wochen Behandlung. Die Verbesserung der Schlafqualität wurde von den Autoren mit einer Stressreduktion durch das Peptid in Zusammenhang gebracht, die besonders bei einer Dauereinnahme des Peptids ersichtlich wird.</p>
<p>Als Schlussfolgerung bemerken die Autoren, dass das Peptid eine Reihe von nützlichen Effekten zeigte und dabei vollkommen nebenwirkungsfrei war. Von daher kann man davon ausgehen, dass das Peptid in der Lage ist, chronische Schlafstörungen von Japanern günstig zu beeinflussen. Die Autoren wünschen sich aber noch weitere Arbeiten zu diesem Thema. Die biochemischen Eigenschaften der aktiven Substanz bleiben auch offen. Man weiß also nicht, ob die Effekte dieser Arbeit auf einer Wirkung des Casozepins beruhen.</p>
<p><strong>Wenig Wissenschaft, viel Marketing</strong></p>
<p>Bei dieser mangelnden Fülle an wissenschaftlichem Bewertungsmaterial würde ich mir auch eine Menge mehr Arbeiten zu diesem Thema wünschen. Man stelle sich nur vor, dass man Angstzustände, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Epilepsie.htm">Epilepsien</a>, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Nervositaet.htm">Nervosität</a>, Neigungen zu Krampfanfällen usw. nicht mit einem abhängigmachenden, von Wirkungsverlust gezeichneten, potentiell bei Überdosierung tödlichen Benzodiazepin oder anderen Substanzklassen zu behandeln bräuchte. Statt dessen würde dieser „Trick“ gleich gut &#8211; aber deutlich nebenwirkungsärmer &#8211; von einem „Milchderivat“ erreicht. Dies wäre natürlich wieder einmal ein Tritt in die Kniekehlen der Pharmaindustrie, die an so was nun wirklich kein Interesse hat. Das wäre die eine Seite.</p>
<p>Die andere Seite sind aber nun die vollmundigen Versprechungen der Firma SanaCare. Einige der Aussagen halte ich für stark diskussionsbedürftig, wie z.B.: „Das Ruhigwerden des Babys nach dem Milchtrinken beschäftigte ein junges Forscherteam der Universität Nancy unter Leitung von Professor Linde mit der Frage, ob es hier wohl eine Verbindung gibt zwischen der tryptischen Hydrolyse eines Milchproteins und der beruhigenden Wirkung auf das Baby.“ Es wird hier auf die 2001-Studie Bezug genommen.</p>
<p>Nur: Das Forscherteam hat gar keine Babys untersucht, sondern Ratten. Es gibt bislang noch gar keine Untersuchung über anxiolytische Komponenten in der Muttermilch und deren Wirkung auf den Säugling – jedenfalls ist mir keine bekannt. Vielleicht ist dies mal ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Forschung, Casozepin in diese Richtung zu untersuchen?</p>
<p>Denn es ist nicht unbedingt anzunehmen, dass das Baby-Verdauungssystem alle notwendigen Verdauungsenzyme in ausreichender Menge bereit hält, um aus Casein Casozepin zu bilden. Ein Rückschluss von Erwachsenen auf die Säuglinge ist auch nicht zulässig. Säuglinge sind eben keine kleinen Erwachsenen – und schon gar nicht im Verdauungstrakt.</p>
<p>Auch mit der Beschreibung des Inhalts des Produkts nimmt es SanaCare nicht sonderlich genau. Erst beinhaltet „Eine Kapsel . . . 150 mg hydrolisiertes sodium-5-caseinat Milchprotein“. Eine Seite weiter dann heißt es: „SanaTranquilact® beinhaltet eine hohe Konzentration an hochwirksamen Milch-Peptid (Tryptisches Hydroysat)“. Gemeint war wohl „HydroLysat&#8230;“<br />
Also in deutsch: Die Kapseln enthalten 150 Milligramm Casein oder das „hochwirksame“ (woher kommt diese Erkenntnis eigentlich?) tryptische Hydrolysat. Aber ein Hydrolysat ist kein Casein mehr, das war es mal vor der Hydrolyse &#8230; Nun, was ist jetzt wirklich drin?</p>
<p>„Lustig“ ist auch die Formulierung „sodium-5-caseinat Milchprotein“. Casein ist ein Milchprotein. Was aber ist dann ein Casein Milchprotein? Ein weißer Schimmel oder ein schwarzer Rappe? Dies alles hört sich mehr nach Hollywood für Möchtegern-Wissenschaftler an.  Und wie immer stellt sich die Frage nach möglichen Nebenwirkungen. Die Firmeninfo lautet da ganz lapidar: „Es wurden noch keine Nebenwirkungen bekannt“.</p>
<p>Da wir jetzt immer noch nicht wissen, was nun wirklich in den Kapseln drin ist, Casein oder Hydrolysat, kann man dazu nur rätselraten. Sollte es sich um eine der Casein-Untergruppen handeln, also um alphaS1-Casein, dann gibt es zumindest die Möglichkeit einer Allergieentwicklung, die glücklicherweise nur selten auftritt. Denn Casein und Gluten haben eine recht ähnliche biochemische Struktur. Von daher treten die Glutenunverträglichkeit und eine gewisse Intoleranz gegenüber Casein Hand in Hand auf. Für die Leute, die an einer <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Zoeliakie.htm">Zöliakie</a> leiden, ist oft nicht nur eine glutenfreie Kost angesagt, sondern auch eine caseinfreie oder caseinreduzierte.</p>
