Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

Fälle von Listeriose nach dem Verzehr von Käse

Mittwoch, 10. März 2010 0:32

Am 19.02.2010 vermeldete das Online-Magazin der Zeitschrift „Focus“ eine traurige Neuauflage des Käseskandals. In den „News“ der Rubrik Gesundheit stand zu lesen, dass sich zwei weitere Deutsche nach dem Verzehr von bakteriell belastetem Käse mit Listerien infizierten. Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte, ist ein Mann im Raum Lüneburg betroffen. Der 71jährige liegt seit über einem Monat mit grippeähnlichen Symptomen und Hirnhautentzündung in der Klinik. Auf dem Weg der Besserung befindet sich dagegen ein 67jähriger aus dem Kreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz.

Das Koblenzer Landesuntersuchungsamt bestätigte den Verdacht, dass es sich um denselben Erreger handelte, wie bei den vorhergehenden Fällen. Denn bereits 2009 erkrankten mehr als sechzehn Menschen in Deutschland und Österreich an Listeriose, sechs davon starben. Sie hatten Sauermilchkäse des österreichischen Herstellers Prolactal gegessen. In Deutschland befanden sich Harzer Käse und Bauernkäse mit Edelschimmel der Marke „Reinhardshof“ im Sortiment von Lidl. Daraufhin hatte der Discounter die betreffenden Sorten aus allen Filialen zurückgerufen und vor dem Verzehr gewarnt. Das Unternehmen Prolactal nahm die Produkte ebenfalls aus dem Verkauf und hat auf seiner Webseite eine gebührenfreie Info-Hotline zum Thema Sauermilchkäste eingerichtet.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verzichtet besser auf den Verzehr von Rohmilchkäse. Zwar ist eine Listeriose glücklicherweise äußerst selten, denn ein intaktes Immunsystem schützt vor den überall in der Umwelt vorkommenden Erregern. Jedoch kann die Krankheit bei Menschen mit schwacher Immunabwehr, bei Älteren, Kindern oder Schwangeren dann leider so dramatisch verlaufen, wie in den oben geschilderten Fällen.

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Wassermelonen statt Viagra

Montag, 1. März 2010 14:56

Bereits im Jahr 2008 wurde von dem texanischen A&M Agri-Forschungszentrum herausgefunden, dass durch eine im Organismus stattfindende biochemische Reaktion der verstärkte Genuss von Wassermelonen am Anfang einer Erektion des Penis stehen kann.

Das in Fruchtfleisch und Schale der Wassermelone enthaltene Citrullin erfährt durch den Umwandlungsprozess im Körper die Bildung von Stickstoffmonoxyd (NO), welches das Enzym Guanylatcyclase stimuliert. Dieses produziert den Botenstoff Cyclo-Guanosinmonophosphat (cGMP), der die Entspannung der glatten Muskulatur der in den Schwellkörpern verlaufenden Arterien bewirkt. Somit fließt mehr Blut durch die Gefäße und die Erektion setzt ein.

Nun ist es allerdings notwendig, eine große Anzahl an Wassermelonen zu essen, um die erforderliche Menge Citrullin aufzunehmen, welches letztendlich die Produktion von cGMP bewirkt. Anzumerken ist dabei, dass konzentriertes Citrullin weniger Nebenwirkungen verursacht als Viagra.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Herstellung von citrullin-ähnlichen Wirkstoffen gelingt, denn die Essenzen aus der Wassermelone werden vermutlich von mehr Patienten vertragen werden können als die allein auf chemischer Basis hergestellten Substanzen des Präparates Viagra.

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Dunkelfeldtherapie – Was ist das?

Freitag, 26. Februar 2010 10:18

Öfter werde ich nach einer sog. Dunkelfeldtherapie gefragt. Und dann sage ich oft: Gibt es nicht. Manche Patienten denken tatsächlich, dass dies eine Art okkulter Prozess sei – Eine Therapie in einem “dunklen Umfeld”…

Im Ernst: Unter einer Dunkelfeldtherapie wird folgendes verstanden:

Eine Therapie die aufgrund einer Blutuntersuchung im Dunkelfeldmikroskop durchgeführt wird. Schauen wir erst einmal was die Dunkelfeldmikroskopie ist.

