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	<title>NaturHeilt.com Blog &#187; Allgemein</title>
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	<description>Naturheilt.com Blog</description>
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		<title>Eier-Tanz um Antibiotika-Hühner</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 17:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotikaresistenz]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>

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		<description><![CDATA[11kg Geflügelfleisch isst der Bundesbürger im Schnitt – pro Jahr. Und jetzt im neuen Jahr erfahren wir (mal wieder): Stichproben von Hähnchenfleisch aus deutschen Discountern und Supermärkten, wie Edeka, Aldi, Real, Netto oder Lidl, enthalten nicht nur Antibiotika, sondern auch  antibiotikaresistente Bakterien obendrauf. Laut „Spiegel“ und „Frankfurter Rundschau“ war jede zweite Stichprobe mit resistenten Bakterien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>11kg Geflügelfleisch isst der Bundesbürger im Schnitt – pro Jahr. Und jetzt im neuen Jahr erfahren wir (mal wieder): Stichproben von Hähnchenfleisch aus deutschen Discountern und Supermärkten, wie Edeka, Aldi, Real, Netto oder Lidl, enthalten nicht nur Antibiotika, sondern auch  antibiotikaresistente Bakterien obendrauf.</p>
<p>Laut „Spiegel“ und „Frankfurter Rundschau“ war jede zweite Stichprobe mit resistenten Bakterien belastet. Durchgeführt wurden diese Erhebungen vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz).</p>
<p>Und wie es aussieht, ist dies für den zufriedenen Kunden und Hähnchenesser ein besonderer „Glücksfall“, bekommt er doch neben seinem Hähnchen noch eine Portion Antibiotika frei Haus geliefert. Dieser kostenlosen Dreingabe kann er kaum entgehen, weil (laut Untersuchung), 96 Prozent der Tiere mit Chemie großgezogen werden.</p>
<p>Auch ein Ausweichen auf andere Fleischsorten, also Schwein, Rind, Pute, bringt nicht die erhoffte Erleichterung, alldieweil diese Tiere zu 80 bis 100 Prozent mit Antibiotika vollgepumpt werden. Für die Pharmaindustrie ist dieser Antibiotikakonsum ein erfreulicher Goldregen. Denn eine Studie der Bundesministerien für Gesundheit, Landwirtschaft und Forschung vom April 2011 stellte fest, dass mindestens 784 Tonnen Antibiotika pro Jahr an die Tiere verabreicht werden. Und das ist mehr als das Doppelte der Menge, die der deutsche Bürger als Medikation verschrieben bekommt.</p>
<p><span id="more-1195"></span></p>
<p><strong>Die Chemie-Spirale</strong></p>
<p>Dieser enorme Einsatz an Antibiotika ist begründet in der Art und Weise, wie diese Tiere gehalten werden. Aus rein ökonomischen Gründen werden die Hühner auf engstem Raum zusammengehalten, was den Übertragungsweg für Keime verkürzt und vereinfacht. Und Keime gibt es bei einer solchen Mega-Haltung genug, bedingt schon alleine durch den Unrat, der von zig Tausend Tieren erzeugt wird.</p>
<p>Um hier keine toten Hühner zu produzieren, ist der Halter auf den „prophylaktischen“ Einsatz von Antibiotika angewiesen. Denn sonst sind die Chancen groß, dass ihm ein Großteil der Tiere an Infektionskrankheiten verendet. Dieser kontinuierliche Einsatz von Chemie wiederum erzeugt in den Tieren ein Milieu, dass zwar die meisten Keime abtöten kann, aber aufgrund seiner Kontinuierlichkeit einigen Keimen die Gelegenheit gibt, durch Mutation und Selektion Abwehrmechanismen gegen die Antibiotika zu entwickeln.</p>
<p>Selbst wenn Milliarden Keime vernichtet werden, reicht eine Mutation bei einem Bakterium aus, um diesen Prozess in Gang zu setzen. Denn dieser mutierte, resistente Keim hat nun ausreichend Gelegenheit, sich in diesem Milieu zu vermehren – und schon haben wir einen Bakterienstamm, der einer Therapie mit <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Antibio.htm">Antibiotika</a> widerstehen kann. Wenn dieser neue Stamm dann auch noch in der Lage ist, sich beim Verzehr erfolgreich in seinem neuen Wirt, den Menschen, zu platzieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass solche Keime wie der <a href="http://naturheilt.com/blog/ehec-heckmeck/">EHEC</a> dabei rauskommen. Das dies noch nicht geschehen ist, liegt nicht am erfolgreichen Einsatz der Antibiotika, sondern daran, dass die Übertragung der resistenten Keime vom Huhn/Hähnchen auf den Menschen noch „nicht funktioniert“. Wann dies erfolgen wird, das kann niemand voraussagen.</p>
<p>Wenn es aber passiert, dann haben wir wieder ein neues Heck-Meck, bei dem keiner die Verantwortung auf sich nehmen will. Aber vielleicht können dann ja Hähnchen aus Spanien herhalten, die die ultimative Erklärung für die Resistenzentwicklung auf sich nehmen. Für die Zeit „dazwischen“ reicht es dann ja auch, dass man den antibiotikaträchtigen Geschmack dieser Zuchttiere mit reichlich viel Gewürz übertünchen kann. Wie lecker so ein Huhn schmeckt mit allem drum und dran können Sie nachlesen unter: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/huehnerfleisch-ohne-geschmack/" target="_blank">Hühnerfleisch ohne Geschmack</a>.</p>
<p><strong>Der exorbitante Einsatz von Antibiotika in der Tiermast</strong></p>
<p>„In neun von zehn Praxen, in denen ein Landwirt den Tierarzt um eine Flasche Penizillin bittet, bekommt ein Tierhalter das Medikament sofort &#8211; auch ohne Untersuchung“, sagte Rupert Ebner, ehemaliger Vizepräsident der bayerischen Landestierärztekammer, der Süddeutschen Zeitung. [...] Finde ein Tierarzt unter 30 000 Küken ein krankes Tier, reiche das, um alle Tiere vorsorglich mit Antibiotikum zu behandeln. &#8216;Oft schreibt der Tierarzt sogar bewusst eine falsche Diagnose aufs Papier, um eine legale Anwendung mit dem Antibiotikum vorzutäuschen.&#8217; Ebner ist praktizierende Tierarzt mit 30 Jahren Berufserfahrung und kennt die Gepflogenheiten seiner Branche. Vor zweieinhalb Jahren warf er seinen Job bei der Landestierärztekammer hin, weil er dem nicht mehr zusehen wollte. (sueddeutsche.de/e5438Q/192561/Vollgestopft-mit-Antibiotik.html)</p>
<p>Und besonders gravierend ist es in der Geflügelmast – und das ist schon seit Jahren bekannt. Was den Einsatz von Arzneimitteln wie beispielsweise Antibiotika in der Geflügelmast angeht, lassen sich jedoch nur wage Vermutungen anstellen. Aus diesem Grund fordern Politiker eine verbesserte Dokumentation über den Einsatz von Arzneimitteln in der Geflügelmast. All das wird schon seit Jahren gefordert. Passiert ist indes wenig bis gar nichts.</p>
<p>Zwar wird seit dem 1. Januar 2011 auf einen Gesetzesbeschluss hin die Auslieferung von Arzneimitteln dokumentiert jedoch genießt die Geflügelindustrie einen besonderen Schutz. Begründet mit einem verstärkten Datenschutz soll diese Regelung nun jedoch auf Antrag gekippt werden. Experten jedoch vermuten einen starken Einfluss seitens der Geflügellobby, welche verstärkt auf den Einsatz von Antibiotika in Mastbetrieben mit mehr als 100.000 Tieren besteht.</p>
<p>Nur so wird nach Meinung der Verantwortlichen die Ausbreitung gefährlicher Seuchen verhindert. Die Krise in der Geflügelmast hat mittlerweile aber auch das Landwirtschaftsministerium erreicht. Schätzungen zur Folge stieg die Zahl der Behandlungen mit Antibiotika wie beispielsweise Penicillin oder Neomycin von durchschnittlich 1,7 Behandlungen pro Mastgang auf 2,3 Behandlungen pro Mastgang. Aussagen von Amtstierärzten nach werden teilweise sogar sechs Behandlungen pro Mastgang verzeichnet. Ein Mastgang umfasst bei Hähnchen ca. 30 Tage.</p>
<p>Als Ziel der Behandlungen mit Antibiotika setzen sich die Mastbetriebe neben einer Verlängerung der Lebensdauer der Zuchttiere vor allem deren Wachstumsförderung. Und das, obwohl der Einsatz von Medikamenten zur Förderung der Mastleistung bereits seit 2006 in der gesamten EU verboten ist. Als Laie sehe sogar ich: Die Gesetze sind anscheinend schon da.</p>
<p>Das scheint vielen Züchtern und Landwirten jedoch egal zu sein. Eine Ausbreitung der Keime auf den Menschen und das hieraus resultierende Risiko lebensgefährlich oder sogar tödlich zu erkranken wird seitens der Züchter hierbei jedoch außer Betracht gelassen. Die besonders gefürchteten MRSA Erreger wurden nämlich laut eines Berichts des Bundesinstituts für Risikobewertung in 25% des verkauften Hühnerfleischs und in 43% des Putenfleischs gefunden. In 52% aller Schweineställe wurden MRSA Erreger nachgewiesen. (bfr.bund.de/cm/343/menschen_koennen_sich_ueber_den_kontakt_mit_nutztieren_mit_mrsa_infizieren.pdf) Und das bereits seit JAHREN.</p>
<p><strong>Ich bin´s nicht gewesen!</strong></p>
<p>Die „neuen“ Stichproben werden zur Zeit „nur mal wieder“ interessant präsentiert. Die theoretischen Grundlagen seitens der Wissenschaft sind indes längst bekannt.</p>
<p>Das sollte den Produzenten eigentlich Warnung genug sein. Ist es aber nicht. Die Einen hüllen sich in Schweigen. Und die Anderen?<br />
Betroffene (wie Wiesenhof), beteuern ihre Unschuld schon jetzt &#8211; rein prophylaktisch versteht sich: „Ein möglicher Missbrauch wird bei Wiesenhof unter anderem durch ein intensives Rückstandsmonitoring, zum Beispiel durch unangekündigte Kontrollen des Futters und des Wassers vor Ort beim Landwirt unterbunden.“</p>
<p>Aber warum sind dann auch bei Proben der Wiesenhof-Produkte Antibiotikarückstände und resistente Keime gefunden worden? Das gerade Wiesenhof nicht unbedingt zu den glaubwürdigsten Unternehmen gehört, hab ich in einem früheren Artikel belegt, bei dem es u.a. um die Frage der Tierhaltung und Fleischproduktion geht: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/billige-nahrungsmittel-teuer-bezahlt/" target="_blank">Billige Nahrungsmittel teuer bezahlt</a>.</p>
<p>Auch hier widerlegen bewegte und bewegende Bilder die lauteren Ansprüche auf eine „menschliche“ Tierhaltung dieser Firma. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Es geht mir nicht darum, einen „Bösewicht“ ausfindig zu machen und den abzuurteilen. Vielmehr geht es mir darum, zu zeigen, dass die alte Mühle der Profitmaximierung die alte Mühle von Lug und Trug antreibt. Obwohl das Desaster sich mit Blitz und Donner ankündigt, werden diese Zeichen bewusst ignoriert. Entweder man schweigt oder wiegelt ab, in der Hoffnung, dass die unausweichlichen Folgen dann erst eintreten, wenn man damit nichts mehr zu tun hat: Nach mir die Sintflut. Und der Verbraucher wird’s in wenigen Wochen sowieso vergessen haben. Denn dann kommt ja doch wieder das Billig-Turbo-Mastfleisch auf den Teller. Oder?</p>
<p><strong>Die Poiltiker sollen endlich was machen!</strong></p>
<p>Ja &#8211; die Politik eilt uns umgehend zur Hilfe, mit den ihr eigenen Maßnahmen: Gesetzentwürfe, die „ordnungsgemäß“ so lange dauern, dass die Firmen noch genug Zeit haben, ihr Schäfchen (hier: Hühnchen) ins Trockene zu manövrieren. So soll (laut Bundesverbraucherschutzministerin Aigner), der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung drastisch reduziert werden, nämlich nur auf die Behandlung erkrankter Tiere. Das hört sich erst einmal überzeugend und logisch an.</p>
<p>Aber: Ich denke, da kann man gleich einen Gesetzentwurf einbringen, der Krankheiten bei Hühnern verbietet. Denn, wie schon weiter oben erläutert, ist die Massentierhaltung verantwortlich für das hohe Erkrankungspotential bei den Tieren und nicht der falsche Umgang mit den Antibiotika. Ein Aussetzen der prophylaktischen Antibiotikagabe würde zu Infektionen führen, die sehr wahrscheinlich noch mehr Antibiotika bei den dann erkrankten Tieren erforderlich machen werden.</p>
<p>Die Pharmaindustrie wird sich wohl kaum über diese Vorgehensweise beklagen können. Zumindest habe ich noch keine Kommentare diesbezüglich gehört. Und auch der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, sieht in Frau Aigners Vorschlägen nur eine Art „Kosmetik“. Er meint, dass ihr klar sei, dass die industrielle Fleischproduktion ohne Antibiotika nicht funktioniert. Und da hat sie vollkommen recht&#8230;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Der anvisierte Gesetzentwurf stellt sicher, dass der Antibiotikaumsatz der Pharmaindustrie keinen Einbruch erleidet, sich tendenziell sogar noch erhöht. Die Reduktion der Antibiotika wird durch einen vermehrten Einsatz bei infizierten Tieren locker mehr als nur kompensiert.</p>
<p>Der Verbraucher wird auch weiterhin durch sein Mittagessen mit Antibiotika versorgt, die ihm im Laufe der Jahre gesundheitliche Probleme bereiten werden. Außerdem wird man viel häufiger Tiere auf den Teller bekommen, die zuvor an einer Infektion erkrankt waren und durchtherapiert worden sind. Das Potential für die Entwicklung von resistenten Keimen interessiert niemanden von Industrie und Politik. Na dann: Guten Appetit.</p>
<p>Für mich ist die Lösung einfach: Aufhören dieses „Billig-Fleisch“ und diese „Billig-Wurst“ zu konsumieren. Denn erst wenn diese Industrieprodukte vom Verbraucher massenhaft vermieden werden und der Rubel aufhört zu rollen, werden die Verantwortlichen hellwach und nach geeigneten Alternativen suchen. Vielleicht ist das die Stunde der wirklich echten Bio-Bauern?</p>
<p>Und echtes Bio-Fleisch schmeckt sowieso besser.</p>
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		<title>Wer hat Angst vorm bösen Glutamat?</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 00:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glutamat]]></category>

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		<description><![CDATA[Glutamat &#8211; viele von Ihnen werden bereits von diesem Geschmacksstoff gelesen haben, meist in Verbindung mit dem &#8220;Chinarestaurant-Syndrom&#8221;, das eigentlich Natriumglutamat-Allergie heißt. Nicht das gesündeste, was man seinem Körper geben kann, sollte man meinen. Doch nun kommen gewaltige Nachrichten von der „Berliner Morgenpost“: Glutamat, das seit vielen Jahren so verteufelt wird, steckt angeblich in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glutamat &#8211; viele von Ihnen werden bereits von diesem Geschmacksstoff gelesen haben, meist in Verbindung mit dem &#8220;Chinarestaurant-Syndrom&#8221;, das eigentlich <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/natrium-glutamat-allergie.html" target="_blank">Natriumglutamat-Allergie</a> heißt. Nicht das gesündeste, was man seinem Körper geben kann, sollte man meinen.</p>
<p>Doch nun kommen gewaltige Nachrichten von der „Berliner Morgenpost“: Glutamat, das seit vielen Jahren so verteufelt wird, steckt angeblich in den „gesündesten Lebensmitteln“.<br />
(morgenpost.de/web-wissen/article1822437/Glutamat-viel-Geschmack-viele-Vorurteile.html)</p>
<p>Sogar die Muttermilch enthält Glutamat. Wie kann es da zu einem „Chinarestaurant-Syndrom“ kommen?</p>
<p><span id="more-960"></span></p>
<p>Die Argumentation der Zeitung: Nicht zuletzt verzehre ein Großteil der Asiaten Glutamat über glutamathaltige Soßen, und keiner von denen klagt über <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Kopfschmerzen">Kopfschmerzen</a> etc. Und was die Wissenschaftler angeht, die sich damals schon gierig auf dieses Thema gestürzt hatten, die beginnen von nun an, andere Einsichten zu gewinnen. Denn sie konnten beweisen, dass es dieses Syndrom überhaupt gar nicht gibt! Um dies zu untermauern, führt man „kontrollierte klinische Studien“ an, bei denen schließlich keiner der Versuchspersonen durch den Genuss von glutamathaltigen Speisen ernsthaft erkrankte.</p>
<p>Soweit die guten Nachrichten. Die schlechten Nachrichten jedoch sind, dass die Wissenschaftler der „Berliner Morgenpost“ nicht früh genug aufgestanden zu sein scheinen. Denn es gibt keinen einzigen ernstzunehmenden Hinweis, dass Glutamat gesund ist. Glutamat ist notwendig, da es als <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/glutaminsaeure.html" target="_blank">Glutaminsäure</a> (Glutamat ist das Salz der Glutaminsäure) wichtiger Bestandteil von <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/" target="_blank">Aminosäuren </a>ist. Ohne Glutaminsäure gäbe es viele Proteine nicht.</p>
<p>Aber Glutaminsäure ist auch ein Botenstoff im zentralen Nervensystem, hat also eine Doppelfunktion. Hier wird es in den Synapsen freigesetzt und bindet dann an spezifische Rezeptoren. Sie ist die einzige Aminosäure, die im Gehirn biochemisch aktiv ist. Das heißt, dass ohne die Glutaminsäure auch wichtige Funktionen des Nervensystems ausfallen würden.</p>