<p>Wir haben es hier also mit einem Nebenwirkungsspektrum zu tun, dass lächerlich klein ist im Vergleich zu den chemischen Keulen. Aber „keine Nebenwirkungen“? Zumindest dürfte ein „Informationshinweis“ angebracht sein.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ok &#8211; ich war hier mal sehr kritisch. Beim lesen meiner Veröffentlichungen finden sich sicher auch duzende Ungereimtheiten und ältere Artikel die überarbeitet werden müssten.</p>
<p>Wenn ich aber Produktinformationen zu Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln erhalte, mache ich mir da schon so meine Gedanken. Leider kann ich dem nach Wissenschaft riechenden Marketing für das sicherlich nicht uninteressante Produkt nichts abgewinnen. „Wissenschaft als Legitimation“ ist es dann, wenn man viele Fremd- und Fachworte benutzt und hofft, dass andere davon beeindruckt sind.</p>
<p>Ich bin deutlich eher geneigt, mich mit neuen Produkten etwas intensiver zu befassen, wenn die Begleitinformation besser gestaltet sind. Wenn man es noch nicht so genau weiß, dann sollte man dies auch sagen. Wenn man etwas vermutet (zum Beispiel, dass die Babys vom Hydrolysat einschlafen), dann sollte man auch darauf hinweisen, dass das eine Vermutung ist und nicht den Sachverhalt als quasi bewiesene Tatsache darstellen. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit des Verkäufers und die mögliche Akzeptanz des Produkts.</p>
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		<title>Soja &#8211; Warum ich das lieber nicht essen würde</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 11:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>
		<category><![CDATA[Soja]]></category>

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		<description><![CDATA[Soja war ja schon immer eine Art &#8220;Geheimtipp&#8221; in Sachen gesunder Ernährung. In der Zeit, wo die Gentechnik nur im Forschungslabor stattfand, wurde Soja noch als Wundernahrung gehandelt. Die Bohne hat einen hohen Eiweißanteil und ist besonders reich an Ölen, mehr als jede andere Bohne. Ihre physiologisch wirksamen Bestandteile sind Phytoöstrogene. Dies sind pflanzliche Verbindungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soja war ja schon immer eine Art &#8220;Geheimtipp&#8221; in Sachen gesunder Ernährung. In der Zeit, wo die Gentechnik nur im Forschungslabor stattfand, wurde Soja noch als Wundernahrung gehandelt. Die Bohne hat einen hohen Eiweißanteil und ist besonders reich an Ölen, mehr als jede andere Bohne. Ihre physiologisch wirksamen Bestandteile sind <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/sekundaere-pflanzenstoffe/phytooestrogene.html" target="_blank">Phytoöstrogene</a>. Dies sind pflanzliche Verbindungen, die wie das Hormon Östrogen wirken. Genistein und Daidzein sind deren Hauptvertreter. Lange Zeit hat man vermutet, dass diese Komponenten in der Lage sind, die koronare <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Herzkrankheiten-Herzprobleme.htm">Herzerkrankheit</a> zu verhindern.</p>
<p><span id="more-912"></span></p>
<p>Immerhin war die Häufigkeit dieser Erkrankung in ostasiatischen Ländern deutlich niedriger als in Europa und den USA, was man auf den deutlich höheren Konsum an Soja zurück führte. Ebenso wurde das Auftreten von <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Tumorerkrankungen</a> in Beziehung gesetzt mit dem Sojakonsum in Ostasien und Europa und den USA. Auch hier ergab sich eine deutlich niedrigere Tumorrate in den ostasiatischen Ländern.</p>
<p>War es da nicht naheliegend, Soja als ein supergesundes Nahrungsmittel zu bewerben? Dazu war sie noch cholesterinarm und proteinreich. Sogar die FDA erlaubte den Werbespruch “Eine an gesättigten Fettsäuren und <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Cholesterin.htm">Cholesterin</a> arme Diät, die 25 g Sojaprotein pro Tag enthält, kann das Risiko von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/" target="_blank">Herzerkrankungen</a> reduzieren”. Aber auch noch heute wird eine positive Verbindung zwischen Sojakonsum und dem Verhindern von chronischen, entzündlichen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/darmerkrankungen/" target="_blank">Darmerkrankungen</a> angenommen &#8211; und von der Sojaindustrie beworben. Diese spezielle Indikation allerdings hat wenig bzw. keine wissenschaftliche Grundlage. Vor allem Vegetariern wurde Soja ans Herz gelegt, da hier die Proteine in ausreichender Menge zu finden waren, die sonst nur ein Fleischkonsum liefern konnte. Soja, das Super-Food…</p>
<p><strong>Zu schön, um wahr zu sein</strong></p>