Wikipedia beschreibt die Dunkelfeldmikroskopie sehr treffend:

Die Dunkelfeldmikroskopie ist eine optische Methode zur Untersuchung von Objekten, die aufgrund ihrer geringen Größe weit unter der Wahrnehmungsgrenze des menschlichen Auges liegen und deshalb ohne technische Hilfsmittel nicht oder nur eingeschränkt betrachtet werden können. Es handelt sich um eine spezielle Variante der Lichtmikroskopie, durch die mit Hilfe speziell ausgestatteter Mikroskope insbesondere durchsichtige und kontrastarme Objekte ohne vorherige Färbung untersucht werden können. Dies ist bei Durchlichtbeleuchtung nur unzureichend möglich. Besonders von Vorteil für einige spezielle Anwendungen ist die Tatsache, dass ohne die Notwendigkeit zur Färbung auch lebende Objekte beobachtet werden können. (de.wikipedia.org/wiki/Dunkelfeldmikroskopie)

Der Vorteil ist somit, dass “lebendes Blut” im Dunkelfeld betrachtet werden kann und wie sich dieses verhält. Daraus können bestimmte Rückschlüsse gezogen werden. Deshalb wird auch häufig von einer “Vitalblut-Diagnostik” gesprochen. Aber auch hier muss man vorsichtig sein, denn unter Vitalblut-Diagnostik werden ebenfalls wieder verschiedene Dinge verstanden.

Eine Anmerkung sei mir hier gestattet: Ich wundere mich zum Teil über verschiedene Diagnosen die aufgrund der Dunkelfeldmikroskopie gestellt werden. Da werden teilweise Phänomene beschrieben, die mir aus der mikroskopischen Hämatologie nicht bekannt – oder als etwas anderes bekannt sind. Nach meiner jetzigen Kenntnis und Erfahrung ist mir nicht ersichtlich wie ein Krebserkrankung im Dunkelfeld dignostiziert werden könnte oder sog. Candida-Belastungen bzw. Candida-Infektionen.

Zurück zur “Dunkelfeldtherapie”.

Als Therapie wird fast immer die sog. Enderlein-Therapie oder auch Sanum-Therapie damit in Verbindung gebracht.

Aber auch andere Therapien können je nach Diagnosestellung in Frage kommen und dies müssen keineswegs die Sanum-Präparate sein.

Fazit: Die Dunkelfeldmikroskopie ist ein gutes Hilfsmittel zur Diagnose. Eine Diagnose sollte aber aus meiner Sicht nicht nur aufgrund der Dunkelfeldmikroskopie erfolgen. Man kann nicht ALLES damit erkennen. Auch als Hilfsmittel hat es seine Grenzen. Und die Grenzen sollte man immer kennen.

Im folgenden einige Bilder aus dem Dunkelfeld:

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Doping der Akademiker

Montag, 22. Februar 2010 22:23

Doping im Sport ist ja nichts Neues. Und Drogen auch nicht – zumindest bei den “typischen Drogenabhängigen”. Zumindest wie “man” die sich so vorstellt…  Manche denken da noch an “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”…

Es hat sich aber irgendwie ein “Wandel” vollzogen. Und ich meine nicht die legalisierten Drogen Alkohol und Nikotin. Gerade das Thema Alkoholsucht ist traurig genug.

Während zahlreiche Menschen versuchen Ihrer Wirklichkeit zu entfliehen, versuchen andere den Ansprüchen einer vermeintlich “härteren” Arbeitswelt gerecht zu werden.

Erkenntnissen der DAK und der Unternehmensberatung Kienbaum zufolge nimmt die Bereitschaft von Managern und Leistungsträgern aus dem mittleren Management zu, zur Steigerung der Konzentration Medikamente einzunehmen. Meistens sind es die gut verdienenden Akademiker mit einem Jahresgehalt von über 200.000 Euro, die aus Versagensängsten zum Mittel des “Hirndoping” greifen. Doch auf lange Sicht machen die Medikamente krank, und das kann nicht im Sinne der Unternehmen sein.