<p><strong>Die Dosis macht das Gift</strong></p>
<p>Diese Grundlagen allerdings sagen nichts aus über den Grad der Unschädlichkeit von Glutamat. Etwas, was für unseren Organismus notwendig ist, muss nicht notwendigerweise auch unschädlich sein (<a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/vitamine/vitamin-a.html" target="_blank">Vitamin A</a> ist ebenso notwendig und in hohen Konzentrationen extrem toxisch). Hier kommen die Mengen ins Spiel, die über die Schädlichkeit von Substanzen entscheiden. Aber nicht nur die Menge macht´s.</p>
<p>Ein weiterer Faktor ist der Zeitraum, in dem man große Mengen einer Substanz zu sich genommen hat. Von daher sind die zitierten Studien mehr als merkwürdig (man könnte fast sagen: lächerlich), bei denen kontrolliert Menschen glutamathaltiges bzw. glutamatfreies Essen aufgetischt wird, ohne dass die Probanden wissen, ob sie nun „glutamatisiert“ werden oder nicht. Danach beobachten die Studienbetreiber die Probanden kurzzeitig und schauen dabei auf negative Wirkungen.</p>
<p>Doch diese werden innerhalb einer kurzen Studie kaum eintreten, da diese Phänomene erst nach Jahren überhöhter Glutamat-Zufuhr zu erwarten sind. Und weil keiner der Testprobanden nach glutamathaltiger Mahlzeit tot vom Stuhl gefallen ist, schließen die Autoren (oder ist es doch nur die Zeitung, die zu dem Schluss kommt?), dass Glutamat ein Segen für die Menschheit ist.</p>
<p>Eine neue Arbeit aus dem Wissenschaftslager jedoch sieht diese Dinge wieder einmal vollkommen anders (Ich habs schon im Ohr: &#8220;Ach, die wollen doch auch nur &#8220;Forschungsgelder akquirieren&#8221;"). Diese Leute behaupten &#8211; übrigens, wie viele andere auch zuvor &#8211; dass die Glutaminsäure in hohen Dosierungen im Gehirn zu einer Art „Tsunami“ an <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Natrium.html" target="_blank">Natrium</a> und Calcium in den Nervenzellen führt. Besonders die hohen Konzentrationen an Calcium in den Zellen setzen deren Mitochondrien außer Gefecht, aktivieren Proteasen (<a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/enzyme/" target="_blank">Enzyme</a>, die Proteine spalten), akkumulieren <a href="www.naturheilt.com/Inhalt/Freie_Radikale.htm">freie Radikale</a> und setzen Stickoxid frei. Diese Ereignisse sind ein Todesurteil für die betroffene Zelle (Link zur Studie: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22044990" target="_blank">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22044990</a>). Und wenn die Glutamatzufuhr weiter geht, Tag für Tag, Woche für Woche, dann ist mehr als nur eine Zelle von diesen Vorgängen betroffen.</p>
<p>Bevor ich als Panikmacher gelte:</p>
<p>Natürlich stellt die Zufuhr an Glutaminsäure über natürliche Nahrungsmittel kein Problem dar, da hier physiologische Konzentrationen aufgenommen werden, die in keinem Vergleich  zu den Glutamatzusätzen seitens der Lebensmittelindustrie stehen. Denn die will uns nicht mit notwendigen Aminosäuren füttern, damit wir gesund bleiben &#8211; oder?. Vielleicht will die Lebensmittelindustrie mit dem Einsatz des Geschmacksverstärkers auch einfach nur erreichen, dass auch Pappe noch nach einem leckeren Kotelett schmeckt, damit man die Pappe teuer verkaufen kann?</p>
<p><strong>Die Gretchenfrage</strong></p>
<p>Jetzt fragt sich jeder, wer den nun recht hat, die Berliner Zeitung oder die Wissenschaftler?</p>
<p>Wenn es um Wissenschaft geht, würde man reflexartig den Wissenschaftlern das Vertrauen aussprechen, denn das ist ihr Fachgebiet. Daher nimmt die Zeitung auch einen geschickten Umweg, um die Wissenschaftler zu verunglimpfen und das Glutamat hoch leben zu lassen: Sie entdecken miese Intentionen bei den Wissenschaftlern.</p>
<p>So schreibt das Blatt im fraglichen Artikel:</p>
<blockquote><p><em>„Andere Wissenschaftler griffen gierig nach dem vermeintlich neuen Leiden, gab es ihnen doch die Möglichkeit, Forschungsgelder zu akquirieren.“</em></p></blockquote>
<p>Nachdem also jetzt die glutamatkritischen Forscher über ihre Geldgier gestolpert sind, kommen die aufrechten Wissenschaftler aus der Morgenblattredaktion zu Wort und führen ihre eigenen Arbeiten im Chinarestaurant durch, wie oben beschrieben.</p>
<p>Wenn auch diese merkwürdige Versuchsanordnung zu drolligen Ergebnissen kommt, ein wichtiges Ergebnis steht schon vor dem Beginn der Chinarestaurant-Posse fest: Glutamat ist gut für uns alle, denn „Lebensmittelhersteller können so an teuren Rohstoffen wie Fleisch, Shrimps oder Käse sparen“. Diese Feststellung wurde in einem weiteren Artikel der „Berliner Morgenpost“ getätigt, der nur 2 Tage zuvor in der Online-Ausgabe unter dem Titel: „So schädlich ist Glutamat im Essen wirklich“  (morgenpost.de/web-wissen/gesundheit/article1042992/So_schaedlich_ist_Glutamat_im_Essen_wirklich.html)  erschienen war. Der Unterschied zwischen altem und neuem Artikel ist die wesentlich differenziertere Diskussion des Sachverhalts in dem Vorgängerartikel.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Ein Schelm, wer böses dabei denkt.</p>
<p>Denn die stetige Wiederholung (&#8220;das hab ich doch schon mal irgendwo gelesen?&#8221;) hilft mit Sicherheit, dem Glutamat ein wenig des Schreckens zu nehmen.</p>
<p>Doch wenn Wissenschaftler das Glutamat verdammen, nur um an Forschungsgelder zu kommen, dann gilt diese &#8220;Spielregel“ vor allem für die, die den Wissenschaftlern dies zum Vorwurf machen. Denn Zeitungen drucken, wofür sie bezahlt werden. Das gilt für die Boulevardblättchen wie auch für einen Teil der wissenschaftlichen Fachzeitschriften.</p>
<p>Wenn man durch billiges Glutamat „teure Rohstoffe“ in der Nahrungsmittelproduktion einsparen kann, dann ist das dem Bezahlenden allemal 2 Artikel in 2 Tagen wert. Von der Machart der Artikel könnte man auf den dummen Gedanken kommen, dass der erste Artikel nicht &#8220;dumm&#8221; genug geschrieben war. Der Zweite war dann ganz nach dem glutamathaltigen Geschmack der Lebensmittelindustrie.</p>
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		</item>
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		<title>Chronischer Botulismus – die neue Rinderseuche?</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/chronischer-botulismus-mensch-tier/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 11:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Botulismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung, die durch Botulinumtoxin hervorgerufen wird. Dieses Gift wird erzeugt durch ein anaerob lebendes Bakterium, dem Clostridium botulinum. Und: es ist übrigens das Gift, das auch als &#8220;Botox&#8221; bekannt ist und zum &#8220;Falten-Wegspritzen&#8221; eingesetzt wird. Dieses Bakterium selbst und seine Sporen sind eigentlich für Mensch und Tier unschädlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung, die durch Botulinumtoxin hervorgerufen wird. Dieses Gift wird erzeugt durch ein anaerob lebendes Bakterium, dem Clostridium botulinum. Und: es ist übrigens das Gift, das auch als &#8220;Botox&#8221; bekannt ist und zum &#8220;Falten-Wegspritzen&#8221; eingesetzt wird.</p>
<p>Dieses Bakterium selbst und seine Sporen sind eigentlich für Mensch und Tier unschädlich, ausgenommen der Tatsache, dass das Bakterium dieses Gift produzieren kann. Das Gift ist eins der wirksamsten Gifte, die die Natur im Angebot hat. Dementsprechend verheerend sind auch die Auswirkungen.</p>
<p>Zur Zeit werden immer mehr Fälle bekannt, dass Rinder an diesem chronischen Botulismus verenden. Auch einige Landwirte scheinen betroffen zu sein.</p>
<p><span id="more-944"></span></p>
<p>Inzwischen gibt es mehr und mehr Hinweise, dass die Infektion mit den Sporen und Bakterien von Mensch auf Tier und umgekehrt erfolgen kann. Somit kann ein Landwirt eine Clostridium-Infektion bekommen, die von seinen erkrankten Kühen stammt. Die Symptome sind bei beiden Betroffenen im Wesentlichen die gleichen. Das Gift ist ein spezifisches Nervengift, das zur Lähmung der Muskulatur führt. Ohne Behandlung besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Atem- und Herzmuskulatur gelähmt wird, was mit dem Leben natürlich nicht vereinbar ist.</p>
<p>Eine Therapie besteht primär in dem Versuch, die noch im Darm befindlichen Erreger und deren Gift zu entfernen. Es werden zwar Antiseren produziert, die die Wirkung des Botulins (Botulinumtoxin) antagonisieren (aufheben) sollen. Aber die einmal aufgetretenen Lähmungen verbleiben für einige Wochen bis Monate und gehen nur langsam zurück.</p>
<p>Der chronische Botulismus tritt seit 2005 in Deutschland deutlich vermehrt auf Bauernhöfen auf. Man vermutet, dass heute bis zu 1000 Höfe betroffen sind, mit Schwerpunkt in Norddeutschland. Wie diese Infektion aussieht und wie sie die Existenz, Gesundheit und teilweise Leben von Mensch und Tier vernichtet, können Sie sich hier einmal anschauen:</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3cNyyU3zcXY?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/3cNyyU3zcXY?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Außerdem noch interessant:<br />
<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/460#/beitrag/video/1457128/Frontal21-Sendung-vom-4-Oktober-2011">http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/460#/beitrag/video/1457128/Frontal21-Sendung-vom-4-Oktober-2011</a></p>
<p>Hier kommen Landwirte zu Wort, deren gesamter Kuhbestand durch die Infektion weggestorben ist. Zusätzlich zeigten einige von ihnen die gleichen Symptome wie ihre Kühe und mussten in klinische Behandlung. Im Krankenhaus stellte man dann die Botulin-Vergiftung fest, die zu einer Beeinträchtigung der Muskelfunktionen geführt hatte.</p>
<p><strong>Politiker und der chronische Botulismus</strong></p>
<p>Für Politiker müssten jetzt, so sollte man meinen, die Alarmglocken schriller als schrill läuten. Waren es nicht die gleichen Politiker gewesen, die Zeter und Mordio geschrien haben, als vor einigen Jahren eine Influenza Pandemie ins Land schwappte, die deutlich weniger Tote durch <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Grippe.htm">Influenza</a> bewirkte als eine „normale“, jährlich auftretende Grippewelle?</p>
<p>Wenn solch ein Aufstand um ein fast normales Phänomen gemacht wird, dann wäre jetzt hier ein Zustand zu vermelden, der alles andere als normal ist. Hier gibt es pandemische Ausmaße für eine <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Infektionen.htm">Infektion</a>, die nicht mit sich spaßen lässt. Aber die Politik bleibt gelassen. Sie versprechen, dass tüchtig geforscht wird und bald eine Lösung auf dem Tisch liegt. Sonst nichts. Keine Quarantänen, kein Verkaufsverbot von Fleisch von verendeten Tieren, kein Verkaufsverbot von Milch von betroffenen Kühen, keine Hilfe für die betroffenen Bauern. Der Grund dafür ist, dass diese Erkrankung von den Politikern noch nicht als Erkrankung anerkannt wird. Grund dafür mag sein, dass die Tiermedizin nur eine Form des Botulismus kennt, der ein betroffenes Tier in nur wenigen Stunden verenden lässt.</p>
<p>Warum aber die chronische Form im Gegensatz dazu viel länger verläuft, kann sich noch niemand erklären. Naja, denn was man sich nicht erklären kann, kann auch nicht anerkannt werden. Da fragt man sich, ob die Vernichtung des gesamten Viehbestands der Landwirte nicht doch nur eine Illusion ist, da die Politik die Vernichtung nicht anerkennt bzw. nicht zur Kenntnis nimmt. Aber warum beruft sich die Politik auf die „Ausrede“, dass die Ursachen dieser Form des Botulismus noch gar nicht bekannt seien?</p>
<p>Auch die Versprechungen, dass hier fleißig geforscht werden würde, scheinen nichts als Lippenbekenntnisse zu sein. Dieses Phänomen ist schon seit mindestens 1982 bekannt, nämlich in den USA (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7061313" target="_blank">Link zur Studie</a>), wo Kühe erkrankten und verendeten nachdem sie mit Mais, Alfalfa und Roggenstroh aus Futtersilos gefüttert worden waren.</p>
<p>Mit anderen Worten:</p>
<ul>
<li>Das Problem besteht schon seit etwa 20 Jahren und wird erst heute wissenschaftlich erforscht? Da fragt man sich schon, warum die Politik trotz enormen Gefahrenpotentials gelassen bleibt, während sie bei Pandemie auf die Beine springt und Tag und Nacht Überzeugungsarbeit leistet, dass ja alles sich gegen das entsetzlich harmlose Virus impfen lässt.</li>
<li>Kann es sein, dass es der Politik egal ist, ob Existenzen zugrunde gehen, Leute schwer erkranken, wenn sie keine Lobbyisten sieht, von denen sie ein Stückchen vom Geschäft mit abbekommt?</li>
<li>Muss erst eine milliardenschwere Bauernlobby auf den Plan treten, die mit finanzieller Unterstützung eine Kuhstallpandemie ausrufen lässt, auf dass alle Kühe prophylaktisch zwangstherapiert werden?</li>
</ul>
<p>Wenn es überhaupt eine Bauernlobby gibt, dann ist sie kaum milliardenschwer und hat nicht den Einfluss in der Politik, den z.B. die <a href="http://naturheilt.com/blog/die-pharmaindustrie-wie-wir-patienten-belogen-werden/" target="_blank">Pharmalobby</a> hat. Da gibt es kein finanziell interessantes Betätigungsfeld für die Politiker. Und damit sind auch die Prioritäten festgelegt: Unter ferner liefen&#8230;</p>
<p>Aber nicht nur die Landwirte sind betroffen. Nach Gammelfleisch, <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/dioxin-neues-nahrungsergaenzungsmittel/" target="_blank">Dioxin-Eiern</a> und Chemie im Essen wird dem Bürger ein weiteres Gift zugemutet. Denn das Fleisch der verendeten Tiere und deren Milch, das darf nach wie vor in den Verkauf gelangen. Aber man muss ja erst mal die Ursachen kennen, bevor man vorsichtig werden muss. Ohne Kenntnis der Ursachen kann ich sorgenfrei bleiben.</p>
<p>Da helfen auch keine Appelle von Leuten wie Prof. Dirk Dressler von der Medizinischen Hochschule Hannover, die genau diese Forderung nach Quarantäne und den Stopp für den Verkauf von Fleisch und Milch aus diesen Quellen aufstellen. Es ist schon eigenartig: Wenn mal etwas Vernünftiges von der Schulmedizin kommt, wie in diesem Fall, dann wird sie komplett ignoriert.</p>
<p><strong>Mögliche Ursachen für das Auftreten von Botulismus</strong></p>
<p>Da die Krankheit ja von der Politik noch gar nicht als solche betrachtet wird, befinde ich mich mit dieser Fragestellung etliche Lichtjahre in der Zukunft im Vergleich zum gegenwärtigen politischen Denken. Hierbei interessieren mich nicht die Ursachen für das Auftreten der anaeroben Bakterien. Es ist vielmehr interessant zu beobachten, warum erst in den letzten Jahren dieses Phänomen immer häufiger aufzutreten scheint. Also lautet die Frage: Warum hat es damals kaum Botulismus gegeben, während sich heute die Fälle häufen? Und wo liegt die Ursache dafür?</p>
<p>Die eben zitierte Veröffentlichung aus den USA enthielt einen wichtigen Hinweis:<br />
Die betroffenen Kühe sind alle mit Futter aus einem Futtersilo versorgt worden. Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2000 berichtet von über 400 toten Kühen auf einer 1200 Kühe-Farm in den USA. Grund war verseuchtes Futter wieder einmal, als man eine tote Katze im Futtersilo fand, die den Erreger in sich trug und damit das Futter kontaminierte (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10826832" target="_blank">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10826832</a>). Eine Arbeit aus Finnland aus dem Jahr 2010 spricht ebenfalls von verseuchten Futtersilos als Grund für die Zunahme von Botulismus in der Landwirtschaft (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20301016" target="_blank">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20301016</a>).</p>
<p>Gründe hierfür sind (übersetzt aus dem Original-Abstract der Veröffentlichung) <em>„hauptsächlich zu hohe Temperaturen, aber auch unsichere Formulierungen, inadäquate Fermentation, ungenügende thermale Verarbeitung, Kontaminierung nach der Verarbeitung und Mangel an ausreichender Qualitätskontrolle für Zusatzstoffe im Futter.“</em></p>
<p>Wie es scheint, ist die Hygiene und der richtige Umgang mit der Zubereitung des Silofutters eine Wissenschaft für sich. Und wie kann man verhindern, dass Katzen und Mäuse dem Futtersilo fern bleiben, wo die Mäuse vom Futter angezogen werden, und die Katzen von den Mäusen? Die Gase in einem solchen Silo erweisen sich dann tödlich für Katz und Maus; die Kadaver sind dann wiederum gute Nährböden für die Clostridien.</p>