<p>Es gibt da allerdings nur ein einziges Problem: Die meisten Geschichten über die Allmacht von Soja scheinen erfunden zu sein. Und die Story von der Soja als “Health-Food”, als gesunde Form der Ernährung, scheint sich in nichts als einen cleveren Marketingschwindel aufzulösen. Grund für diese Bemühungen ist die Reduktion der Kosten bei der Nahrungsmittelproduktion und eine weitere Reduzierung der Nährstoffinhalte, denn Soja ist vor allem eins: Billig.</p>
<p>Inzwischen produzieren Nordamerika und Südamerika 150 von 220 Millionen Tonnen jährlich. Die restlichen 70 Millionen Tonnen werden vom Rest der Welt produziert. Und die in den USA und auch Südamerika produzierten Sojapflanzen sind fast zu 100 Prozent gentechnisch verändert. Der Rest der Welt produziert mittlerweile auch zum größten Teil mittels gentechnisch veränderter Sojapflanzen, so dass wir kaum noch in der Lage sind, natürliches Soja zu finden. Und das, was auf konventionelle Weise produziert wird, wird oft mit der gentechnisch produzierten Soja vermischt, besonders wenn es als Tierfutter aufbereitet wird.</p>
<p><strong>Wo kommt Soja überhaupt drin vor?</strong></p>
<p>Sojaprotein in Form von Mehl oder Pulver kann man heute in zahlreichen Nahrungsmitteln finden. Das sind Proteinriegel, Fleischersatz, Backwaren, Nahrungsergänzungsmittel, Müslis, Suppen, Soßen, Shakes etc. Der hohe Eiweißgehalt macht Soja natürlich beliebt bei den Bodybildern. Aber der übermäßige Konsum bedeutet gleichzeitig einen übermäßigen Konsum an Phytoöstrogenen, die für eine reduzierte Libido und <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Impotenz.htm">Erektionsprobleme</a> sorgen können. Das steht aber nicht nur in einem Zusammenhang mit der Gentechnik und den Auswirkungen auf die Sojabohne. Diese Effekte treten auch bei “normal” angepflanzter Soja auf (vergleiche: <a href="http://www.andrologyjournal.org/cgi/content/abstract/29/1/55" target="_blank">http://www.andrologyjournal.org/cgi/content/abstract/29/1/55</a>).</p>
<p>Auch wenn man selbst nicht sonderlich versessen auf Soja oder Soja-Produkte ist, es ist fast unmöglich, Soja zu entkommen, da es in vielen Nahrungsmitteln, besonders den industriell gefertigten, enthalten ist. Die Chancen, ein genetisch modifiziertes Produkt, und sei es nur als Nahrungsmittelzusatz, einzukaufen, stehen, wenn ich das mal so zynisch sagen darf, &#8220;sehr gut&#8221;.</p>
<p>Naja, kann man dagegen halten, wir haben ja doch ein Gesetz, dass die Etikettierung und Kenntlichmachung von genmanipulierten Sachen erfordert! Da brauch man doch nur noch selbst die Etiketten zu studieren, ob vielleicht das Zeugs drin ist. Leider ist aber auf den Etiketten nicht vermerkt, ob und wenn das Hühnchen oder die Kuh mit Gen-Soja gefüttert worden ist. Somit kommt die Gen-Soja über diesen Umweg doch noch auf unseren Teller. Damit ist es auch mehr als nur wahrscheinlich, dass der gesundheitsbewusste Käufer Sachen kaufen muss, die er eigentlich vermeiden wollte.</p>
<p><strong>Warum ein Gesundheitsprodukt so ungesund ist</strong></p>
<p>Die Sojabohnen sind so modifiziert worden, dass sie “Roundup ready” sind. “Roundup” ist ein Herbizid von der Firma Monsanto. Sie wissen nicht, wer Monsanto ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-ein-gentechnik-konzern-auser-kontrolle/" target="_blank">Monsanto &#8211; Ein Gentechnikkonzern außer Kontrolle</a>&#8220;.</p>
<p>Die genetisch modifizierten Sojabohnen sind von Monsanto so eingestellt, dass sie durch den Einsatz dieses Herbizids keinen Schaden nehmen. Das heißt praktisch, dass alles Kraut und Unkraut durch das Herbizid vernichtet wird und die genetisch modifizierten Sojabohnen als Einzige stehen bleiben. Für Monsanto ist das eine Goldgrube ohne Ende. Sie verdient am genetischen Saatgut der Sojabohnen und dann noch am Herbizid, ein Traum eines jeden Geschäftsmanns. Dazu kommt noch, dass Saatgut und Herbizid nicht getrennt eingesetzt werden können. Das heißt z.B., dass man das genetische Saatgut nicht mit einem anderen Herbizid behandeln kann, da es genetisch nur auf das Monsanto-Herbizid zugeschnitten ist. Würde man ein anderes Herbizid einsetzen, dann besteht die Möglichkeit, dass Unkraut und Sojapflanze eingehen. Der Bauer, der also Monsanto Soja einsetzt, ist dazu verdonnert, auch deren Gift zu spritzen.</p>
<p>Schlecht für den Bauern, der so in eine Abhängigkeit gerät, aus der er so schnell nicht mehr herauskommt. Aber beschränken sich die schlechten Nachrichten nur auf den Monsanto-Bauern? Wie sieht es mit den Produkten aus, die ja in den Mägen der Konsumenten landen? Ist nicht der hohe Einsatz an Herbiziden schädlich für die Gesundheit? Und wie sieht es mit den fremden Genen in der Soja aus?</p>