Manager mit hoher Verantwortung arbeiten mehr als 60 Stunden in der Woche und sehen es als selbstverständlich an, auch am Wochenende noch im Dienste ihres Unternehmens tätig zu sein. Dieser chronische Stress, dem leitende Angestellte und Akademiker ausgesetzt sind, wird von diesen jedoch sogar noch als positiv empfunden. So entwickelt sich so mancher Angestellte zu einem ausgesprochenen „Extremjobber“, der keine Grenzen kennt und den drohenden Blackout noch nicht einmal wahrnimmt.

Leistung um jeden Preis heißt die Devise dieser Workaholics, von denen die Männer auf Präparate zurückgreifen, die die Konzentration fördern und die Frauen eher tendenziell Stimmungsaufheller einnehmen. Die schnelle Verfügbarkeit von Medikamenten über das Internet und aus dem Ausland lässt dabei einige verschreibungspflichtige Arzneimittel harmloser erscheinen als sie wirklich sind.

Zudem werden die Präparate gegen Demenz auch von Ärzten verschrieben, selbst wenn gar keine Diagnose vorliegt. Der Wirkstoff Piracetam etwa wirkt gegen organisch bedingte Leistungsstörungen. Ohne weiteres kritisches Hinterfragen erhalten Manager dieses Mittel gegen mangelnde Konzentration.

Den für gesunde Menschen gefährliche Betablocker Metoprolol, der Bluthochdruck- und Herzpatienten verschrieben wird, findet man ebenso in den Medikamentschränkchen der Angestellten wie Methylphenidat (Handelsname z.B. Ritalin) gegen das ADHS-Syndrom oder Modafinil. Dieser Wirkstoff wird bei Tagesmüdigkeit verordnet und ist mit äußerster Vorsicht zu genießen. Modafinil ist mittlerweile bekannt für seinen Missbrauch als Dopingsubstanz. Der konzentrationsfördernde und aufputschende Effekt hat bei langfristiger Einnahme allerdings die gegenteilige Wirkung mit gleichzeitiger möglicher Schädigung von Leber und Nieren.

Irgendwie ist das für mich paradox.

Früher wurden Drogen genommen um der Wirklichkeit zu entfliehen oder (wie in der Hippie-Generation) transzendentale Erfahrungen zu machen.

Und heute: Drogen um mit dem Druck der Leistungsgesellschaft fertig zu werden. Manager, Studenten, Selbsständige… Ich höre davon immer öfter.

Da Frage ich mich: Noch jemand ohne?

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Tod durch die Pille?

Donnerstag, 21. Januar 2010 22:12

oder: Die verhängnisvolle Verhütungspille

Die Süddeutsche Zeitung und der Verein: „Coordination gegen BAYER-Gefahren“ machen auf das Risikopotential der Pillen: Aida und Petibelle, Produkte der Bayer Tochter Jenapharm und die Antibabypillen: Yaz, Yasmin und Yasminelle direkt aus dem Hause Bayer aufmerksam.

Direkt nach der Markteinführung im Jahr 2000 wurden schon mehr als hundert Fälle von schweren Nebenwirkungen gemeldet.

2001 kam es zu den ersten tragischen Todesfällen. Allein in Deutschland sind sieben Frauen nach der Einnahme einer Pille aus dieser Produktreihe verstorben. Bei anderen Patientinnen traten eklatante Nebenwirkungen auf. Einige Frauen traf es so tragisch, dass sie zu Pflegefällen wurden.

Der Expertenstreit zwischen unabhängigen Wissenschaftlern und dem Bayer- Konzern gibt zu denken: Der Zusammenhang zwischen der Einnahme dieser „Pille der zweiten Generation“ und den Todesfällen ist bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Deshalb sieht der Bayer Konzern auch keine Veranlassung dazu, das Medikament vom Markt zu nehmen.