<p><strong>Wäre es da nicht einfacher, die Kühe wieder dahin zu schicken, wo sie eigentlich her kamen, auf die Wiese?</strong></p>
<p>Denn Botulismus auf der Wiese ist nur aufgetreten, wenn die Wiesen mit Fäkalien gedüngt wurden, die tote Küken enthielten. Da die Sporen des Clostridiums sehr resistent sind gegen Frost, Hitze und andere unwirtliche Konditionen, sind sie in der Lage, in ihrer Ruhestellung einige Jahre zu überleben.</p>
<p>Unter anaeroben Bedingungen keimen sie dann aus und produzieren ihr Gift. Somit scheint diese Krankheit fast ausschließlich auf dem Eingriff vom Menschen in die Natur zu beruhen. Kühe werden mit Mais und anderen Sachen gefüttert, die potentiell kontaminiert sind, da ihre Zubereitung künstlichen Bedingungen unterliegt.</p>
<p>Wenn man sich aber für die Wiese und die Grasfütterung entscheidet und dann die Wiese per Düngung zu einer besseren Futterproduktion zwingen will, dann erntet der Landwirt möglicherweise das gleiche Desaster.</p>
<p>Schaut man sich die Videoclips an und erfährt dann, dass die Bauern zwischen 800 und 2000 Kühe zu versorgen haben, dann können die nur noch im Stall stehen. Denn es gibt keine Weideflächen mehr für eine so große Anzahl an Wiederkäuern. Die Anzahl der Tiere an die bestehenden Weideflächen anzupassen würde für den Landwirt unrentabel werden. Also stehen die Kühe aus betriebswirtschaftlichen Gründen im Stall und bekommen ihr Futter &#8220;aufbereitet&#8221;.</p>
<p>Und genau dieser Zwang zur Rentabilität rächt sich durch die Erzeugung von Krankheiten wie dem Botulismus. Für mich ist dieses Bild ein „Sinnbild“ der modernen Gesellschaft, die alles nur unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität sehen muss. Aber mit der Rentabilisierung der Nahrungsproduktion werden Krankheiten nicht nur im Kuhstall erzeugt. Wir selbst sind ebenfalls davon betroffen. Die Statistiken über chronische Krankheiten wie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/" target="_blank">Krebs</a>, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Diabetes.htm">Diabetes</a>, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw. singen davon ein lautes Lied.</p>
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		<title>Neues Schafmittel, alter Stoff: Milch oder Was ist drin in SanaTranquilact?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 08:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Milchpeptide]]></category>
		<category><![CDATA[SanaTranquilact]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast täglich erhalte ich Anfragen von Firmen, die mir Ihre Produkte vorstellen möchten, sei es in meiner Praxis oder für das Sportzentrum. Ich sehe mir auch vieles an. Manchmal sind da wirklich überzeugende Dinge dabei, manchmal aber auch Produkte die ich selbst sicher nicht nehmen wollen würde. Aber wie entscheide ich das? Das möchte ich Ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast täglich erhalte ich Anfragen von Firmen, die mir Ihre Produkte vorstellen möchten, sei es in meiner Praxis oder für das Sportzentrum. Ich sehe mir auch vieles an. Manchmal sind da wirklich überzeugende Dinge dabei, manchmal aber auch Produkte die ich selbst sicher nicht nehmen wollen würde.</p>
<p>Aber wie entscheide ich das? Das möchte ich Ihnen gern erklären. Aus dieser hohen Anzahl habe ich mal ein Produkt herausgegriffen, nämlich „SanaTranquilact“ von der Firma SanaCare.</p>
<p><span id="more-917"></span></p>
<p>Vorweg muss ich sagen: Ich finde das Produkt durchaus interessant und würde es auch selbst nehmen aber – da gibt es für mich noch ein paar Ungereimtheiten, die es aufzuklären gilt&#8230;</p>
<p><strong>Gehen wir doch einfach mal methodisch vor. Die erste Frage bei so einem Produkt ist für mich immer: Was ist das und was kann es?</strong></p>
<p>Nun: Laut Firmenangaben soll SanaTranquilact in der Lage sein, beruhigend und angstnehmend zu wirken und den Schlaf zu verbessern.<br />
Grundlage hierfür ist kein Barbiturat oder <a href="http://www.besser-gesund-schlafen.com/Starke_Schlaftabletten.html" target="_blank">Benzodiazepin</a>, sondern ein Milch-Peptid, das aus der Hydrolyse (Aufspaltung einer chemischen Verbindung durch Anlagerung eines Wassermoleküls H2O) von Casein gewonnen wird. Und so verspricht der Hersteller dann auch: „SanaTranquilact ist ganz natürlich und hat keinerlei Sekundäreffekte wie Gewöhnung, Gedächtniseinbußen und Gewichtszunahme.“</p>
<p>Das hört sich doch gut an. Das Produkt soll sogar einen guten Effekt bei <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Pruefung.htm">Prüfungsangst</a> zeigen. Ähnlich gute Wirkung wird auch bei Haustieren vermeldet, z.B. wenn Pferde oder Hunde bei Wettbewerben an den Start gehen.</p>
<p>Haben wir jetzt also den genialen Ersatz für die altbekannten chemischen Beruhigungsmittel auf natürlicher Basis? Und gibt es wirklich kein einziges, klitzekleines Nebenwirküngchen von diesem Casein-Abkömmling? Man darf gespannt sein, denn nun wenden wir uns einmal ab von der Welt des Marketings und seinen oft überzogenen Versprechungen, hin zu den Wissenschaften, die dieses Phänomen sicherlich begutachtet haben müssen. Schauen wir mal, ob auch die Wissenschaft diese natürliche Form der Anxiolyse (Verringerung von Angst durch Medikamente) und Schlafverbesserung bestätigen kann - oder auch nicht.</p>
<p><strong>Beruhigung durch Casein, so ein Käse?</strong></p>
<p>Widmen wir uns erst einmal der Frage, ob die Erkenntnis, dass <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Milch.htm">Milch</a> möglicherweise Substanzen enthält, die schlaffördernd und stressabbauend sind, jetzt eigentlich so neu ist. Die vorherrschende Meinung ist ja, dass der Vorgang des <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Abstillen.htm">Stillens</a> den Säugling müde macht und der Hautkontakt ein Gefühl der Sicherheit für den Säugling vermittelt. Das Zusammenwirken dieser Faktoren bewirkt dann den Schlaf des Säuglings, während die Milch lediglich der Nahrung dient. Von daher scheint die Hypothese vom Wirkstoff in der Muttermilch wirklich neu zu sein.</p>
<p>Milch ist natürlich schon vor langer Zeit analysiert worden und die meisten Inhaltsstoffe sind bekannt. Gerade die Muttermilch zeichnet sich durch einen ordentlichen Gehalt an Immunglobulinen (körpereigene Eiweißmoleküle) aus, die dem Säugling helfen, in den ersten 6 Monaten seines Lebens gegen <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Infektionen.htm">Infektionen</a> bestehen zu können. Aber auch bei der Schlafförderung steht die Milch von Alters her in dem Ruf, dass ein Glas davon vor dem Schlafengehen die Schlafqualität verbessert. Natürlich sind das „nur“ Volksweisheiten und keine wissenschaftlich belegte Gesetzmäßigkeiten. Über diese &#8220;Gesetzmäßigkeiten&#8221; berichte ich unter anderem ja auch im Report <a href="http://renegraeber.de/Schulmedizin-Studien-Report.pdf">Schulmedizin &#8211; Einzig wahre Wissenschaft?</a></p>
<p>Vor mehr als 60 Jahren gab es schon Arbeiten zu diesem Thema <em>(Laird, D. A. und Drexel, H. (1934) Experimenting with foods and sleep: I. Effects of varying types of foods in offsetting sleep disturbances caused by hunger pangs and gastric distress in children and adults. J. Am. Diet. Assoc. 10, 89–94</em>): Es wurde in diesem Zusammenhang berichtet, dass Erwachsene eine verbesserte Tendenz für einen ununterbrochenen Schlaf zeigten, nachdem sie Haferflocken in Milch zu sich genommen hatten. Eine andere Forschergruppe, Brezinova und Oswald (<em>Brezinova, V., and Oswald, I. (1972) Sleep after a bedtime beverage. Br. Med. J. 2, 431–433</em>) benutzten die Elektroenzephalographie (EEG), mit der sie feststellten, dass der Schlaf älterer Leute signifikant länger und weniger oft unterbrochen ist, wenn diese zur Nachtzeit Cerealien mit Milch zu sich genommen haben. Die Milch zeigte bessere Effekte bei einem dauerhaften Gebrauch.</p>
<p>Ein anderer Aspekt, der zur Sprache kam, war die Rolle der Caseine, ein Proteinbestandteil der Milch. Mit etwa 80 Prozent aller in der Milch vorkommenden Proteine bilden die Caseine alphaS1, alphaS2, beta und kappa Casein den Löwenanteil. Sie gelangen nicht in die Molke. Und wie der Name schon vermuten lässt, sind die Caseine im Käse wiederzufinden.</p>
<p>Casein übernimmt eine Reihe von wichtigen Aufgaben für den Organismus des Säuglings: Es ist sein primärer Stickstofflieferant, bindet und transportiert Proteine, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Kalzium.html">Calcium</a> und Phosphat zum Neugeborenen hin etc. So gibt es eine Reihe von Arbeiten der letzten 15 Jahre, die zeigen konnten, dass die enzymatische Hydrolyse der Caseine Peptide produziert, welche die verschiedensten biologischen Aktivitäten ausüben (<em>Meisel, H. (1997) Biochemical properties of regulatory peptides derived from milk proteins. Biopolymers 43, 119–128</em>). Die Peptide, die gefunden wurden, hatten opioide und opioid-antagonistische Eigenschaften (opiumähnliche und opiumblockierende Wirkung). Dann gibt es auch noch Peptide, die wie ein ACE-Hemmer wirken, also blutdrucksenkend, und immunstimulierende Peptide, Platelettaggregationshemmer, antibakteriell wirksame Peptide, Proteaseinhibitorpeptide usw. Allerdings ist die physiologische Effizienz dieser Peptide nur spekulativ, da die meisten Eigenschaften von ihnen bei in vitro Experimenten beobachtet worden sind.</p>
<p>Auf der andere Seite gibt es opioide Peptide, die &#8220;in vivo&#8221; ausfindig gemacht werden konnten. So z.B. geschehen und gesehen im Zwölffingerdarm des Meerschweinchens nach Verzehr von Kuhmilch (<em>Meisel, H. (1986) Chemical characterization and opioid activity of an exorphin isolated from in vivo digest of casein. FEBS Lett. 196, 223–227</em>), im menschlichen Darm, ebenfalls nach dem Verzehr von Milch (<em>Svedberg, J. et al. (1985) Demonstration of ?-casomorphins immunoreactive materials in in vitro digests of bovine milk and in small intestine contents after bovine milk ingestion in adults humans. Peptides 6, 825–830</em>), im Serum von neugeborenen Kälbern nach der ersten Milchaufnahme (<em>Umbach, M.. et al. (1985) Demonstration of a ?-casomorphin immunoreactive material in the plasma of newborn calves after milk intake. Regul. Pept. 12, 223–230</em>) und im Plasma von schwangeren oder stillenden Müttern (<em>Koch, G. et al. (1988) Human ?-casomorphin-8 immunoreactive materials in the plasma of women during pregnancy and after delivery. Regul. Pept. 20, 107–117</em>).</p>
<p>&#8220;In vivo&#8221;-Aktivitäten konnten für die ACE-hemmende Wirkung eines Peptids bestätigt werden, da die orale Aufnahme von fermentierter Milch, die dieses Peptid schon enthielt, eine blutdrucksenkende Wirkung bei Ratten zeigte, die an einem genetisch bedingten <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Bluthochdruck.html" target="_blank">Bluthochdruck </a>litten (<em>Yamamoto, N. et al. (1994) Antihypertensive effect of peptides derived from casein by an extracellular proteinase from Lactobacillus helveticus CP790. J. Dairy Sci. 77, 917-922</em>).</p>
<p>Bei allem Wissen jedoch bleiben zu viele Fragen zur biologischen und physiologischen Wirksamkeit der vom Casein stammenden Peptide offen (<em>Meisel, H., and Bockelmann, W. (1999) Bioactive peptides encrypted in milk proteins: proteolytic activation and thropho-functional properties. Antonie Van Leeuwenhoek 76, 207–215</em>). Dies heißt in letzter Instanz, dass gerade das Wissen um eine mögliche sedierende Wirkung dieser Peptide mehr als spärlich ausfällt. Wie bereits oben angedeutet, gibt es Andeutungen in dieser Richtung aus dem Volksmund und der Volksweisheit.</p>
<p><strong>Woher kommen Unruhe, Nervosität und Co. denn eigentlich?</strong></p>
<p>Aus wissenschaftlicher Sicht spielt die Überlegung eine Rolle, dass Angst, Unruhe, Krampfanfälle etc. zum größten Teil, wenn nicht sogar vollständig, über eine Beeinflussung von GABA-Rezeptoren der Nervenzellen erfolgen muss. Denn wenn die GABA-Rezeptoren in ihrer Aktivität beeinträchtigt werden, führt dies zu Unruhezuständen, Krämpfen, <a href="http://naturheilt.com/Inhalt/Angst.htm">Angst</a> usw. (<em>File, S. E. et al. (1982) The anxiogenic action of benzodiazepine antagonists. Neuropharmacology 21, 1033–1037</em>  und <em>Dorow, R. et al. (1983) Severe anxiety induced by FG 7142, a beta-carboline ligand for benzodiazepine receptors. Lancet 2, 98–99</em>).</p>
<p>Auf der anderen Seite verstärken Benzodiazepine und Barbiturate die Aktivitäten der GABA-Rezeptoren und lösen somit eine anxiolytische und krampflösende Wirkung aus. Kurz: Der GABA-Rezeptorenkomplex spielt eine wichtige Rolle in der Pharmakologie, Neurochemie und Physiopathologie von Stress und Unruhe (<em>Biggio, G. et al. (1990) GABAergic and dopaminergic transmission in the rat cerebral cortex: effect of stress, anxiolytic and anxiogenic drugs. Pharmacol. Ther. 48, 121–142</em>). Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Benzodiazepin-Bindungsstelle, die im mitochondrialen Bereich angesiedelt ist. Diese Stelle wird die „periphere Benzodiazepin-Bindungsstelle“ genannt, obwohl sie in allen Geweben präsent ist, einschließlich des zentralen Nervensystems.</p>
<p><strong>Das neue Zauberwort: Casozepin</strong></p>
<p>2001 veröffentlichte eine französische Forschergruppe aus der Universität Nancy eine Arbeit, die ein tryptisches Hydrolysat (Spaltung von Casein-Eiweißen mit Hilfe von Trypsin) des alphaS1-Caseins untersuchte (<em>Miclo L. et al.: Characterization of alpha-casozepine, a tryptic peptide from bovine alpha(s1)-casein with benzodiazepine-like activity; Laboratoire des Biosciences de l&#8217;Aliment UA 885 INRA, Faculté des Sciences, Université Henri Poincaré-Nancy, Vandoeuvre-lès-Nancy, France;FASEB J. 2001 Aug;15(10):1780-2</em>. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11481228">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11481228</a>).</p>
<p>Dieses Peptid hat im Organismus eine benzodiazepinähnliche Wirksamkeit. Dies konnte gezeigt werden, indem man epileptischen Ratten 3 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht der fraglichen Peptide injizierte. Die Folge der Injektion war eine Reduzierung der epileptischen Anfälle. Die Intensität der Angst- und Unruhezustände der Tiere wurde ebenfalls deutlich geringer.</p>
<p>Die aus dem Hydrolysat isolierten Peptide wurden zusätzlich auf ihre Affinität zu den GABA-Rezeptoren geprüft. Nur eines der Peptide zeigte eine signifikante Affinität zu diesem Rezeptor. Es handelt sich dabei um ein Fragment des alphaS1-Caseins und heißt alpha-Casozepin. Interessanterweise hatte dieses Peptid &#8220;in vitro&#8221; eine 10.000-fach geringere Affinität zum GABA-Rezeptor als Diazepam. Bei den Verhaltensversuchen mit den Tieren zur Beurteilung der anxiolytischen Wirkung des Peptids jedoch zeigte dieses Peptid eine 10-fach höhere Wirksamkeit als Diazepam. Man vermutete nun, dass der Unterschied in der Wirksamkeit zwischen „in vitro“- und „in vivo“-Bedingungen möglicherweise auf einem Effekt im peripheren Benzodiazepin-Rezeptor beruht. Dies konnte aber nicht bestätigt werden, da Casozepin keine Affinität zu diesem Rezeptor zeigen konnte.</p>
<p>Diese Beobachtungen sind auch aus einem anderen Blickwinkel interessant. Die Kluft zwischen Laborergebnissen (&#8220;in vitro&#8221;) und Wirkungen im lebenden System (&#8220;in vivo&#8221;) kann man bei dieser Arbeit besonders gut demonstrieren. In diesem Fall wäre die 10.000-fach höhere Affinität von Diazepam zum Zielrezeptor möglicherweise ein vorzeitiges „Todesurteil“ für das Casozepin gewesen. Denn nach einer so übermächtigen Signifikanz des Diazepams im Vergleich zum Casozepin kann nur ein hoffnungsloser Optimist an eine gleichwertige oder sogar noch bessere biologische Wirksamkeit glauben. Glücklicherweise hatten die Wissenschaftler die Verhaltensversuche vor der biochemischen Analyse vorgenommen. Eine umgekehrte Vorgehensweise hätte vielleicht den vorzeitigen Abbruch der Arbeit verursacht &#8211; vielleicht&#8230;</p>
<p><strong>Mehr Casozepin</strong></p>