<p>“Roundup” hat einen aktiven chemischen Bestandteil, das <a href="http://naturheilt.com/blog/glyphosat-gift-und-gentechnik-ausser-kontrolle/">Glyphosat</a>. Dies ist ein nicht-selektives Blattherbizid mit einer systemischen Wirkung auf die Pflanze. Es wird über die grünen Pflanzenteile in den Pflanzenkörper aufgenommen. In der Pflanze kommt es dann zu einer Blockade von Enzymen, die für die Synthese von den Aminosäuren <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/phenylalanin.html" target="_blank">Phenylalanin</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/tyrosin.html" target="_blank">Tyrosin</a> und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/tryptophan.html" target="_blank">Tryptophan</a> notwendig sind. Ohne diese Aminosäuren ist der Fortbestand der Pflanze nicht möglich und sie geht ein.</p>
<p>Früher wurde “Roundup” vor der Aussaat benutzt, um Anbauflächen von unliebsamen Pflanzen (im Volksmund Unkraut) zu &#8220;reinigen&#8221;. Mit der Einführung der genetischen Soja kann das Herbizid vor, während und nach der Aussaat eingesetzt werden, was sich positiv auf den Herbizidumsatz bemerkbar gemacht hat. Während z.B. in der deutschen Version von Wikipedia Glyphosat als umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich dargestellt wird, zeigen die wenigen Veröffentlichungen in <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/" target="_blank">PubMed</a> ein ganz anderes Bild.</p>
<p>Glyphosat ist in der Lage, die empfindliche hormonelle Ausgeglichenheit des weiblichen Fortpflanzungssystems negativ zu beeinflussen. Die Substanz bremst Enzyme, die für die Östrogenproduktion wichtig sind. Es hat einen toxischen Effekt auf die Plazenta. Hier werden dann der Transport von Nährstoffen von der Mutter zum Kind und der Abtransport von Abfallstoffen vom Kind zur Mutter beeinträchtigt. Und wenn die Plazenta nachhaltig geschädigt ist, dann sind Früh- und Fehlgeburten keine Seltenheit. Heute weiß man, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft auch nur kleinsten Mengen von Glyphosat ausgesetzt worden waren, mit ernsthaften Geburtsfehlern entbunden worden waren.<br />
(Siehe dazu auch dieses hervorragende englische Dokument: <a href="http://www.panap.net/sites/default/files/monograph_glyphosate.pdf" target="_blank">http://www.panap.net/sites/default/files/monograph_glyphosate.pdf</a>)</p>
<p>Studien mit Lurchenembryos haben gezeigt, dass selbst bei einer Verdünnung um den Faktor 5000 (das ist fast schon homöopathisch) folgende Effekte beobachtet werden konnten: Reduzierte Kopfgröße, genetische Veränderungen im zentralen Nervensystem, erhöhte Todesraten von Zellen, die den Schädel bilden, deformierte Knorpelbildung, Augendefekte, unterentwickelte Nieren usw. Des Weiteren wurde beobachtet, dass Glyphosat in den Zellen nicht verstoffwechselt (abgebaut) wurde, sondern kumulierte (sich anreicherte).</p>
<p>Damit scheinen diese Beobachtungen andere Beobachtungen aus Argentinien zu bestätigen. Hier wurden unnormal erhöhte Zahlen an Krebserkrankungen, Geburtsfehler, Kindermortalität, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/rheuma/systemischer-lupus-erythematodes.html" target="_blank">Lupus</a>, Hauterkrankungen, Lungenerkrankungen und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/nierenkrankheiten/" target="_blank">Nierenerkrankungen</a> in unmittelbarer Umgebung von Sojafeldern beschrieben. Es wird vermutet, dass der intensivierte Einsatz von “Roundup” für diesen Zusammenhang verantwortlich ist.</p>
<p>Eine Forschergruppe aus Argentinien veröffentlichte dann auch 2009 eine Arbeit über die <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19013644" target="_blank">Untersuchungen von AMPA (Aminomethylphosphorsäure)</a>, was ein Abbauprodukt von Glyphosat ist. Die Forscher kamen hier zu dem Schluss, dass AMPA, für das es kaum wissenschaftliche Daten gibt zu dieser Fragestellung, in drei Tests genverändernde Eigenschaften (genotoxisch) gezeigt hatte. Wenn man also nur Glyphosat einer Prüfung unterzieht (wenn überhaupt) und die Metabolite außer Acht lässt, dann wird das Ganze sicherlich vordergründig besser aussehen.</p>