Internationale Studien stimmen überein: das Hormon Drospirenon erhöht das Risiko, ein Blutgerinnsel entstehen zu lassen. In den Pillen der ersten Generation ist Drospirenon noch nicht enthalten.

Deshalb wird inzwischen Frauen mit bestimmten Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck oder Diabetes dazu geraten, lieber zu den alten und bewährten Verhütungspillen zu greifen.

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Schmerzen durch Medikamente

Montag, 18. Januar 2010 11:20

Vorsicht: Die Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kopfschmerzmitteln sind keine Nebensache

In Deutschland werden pro Jahr Millionen Packungen von Schmerzmitteln konsumiert. Aber kaum jemand kennt die gefährlichen Nebenwirkungen dieser oft freiverkäuflichen Medikamente.

Spitzenreiter in den „Charts“ der beliebtesten Schmerzmittel ist Paracetamol, dicht gefolgt von Aspirin, Spalt und Voltaren.

Aspirin enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure, dieser kann ebenso wie Diclofenac, welches in Voltaren enthalten ist Störungen im Magen- und Darmbereich hervorrufen. Im schlimmsten Falle kommt es sogar zu Blutungen im Verdauungssystem. Auch Allergien und Nierenprobleme können von diesen Inhaltsstoffen ausgelöst werden.

Und auch Schmerzmittel ohne eine entzündungshemmende Wirkung, wie Paracetamol können Krankheiten im Bereich der Leber, im Blutsystem und Allergien bewirken.

Frei verkäuflich bedeutet nicht frei von Nebenwirkungen

Allerdings kann auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten die Gesundheit stark gefährdet werden.
Hier sind speziell Präparate aus der Gruppe der Triptane in den Fokus der medizinischen Kontrolle gerückt. Denn sie bekämpfen zwar die gefürchteten Migränekopfschmerzen, aber gleichzeitig ist es möglich, dass sie in völlig anderen Bereichen des Körpers Schmerzen auslösen.

Wahrscheinlich aktiviert dieses Präparat das physisch gespeicherte Schmerzgedächtnis eines Patienten. denn es treten Beschwerden an Stellen im Körper auf, die in der Vergangenheit schon von Krankheiten und Schmerzen betroffen waren.

Um diesen- auf den ersten Blick- unwahrscheinlichen Zusammenhängen auf die Spur zu kommen, sei es jedem Schmerzpatienten empfohlen, ein Schmerztagebuch zu führen. Darin sollte dokumentiert werden, welche Medikamente wann eingenommen wurden und zu welchen Reaktionen es kam. Anhand solcher persönlicher und detaillierter Dokumentationen kann man gemeinsam mit seinem Arzt herausfinden, welches Präparat mehr Schaden als Nutzen bringt.

Ihr Arzt wird dann auch diese Nebenwirkungen an ein medizinisches Erfassungssystem weiterleiten, diese Informationen helfen der pharmakologischen Forschung und Entwicklung in ihrer Arbeit.

Denn die Qualität von Schmerzmitteln hängt auch von den Rückmeldungen der Patienten ab. Nur mit Hilfe der Patienten können überhaupt manche Schwachstellen erkannt und beseitigt werden.

Tja: und wenn man möchte, könnte man sich ganz von den Nebenwirkungen befreien. Man könnte nebenwirkungsfreie oder zumindest sehr nebenwirkungsarme Alternativen suchen. Oder man stellt gleich die Ursachen ab  — und darum geht es auf Naturheilt.com

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Zu viele Medikamente für Kinder

Dienstag, 12. Januar 2010 14:58

Eine Studie des Markt- und Sozialforschungsinstituts infas verdeutlicht, dass Eltern ihren Kindern häufig zu viele oder falsche Medikamente verabreichen. Für die von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände beauftragten Studie wurde zwischen März und Mai 2009 eine repräsentative Befragung von 3.200 Eltern mit Kindern unter 18 Jahren vorgenommen.

Demnach geben drei von fünf Eltern ihrem Kind mindestens einmal monatlich ein Medikament. Zudem erhalten 19 Prozent der Kinder vorbeugend Medikamente, etwa in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.