<p>Genau 10 Jahre nach dieser Arbeit veröffentlicht fast die gleiche Forschergruppe von der Universität Nancy einen weiteren Artikel zu diesem Thema (<em>Cakir-Kiefer C.: In vitro digestibility of ?-casozepine, a benzodiazepine-like peptide from bovine casein, and biological activity of its main proteolytic fragment; Unite de Recherche Animal &amp; Fonctionnalités des Produits Animaux (UR AFPA), Équipe Protéolyse &amp; Biofonctionnalités des Protéines et des Peptides (PB2P), Nancy-Université, Vandoeuvre-les-Nancy, France. J Agric Food Chem. 2011 May 11;59(9):4464-72.</em> <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21417274">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21417274</a> ).</p>
<p>Leider ergeben sich hier keine neuen Perspektiven oder Erkenntnisse, da diese Arbeit sich damit begnügt, im Wesentlichen die Ergebnisse der Arbeit von vor 10 Jahren zu referieren, erweitert um die banale Aussage, dass die bei Ratten gesehenen Effekte wohl auch auf den Menschen übertragen werden können. Es erhebt sich da natürlich die Frage, warum die Forscher, nach den recht ansehnlichen Ergebnissen der 2001-Studie, nicht an diesem Thema weitergearbeitet hatten.</p>
<p>Es erhebt sich auch die Frage, warum in diesem sehr interessanten Bereich nicht mehr Arbeiten an menschlichen Probanden durchgeführt worden sind. Denn mit unüberschaubaren Nebenwirkungen, die für neue Substanzen der Chemie gang und gäbe sind, ist bei Milch nun wohl kaum zu rechnen.</p>
<p><strong>Allein auf weiter Flur</strong></p>
<p>Auf meiner Suche nach mehr Arbeiten über Casozepin bin ich auf eine einsame Studie gestoßen, die im Jahr 2009 veröffentlicht wurde (<em>Zara de Saint-Hilaire et. al.: Effects of a Bovine Alpha S1-Casein Tryptic Hydrolysate (CTH) on Sleep Disorder in Japanese General Population; The Open Sleep Journal, 2009, 2, 26-32;</em> <a href="http://www.lactiumusa.com/pdf/restudy/effects-of-bovine-alpha.pdf">http://www.lactiumusa.com/pdf/restudy/effects-of-bovine-alpha.pdf</a>).</p>
<p>In dieser Studie wird der Effekt eines Hydrolysats von ?S1-Casein aus Kuhmilch untersucht. Ziel der Untersuchung war, den Einfluss des Peptids auf japanische Arbeiter mit Schlafstörungen zu bewerten. Dazu wurden 32 Probanden in einem Alter von 25 bis 40 Jahren in die Studie aufgenommen. Die Probanden wurden per standardisiertem Fragebogen zur subjektiven Beurteilung ihrer Schlafqualität befragt. Das Peptid verbesserte, laut Autoren, die subjektive Schlafqualität der Probanden signifikant. Der Effekt war bereits nach zwei Behandlungswochen besonders deutlich ausgeprägt.</p>
<p>Es zeigte sich außerdem eine Verkürzung der Einschlafzeit und Verbesserung der mentalen Funktionen am Tage nach vier Wochen Behandlung. Die Verbesserung der Schlafqualität wurde von den Autoren mit einer Stressreduktion durch das Peptid in Zusammenhang gebracht, die besonders bei einer Dauereinnahme des Peptids ersichtlich wird.</p>
<p>Als Schlussfolgerung bemerken die Autoren, dass das Peptid eine Reihe von nützlichen Effekten zeigte und dabei vollkommen nebenwirkungsfrei war. Von daher kann man davon ausgehen, dass das Peptid in der Lage ist, chronische Schlafstörungen von Japanern günstig zu beeinflussen. Die Autoren wünschen sich aber noch weitere Arbeiten zu diesem Thema. Die biochemischen Eigenschaften der aktiven Substanz bleiben auch offen. Man weiß also nicht, ob die Effekte dieser Arbeit auf einer Wirkung des Casozepins beruhen.</p>
<p><strong>Wenig Wissenschaft, viel Marketing</strong></p>
<p>Bei dieser mangelnden Fülle an wissenschaftlichem Bewertungsmaterial würde ich mir auch eine Menge mehr Arbeiten zu diesem Thema wünschen. Man stelle sich nur vor, dass man Angstzustände, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Epilepsie.htm">Epilepsien</a>, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Nervositaet.htm">Nervosität</a>, Neigungen zu Krampfanfällen usw. nicht mit einem abhängigmachenden, von Wirkungsverlust gezeichneten, potentiell bei Überdosierung tödlichen Benzodiazepin oder anderen Substanzklassen zu behandeln bräuchte. Statt dessen würde dieser „Trick“ gleich gut &#8211; aber deutlich nebenwirkungsärmer &#8211; von einem „Milchderivat“ erreicht. Dies wäre natürlich wieder einmal ein Tritt in die Kniekehlen der Pharmaindustrie, die an so was nun wirklich kein Interesse hat. Das wäre die eine Seite.</p>
<p>Die andere Seite sind aber nun die vollmundigen Versprechungen der Firma SanaCare. Einige der Aussagen halte ich für stark diskussionsbedürftig, wie z.B.: „Das Ruhigwerden des Babys nach dem Milchtrinken beschäftigte ein junges Forscherteam der Universität Nancy unter Leitung von Professor Linde mit der Frage, ob es hier wohl eine Verbindung gibt zwischen der tryptischen Hydrolyse eines Milchproteins und der beruhigenden Wirkung auf das Baby.“ Es wird hier auf die 2001-Studie Bezug genommen.</p>
<p>Nur: Das Forscherteam hat gar keine Babys untersucht, sondern Ratten. Es gibt bislang noch gar keine Untersuchung über anxiolytische Komponenten in der Muttermilch und deren Wirkung auf den Säugling – jedenfalls ist mir keine bekannt. Vielleicht ist dies mal ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Forschung, Casozepin in diese Richtung zu untersuchen?</p>
<p>Denn es ist nicht unbedingt anzunehmen, dass das Baby-Verdauungssystem alle notwendigen Verdauungsenzyme in ausreichender Menge bereit hält, um aus Casein Casozepin zu bilden. Ein Rückschluss von Erwachsenen auf die Säuglinge ist auch nicht zulässig. Säuglinge sind eben keine kleinen Erwachsenen – und schon gar nicht im Verdauungstrakt.</p>
<p>Auch mit der Beschreibung des Inhalts des Produkts nimmt es SanaCare nicht sonderlich genau. Erst beinhaltet „Eine Kapsel . . . 150 mg hydrolisiertes sodium-5-caseinat Milchprotein“. Eine Seite weiter dann heißt es: „SanaTranquilact® beinhaltet eine hohe Konzentration an hochwirksamen Milch-Peptid (Tryptisches Hydroysat)“. Gemeint war wohl „HydroLysat&#8230;“<br />
Also in deutsch: Die Kapseln enthalten 150 Milligramm Casein oder das „hochwirksame“ (woher kommt diese Erkenntnis eigentlich?) tryptische Hydrolysat. Aber ein Hydrolysat ist kein Casein mehr, das war es mal vor der Hydrolyse &#8230; Nun, was ist jetzt wirklich drin?</p>
<p>„Lustig“ ist auch die Formulierung „sodium-5-caseinat Milchprotein“. Casein ist ein Milchprotein. Was aber ist dann ein Casein Milchprotein? Ein weißer Schimmel oder ein schwarzer Rappe? Dies alles hört sich mehr nach Hollywood für Möchtegern-Wissenschaftler an.  Und wie immer stellt sich die Frage nach möglichen Nebenwirkungen. Die Firmeninfo lautet da ganz lapidar: „Es wurden noch keine Nebenwirkungen bekannt“.</p>
<p>Da wir jetzt immer noch nicht wissen, was nun wirklich in den Kapseln drin ist, Casein oder Hydrolysat, kann man dazu nur rätselraten. Sollte es sich um eine der Casein-Untergruppen handeln, also um alphaS1-Casein, dann gibt es zumindest die Möglichkeit einer Allergieentwicklung, die glücklicherweise nur selten auftritt. Denn Casein und Gluten haben eine recht ähnliche biochemische Struktur. Von daher treten die Glutenunverträglichkeit und eine gewisse Intoleranz gegenüber Casein Hand in Hand auf. Für die Leute, die an einer <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Zoeliakie.htm">Zöliakie</a> leiden, ist oft nicht nur eine glutenfreie Kost angesagt, sondern auch eine caseinfreie oder caseinreduzierte.</p>
<p>Wir haben es hier also mit einem Nebenwirkungsspektrum zu tun, dass lächerlich klein ist im Vergleich zu den chemischen Keulen. Aber „keine Nebenwirkungen“? Zumindest dürfte ein „Informationshinweis“ angebracht sein.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ok &#8211; ich war hier mal sehr kritisch. Beim lesen meiner Veröffentlichungen finden sich sicher auch duzende Ungereimtheiten und ältere Artikel die überarbeitet werden müssten.</p>
<p>Wenn ich aber Produktinformationen zu Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln erhalte, mache ich mir da schon so meine Gedanken. Leider kann ich dem nach Wissenschaft riechenden Marketing für das sicherlich nicht uninteressante Produkt nichts abgewinnen. „Wissenschaft als Legitimation“ ist es dann, wenn man viele Fremd- und Fachworte benutzt und hofft, dass andere davon beeindruckt sind.</p>
<p>Ich bin deutlich eher geneigt, mich mit neuen Produkten etwas intensiver zu befassen, wenn die Begleitinformation besser gestaltet sind. Wenn man es noch nicht so genau weiß, dann sollte man dies auch sagen. Wenn man etwas vermutet (zum Beispiel, dass die Babys vom Hydrolysat einschlafen), dann sollte man auch darauf hinweisen, dass das eine Vermutung ist und nicht den Sachverhalt als quasi bewiesene Tatsache darstellen. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit des Verkäufers und die mögliche Akzeptanz des Produkts.</p>
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		<title>Soja &#8211; Warum ich das lieber nicht essen würde</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 11:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>
		<category><![CDATA[Soja]]></category>

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		<description><![CDATA[Soja war ja schon immer eine Art &#8220;Geheimtipp&#8221; in Sachen gesunder Ernährung. In der Zeit, wo die Gentechnik nur im Forschungslabor stattfand, wurde Soja noch als Wundernahrung gehandelt. Die Bohne hat einen hohen Eiweißanteil und ist besonders reich an Ölen, mehr als jede andere Bohne. Ihre physiologisch wirksamen Bestandteile sind Phytoöstrogene. Dies sind pflanzliche Verbindungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soja war ja schon immer eine Art &#8220;Geheimtipp&#8221; in Sachen gesunder Ernährung. In der Zeit, wo die Gentechnik nur im Forschungslabor stattfand, wurde Soja noch als Wundernahrung gehandelt. Die Bohne hat einen hohen Eiweißanteil und ist besonders reich an Ölen, mehr als jede andere Bohne. Ihre physiologisch wirksamen Bestandteile sind <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/sekundaere-pflanzenstoffe/phytooestrogene.html" target="_blank">Phytoöstrogene</a>. Dies sind pflanzliche Verbindungen, die wie das Hormon Östrogen wirken. Genistein und Daidzein sind deren Hauptvertreter. Lange Zeit hat man vermutet, dass diese Komponenten in der Lage sind, die koronare <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Herzkrankheiten-Herzprobleme.htm">Herzerkrankheit</a> zu verhindern.</p>
<p><span id="more-912"></span></p>
<p>Immerhin war die Häufigkeit dieser Erkrankung in ostasiatischen Ländern deutlich niedriger als in Europa und den USA, was man auf den deutlich höheren Konsum an Soja zurück führte. Ebenso wurde das Auftreten von <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Tumorerkrankungen</a> in Beziehung gesetzt mit dem Sojakonsum in Ostasien und Europa und den USA. Auch hier ergab sich eine deutlich niedrigere Tumorrate in den ostasiatischen Ländern.</p>
<p>War es da nicht naheliegend, Soja als ein supergesundes Nahrungsmittel zu bewerben? Dazu war sie noch cholesterinarm und proteinreich. Sogar die FDA erlaubte den Werbespruch “Eine an gesättigten Fettsäuren und <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Cholesterin.htm">Cholesterin</a> arme Diät, die 25 g Sojaprotein pro Tag enthält, kann das Risiko von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/" target="_blank">Herzerkrankungen</a> reduzieren”. Aber auch noch heute wird eine positive Verbindung zwischen Sojakonsum und dem Verhindern von chronischen, entzündlichen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/darmerkrankungen/" target="_blank">Darmerkrankungen</a> angenommen &#8211; und von der Sojaindustrie beworben. Diese spezielle Indikation allerdings hat wenig bzw. keine wissenschaftliche Grundlage. Vor allem Vegetariern wurde Soja ans Herz gelegt, da hier die Proteine in ausreichender Menge zu finden waren, die sonst nur ein Fleischkonsum liefern konnte. Soja, das Super-Food…</p>
<p><strong>Zu schön, um wahr zu sein</strong></p>
<p>Es gibt da allerdings nur ein einziges Problem: Die meisten Geschichten über die Allmacht von Soja scheinen erfunden zu sein. Und die Story von der Soja als “Health-Food”, als gesunde Form der Ernährung, scheint sich in nichts als einen cleveren Marketingschwindel aufzulösen. Grund für diese Bemühungen ist die Reduktion der Kosten bei der Nahrungsmittelproduktion und eine weitere Reduzierung der Nährstoffinhalte, denn Soja ist vor allem eins: Billig.</p>
<p>Inzwischen produzieren Nordamerika und Südamerika 150 von 220 Millionen Tonnen jährlich. Die restlichen 70 Millionen Tonnen werden vom Rest der Welt produziert. Und die in den USA und auch Südamerika produzierten Sojapflanzen sind fast zu 100 Prozent gentechnisch verändert. Der Rest der Welt produziert mittlerweile auch zum größten Teil mittels gentechnisch veränderter Sojapflanzen, so dass wir kaum noch in der Lage sind, natürliches Soja zu finden. Und das, was auf konventionelle Weise produziert wird, wird oft mit der gentechnisch produzierten Soja vermischt, besonders wenn es als Tierfutter aufbereitet wird.</p>
<p><strong>Wo kommt Soja überhaupt drin vor?</strong></p>
<p>Sojaprotein in Form von Mehl oder Pulver kann man heute in zahlreichen Nahrungsmitteln finden. Das sind Proteinriegel, Fleischersatz, Backwaren, Nahrungsergänzungsmittel, Müslis, Suppen, Soßen, Shakes etc. Der hohe Eiweißgehalt macht Soja natürlich beliebt bei den Bodybildern. Aber der übermäßige Konsum bedeutet gleichzeitig einen übermäßigen Konsum an Phytoöstrogenen, die für eine reduzierte Libido und <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Impotenz.htm">Erektionsprobleme</a> sorgen können. Das steht aber nicht nur in einem Zusammenhang mit der Gentechnik und den Auswirkungen auf die Sojabohne. Diese Effekte treten auch bei “normal” angepflanzter Soja auf (vergleiche: <a href="http://www.andrologyjournal.org/cgi/content/abstract/29/1/55" target="_blank">http://www.andrologyjournal.org/cgi/content/abstract/29/1/55</a>).</p>
<p>Auch wenn man selbst nicht sonderlich versessen auf Soja oder Soja-Produkte ist, es ist fast unmöglich, Soja zu entkommen, da es in vielen Nahrungsmitteln, besonders den industriell gefertigten, enthalten ist. Die Chancen, ein genetisch modifiziertes Produkt, und sei es nur als Nahrungsmittelzusatz, einzukaufen, stehen, wenn ich das mal so zynisch sagen darf, &#8220;sehr gut&#8221;.</p>
<p>Naja, kann man dagegen halten, wir haben ja doch ein Gesetz, dass die Etikettierung und Kenntlichmachung von genmanipulierten Sachen erfordert! Da brauch man doch nur noch selbst die Etiketten zu studieren, ob vielleicht das Zeugs drin ist. Leider ist aber auf den Etiketten nicht vermerkt, ob und wenn das Hühnchen oder die Kuh mit Gen-Soja gefüttert worden ist. Somit kommt die Gen-Soja über diesen Umweg doch noch auf unseren Teller. Damit ist es auch mehr als nur wahrscheinlich, dass der gesundheitsbewusste Käufer Sachen kaufen muss, die er eigentlich vermeiden wollte.</p>
<p><strong>Warum ein Gesundheitsprodukt so ungesund ist</strong></p>
<p>Die Sojabohnen sind so modifiziert worden, dass sie “Roundup ready” sind. “Roundup” ist ein Herbizid von der Firma Monsanto. Sie wissen nicht, wer Monsanto ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-ein-gentechnik-konzern-auser-kontrolle/" target="_blank">Monsanto &#8211; Ein Gentechnikkonzern außer Kontrolle</a>&#8220;.</p>
<p>Die genetisch modifizierten Sojabohnen sind von Monsanto so eingestellt, dass sie durch den Einsatz dieses Herbizids keinen Schaden nehmen. Das heißt praktisch, dass alles Kraut und Unkraut durch das Herbizid vernichtet wird und die genetisch modifizierten Sojabohnen als Einzige stehen bleiben. Für Monsanto ist das eine Goldgrube ohne Ende. Sie verdient am genetischen Saatgut der Sojabohnen und dann noch am Herbizid, ein Traum eines jeden Geschäftsmanns. Dazu kommt noch, dass Saatgut und Herbizid nicht getrennt eingesetzt werden können. Das heißt z.B., dass man das genetische Saatgut nicht mit einem anderen Herbizid behandeln kann, da es genetisch nur auf das Monsanto-Herbizid zugeschnitten ist. Würde man ein anderes Herbizid einsetzen, dann besteht die Möglichkeit, dass Unkraut und Sojapflanze eingehen. Der Bauer, der also Monsanto Soja einsetzt, ist dazu verdonnert, auch deren Gift zu spritzen.</p>