<p>Dies ist die eine Seite der Medaille. Mit der Einführung der Genprodukte, egal ob es nun Soja, Kartoffeln, Mais usw. ist, sollte man davon ausgehen, dass diese Nahrungsmittel so sicher sind wie die alten, natürlichen auch. Jeder behauptet dann auch, dass dem so ist. Aber getestet hat niemand diese “Hypothese”. Hier wird die Annahme zur Gewissheit (assumption is the mother of all fuck ups &#8211; Annahme ist die Mutter allen Bockmists, Film “Under Siege 2”), ohne dass dies von der sonst so oft geforderten und überstrapazierten evidenzbasierten Wissenschaft erforscht worden wäre. Damit sind den “Fuck ups” Tür und Tor geöffnet worden. Man hat weder Kurz- noch Langzeiteffekte einer Prüfung unterzogen. Sogar einiger unserer deutschen Politiker scheinen der Meinung zu sein: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/politiker-entdecken-herbizide-sind-doch-gesund/" target="_blank">Herbizide sind gesund.</a>&#8221;</p>
<p><strong>Es werden immer mehr Stimmen dagegen</strong></p>
<p>Aber dennoch geht das Ganze nicht ohne wissenschaftliche Erkenntnisse ab. Diese kommen aber nicht aus dem Lager der Gen-Befürworter.</p>
<p>Im April 2010 fanden Forscher im russischen Institut für Ökologie und Evolution an der Russischen Akademie der Wissenschaften und Nationaler Genetischer Sicherheit heraus, dass mit Gen-Soja gefütterte Hamster plötzlich unfruchtbar wurden. Die Tiere waren über den Zeitraum von 2 Jahren mit der Gen-Soja versorgt worden. Nachdem die dritte Generation geboren worden war, stellte man fest, dass diese keine weiteren Nachkommen produzieren konnten. Diese Tiere waren unfruchtbar. Damit besteht immerhin die Möglichkeit, dass ähnliche Effekte auch beim Menschen einsetzen können. Niemand kann sagen, dass dem so ist. Es kann aber auch niemand die Garantie geben, dass dieser Fall nicht eintreten wird. Monsanto und Co. natürlich versichern uns das komplette Gegenteil. Warum nur?</p>
<p><strong>Moment mal!</strong></p>
<p>Es erhebt sich jetzt die Frage, ob Sie nicht zu den Leuten gehören, die einen unerfüllten <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Kinderwunsch.htm" target="_blank">Kinderwunsch</a> haben bzw. Unregelmäßigkeiten im Monatszyklus oder eine Endometriose. Haben Sie jemals eine <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Aborte.htm" target="_blank">Fehlgeburt</a> gehabt? In diesem Zusammenhang ist es höchst interessant, was eine <a href="http://www.foodconsumer.org/newsite/Safety/gmo/genetically_modified_soy_diets_0910100128.html" target="_blank">brasilianische Forschergruppe 2009 herausfand</a>. Sie untersuchten den Einfluss von Soja auf das Fortpflanzungssystem von weiblichen Ratten. Ein Teil dieser Ratten wurde mit Gen-Soja gefüttert. Nach 15 Monaten wurden gravierende Veränderungen am Uterus und im monatlichen Zyklus im Vergleich zu Ratten festgestellt, die mit organischem Soja oder gar keinem Soja gefüttert worden waren.</p>
<p>Wenn man dies nun auf den Menschen übertragen würde, dann hieße dies, dass Frauen, die genetisch veränderte Nahrungsmittel einnehmen, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, negative hormonale Veränderungen zu erfahren, eine Überhöhung von Östrogenen und Schäden an der Hirnanhangdrüse zu bekommen. Spitzfindig könnte man hier einwenden, dass Glyphosat die Östrogene senkt, Gen-Soja diese dagegen erhöht und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Aber das ist bestenfalls eine mathematische Gleichung und hat mit der Realität nichts zu tun. Im Gegenteil. Dieses “Beschleunigen und Abbremsen” der Hormone bringt den Hormonhaushalt nur noch mehr in Aufruhr. Dies führt dann z.B. zu der Ausbildung einer <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/frauenheilkunde/endometriose.html" target="_blank">Endometriose</a> (Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, z.B. in den Eierstöcken, Darm, Lunge, Gehirn usw.) und möglicherweise zur <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Unfruchtbarkeit.htm" target="_blank">Unfruchtbarkeit</a>.</p>
<p>Der “Genuss” von Gen-Produkten kann auch zu besonders schweren und verlängerten Verläufen einer Monatsblutung führen. Die wird fachmännisch <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/frauenheilkunde/menstruationsstoerungen.html" target="_blank">Menorrhagie</a> genannt. Zynischerweise bereitet dieses Phänomen dann auch einen neuen bzw. erweiterten Markt für Heilmittelchen gegen diese Beschwerden. Also alle Achtung! Die Jungs wissen wirklich, wie man Geld macht.</p>
<p>Aber wenn Sie sich als Herren der Schöpfung jetzt entspannt zurück lehnen und sagen: “Da bin ich außen vor”, dann kommt spätestens jetzt die kalte Dusche. Benutzen Sie Proteinriegel oder Proteinshakes? Dann sollten Sie darauf achten, dass die Produktinformation den Einsatz von Gen-Soja komplett ausschließt.</p>
<p><strong>Aber: Auch &#8220;natürliches&#8221; Soja halte ich für nicht gesund.<br />
</strong></p>