„Ich glaube, dass manche Eltern ihren Kindern zu schnell Arzneimittel geben”, sagt der Vize-Präsident der ABDA, Friedemann Schmidt. Ergänzend fügt er hinzu: „Das Wissen über nicht medikamentöse Anwendungen hat in den letzten 20 Jahren deutlich nachgelassen.” Auch die infas-Studie zeigt, dass im Fall einer gewöhnlichen Erkältung nur 16 Prozent der Eltern auf Hausmittel wie Wadenwickel zurückgreifen.

Diese Entwicklung kann ich aus der Praxis nur bestätigen. Eltern denken bei Fieber ihrer Kinder erst einmal an ”Fieberzäpfchen!”. Und das möglicherweise ihne jeden Grund. Viele Eltern können trauen sich überhaupt nicht mehr zu zu beurteilen, wie gravierend das Fieber überhaupt ist.

Da kommen Eltern teilweise mit einem quietschfidelen Kleinkind mit Schnoddernase und erhöhter Temperatur (38°C) – meinen aber, das Kind habe hohes Fieber… 

Die Studie stellte übrigens weiter fest: Häufig wird sich auch zu unbedacht aus dem Arzneischrank bedient. 43 Prozent der befragten Eltern verabreichen Medikamente, ohne zuvor einen Arzt zu fragen. Zudem gibt es aktuell nicht genug Arzneien, die eine spezielle Behandlung von Kindern ermöglichen.

Zwangsläufig liegt der Anteil Kindern verschriebener Medikamente, die nur für Erwachsene geeignet sind, bei bis zu 20 Prozent, in Krankenhäusern sogar bei fast 60 Prozent. Der Kinderarzt Professor Wolfgang Rascher verdeutlicht die Konsequenz der auf dem Beipackzettel fehlenden Dosierungsempfehlung für Kinder: „Dann sitzt die Mutter am Küchentisch und teilt Tabletten mit dem Küchenmesser”.

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Patientenrisiko: Medizinische Abkürzungen

Montag, 11. Januar 2010 13:23

Die Britische Medical Defence Union (MDU) warnte kürzlich vor erheblichen Patientenrisiken durch den missverständlichen Gebrauch medizinischer Abkürzungen. Die MDU beruft sich hierbei auf veröffentlichte Studien aus Großbritannien und den USA, und verweist auf Ursachen wie fehlerhaftes Lesen, mangelnde Kenntnis medizinischer Abkürzungen, sowie die problematische Mehrfachbedeutungen von Abkürzungen.

Dr. Sally Old, gerichtsmedizinische Gutachterin der MDU, berichtete von zwei Patientenfällen. Einem Diabetes-Patienten wurde versehentlich die 10fache Dosis an Insulin verabreicht: anstatt 6IU (6 International Units) wurde die Abkürzung als 61 Units fehlinterpretiert. Der Fehler wurde rechtzeitig erkannt und der Patient versorgt.

In zweiter Fall verlief tragisch: einem 62jährigen Dialysepatienten wurde zur Behandlung einer Virusinfektion das Medikament Aciclovir verschrieben. Das erstellte Rezept lautete „Acyclovir mit HD”, enthielt also die Abkürzung HD für Hämodialysis; ein Hinweis darauf, die Medikamentendosis entsprechend der verminderten Nierenfunktion auf eine Dosis pro Tag zu reduzieren. HD wurde jedoch falsch als TD (three times daily), dreimal täglich, gelesen. Der Patient verstarb an den Folgen der unbemerkten Falschdosierung.