<p>Schlecht für den Bauern, der so in eine Abhängigkeit gerät, aus der er so schnell nicht mehr herauskommt. Aber beschränken sich die schlechten Nachrichten nur auf den Monsanto-Bauern? Wie sieht es mit den Produkten aus, die ja in den Mägen der Konsumenten landen? Ist nicht der hohe Einsatz an Herbiziden schädlich für die Gesundheit? Und wie sieht es mit den fremden Genen in der Soja aus?</p>
<p>“Roundup” hat einen aktiven chemischen Bestandteil, das <a href="http://naturheilt.com/blog/glyphosat-gift-und-gentechnik-ausser-kontrolle/">Glyphosat</a>. Dies ist ein nicht-selektives Blattherbizid mit einer systemischen Wirkung auf die Pflanze. Es wird über die grünen Pflanzenteile in den Pflanzenkörper aufgenommen. In der Pflanze kommt es dann zu einer Blockade von Enzymen, die für die Synthese von den Aminosäuren <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/phenylalanin.html" target="_blank">Phenylalanin</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/tyrosin.html" target="_blank">Tyrosin</a> und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/aminosaeuren/tryptophan.html" target="_blank">Tryptophan</a> notwendig sind. Ohne diese Aminosäuren ist der Fortbestand der Pflanze nicht möglich und sie geht ein.</p>
<p>Früher wurde “Roundup” vor der Aussaat benutzt, um Anbauflächen von unliebsamen Pflanzen (im Volksmund Unkraut) zu &#8220;reinigen&#8221;. Mit der Einführung der genetischen Soja kann das Herbizid vor, während und nach der Aussaat eingesetzt werden, was sich positiv auf den Herbizidumsatz bemerkbar gemacht hat. Während z.B. in der deutschen Version von Wikipedia Glyphosat als umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich dargestellt wird, zeigen die wenigen Veröffentlichungen in <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/" target="_blank">PubMed</a> ein ganz anderes Bild.</p>
<p>Glyphosat ist in der Lage, die empfindliche hormonelle Ausgeglichenheit des weiblichen Fortpflanzungssystems negativ zu beeinflussen. Die Substanz bremst Enzyme, die für die Östrogenproduktion wichtig sind. Es hat einen toxischen Effekt auf die Plazenta. Hier werden dann der Transport von Nährstoffen von der Mutter zum Kind und der Abtransport von Abfallstoffen vom Kind zur Mutter beeinträchtigt. Und wenn die Plazenta nachhaltig geschädigt ist, dann sind Früh- und Fehlgeburten keine Seltenheit. Heute weiß man, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft auch nur kleinsten Mengen von Glyphosat ausgesetzt worden waren, mit ernsthaften Geburtsfehlern entbunden worden waren.<br />
(Siehe dazu auch dieses hervorragende englische Dokument: <a href="http://www.panap.net/sites/default/files/monograph_glyphosate.pdf" target="_blank">http://www.panap.net/sites/default/files/monograph_glyphosate.pdf</a>)</p>
<p>Studien mit Lurchenembryos haben gezeigt, dass selbst bei einer Verdünnung um den Faktor 5000 (das ist fast schon homöopathisch) folgende Effekte beobachtet werden konnten: Reduzierte Kopfgröße, genetische Veränderungen im zentralen Nervensystem, erhöhte Todesraten von Zellen, die den Schädel bilden, deformierte Knorpelbildung, Augendefekte, unterentwickelte Nieren usw. Des Weiteren wurde beobachtet, dass Glyphosat in den Zellen nicht verstoffwechselt (abgebaut) wurde, sondern kumulierte (sich anreicherte).</p>
<p>Damit scheinen diese Beobachtungen andere Beobachtungen aus Argentinien zu bestätigen. Hier wurden unnormal erhöhte Zahlen an Krebserkrankungen, Geburtsfehler, Kindermortalität, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/rheuma/systemischer-lupus-erythematodes.html" target="_blank">Lupus</a>, Hauterkrankungen, Lungenerkrankungen und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/nierenkrankheiten/" target="_blank">Nierenerkrankungen</a> in unmittelbarer Umgebung von Sojafeldern beschrieben. Es wird vermutet, dass der intensivierte Einsatz von “Roundup” für diesen Zusammenhang verantwortlich ist.</p>
<p>Eine Forschergruppe aus Argentinien veröffentlichte dann auch 2009 eine Arbeit über die <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19013644" target="_blank">Untersuchungen von AMPA (Aminomethylphosphorsäure)</a>, was ein Abbauprodukt von Glyphosat ist. Die Forscher kamen hier zu dem Schluss, dass AMPA, für das es kaum wissenschaftliche Daten gibt zu dieser Fragestellung, in drei Tests genverändernde Eigenschaften (genotoxisch) gezeigt hatte. Wenn man also nur Glyphosat einer Prüfung unterzieht (wenn überhaupt) und die Metabolite außer Acht lässt, dann wird das Ganze sicherlich vordergründig besser aussehen.</p>
<p>Dies ist die eine Seite der Medaille. Mit der Einführung der Genprodukte, egal ob es nun Soja, Kartoffeln, Mais usw. ist, sollte man davon ausgehen, dass diese Nahrungsmittel so sicher sind wie die alten, natürlichen auch. Jeder behauptet dann auch, dass dem so ist. Aber getestet hat niemand diese “Hypothese”. Hier wird die Annahme zur Gewissheit (assumption is the mother of all fuck ups &#8211; Annahme ist die Mutter allen Bockmists, Film “Under Siege 2”), ohne dass dies von der sonst so oft geforderten und überstrapazierten evidenzbasierten Wissenschaft erforscht worden wäre. Damit sind den “Fuck ups” Tür und Tor geöffnet worden. Man hat weder Kurz- noch Langzeiteffekte einer Prüfung unterzogen. Sogar einiger unserer deutschen Politiker scheinen der Meinung zu sein: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/politiker-entdecken-herbizide-sind-doch-gesund/" target="_blank">Herbizide sind gesund.</a>&#8221;</p>
<p><strong>Es werden immer mehr Stimmen dagegen</strong></p>
<p>Aber dennoch geht das Ganze nicht ohne wissenschaftliche Erkenntnisse ab. Diese kommen aber nicht aus dem Lager der Gen-Befürworter.</p>
<p>Im April 2010 fanden Forscher im russischen Institut für Ökologie und Evolution an der Russischen Akademie der Wissenschaften und Nationaler Genetischer Sicherheit heraus, dass mit Gen-Soja gefütterte Hamster plötzlich unfruchtbar wurden. Die Tiere waren über den Zeitraum von 2 Jahren mit der Gen-Soja versorgt worden. Nachdem die dritte Generation geboren worden war, stellte man fest, dass diese keine weiteren Nachkommen produzieren konnten. Diese Tiere waren unfruchtbar. Damit besteht immerhin die Möglichkeit, dass ähnliche Effekte auch beim Menschen einsetzen können. Niemand kann sagen, dass dem so ist. Es kann aber auch niemand die Garantie geben, dass dieser Fall nicht eintreten wird. Monsanto und Co. natürlich versichern uns das komplette Gegenteil. Warum nur?</p>
<p><strong>Moment mal!</strong></p>
<p>Es erhebt sich jetzt die Frage, ob Sie nicht zu den Leuten gehören, die einen unerfüllten <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Kinderwunsch.htm" target="_blank">Kinderwunsch</a> haben bzw. Unregelmäßigkeiten im Monatszyklus oder eine Endometriose. Haben Sie jemals eine <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Aborte.htm" target="_blank">Fehlgeburt</a> gehabt? In diesem Zusammenhang ist es höchst interessant, was eine <a href="http://www.foodconsumer.org/newsite/Safety/gmo/genetically_modified_soy_diets_0910100128.html" target="_blank">brasilianische Forschergruppe 2009 herausfand</a>. Sie untersuchten den Einfluss von Soja auf das Fortpflanzungssystem von weiblichen Ratten. Ein Teil dieser Ratten wurde mit Gen-Soja gefüttert. Nach 15 Monaten wurden gravierende Veränderungen am Uterus und im monatlichen Zyklus im Vergleich zu Ratten festgestellt, die mit organischem Soja oder gar keinem Soja gefüttert worden waren.</p>
<p>Wenn man dies nun auf den Menschen übertragen würde, dann hieße dies, dass Frauen, die genetisch veränderte Nahrungsmittel einnehmen, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, negative hormonale Veränderungen zu erfahren, eine Überhöhung von Östrogenen und Schäden an der Hirnanhangdrüse zu bekommen. Spitzfindig könnte man hier einwenden, dass Glyphosat die Östrogene senkt, Gen-Soja diese dagegen erhöht und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Aber das ist bestenfalls eine mathematische Gleichung und hat mit der Realität nichts zu tun. Im Gegenteil. Dieses “Beschleunigen und Abbremsen” der Hormone bringt den Hormonhaushalt nur noch mehr in Aufruhr. Dies führt dann z.B. zu der Ausbildung einer <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/frauenheilkunde/endometriose.html" target="_blank">Endometriose</a> (Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, z.B. in den Eierstöcken, Darm, Lunge, Gehirn usw.) und möglicherweise zur <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Unfruchtbarkeit.htm" target="_blank">Unfruchtbarkeit</a>.</p>
<p>Der “Genuss” von Gen-Produkten kann auch zu besonders schweren und verlängerten Verläufen einer Monatsblutung führen. Die wird fachmännisch <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/frauenheilkunde/menstruationsstoerungen.html" target="_blank">Menorrhagie</a> genannt. Zynischerweise bereitet dieses Phänomen dann auch einen neuen bzw. erweiterten Markt für Heilmittelchen gegen diese Beschwerden. Also alle Achtung! Die Jungs wissen wirklich, wie man Geld macht.</p>
<p>Aber wenn Sie sich als Herren der Schöpfung jetzt entspannt zurück lehnen und sagen: “Da bin ich außen vor”, dann kommt spätestens jetzt die kalte Dusche. Benutzen Sie Proteinriegel oder Proteinshakes? Dann sollten Sie darauf achten, dass die Produktinformation den Einsatz von Gen-Soja komplett ausschließt.</p>
<p><strong>Aber: Auch &#8220;natürliches&#8221; Soja halte ich für nicht gesund.<br />
</strong></p>
<p>Auch ohne genetische Hilfe hat Soja einen oft unerwünschten Effekt, zumindest für den Normalbürger. Denn die zölibatären Mönche in Asien bevorzugen Soja nicht zuletzt auch deswegen, weil es ihnen hilft, die Libido (Sexualtrieb) herabzusetzen. Damit fällt das Keuschsein deutlich leichter als ohne Soja. Aber dies ist ein sojatypischer Effekt und hat mit der Genmanipulation nichts zu tun. Auch Erektionsprobleme sind mit Sojaverzehr in Verbindung gebracht worden. Wie bereits weiter oben erwähnt, wirken Genistein und Daidzein wie Östrogen, und das so gut, dass man bereits eine Reihe von unerwünschten Effekten bei Männern berichtet hat: Gynäkomastie (Verweiblichung der Brust), herabgesetztes Haarwachstum im Gesicht und Körper, herabgesetzte Libido, Launenhaftigkeit und Weinanfälle, Erektionsprobleme, herabgesetzte Spermienzahl.</p>
<p>Falls Sie eine oder mehrere dieser Wirkungen bei sich wieder finden, dann könnte ein erhöhter Verzehr von Soja oder Soja-Produkten dafür verantwortlich sein. Statt Pillen gegen die Auswirkungen zu nehmen, empfiehlt es sich dringend, einfach das Sojazeugs wegzulassen, und schon werden diese Nebenwirkungen mit der Zeit nachlassen. Sollte das aber wider Erwarten nicht passieren und die Nebenwirkungen bleiben erhalten, dann wird es Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Denn hier könnten andere, ernsthaftere Ursachen vorliegen, die es abzuklären gilt.</p>
<p><strong>Die üble Bande: Soja, Herbizid und Genmanipulation</strong></p>
<p>Ja, aber da gibt es doch Studien, die gezeigt haben, dass die Asiaten viel gesünder sind und dabei so viel Soja essen! Wenn das alles stimmt, was ich weiter oben beschrieben habe, dann müssten die Asiaten schon längst ausgestorben sein, oder?</p>
<p>Dazu muss man sagen, dass in dem Marketing für Soja mal wieder das gemacht worden ist, was man im Marketing immer macht. Man macht es sich zu einfach. Da werden Phänomene einfach neben einander gestellt und Erklärungen, wie und warum diese Phänomene zusammen gehören, fabriziert, die aus der Luft gegriffen sind und nur verkaufsfördernden Charakter aufweisen. Sie erklären nichts und wollen nichts erklären. Sie wollen nur aussehen, als ob sie was erklären, damit der Verkauf angekurbelt wird.</p>
<p>Es wird bei diesen “Argumenten” geflissentlich übersehen, dass es trotz der Reduktion im Aufkommen von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/brustkrebs.html" target="_blank">Brustkrebs</a>, Uteruskrebs und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/prostatakrebs.html" target="_blank">Prostatakrebs</a> in Asien ein höheres Aufkommen von:</p>
<ul>
<li>Speiseröhrenkrebs,</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/schilddruesenkrebs.html" target="_blank">Schilddrüsenkrebs</a>,</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/magenkrebs.html" target="_blank">Magenkrebs</a>,</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/bauchspeicheldruesenkrebs.html" target="_blank">Bauchspeicheldrüsenkrebs </a>und</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/leberkrebs.html" target="_blank">Leberkrebs</a> gibt.</li>
</ul>
<p>Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass die meisten Asiaten Soja nur in fermentierter Form verzehren. Und hier sind einige gesundheitliche Vorteile gefunden worden. Unfermentierte Soja-Produkte scheinen einen &#8220;positiven&#8221; Einfluss auf bestimmte Krebsarten zu haben, was zu einer Erhöhung der Inzidenz führt. Aber es ist auf der anderen Seite keine Alternative, eine Krebsart gegen eine andere austauschen zu wollen.</p>
<p><strong>Wo liegt dann der große Unterschied von fermentiert und nicht fermentiert?</strong></p>
<p>Fermentierte Soja-Produkte sind zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Tempeh</li>
<li>Natto</li>
<li>Miso</li>
<li>Soja-Soße</li>
<li>Stinky-Tofu etc.</li>
</ul>
<p>Neben den gemeinsamen Nachteilen von fermentierter und unfermentierter Soja kommt bei der unfermentierten Variante noch dazu, dass diese relativ hohe Konzentrationen an Phytinsäure enthält. Phytinsäure ist in der Lage, Mineralien und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/spurenelemente/" target="_blank">Spurenelemente</a> im Darm zu binden und somit eine Resorption dieser Stoffe zu verhindern. <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Kalzium.html" target="_blank">Kalzium</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Magnesium.html" target="_blank">Magnesium</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/spurenelemente/kupfer.html" target="_blank">Kupfer</a>, <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Eisen.html" target="_blank">Eisen</a> und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/spurenelemente/zink.html" target="_blank">Zink</a> sind hiervon besonders betroffen. Das ist übrigens auch ein Problem, dass wir bei bestimmten <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/brot-und-getreideprodukte.html" target="_blank">Brot- und Getreideprodukten</a> auch haben. Durch den Fermentierungsprozess ist die Konzentration an Phytinsäure deutlich reduziert.</p>
<p>Was sind dann jetzt im Einzelnen die “wahnsinnigen” gesundheitlichen Vorteile von Soja-Produkten? Angaben, nach denen Soja-Produkte <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Osteoporose.htm" target="_blank">Osteoporose</a> verhindern, das Risiko für <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kreislauferkrankungen/" target="_blank">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a> und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/demenz.html" target="_blank">Demenz</a> senken und die oben erwähnten Krebsformen eindämmen können, scheinen eine nachvollziehbare Basis zu haben, allerdings nur für die fermentierte Variante, nicht so für die unfermentierte. Allerdings muss man sich dabei auch ehrlich eingestehen, dass eine Reihe weiterer natürlicher Produkte, wie <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/heilkraeuter-heilpflanzen/gruener-tee.html" target="_blank">grüner Tee</a>, frisches Obst und <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/gemuese-gegen-krebs/" target="_blank">Gemüse</a> aus ökologischem Anbau etc. ebenfalls gute gesundheitliche Effekte ausüben, die dem von fermentierter Soja oft gleichkommen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Soja genießen ist nur dann sinnvoll, wenn sie aus einem natürlich ökologischen Anbau kommt und gleichzeitig fermentiert wurde. Soja ausschließlich oder bevorzugt zu essen ist sicherlich so einseitig und potentiell gefährlich wie jeden Tag nur konventionelle Bananen zu essen. Gentechnisch verändertes Soja zu essen halte ich für ebenso bedenklich wie gentechnisch veränderten Mais oder Kartoffeln.</p>