<p>Auch ohne genetische Hilfe hat Soja einen oft unerwünschten Effekt, zumindest für den Normalbürger. Denn die zölibatären Mönche in Asien bevorzugen Soja nicht zuletzt auch deswegen, weil es ihnen hilft, die Libido (Sexualtrieb) herabzusetzen. Damit fällt das Keuschsein deutlich leichter als ohne Soja. Aber dies ist ein sojatypischer Effekt und hat mit der Genmanipulation nichts zu tun. Auch Erektionsprobleme sind mit Sojaverzehr in Verbindung gebracht worden. Wie bereits weiter oben erwähnt, wirken Genistein und Daidzein wie Östrogen, und das so gut, dass man bereits eine Reihe von unerwünschten Effekten bei Männern berichtet hat: Gynäkomastie (Verweiblichung der Brust), herabgesetztes Haarwachstum im Gesicht und Körper, herabgesetzte Libido, Launenhaftigkeit und Weinanfälle, Erektionsprobleme, herabgesetzte Spermienzahl.</p>
<p>Falls Sie eine oder mehrere dieser Wirkungen bei sich wieder finden, dann könnte ein erhöhter Verzehr von Soja oder Soja-Produkten dafür verantwortlich sein. Statt Pillen gegen die Auswirkungen zu nehmen, empfiehlt es sich dringend, einfach das Sojazeugs wegzulassen, und schon werden diese Nebenwirkungen mit der Zeit nachlassen. Sollte das aber wider Erwarten nicht passieren und die Nebenwirkungen bleiben erhalten, dann wird es Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Denn hier könnten andere, ernsthaftere Ursachen vorliegen, die es abzuklären gilt.</p>
<p><strong>Die üble Bande: Soja, Herbizid und Genmanipulation</strong></p>
<p>Ja, aber da gibt es doch Studien, die gezeigt haben, dass die Asiaten viel gesünder sind und dabei so viel Soja essen! Wenn das alles stimmt, was ich weiter oben beschrieben habe, dann müssten die Asiaten schon längst ausgestorben sein, oder?</p>
<p>Dazu muss man sagen, dass in dem Marketing für Soja mal wieder das gemacht worden ist, was man im Marketing immer macht. Man macht es sich zu einfach. Da werden Phänomene einfach neben einander gestellt und Erklärungen, wie und warum diese Phänomene zusammen gehören, fabriziert, die aus der Luft gegriffen sind und nur verkaufsfördernden Charakter aufweisen. Sie erklären nichts und wollen nichts erklären. Sie wollen nur aussehen, als ob sie was erklären, damit der Verkauf angekurbelt wird.</p>
<p>Es wird bei diesen “Argumenten” geflissentlich übersehen, dass es trotz der Reduktion im Aufkommen von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/brustkrebs.html" target="_blank">Brustkrebs</a>, Uteruskrebs und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/prostatakrebs.html" target="_blank">Prostatakrebs</a> in Asien ein höheres Aufkommen von:</p>
<ul>
<li>Speiseröhrenkrebs,</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/schilddruesenkrebs.html" target="_blank">Schilddrüsenkrebs</a>,</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/magenkrebs.html" target="_blank">Magenkrebs</a>,</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/bauchspeicheldruesenkrebs.html" target="_blank">Bauchspeicheldrüsenkrebs </a>und</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/leberkrebs.html" target="_blank">Leberkrebs</a> gibt.</li>
</ul>
<p>Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass die meisten Asiaten Soja nur in fermentierter Form verzehren. Und hier sind einige gesundheitliche Vorteile gefunden worden. Unfermentierte Soja-Produkte scheinen einen &#8220;positiven&#8221; Einfluss auf bestimmte Krebsarten zu haben, was zu einer Erhöhung der Inzidenz führt. Aber es ist auf der anderen Seite keine Alternative, eine Krebsart gegen eine andere austauschen zu wollen.</p>
<p><strong>Wo liegt dann der große Unterschied von fermentiert und nicht fermentiert?</strong></p>
<p>Fermentierte Soja-Produkte sind zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Tempeh</li>
<li>Natto</li>
<li>Miso</li>
<li>Soja-Soße</li>
<li>Stinky-Tofu etc.</li>
</ul>
<p>Neben den gemeinsamen Nachteilen von fermentierter und unfermentierter Soja kommt bei der unfermentierten Variante noch dazu, dass diese relativ hohe Konzentrationen an Phytinsäure enthält. Phytinsäure ist in der Lage, Mineralien und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/spurenelemente/" target="_blank">Spurenelemente</a> im Darm zu binden und somit eine Resorption dieser Stoffe zu verhindern. <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Kalzium.html" target="_blank">Kalzium</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Magnesium.html" target="_blank">Magnesium</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/spurenelemente/kupfer.html" target="_blank">Kupfer</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Eisen.html" target="_blank">Eisen</a> und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/spurenelemente/zink.html" target="_blank">Zink</a> sind hiervon besonders betroffen. Das ist übrigens auch ein Problem, dass wir bei bestimmten <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/brot-und-getreideprodukte.html" target="_blank">Brot- und Getreideprodukten</a> auch haben. Durch den Fermentierungsprozess ist die Konzentration an Phytinsäure deutlich reduziert.</p>