Beunruhigend ist auch folgender Befund: Kinderärzte, befragt nach der Bedeutung einer Auswahl fachspezifischer Abkürzungen, gaben zu 56-94% die korrekte Interpretation, wogegen Mediziner anderer Fachrichtungen nur zu 31-63% richtig lagen. Also kann ich mich auch endlich mal outen: ich verstehe die Abkürzungen auch nicht alle :-)

Bereits in 2007 veröffentlichte das Birmingham Heartland Hospital Ergebnisse einer landesweiten Studie an Kinderkliniken, aus der sich mehrere Fälle von Mehrfachbedeutung medizinischer Abkürzungen lesen. Ein Beispiel ist die Abkürzung „TOF“, welche in der britischen medizinischen Terminologie für “tetralogy of fallot”, einen angeborenen Herzfehler, aber auch für “tracheo-oesophageal fistula”, eine angeborene anormale Verbindung zwischen Luftröhre uns Speiseröhre, steht – zwei völlig verschiedene Krankheitsbilder, mit möglicherweise fatalen Konsequenzen im Fall eines operativen Eingriffes zur Behebung dieser angeborenen Konditionen.

Auch ich hatte einen “Klassiker” noch in der Assistenzzeit: Zustand nach HWI. Klarer Fall von Harnwegsinfekt dachte ich - Blasentee verordnen und ab nach Hause. Ich wurde zum Glück eines bessern belehrt: es handelte sich um einen Hinterwandinfarkt.

Vertreter des Britischen Gesundheitsministeriums fordern jedenfalls Abkürzungen in medizinischen Aufzeichnungen, Verschreibungen und Behandlungsplänen auf ein Mimimum zu reduzieren: „Sie verursachen Konfusion und gefährden die Patientensicherheit“.

Dem kann ich nur zustimmen…

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Starker Ausgabenanstieg bei Arzneimitteln

Freitag, 8. Januar 2010 20:09

Wirtschaftskrise? Aber nicht doch!

Während sich Arbeitnehmer und Unternehmer sorgen um ihr Geschäft und Arbeitsplätze machen, freuen sich das Pharmakartell, äh… die Pharmahersteller und lassen Sektkorken knallen – oder vielleicht doch eher Champagnerkorken?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben im Monat November des Jahres 2009 gegenüber des Monats November des Jahres 2008 durchschnittlich 10,9 Prozent mehr für Arzneimittel und Impfstoffe bezahlt!

Je nach Region liegen die Steigerungsraten dabei zwischen 6,3 und 13,3 Prozent. Da die gesetzlichen Krankenversicherungen mehr Geld in Arzneimittel investieren muss als in Impfstoffe, ist es für sie schwerwiegend, dass die Preise für Arzneimittel um 11,1 Prozent stiegen.

Die Impfstoff-Preise sind zwar “nur” um 6,6 Prozent gestiegen, jedoch machen die Arzneimittel den größten Anteil aus.

Dies zeigt sich in den letztendlichen Zahlen, in welchen stehen, dass die Gesamtkosten um 10,9 Prozent gestiegen sind. Dadurch liegt die Steigerungsrate über der zu Beginn des Jahres einkalkulierten Steigerungsrate (einkalkuliert waren 5,6 Prozent).

Da kann man doch nur noch mit dem lustigen Pharmareferenten (alias Georg Schramm) antworten:

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Gentechnik: DNA von Gen-Mais doch übertragbar

Samstag, 26. Dezember 2009 13:11

Kanadische Wissenschaftler der “University of Guelph” kamen bei einer Studie zur Wirkung des Roundup Ready Mais (Hersteller Monsanto), zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Offensichtlich wird transgene DNA von genmanipuliertem Mais auf mehrere Gruppen von Bodenorganismen – etwa Regenwürmer – übertragen. Durch den Gentechnik-Mais findet also ein horizontaler Gentransfer statt, der auf Bodenorganismen übergreift, bei denen man später transgene DNA nachweisen kann.

Es steht jedoch noch nicht fest, ob diese transgene DNA zu bakteriellen Zellen umgewandelt wird, oder in Kombination mit den Pflanzenrückständen als freie DNA außerhalb der Zellen bestehen bleibt. Man ist sich nicht sicher, wie lange transgene DNA in verschiedenen Natursystemen und auch im Bereich der Landwirtschaft erhalten bleibt und wie sie genau verbreitet wird.

Außerdem konnten die kanadischen Wissenschaftler herausfinden, dass transgene DNA innerhalb der Nahrungskette diverser Bodenorganismen nicht wesentlich abgebaut wird.

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