<p>Denn: die <a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf" target="_blank">Gentechnik</a> und deren Produkte sind wissenschaftlich kaum überprüft. Und das, was an Prüfungen durchgeführt wurde ist, sieht gar nicht gut aus &#8211; jedenfalls nicht wenn diese Prüfungen von jemand anderes bezahlt werden als von Monsanto &amp; Co. Wenn diese Produkte dennoch auf den Markt gebracht werden, dann nur, um uns alle zu Versuchskaninchen zu machen. Und das wäre ja nicht das Erste mal. Wollen Sie das wirklich?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Dick durch Darmbakterien?</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/dick-durch-darmbakterien/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 12:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Darmbakterien]]></category>
		<category><![CDATA[Firmicuten]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist doch so simpel, schlank zu sein, zu werden oder zu bleiben: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, dabei viel Sport treibt und alle Lebensmittel nur in Maßen genießt, der hat mit Übergewicht nichts am Hut. Diese einfachen Zusammenhänge hören wir wieder und wieder, bis es auch dem letzten klar sein sollte. Daher erleben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist doch so simpel, schlank zu sein, zu werden oder zu bleiben: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, dabei viel Sport treibt und alle Lebensmittel nur in Maßen genießt, der hat mit Übergewicht nichts am Hut.</p>
<p>Diese einfachen Zusammenhänge hören wir wieder und wieder, bis es auch dem letzten klar sein sollte. Daher erleben übergewichtige Menschen immer die gleichen Vorurteile: Sie seien faul und inkonsequent, achten nicht auf ihre Ernährung und vertilgen vermutlich täglich zu ihren Maxi-Beuteln Kartoffelchips mehrere Liter Cola!<span id="more-905"></span></p>
<p>Doch gibt es auch übergewichtige Personen, die trotz einer gesunden Lebensweise einfach nicht abnehmen. Wissenschaftler aus den USA haben <a href="www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16033867" target="_blank">in dieser Studie</a> nun eine mögliche Ursache für dieses Phänomen entdeckt: Die zur natürlichen Darmflora zählenden <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/firmicuten-dickmachende-darmbakterien/" target="_blank">Firmicuten</a> machen im Verdauungstrakt fettleibiger Mäuse einen wesentlich höheren Anteil aus als bei normalgewichtigen Tieren. Das gleiche konnte <a href="www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183309" target="_blank">in einer anderen Studie</a> auch bei dicken Menschen nachgewiesen werden.</p>
<p>Nähere <a href="www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183312" target="_blank">Untersuchungen</a> zeigen, dass die Firmicuten, zu denen unter anderem die Bakteriengattungen <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/milchsaeurebakterien-laktobazillen.html" target="_blank">Lactobacillus</a>, Mycoplasma und Clostridium zählen, Ballaststoffe besonders gut verdauen können. Sie zerlegen die für uns unverdaulichen Pflanzenfasern in Zucker und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/fettsaeuren/" target="_blank">Fettsäuren</a>, die unser Körper anschließend in Fett umwandelt.</p>
<p><strong>&#8220;Ballaststoffe sind immer gut für die Verdauung&#8221; &#8211; also doch nicht</strong></p>
<p>Gingen wir also Jahrzehntelang davon aus, dass Ballaststoffe unserer Verdauung förderlich seien und sogar beim Abnehmen helfen, so scheint dies nun in Frage gestellt. Denn bei Menschen mit einem hohen Firmicuten-Anteil werden sie im Gegenteil zur wahren Kalorienbombe. Da aber jede menschliche Darmflora sich völlig individuell zusammensetzt, wird durch die neue Erkenntnis auch das Kalorienzählen bei Diäten unsinnig. Denn dann müssten wir für jede Person eine eigene Kalorientabelle anlegen, die auch die Verdauung der Ballaststoffe mit einschließt!</p>
<p>Professor Michael Blaut erklärt gegenüber dem Südwestrundfunk (SWR), dass die Wissenschaft noch lange nicht genau weiß, welche Rolle den Darmbakterien bei der menschlichen Verdauung wirklich zukommt. Doch sei die Stoffwechselleistung, die durch die Bakterien im Darm vollbracht werde, sehr vielfältig, so Blaut. „Genau dies macht es den Forschern aber so schwierig, diese Vielfältigkeit zu erforschen, die einzelnen Funktionen zu erkennen und auch einzelnen Bakterienarten zuzuordnen“, so der Ernährungsforscher weiter.</p>
<p><strong>Die wundersame Welt der Darmbakterien</strong></p>
<p>Obwohl mittlerweile einige Funktionen der Darmbakterien in Ansätzen bekannt sind, weiß man immer noch sehr wenig. Dies hängt unter anderem mit der geringen Größe und der Vielzahl der bisher bekannten Darmbakterien zusammen. Denn etwa 700 verschiedene Bakterienarten besiedeln den menschlichen Darm. Doch auch dies ist nicht allgemeingültig: Schließlich werden nicht bei jeder Person all diese Mikroorganismen nachgewiesen. Auch ändert sich die Darmflora mit dem Alter und mit der Nahrungszusammensetzung. Dies erschwert die Forschungsarbeit ebenfalls.</p>
<p>Damit eine modellhafte Forschung überhaupt möglich ist, werden Ratten untersucht, die völlig keimfrei, also auch ohne bestehende Darmflora gehalten wurde. Sie werden dann mit einem genau definierten „Cocktail“ der unterschiedlichsten Darmbakterien gefüttert, so dass in allen Tieren eine bekannte und nahezu identische Darmflora aufgebaut wird. Anschließend können die Wissenschaftler beobachten, ob eine Veränderung der Ernährung oder des Bakteriencocktails auch Abweichung des Gewichts mit sich bringen.</p>
<p>Auf der Entdeckung, dass Firmicuten einen nicht geringen Beitrag am Dicksein leisten, können die Wissenschaftler nun aufbauen. So möchte Professor Blaut herausfinden, ob eine gezielte Veränderung der Ernährung das Verhältnis der Mikroorganismen so umformen kann, dass dicke Leute leichter abnehmen. Andere Forscher hoffen, durch den gezielten Einsatz von <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/" target="_blank">Probiotika</a> das Bakterienverhältnis in die gewünschten Bahnen zu lenken – und damit die Fettsucht zu bekämpfen. Auch die Forschergruppe um Professor Blaut untersucht in einer <a href="www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20829589" target="_blank">Studie</a>, ob probiotische <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/probiotika/bifidobakterien.html" target="_blank">Bifidobakterien</a> oder auf sie abgestimmte <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/prebiotika/" target="_blank">Prebiotika</a> einer Fettleibigkeit entgegenwirken können. Denn im Gegensatz zu vielen anderen probiotischen Bakterien, gehören die Bifidobakterien nicht zu den Firmicuten.</p>
<p>Einen Aspekt betont Blaut allerdings im Gespräch mit dem SWR ausdrücklich: Der Zusammenhang zwischen <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Darmsanierung-Darmflora.htm">Darmflora</a> und Übergewicht sollte dicke Menschen auf keinen Fall dazu verleiten, nun auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu verzichten. Der Potsdamer Forscher betont, dass es sogar erste Hinweise darauf gibt, dass eine ausgewogene Ernährung davor schützt, dass die Firmicuten sich im Darm übermäßig vermehren.</p>
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		<title>Elektromagnetische Felder und die Handy-Industrie</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/elektromagnetische-felder-handy-industrie/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 14:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Elektromagnetische Felder]]></category>
		<category><![CDATA[Mobiltelefone]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte mich mal wieder um ein &#8220;Aufregerthema&#8221; kümmern: Elektromagnetische Wellen. Hier sind ziemlich viele Mythen und Märchen unterwegs: Auf der einen Seite wird angeblich reichlich Angst geschürt, auf der anderen Seite werden die Menschen, die sich darüber Gedanken machen, lächerlich gemacht. Ich denke, dass es bei dem Thema doch eine ganze Menge Unklarheiten gibt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte mich mal wieder um ein &#8220;Aufregerthema&#8221; kümmern: Elektromagnetische Wellen. Hier sind ziemlich viele Mythen und Märchen unterwegs: Auf der einen Seite wird angeblich reichlich Angst geschürt, auf der anderen Seite werden die Menschen, die sich darüber Gedanken machen, lächerlich gemacht. Ich denke, dass es bei dem Thema doch eine ganze Menge Unklarheiten gibt.</p>
<p><strong>Also fangen wir einfach von vorn an:</strong> Elektromagnetische Felder (EMF) sind elektromagnetische Wellen. Ein besonders bekannter Vertreter dieser Wellen ist &#8211; das sichtbare Licht (und das will wohl keiner von uns missen). Andere elektromagnetische Wellen, in einem anderen Frequenzbereich, werden für den mobilen Sprechverkehr per Mobiltelefon genutzt.</p>
<p><span id="more-892"></span></p>
<p>Gab es 1990 nur 300.000 Handy-Benutzer, sind es 20 Jahre später 110 Millionen Teilnehmer. Diese Zahl ist umso interessanter, da in Deutschland weniger als 90 Millionen Menschen leben, auch nach der Wiedervereinigung. Man muss also davon ausgehen, dass einige Teilnehmer mehr als nur ein Taschentelefon ihr Eigen nennen, vorausgesetzt: die Zahl von 110 Millionen ist richtig.</p>
<p>Diese “Explosion” im Mobilfunk wird natürlich begleitet und unterstützt von der Industrie, die angemessen reagiert und immer mehr an der Leistungsfähigkeit der Sendemasten bastelt und deren Zahl stetig erhöht. Wir alle wollen ja ständig erreichbar sein &#8211; ob das so ein Vorteil ist, darüber sprechen wir ein anderes Mal. Aber mit mehr Leistung nimmt auch die Menge der elektromagnetischen Wellen im Funkfrequenzbereich zu. Kann das vielleicht schädlich sein?</p>
<p>Wir wissen doch, dass alles Gift ist, wenn die Dosierung ausreichend hoch ist. Aber wo und wann fangen die elektromagnetischen Wellen an, “giftig” zu wirken? Und warum sollten sie das?</p>
<p><strong>Und schon haben wir zwei Lager.</strong></p>
<p>Die Einen sind die Gegner der Mobilfunkindustrie. Sie verweisen auf die Gefährlichkeit dieser nicht-ionisierenden Strahlung. Die Anderen zählen zum Lager der Befürworter, die von der Handy-Industrie als willkommene Verbündete begrüßt werden. Aber was haben sich die beiden Lager denn zu erzählen, wenn sie aufeinander treffen? Jeder behauptet inbrünstig, dass die eigene Position die jeweils Richtige ist. Die EMF-Gegner malen den Teufel an die Wand. Die Befürworter sehen das alles weniger eng und erklären die Unbedenklichkeit mit der des Lichts, das ja auch nicht gefährlich ist.</p>
<p>Inzwischen gibt es natürlich immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen oder solche, die sich als solche bezeichnen. Mal von den einen bezahlt, mal von den anderen. Natürlich kommen alle Studien höchst wissenschaftlich immer und immer wieder zu den gleichen widersprüchlichen Ergebnissen. Das einzige dauerhaft auftretende Muster in diesem Szenario ist eigentlich, dass die Gegner zu schlechten Ergebnissen kommen, die Befürworter hingegen zu guten und unbedenklichen Ergebnissen.</p>
<p>Böse Zungen behaupten, dass eine solche Vorgehensweise der Relativitätstheorie entspricht: Wenn objektive Sachverhalte plötzlich auf den Kopf gestellt werden, dann ist das relativ zu sehen. Natürlich hat das nichts mit dem alten Einstein und seiner Theorie zu tun. Aber dieses Relativieren von objektiven Bedingungen ist ein weiteres interessiertes Missverständnis. Wozu dieser Trick mit der Relativität? Na klar: Um sein eigenes Interesse der wissenschaftlichen Betrachtungsweise unterzujubeln und zu Ergebnissen zu kommen, die dem Betrachter angenehm sind.</p>
<p><strong>Wer mir mein Handy mies macht, ist Terrorist</strong></p>
<p>Was sind aber nun die Interessen der beiden Parteien? Die Interessen der Befürworter sind nicht schwer auszumalen: Die Industrie will Handys verkaufen und monatliche Gebühren einstreichen. Und (wir) die Nutzer wollen diese Sachen ja anscheinend nicht nur einmal sondern manche sogar mehrfach. Anders käme die Zahl von 110 Million sonst ja nicht zustande.</p>
<p>Was aber treibt die Gegner in ihre Gegnerschaft? Diese mit irgendwelchen finanziellen Interessen in Verbindung zu bringen, dürfte reichlich schwer fallen. Die Industrie, die den mobilen Sprechverkehr unterbinden will, muss noch erfunden werden. So tun sich die Befürworter dann auch schwer, dieses Geschütz aufzufahren. Einfach weil sie von vorn herein wissen, dass ein solcher Schuss ein Blindgänger sein wird.</p>
<p><strong>Aber was ist dann die Motivation dieser Leute?</strong> Ah, jetzt weiß ich es! Wenn es nicht Geld ist, dann kann es nur Dummheit, Ideologie oder sonstige Formen des Schwachsinns sein. Und da man den Dummen dumm kommen kann, wird deren Argumentation auch regelmäßig mit den dümmsten Kalauern abgetan. Ihre Befürchtungen, dass die elektromagnetischen Wellen körperliche Schäden anrichten könnten, werden regelmäßig mit dem sich stoisch wiederkehrenden Argument gekontert, dass man dafür bislang noch keine evidenzbasierten Beweise hätte.</p>
<p>Übrigens: Genau so argumentiert die Pharmaindustrie auch, wenn es um ihre nebenwirkungsreichen Medikamente geht. Bis solche &#8220;Zugpferde&#8221; wie <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/" target="_blank">Avandia</a>, <a href="http://naturheilt.com/blog/vioxx-skandal-merck/">Vioxx</a> &amp; Co. vom Markt genommen werden müssen (die Links führen zu meinen Beiträgen über diese Medikamente bzw. deren Geschichte). Das alles natürlich trotz angeblich evidenzbasierter Verträglichkeit, die die Industrie festgestellt haben wollte. Hier hatte sich nach einigen Jahrzehnten erst gezeigt, dass diese Medikamente eine Mogelpackung waren. Und später wurde ruchbar, dass die Firmen schon vom ersten Tag an von den Problemen gewusst hatten.</p>
<p>Sollte es sich mit dem mobilen Funk-Tsunami auch so verhalten? Immerhin gibt es auch noch keine evidenzbasierten Beweise, dass diese Flut an Funksignalen keine Schäden anzurichten vermag.</p>
<p><strong>Über den Versuch, Licht ins elektromagnetische Dunkel zu bringen</strong></p>
<p>Was man (noch) nicht hat, kann man sich besorgen. Was liegt unter solchen Bedingungen näher, als evidenzbasierte Fakten zu produzieren. Wie? Ganz einfach: Untersuchungen unter definierten Bedingungen. Im Labor, an Zellen und mit geeigneten elektromagnetischen Quellen. Eine solche Untersuchung wurde dann auch 2008 von einer Gruppe aus München in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien (MUW) veröffentlicht. Ein Abstract wurde in PubMed veröffentlicht unter dem Titel: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18278508" target="_blank">Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS 1950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes.</a></p>
<p>Die verantwortlichen Wissenschaftler waren Prof. Franz Adlkofer und Prof. Hugo Rüdiger. Die Zielsetzung der Studie war, das unlängst eingeführte UMTS der dritten Generation als standardisierte Form des Funkverkehrs abzuklären &#8211; und auf biologische Effekte zu untersuchen. Die Forscher beklagten, dass die Einführung erfolgte, ohne diese Effekte und vielleicht auch möglicher genverändernde Effekte durch die hohen Frequenzen abzuklären. Es lagen hier berechtigte Befürchtungen vor, da das Kommunikationssystem der zweiten Generation bei Testen &#8220;in vitro&#8221; negative Effekte auf Zellen gezeigt hatte.</p>
<p>Die Untersuchungsmethode sah dann also so aus, dass die Forscher Fibroblasten (spezielle Bindegewebszellen) und Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) kultivierten und dann mit UMTS-typischen Wellen beschallten (bei einer Frequenz von 1,950 MHz). Diese Beschallung fand dabei sogar noch unterhalb des gesetzlichen Sicherheitslimits von SAR = 2 W/kg statt. Anschließend wurden spezifische Untersuchungen gestartet, welche die DNA-Schäden, falls aufgetreten, feststellten (Micronucleus-Test und Comet-Assay).</p>