<p>Was sind dann jetzt im Einzelnen die “wahnsinnigen” gesundheitlichen Vorteile von Soja-Produkten? Angaben, nach denen Soja-Produkte <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Osteoporose.htm" target="_blank">Osteoporose</a> verhindern, das Risiko für <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kreislauferkrankungen/" target="_blank">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a> und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/demenz.html" target="_blank">Demenz</a> senken und die oben erwähnten Krebsformen eindämmen können, scheinen eine nachvollziehbare Basis zu haben, allerdings nur für die fermentierte Variante, nicht so für die unfermentierte. Allerdings muss man sich dabei auch ehrlich eingestehen, dass eine Reihe weiterer natürlicher Produkte, wie <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/heilkraeuter-heilpflanzen/gruener-tee.html" target="_blank">grüner Tee</a>, frisches Obst und <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/gemuese-gegen-krebs/" target="_blank">Gemüse</a> aus ökologischem Anbau etc. ebenfalls gute gesundheitliche Effekte ausüben, die dem von fermentierter Soja oft gleichkommen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Soja genießen ist nur dann sinnvoll, wenn sie aus einem natürlich ökologischen Anbau kommt und gleichzeitig fermentiert wurde. Soja ausschließlich oder bevorzugt zu essen ist sicherlich so einseitig und potentiell gefährlich wie jeden Tag nur konventionelle Bananen zu essen. Gentechnisch verändertes Soja zu essen halte ich für ebenso bedenklich wie gentechnisch veränderten Mais oder Kartoffeln.</p>
<p>Denn: die <a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf" target="_blank">Gentechnik</a> und deren Produkte sind wissenschaftlich kaum überprüft. Und das, was an Prüfungen durchgeführt wurde ist, sieht gar nicht gut aus &#8211; jedenfalls nicht wenn diese Prüfungen von jemand anderes bezahlt werden als von Monsanto &amp; Co. Wenn diese Produkte dennoch auf den Markt gebracht werden, dann nur, um uns alle zu Versuchskaninchen zu machen. Und das wäre ja nicht das Erste mal. Wollen Sie das wirklich?</p>
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		<title>Dick durch Darmbakterien?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 12:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Darmbakterien]]></category>
		<category><![CDATA[Firmicuten]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist doch so simpel, schlank zu sein, zu werden oder zu bleiben: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, dabei viel Sport treibt und alle Lebensmittel nur in Maßen genießt, der hat mit Übergewicht nichts am Hut. Diese einfachen Zusammenhänge hören wir wieder und wieder, bis es auch dem letzten klar sein sollte. Daher erleben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist doch so simpel, schlank zu sein, zu werden oder zu bleiben: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, dabei viel Sport treibt und alle Lebensmittel nur in Maßen genießt, der hat mit Übergewicht nichts am Hut.</p>
<p>Diese einfachen Zusammenhänge hören wir wieder und wieder, bis es auch dem letzten klar sein sollte. Daher erleben übergewichtige Menschen immer die gleichen Vorurteile: Sie seien faul und inkonsequent, achten nicht auf ihre Ernährung und vertilgen vermutlich täglich zu ihren Maxi-Beuteln Kartoffelchips mehrere Liter Cola!<span id="more-905"></span></p>
<p>Doch gibt es auch übergewichtige Personen, die trotz einer gesunden Lebensweise einfach nicht abnehmen. Wissenschaftler aus den USA haben <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16033867" target="_blank">in dieser Studie</a> nun eine mögliche Ursache für dieses Phänomen entdeckt: Die zur natürlichen Darmflora zählenden <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/firmicuten-dickmachende-darmbakterien/" target="_blank">Firmicuten</a> machen im Verdauungstrakt fettleibiger Mäuse einen wesentlich höheren Anteil aus als bei normalgewichtigen Tieren. Das gleiche konnte <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183309" target="_blank">in einer anderen Studie</a> auch bei dicken Menschen nachgewiesen werden.</p>