<p>Die Wissenschaftler versuchten, eine Dosis-Wirkungs-Relation für genverändernde Effekte festzustellen. Es gab zwei Testkammern, in denen die zu untersuchenden Zellkulturen untergebracht waren. Eine Testkammer wurde mit EMF beschallt, die andere war isoliert und verhinderte eine Exposition der Zellen gegenüber EMF. Das Team wusste zum Zeitpunkt der Auswertung nicht, welche Kammer die “Placebo-Kammer” war und welche die EMF-Kammer.</p>
<p>Als Ergebnis konnten die Forscher berichten, dass schon eine Beschallung von 24 Stunden mit SAR-Werten von 0,05 W/kg, die weit unter dem Sicherheitslimit liegen, statistisch signifikante Erhöhungen von DNA-Schäden in den Fibroblasten verursachte. Bei einer Verdopplung von SAR auf 0,1 W/kg zeigte sich ein signifikanter Effekt schon nach nur 8 Stunden. Überraschenderweise zeigten sich keine oder nur schwache Effekte bei den Lymphozyten. <strong>Die Forscher schlossen aus ihren Beobachtungen, dass UMTS genetische Veränderung in menschlichen Zellen verursachen kann, allerdings sind nicht alle Zellen gleich stark betroffen.</strong></p>
<p>Diese Studie konnte zwar keine abschließende Antwort auf die Schädlichkeitsfrage geben. Aber immerhin zeigte sie einen Einfluss, der zuvor von den EMF-Befürwortern hartnäckig geleugnet wurde. Es bleibt aber zu fragen, warum Lymphozyten augenscheinlich von EMF nicht zu beeinflussen sind, Fibroblasten dagegen deutlich empfindlicher sind. Was ich persönlich mich aber frage: Wie reagieren denn Nervenzellen auf EMF, besonders Gehirnzellen?</p>
<p>Wie dem auch sei: Diese Untersuchung machte einen Anfang und fing so damit an, das lang beschworene Märchen von der absoluten Unbedenklichkeit der EMF zu zersetzen. Wen wundert es da, dass die Gegenreaktion nicht lange auf sich warten ließ? Mich nicht.</p>
<p><strong>Die Zersetzung von zersetzenden Studienergebnissen</strong></p>
<p>Es dauerte daher dann auch nicht lange, und ein Prof. Alexander Lerchl aus der Jacobi Universität Bremen meldete sich in der Fachzeitschrift zu Wort, in der die Originalarbeit veröffentlicht worden war. Er bezweifelte die Richtigkeit der statistischen Daten und damit die gesamte Aussagekraft der Untersuchung. Damit aber noch nicht genug: Er informierte den Rektor der MUW über betrügerische Unregelmäßigkeiten in dieser Arbeit und ähnlich gelagerten Arbeiten der gleichen Forschergruppe. Letztendlich wurde der Gruppe vorgeworfen, eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zu EMF und deren Schädlichkeit mit selbst gefälschten Daten zu Ungunsten der EMF (und damit der Industrie) durchgeführt zu haben.</p>
<p>Dreh- und Angelpunkt in diesem ganzen Drama war eine Laborangestellte, die man als notorische Lügnerin und Erfinderin von Daten bezeichnete. Es wurde ihr auch unterstellt, zu wissen, in welcher der Kammern eine EMF-Beschallung erfolgte und in welcher keine Beschallung statt fand. Man hatte also seinen perfekten Sündenbock gefunden. Denn mann muss wissen: Den Professoren wissenschaftliches Fehlverhalten nachzuweisen wäre deutlich schwerer geworden. Aber so eine kleine Laborangestellte?</p>
<p>Und noch eine “schöne” Begebenheit tat sich auf: Zwei Tage, nachdem der Rektor der MUW die Autoren aufgefordert hatte, die Arbeiten zurückzuziehen, tauchte ein recht brisanter Tatbestand auf: Der vom Rektor eingesetzte Vorsitzende der Ethikkommission, die über diesen Fall zu entscheiden hatte, entpuppte sich als ein Rechtsanwalt, der für die Mobiltelefonindustrie tätig war. Damit war die scheinbare “Unabhängigkeit” dieser Kommission enttarnt, bzw. die Aufgabe dieser Kommission als “Inquisition” eindeutig. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wurde dann auch noch die Presse, in diesem Fall sogar der “<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,555365,00.html" target="_blank">Spiegel</a>”, eingeschaltet, der sich genüsslich über die verfälschte Wissenschaft der EMF-Gegner ausließ.</p>
<p><strong>Wenn es schon in der Zeitung steht, muss es ja stimmen &#8211; oder?!<br />
</strong></p>
<p>Damit war jedem klar, dass EMF-Gegner nicht nur einen Knall haben, sondern auch noch zu blöd sind, ihre Machenschaften ausreichend zu tarnen. Im Falle der Laborassistentin wurde dem Leser durch die Brust ins Auge vermittelt, dass hier auch ein gewisses kriminelles Potential mitschwimmt. &#8220;Aha, hab ich doch immer gesagt, dass die Handy-Gegner Kriminelle sind, Terroristen vielleicht sogar, die nicht wollen, dass ich meine Oma anrufen kann, gell?&#8221; Eine Gegendarstellung von Prof. Adlkofer wurde vom Spiegel nicht gedruckt.</p>
<p>Prof. Adlkofer äußert an anderer Stelle dazu: “<em>Selbst wenn die Handy-Industrie mit ihrer “Kriegsspiele-Strategie”, die sie erfolgreich in den Staaten in den 90er Jahren angewandt hat, Erfolg haben sollte in Sachen Unglaubwürdigmachen und Abwertung der Wiener Forschungsergebnisse, dann ist dieser vermeintliche Sieg mittlerweile gegenstandslos geworden. Denn mittlerweile &#8211; wie in der Dokumentation demonstriert &#8211; sind mehrere Veröffentlichungen erschienen, die genau unsere Ergebnisse reproduzieren konnten.</em>”</p>
<p>Ebenfalls merkwürdig ist, dass &#8211; nachdem der industriefreundliche Vorsitzende der Ethikkommission durch einen neutraleren Kandidaten ersetzt wurde &#8211; die Kommission zu vollkommen gegenteiligen Ergebnissen in der Beurteilung der Wiener Forschungsergebnisse kam. Die &#8220;gefälschte&#8221; Statistik war nicht mehr gefälscht und der Vorwurf des vorsätzlichen Betrugs wurde als falsch zurückgewiesen.</p>
<p><strong>Nur die Spitze des Eisbergs</strong></p>
<p>In der Folge sind noch weitere Scharmützel zwischen professoralen Gegnern und Befürwortern der Handy-Industrie vorgekommen, die ein eher beschämendes Bild auf die Wissenschaft werfen, bzw. auf die, die sie betreiben. Hier wurde offensichtlich nicht nur verleumderisch kriminelles Potential den EMF-Gegnern unterstellt &#8211; was selbst eines gewissen kriminellen Potentials nicht entbehrt. Hier wurde und wird die Wissenschaft so &#8220;zurechtgebügelt&#8221;, dass die Interessen der Industrie mal wieder die Oberhand gewinnen sollen. Und die Befürworter sind Professoren und Universitätsrektoren in Wien, Berlin und Bremen (und anderswo).</p>
<p><strong>Mein Fazit:</strong> Ob Pharmaindustrie oder Handy-Industrie, wenn´s ums Geld geht, dann ist man sich wohl auch als Professor nicht zu schäbig, in die Trickkiste von Demagogen und Hetzern zu greifen. Denn die mögliche Wirklichkeit scheint zu teuer zu sein, auch für die beteiligten Personen. Während die Gegner finanziell mit leeren Händen dastehen (was nur logisch und vollkommen normal ist), wird es für die Pro-Professoren nicht zu deren Schaden sein, wenn sie ihre professorale Kompetenz meistbietend verhökern.</p>
<p>Es bleibt mir eigentlich nur übrig, die Frage zu stellen, wem das Ganze am Ende schadet? Den Nutzen hat die Mobilfunkindustrie, aber wenn diese elektromagnetischen Felder wirklich unsere Zellen und unser Genmaterial schädigen, wird die Anzahl der &#8220;Verlierer&#8221; in dieser Angelegenheit unübersehbar zahlreich sein. Schließlich kämpfen wir da auf mehreren Fronten, denn auch die von der Wissenschaft und der Industrie so heißgeliebten Nanopartikel sind nicht ganz ohne: <a href="http://renegraeber.de/blog/nanoteilchen-schaedigen-erbgut/" target="_blank">Forscher entdecken: Nanopartikel schädigen das Erbgut</a>.</p>
<p>Uns allen wünsche ich mehr Forschung unter neutralen Bedingungen beziehungsweise die Anerkennung und Publikmachung bereits vorhandener Ergebnisse, und natürlich Konsequenzen daraus. Auch wenn wir dann vielleicht nicht mehr immer und überall erreichbar sind.</p>
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		<title>Die Rache der Grill-Hähnchen</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 07:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cholesterin]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Grillen]]></category>
		<category><![CDATA[Hähnchen]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernährungswissenschaftler aus Thailand und den USA haben unlängst in einer Studie feststellen müssen, dass die gesundheitliche Gefährdung von Fleisch nicht einheitlich ausfällt. Es wird ja schon seit einigen Jahrzehnten vermutet, dass vor allem Grillfleisch, und da besonders die verbrannten Teile, durch das Grillen mit krebserzeugenden Substanzen angereichert wird. Wenn man die Wahl hat zwischen einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ernährungswissenschaftler aus Thailand und den USA haben unlängst <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0309174010004559" target="_blank">in einer Studie</a> feststellen müssen, dass die gesundheitliche Gefährdung von <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/fleisch.html" target="_blank">Fleisch</a> nicht einheitlich ausfällt.</p>
<p>Es wird ja schon seit einigen Jahrzehnten vermutet, dass vor allem Grillfleisch, und da besonders die verbrannten Teile, durch das Grillen mit krebserzeugenden Substanzen angereichert wird. Wenn man die Wahl hat zwischen einem Grill-Hähnchen und einem Hotdog, dann würde wohl fast jeder spontan zum Hähnchen greifen. Zu sehr sind wir auf den Übeltäter <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Cholesterin.htm">Cholesterin</a> geeicht und wollen selbigem so gut wie möglich ausweichen. Laut Wissenschaftler aber knallen wir bei diesem Ausweichmanöver gnadenlos vor den Baum.</p>
<p><span id="more-885"></span></p>
<p>Denn nachdem wir erfolgreich das Cholesterin im Hotdog und im Ei vermieden haben, verleiben wir uns mit dem Grill-Hähnchen eine deutlich höhere Konzentration an sogenannten heterozyklischen Aminen ein, die in dem unschönen Ruf stehen, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Krebs</a> zu erzeugen. Hotdogs und ähnlich erzeugte Fleischprodukte wie Pfeffersalami, Aufschnitt usw. sind deutlich weniger belastet mit diesen karzinogenen Bestandteilen.</p>
<p>Wenn man sich nun die Studie der Wissenschaftler anschaut, dann ist man in der Tat geneigt, Hotdogs den Vorzug zu geben. Auch das Time Magazine hat sich dieses Themas angenommen. Hier finden wir einige Daten zu den HCAs, die beim Braten und Grillen entstehen. So enthalten Pfeffersalami 0,05 ng/g (Nanogramm pro Gramm; 1 Milliarde Nanogramm = 1 Gramm) &#8211; Hotdogs und Aufschnitt 0,5 ng/g &#8211; gekochter Schinkenspeck 1,1 ng/g &#8211; Grill-Hähnchen 1,9 ng/g &#8211; Grill-Hähnchenhaut 16,3 ng/g.</p>
<p>Und damit ist doch eigentlich klar, dass man mit einem Hotdog besser beraten ist als mit einem Hähnchen und dessen Haut, oder nicht? Aber so einfach scheint die Sachlage dann doch nicht zu sein.</p>
<p><strong>Heterozyklische Amine &amp; Co. KG</strong></p>
<p>Was ist das denn nun schon wieder? Keine Angst, die Biochemie dazu wird nicht allzu umfangreich werden. Aber es ist wichtig zu wissen, was es mit diesen Aminen auf sich hat, wenn man den gesamten Sachverhalt verstehen will.</p>
<p>Heterozyklische Amine, kurz HCAs, sind chemische Verbindungen mit einer Ringstruktur und einer Aminogruppe. Die Ringe können drei-, vier-, fünf-, sechseckig sein usw. Diese HCAs sind nicht alle problematisch, sondern einige von ihnen erfüllen wichtige biologische Funktionen. <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/vitamine/vitamin-b3.html" target="_blank">Niacin</a>, Vitamin B3, ist z.B. so ein HCA. Porphyrine zählen ebenfalls zu den HCAs. Sie sind integraler Bestandteil von <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/mineralstoffe/Eisen.html" target="_blank">Hämoglobin</a>, <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/herzenzyme.html" target="_blank">Myoglobin</a>, Chlorophyll und <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/vitamine/vitamin-b12.html" target="_blank">Vitamin B12</a>. Pyrimidin ist ein weiterer Vertreter der HCAs und ist Bestandteil von Vitamin B1.</p>
<p>Die Liste an Beispielen, wo HCAs in unserem Organismus unverzichtbarer Bestandteil sind, ist ellenlang. Andere HCAs dagegen kommen nicht natürlich vor, sondern werden bei hohen Temperaturen, also Braten und Grillen erzeugt. Und dies sind die HCAs, die unter Umständen ein erhöhtes Krebsrisiko erzeugen. Sie sitzen besonders konzentriert in den schwarzen, verkohlten Teilen von Haut und Fleisch. Deshalb sind diese Teile besonders intensiv zu vermeiden. Denn HCAs sind verantwortlich für eine Reihe von Krebserkrankungen, wie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/magenkrebs.html" target="_blank">Magenkrebs</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/darmkrebs.html" target="_blank">Darmkrebs </a>und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/brustkrebs.html" target="_blank">Brustkrebs</a>.</p>
<p>Unglücklicherweise sind die HCAs nicht die einzigen Übeltäter. Da gibt es noch die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAKs. Auch sie stehen im Ruf, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/" target="_blank">Krebs</a> zu erzeugen. Und sie entstehen bei der Verarbeitung von Fleischwaren. So wird eine Reihe von Fleischwaren geräuchert. Dieser Räucherprozess sorgt dann für die erhöhte Belastung des Fleischs mit PAKs.</p>
<p>Aber auch beim Grillen entsteht PAK. Wenn Fett auf die Hitzequelle tropft, dann entsteht vermehrt Rauch, der mit der Grillware in Berührung kommt. Dieser Rauch überträgt dann die PAKs auf das Grillfleisch. Die Berufskrankheit von Schornsteinfegern war bzw. ist <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/hautkrebs.html" target="_blank">Hautkrebs</a>, der durch PAK-belasteten Rauch hervorgerufen wird. Zigarettenrauch ist auch eine ergiebige Quelle für PAKs. Wer auf das Grillen nicht verzichten möchte, sollte mal in meinen Artikel: &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/grillen-aber-richtig-und-gesund-2011/" target="_blank">Grillen &#8211; aber richtig und gesund</a>&#8221; hineinschauen.</p>
<p>Ein weiterer Übeltäter in unserem Grill-Hähnchen ist bzw. sind die Advanced Glycation End Products (AGEs). Hierbei handelt es sich um eine Glykation oder Glykierung, wobei Eiweiße mit Zuckern reagieren. Dies erfolgt bei Temperaturen von 120 Grad und höher. So werden, man kann es kaum glauben, AGEs in der Lebensmittelindustrie (ach so, jetzt glaub ich´s doch) eingesetzt, um als Geschmacksverstärker, Farbstoff und zur Verbesserung der Erscheinung zu dienen. Dabei ist man wenig evidenzbasiert davon ausgegangen, dass AGEs vollkommen ungefährlich sind. Aber man weiß heute, dass AGEs alles andere als harmlos sind. Sie sind an der Bildung von Acrylamid beteiligt, ein Produkt von Grillfleisch, das krebserzeugend ist. Aber AGEs selbst scheinen im Körper für oxidativen Stress zu sorgen, denn sie reichern sich im Laufe der Jahre an. Das Resultat sind <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Entzuendung.allg.htm">Entzündungen</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kreislauferkrankungen/">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a>, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Diabetes.htm">Diabetes</a> und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/nierenkrankheiten/" target="_blank">Nierenerkrankungen</a>.</p>
<p><strong>Geht´s jetzt um die Wurst?</strong></p>
<p>Wie es aussieht, ist die gegrillte Hähnchenhaut der beste HCA-Lieferant und Krebserzeugungskandidat auf dem Grillfest. Aber man kann ja die Haut entfernen und nur das Fleisch genießen… oder gleich auf die HCA-ärmeren Varianten umsteigen. Aber wie wir schon im vorherigen Absatz haben sehen können, sind die HCAs nicht die einzigen Substanzen, die es zu meiden gilt. Denn über die Grill-Chemie hinaus gibt es da noch Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker (wie bereits bei den AGEs beschrieben) und Farbstoffe, die mit der Ernährung rein gar nichts zu tun haben. Und weil sie für die Ernährung ohne Belang sind, sind sie auch potentiell gefährlich.</p>
<p>Wo finden sich denn nun all diese Dinge? Im Grill-Hähnchen wird es kaum Konservierungsstoffe, Farbstoffe etc. geben. Nein, man findet dies in ausreichenden Mengen in industriell gefertigter Nahrung. Vor allem findet sich hier Natriumnitrit, ein Zusatz, der häufig in geringen Mengen im Pökelsalz vorkommt. Es verhindert das Wachstum von Bakterien auf dem behandelten Fleisch und erhält dessen rote Farbe und Geschmack. So sind Hotdogs, Aufschnitt und Schinkenspeck nahezu “berühmt” für ihren ausgiebigen Nitrit-Gehalt. Auch wenn dieser Gehalt kaum größer ist als der HCA-Gehalt des Grill-Hähnchens, ist das karzinogene Potential als gleich groß einzuschätzen. Denn Nitrite können im Körper in Nitrosamine verwandelt werden, die einen Ruf als krebserzeugende Substanzen haben. So gibt es inzwischen die ersten Studien, die eine Verbindung zwischen den Nitrosaminen und dem Aufkommen von Kolorektal-, Magen- und Pankreaskrebs zeigen konnten.<br />