<p>Nähere <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183312" target="_blank">Untersuchungen</a> zeigen, dass die Firmicuten, zu denen unter anderem die Bakteriengattungen <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/milchsaeurebakterien-laktobazillen.html" target="_blank">Lactobacillus</a>, Mycoplasma und Clostridium zählen, Ballaststoffe besonders gut verdauen können. Sie zerlegen die für uns unverdaulichen Pflanzenfasern in Zucker und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/fettsaeuren/" target="_blank">Fettsäuren</a>, die unser Körper anschließend in Fett umwandelt.</p>
<p><strong>&#8220;Ballaststoffe sind immer gut für die Verdauung&#8221; &#8211; also doch nicht</strong></p>
<p>Gingen wir also Jahrzehntelang davon aus, dass Ballaststoffe unserer Verdauung förderlich seien und sogar beim Abnehmen helfen, so scheint dies nun in Frage gestellt. Denn bei Menschen mit einem hohen Firmicuten-Anteil werden sie im Gegenteil zur wahren Kalorienbombe. Da aber jede menschliche Darmflora sich völlig individuell zusammensetzt, wird durch die neue Erkenntnis auch das Kalorienzählen bei Diäten unsinnig. Denn dann müssten wir für jede Person eine eigene Kalorientabelle anlegen, die auch die Verdauung der Ballaststoffe mit einschließt!</p>
<p>Professor Michael Blaut erklärt gegenüber dem Südwestrundfunk (SWR), dass die Wissenschaft noch lange nicht genau weiß, welche Rolle den Darmbakterien bei der menschlichen Verdauung wirklich zukommt. Doch sei die Stoffwechselleistung, die durch die Bakterien im Darm vollbracht werde, sehr vielfältig, so Blaut. „Genau dies macht es den Forschern aber so schwierig, diese Vielfältigkeit zu erforschen, die einzelnen Funktionen zu erkennen und auch einzelnen Bakterienarten zuzuordnen“, so der Ernährungsforscher weiter.</p>
<p><strong>Die wundersame Welt der Darmbakterien</strong></p>
<p>Obwohl mittlerweile einige Funktionen der Darmbakterien in Ansätzen bekannt sind, weiß man immer noch sehr wenig. Dies hängt unter anderem mit der geringen Größe und der Vielzahl der bisher bekannten Darmbakterien zusammen. Denn etwa 700 verschiedene Bakterienarten besiedeln den menschlichen Darm. Doch auch dies ist nicht allgemeingültig: Schließlich werden nicht bei jeder Person all diese Mikroorganismen nachgewiesen. Auch ändert sich die Darmflora mit dem Alter und mit der Nahrungszusammensetzung. Dies erschwert die Forschungsarbeit ebenfalls.</p>
<p>Damit eine modellhafte Forschung überhaupt möglich ist, werden Ratten untersucht, die völlig keimfrei, also auch ohne bestehende Darmflora gehalten wurde. Sie werden dann mit einem genau definierten „Cocktail“ der unterschiedlichsten Darmbakterien gefüttert, so dass in allen Tieren eine bekannte und nahezu identische Darmflora aufgebaut wird. Anschließend können die Wissenschaftler beobachten, ob eine Veränderung der Ernährung oder des Bakteriencocktails auch Abweichung des Gewichts mit sich bringen.</p>
<p>Auf der Entdeckung, dass Firmicuten einen nicht geringen Beitrag am Dicksein leisten, können die Wissenschaftler nun aufbauen. So möchte Professor Blaut herausfinden, ob eine gezielte Veränderung der Ernährung das Verhältnis der Mikroorganismen so umformen kann, dass dicke Leute leichter abnehmen. Andere Forscher hoffen, durch den gezielten Einsatz von <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/" target="_blank">Probiotika</a> das Bakterienverhältnis in die gewünschten Bahnen zu lenken – und damit die Fettsucht zu bekämpfen. Auch die Forschergruppe um Professor Blaut untersucht in einer <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20829589" target="_blank">Studie</a>, ob probiotische <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/bifidobakterien.html" target="_blank">Bifidobakterien</a> oder auf sie abgestimmte <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/prebiotika/" target="_blank">Prebiotika</a> einer Fettleibigkeit entgegenwirken können. Denn im Gegensatz zu vielen anderen probiotischen Bakterien, gehören die Bifidobakterien nicht zu den Firmicuten.</p>
<p>Einen Aspekt betont Blaut allerdings im Gespräch mit dem SWR ausdrücklich: Der Zusammenhang zwischen <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Darmsanierung-Darmflora.htm">Darmflora</a> und Übergewicht sollte dicke Menschen auf keinen Fall dazu verleiten, nun auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu verzichten. Der Potsdamer Forscher betont, dass es sogar erste Hinweise darauf gibt, dass eine ausgewogene Ernährung davor schützt, dass die Firmicuten sich im Darm übermäßig vermehren.</p>
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