Wenn Sie jetzt auf die geniale Idee kommen, Ihren Hotdog auf dem Grill ordentlich anbrennen zu lassen, statt ihn in einer Mikrowelle z.B. aufzuwärmen, dann haben Sie beides, Nitrite und HCA friedlich vereint in Ihrem Hotdog. Und damit besteht die gute Aussicht, bei einem mehr oder weniger regelmäßigen Verzehr solcher Hotdogs gesundheitlich auf den Hund zu kommen. Wohl bekomms!</p>
<p><strong>7000 Studien gegen Industriefutter</strong></p>
<p>Fertigprodukte der Nahrungsmittelindustrie scheinen keine gute Wahl zu sein, wenn es um <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/" target="_blank">Ernährung</a> geht. Eine Mega-Analyse von 7000 Studien versuchte unlängst den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs zu erforschen. Diese Studie wurde vom World Cancer Research Fund (WCRF) initiiert. Die Gelder dafür stammten aus öffentlichen Mitteln. Somit lag hier keine industrielle Beteiligung vor, die unter Umständen Einfluss auf die (unliebsamen) Ergebnisse hätten nehmen können.</p>
<p>Und so kam es, wie es kommen musste: Die guten Fleischwaren aus industrieller Fertigung waren bzw. sind gut geeignet, vor allem Dickdarmkrebs zu fördern. Dabei gibt es keine definierte Menge an industriell verarbeitetem Fleisch, die als sicher angesehen werden kann. So ist der “Genuss” von nur einer Wurst täglich in der Lage, das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs um 20 Prozent anzuheben. Aber es gibt noch einen tüchtigen Nachschlag: Dieses feine Essen “verbessert” die Aussicht auf Dickdarmkrebs um 50 Prozent, Blasenkrebs um 59 Prozent, Magenkrebs um 38 Prozent und Pankreaskrebs um 67 Prozent.</p>
<p>Und nun noch der Nachschlag zum Nachschlag… Hotdogs, Schinkenspeck, Salami und andere industriell verarbeitete Fleischsorten scheinen in der Lage zu sein, das Risiko für Diabetes um 50 Prozent in die Höhe zu treiben. Außerdem setzen sie die Lungenfunktion herab und erhöhen somit das Risiko für eine chronisch obstruktive <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lungenkrankheiten/" target="_blank">Lungenerkrankung</a>.</p>
<p><strong>Und die Moral von der Geschicht´?</strong></p>
<p>Das Industrie-Fleisch sieht nicht nach einer besonders berauschenden Alternative zum Grill-Hähnchen und seinen Krebs-HCAs aus. Ob Grill oder Industrie, das Krebsrisiko ist bei beiden deutlich erhöht. Aber darf man dann gar nichts mehr essen? Doch… du darfst… 100 Prozent Rindfleisch und Hähnchen muss es sein. Hier sollten keine Konservierungsstoffe eingesetzt worden sein. Das Gleiche gilt für Farbstoffe, Mononatriumglutamat und Geschmacksverstärker. Wenn es unbedingt Wurst oder anderes aufgearbeitetes Fleisch sein muss, dann ist es am Besten, man geht zu einem kleinen Hersteller, dem man unter Umständen sogar bei der Herstellung über die Schulter schauen darf bzw. man sich nach den Zutaten erkundigen kann. Auch wenn es sich hier immer noch nicht um die optimale Lösung handelt, ist sie immer noch besser als die kommerzielle Variante von der Stange.<br />
Das wirklich gesunde Fleisch hingegen kommt von organisch gepflegten Tieren, die gehalten wurden wie vor 100 Jahren. Organisch gefütterte, freilaufende Hühner und Gras fressende Kühe und Rinder sind die Einzigen, die gutes Fleisch liefern können. Fleisch von Tierfarmen ist angereichert mit Hormonen, Antibiotika, Pestiziden und anderen Chemikalien (wie ich in meinem Artikel &#8220;<a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/huehnerfleisch-ohne-geschmack/" target="_blank">Hühnerfleisch ohne Geschmack</a>&#8221; bereits berichtet hatte).</p>
<p>Eine weitere Alternative wäre die mehr vegetarisch orientierte Kost. Aber nicht jeder ist ein Freund von Salaten und anderem Grünzeugs, obwohl es für die meisten die gesündere Variante der Ernährung ist. Zumindest gibt es hier keine HCAs &amp; Co.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://naturheilt.com/blog/angiogenese-oder-essen-gegen-krebs/">Angiogenese oder: Wie esse ich gegen den Krebs?</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Erhöhte Leberwerte als Hinweis für eine Leberentzündung</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/erhoehte-leberwerte-hinweis-leberentzuendung/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 15:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leber]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gefahr für eine Leberentzündung besteht nicht nur durch die Hepatitis-Viren, sondern auch durch Alkoholmissbrauch, ungesunde Ernährung und Übergewicht (das können Sie auch in meinem Artikel: &#8220;Was Sie Ihrer Leber alles antun&#8221; nachlesen). Die Deutsche Leberstiftung möchte nun vor den Risiken warnen. Denn bereits erhöhte Leberwerte können ein Anzeichen für eine Leberentzündung sein. Die Ursachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gefahr für eine <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Hepatitis.htm">Leberentzündung</a> besteht nicht nur durch die Hepatitis-Viren, sondern auch durch Alkoholmissbrauch, ungesunde Ernährung und Übergewicht (das können Sie auch in meinem Artikel: <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/was-sie-ihrer-leber-antun/">&#8220;Was Sie Ihrer Leber alles antun&#8221;</a> nachlesen). Die Deutsche Leberstiftung möchte nun vor den Risiken warnen. <span id="more-878"></span>Denn bereits erhöhte Leberwerte können ein Anzeichen für eine Leberentzündung sein.</p>
<p><strong>Die Ursachen</strong></p>
<p>Eine <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Hepatitis.htm">Leberentzündung</a> kann sich durch einen ungesunden Lebensstil bei jedem entwickeln. Etwa 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands soll bereits an erhöhten Leberwerten leiden. Die <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lebererkrankungen/fettleber.html" target="_blank">Fettleber</a> und zu hoher Alkoholkonsum gelten als die Hauptursachen für eine kranke Leber mit folgender Entzündung. Gerade Männer sind häufiger von Übergewicht in der Bauchregion betroffen und gefährden damit ihre Leber. Die Symptome werden zunächst nicht wahrgenommen und so kann sich der Prozess unbemerkt vorsetzen, bis es fast zu spät ist.</p>
<p>Doch auch <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Autoimmunerkrankungen.htm">Autoimmunerkrankungen</a> der Leber, sowie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/infektionen/bakterielle-infektionen.html" target="_blank">Infektionen</a> mit Bakterien oder bestimmte Medikamente können eine <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lebererkrankungen/hepatitis-leberentzuendung.html" target="_blank">Leberentzündung</a> hervorrufen. Ebenfalls eine Gefährdung der Leber: <a href="http://www.yamedo.de/blog/dioxin-schaedigt-haut-und-leber/" target="_blank">Dioxin</a>, im Frühjahr 2011 in &#8220;aller Munde&#8221;. Eine weitere Ursache ist die Erkrankung an Hepatitis-Viren. Hier sind besonders <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lebererkrankungen/hepatitis-b.html" target="_blank">Hepatitis Typ B</a> und C gefährlich.</p>
<p><strong>Hepatitis durch Viren</strong></p>
<p>Mittlerweile sollen rund 500 Millionen Menschen chronisch mit Hepatitis B oder <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lebererkrankungen/hepatitis-c.html" target="_blank">Hepatitis C </a>infiziert sein. 1,5 Millionen Menschen sollen daran jährlich sterben. Aus Süd- und Osteuropa sollen Experte zu folge viele Infektionen mit den Hepatitisviren nach ganz Europa gelangen. In diesen Ländern sollen etwa 8 Prozent der Bevölkerung infiziert sein, während es in Skandinavien beispielsweise nur 0,1 Prozent sein sollen. Die Häufigkeit ist zwar gering, dennoch handelt es sich hierbei um eine schwere Erkrankung. Wenn die Hepatitis C nicht rechtzeitig behandelt wird, muss der Patient mit einer <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Leberzirrhose.htm">Zirrhose</a> und <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/leber/leberkrebs.html" target="_blank">Leberkrebs</a> rechnen.</p>
<p><strong>Aufklärung ist wichtig</strong></p>
<p>Die chronische Hepatitis kommt häufig aus dem Ausland nach Deutschland. Etwa 55 Prozent der Erkrankten sollen Experte zu folge einen Migrationshintergrund haben. Daher ist es Michael P. Manns von der Deutschen Leberstiftung so wichtig, Aufklärungsarbeit in der jeweiligen Muttersprache zu leisten. Neben Infoblättern sollen auch <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Impfen.htm">Impfungen</a> helfen. Besonders Einwanderer aus Asien, der Türkei, Italien und dem Balkangebiet sollen dadurch geschützt werden.</p>
<p><strong>So helfen Sie Ihrer Leber:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/naturheilmittel-fuer-die-leber/" target="_blank">Naturheilmittel für die Leber</a></li>
<li><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/leber/fasten-chronische-lebererkrankungen.html" target="_blank">Fasten bei chronischen Lebererkrankungen</a></li>
</ul>
<p><strong>Wenn Sie nicht nur an den Symptomen &#8220;herumdoktorn&#8221; wollen, empfehle ich Ihnen u.a. eine gründliche Leberreinigung. In meinem Buch <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/leber/biologische-lebertherapie.html" target="_blank">&#8220;<em>Die biologische Lebertherapie</em>&#8220;</a> stelle ich Ihnen Heilmittel und naturheilkundliche Verfahren vor, mit denen Sie Ihrer Leber dauerhaft helfen.</strong></p>
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		<item>
		<title>Grüner Tee schützt vor Alzheimer und Demenz</title>
		<link>http://naturheilt.com/blog/gruener-tee-schuetzt-alzheimer-demenz/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 14:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Grüner Tee]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Es verdichten sich ernst zu nehmende Hinweise, dass der Genuss von grünem Tee die Entwicklung von Alzheimer und andere Formen von Demenz verhindern kann. Dies behaupten jedenfalls die Froscher der Universität von Newcastle. Weiter noch vermuten sie, dass der grüne Tee sogar vor Krebs schützen kann. Das würde im Einklang stehen mit Forschungsergebnissen, die ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es verdichten sich ernst zu nehmende Hinweise, dass der Genuss von <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/heilkraeuter-heilpflanzen/gruener-tee.html">grünem Tee</a> die Entwicklung von <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Alzheimer.htm">Alzheimer</a> und andere Formen von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/demenz.html" target="_blank">Demenz</a> verhindern kann. Dies behaupten jedenfalls die Froscher der Universität von Newcastle. Weiter noch vermuten sie, dass der grüne Tee sogar vor <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Krebs</a> schützen kann. <span id="more-873"></span></p>
<p>Das würde im Einklang stehen mit Forschungsergebnissen, die ich an anderer Stelle erwähnt habe, nämlich über <a href="http://naturheilt.com/blog/angiogenese-oder-essen-gegen-krebs/">Angiogenese</a> und die Verhinderung der Entwicklung von Tumorgewebe. Grüner Tee wurde hier erwähnt und seine Fähigkeit, den Aufbau von Blutgefäßen für einen Tumor zu hemmen.</p>
<p>Das Team aus Newcastle wollte in ihrer Studie herausfinden, ob die schützenden, aktiven Substanzen, die in einem frisch aufgegossenen Tee nachzuweisen sind, auch noch nach dem Verdauungsvorgang aktiv sind. Denn positiv wirkende Substanzen im Teekessel sind nutzlos, wenn sie durch den Verdauungsvorgang zerstört werden. Und wer will sich schon den Tee als Infusion zuführen? Das ist außerdem äußerst geschmacklos …</p>
<p>Auf der anderen Seite ist die Verdauung der Vorgang, der uns die notwendigen Nährstoffe zukommen lässt. Dieser Vorgang vollzieht sich jedoch sehr selektiv, denn nicht alles, was wir uns in den Mund stopfen, kommt auch im System an. Glücklicherweise &#8211; denn nicht alles, was wir uns als Nahrung zuführen, ist auch für den Organismus gesund. Unser meist täglicher Besuch des stillen Örtchens ist Beweis dafür, dass das Verdauungssystem eine Reihe von Substanzen aus der Nahrung eliminiert und ausscheiden lässt.</p>
<p>Deshalb ist es wichtig, zu erfahren, ob nicht auch die schützenden Substanzen im grünen Tee vielleicht vom Verdauungssystem eliminiert werden. Denn das Prädikat “sehr gesund” ist noch längst keine Garantie für einen Passierschein seitens des Verdauungssystems.</p>
<p>Was die Forscher dann beobachten konnten, war mehr als verblüffend: <strong>Sie konnten berichten, dass der Verdauungsprozess die im Tee enthaltenen Substanzen in ihrer schützenden Wirksamkeit gegen Alzheimer nur noch verstärkte.</strong> Auch hier wurde wieder beobachtet, dass diese Anti-Alzheimer-Substanzen zudem noch Anti-Krebs-Wirkung zeigten. Und hier wurde wieder beobachtet, dass die Tumore aufgrund der Anwendung des Tees deutlich langsamer bzw. überhaupt nicht mehr wuchsen.</p>
<p>Die Forscher vermuten, dass Wasserstoffperoxid und Beta-Amyloid-Proteine für die Ausbildung von Alzheimer verantwortlich sind. In früheren Studien konnte beobachtet werden, dass im schwarzen und grünen Tee Substanzen enthalten sind, die sogenannte neuroprotektive Eigenschaften aufwiesen. Dies sind Substanzen, die in der Lage sind, Nervenzellen zu schützen, in dem sie toxische Substanzen im Organismus binden und neutralisieren. Die chemische Bezeichnung dieser Substanzen ist “<a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/sekundaere-pflanzenstoffe/polyphenole.html" target="_blank">Polyphenole</a>”.</p>
<p>Bei der Verdauung werden diese Polyphenole des grünen Tees aufgebrochen in eine Mixtur von Komponenten. Und diese Komponenten, auch Metabolite genannt, wurden von dem Newcastler Forschungsteam genauer unter die Lupe genommen. Der Chef des Teams, Dr. Okello, gab dabei zu verstehen, dass diese Form der Untersuchung deshalb so wichtig ist, da man nicht per se davon ausgehen kann, dass Substanzen in Nahrungsmitteln auch unverändert vom Organismus übernommen werden, nur weil wir sie als “gesund” erachten.</p>
<p>Von den gesunden Inhaltsstoffen in der Nahrung gibt es viele. Aber es besteht auch theoretisch die Möglichkeit, dass der Verdauungsprozess diese so verändert, dass sie nicht mehr gesundheitsförderlich sind.</p>
<p>Die Forscher gingen so vor, dass sie im Labor gesunde Zellen verschiedenen Giften in verschiedenen Konzentrationen aussetzten, mit und ohne den verdauten Komponenten des Grüntees. Die Zellen, die mit Grüntee behandelt wurden, wurden vor den Aktivitäten der Toxine geschützt. Sie wurden vor deren Zerstörung bewahrt. Gleichzeitig zeigten so behandelte Krebszellen ein verzögertes Wachstum. <strong>Dies legt die Vermutung nahe, dass der Grüntee eine toxische Wirkung auf Krebszellen hat.</strong> Deshalb kommentierte Dr. Okello, dass grüner Tee in der <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Traditionelle-Chinesische-Medizin.html" target="_blank">traditionellen chinesischen Medizin</a> (TCM) schon seit Jahrhunderten eingesetzt wird und dass ihre Untersuchungen einen wissenschaftlichen Beweis der traditionellen Praxis darstellten. Von daher sei es möglich, dass die positiven Substanzen aus dem grünen Tee auch gegen andere Schlüsselerkrankungen wirksam seien.</p>
<p><strong>Wie geht es weiter?</strong></p>
<p>Da diese Befunde auf dem Labortisch erhoben wurden, wird der nächste Schritt sein, die Bedingungen im gesunden Organismus von Probanden zu beobachten. Wie dem auch sei: Auch wenn es sich herausstellen sollte, das der grüner Tee mit das Gesündeste ist, was die Natur anzubieten hat, ist dessen Genuss kein Freifahrtschein für eine Vermeidung von prinzipiell gesunder Ernährung, körperlicher Betätigung und einem allgemein gesunden Lebensstil.</p>
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