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Vegetative Dystonie

Vegetative Dystonie - Verlegenheitsdiagnose oder ernsthafte Erkrankung?

Grundsätzliches

Vegetative Dystonie ist auch nach Meinung vieler Schulmediziner keine Krankheit "an sich", sondern eher eine Vielzahl verschiedener Symptome.

Folgende Symptome können zu einer Diagnose "Vegetativen Dystonie" führen: Nervosität, allgemeine innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafprobleme, Schwindel, Wechseljahresbeschwerden, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Verkrampfungen der Muskulatur (Wadenkrämpfe, Zehenkrämpfe, Muskelzittern, Muskelzucken), Herzprobleme (unregelmäßiger Schlag, Herzstolpern, Herzjagen, Herzschmerz, Beklemmungsgefühl in der Brust), Krämpfe in den Blutgefäßen (kalte Hände), Magenkrämpfe, Magendrücken, verschiedene Darmbeschwerden, Verstopfung, Leber-Galle-Beschwerden (starke Blähungen), Verlust der sexuellen Lust.

Sicherlich fragen Sie sich, wie man bei diesen ganzen tatsächlichen Beschwerden auf eine Diagnose wie vegetative Dystonie kommt?

Ich kann es Ihnen nur so erklären:

Weil der behandelnde Arzt vielleicht keine andere Ursache für Ihre speziellen Symptome finden kann. In diesem Fall werden dann Ihre Beschwerden dann oft als "stressbedingt" abgetan.

Und in der Tat: das liegt gar nicht so weit entfernt. Negativer Stress beeinflusst das Immunsystem und viele Körperfunktionen sehr negativ, was in der Folge zahlreiche Symptome (siehe oben) produzieren kann.

Hierbei spielt das vegetative Nervensystem eine entscheidende Rolle - daher auch der Begriff vegetative Dystonie.

Das vegetative Nervensystem koordiniert und reguliert die Funktion der inneren Organe. Es wird auch autonomes Nervensystem genannt, weil es nicht bewusst gesteuert werden kann, also nicht dem Willen unterworfen ist.

Hauptsächlich werden die glatte Muskulatur der Organe (z.B. Magen-Darm-Trakt, Blase, Gebärmutter), Drüsen und die Herzmuskulatur vom vegetativen Nervensystem versorgt.

Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Fasersystemen: dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Diese zwei Systeme wirken wie Gegenspieler.

Der Sympathikus passt den Körper an äußere Belastungen an. Er bewirkt eine Aktivitätssteigerung z.B. durch die Erhöhung des Energieumsatzes, des Blutdrucks und der Herzfrequenz und die Hemmung der Darmbewegung. Allgemein wird die sympathische Reaktion als leistungsfördernd (=ergotrop) bezeichnet.

Der Parasympathikus fördert die Erholung und den Aufbau von Leistungsreserven. Er fördert die Drüsen- und Darmtätigkeit und senkt Blutdruck und Herzfrequenz. Die parasympathische Reaktion wird als der Ernährung zugewandt (=trophotrop) bezeichnet.

Am Tag überwiegt der sympathische Einfluss, damit wird die Aufmerksamkeit gesteigert. In Erholungsphasen und in der Nacht überwiegt der parasympathische Einfluss, die Aufmerksamkeit reduziert sich.

 

Mögliche Ursachen

Unser „modernes“ Leben, das uns keine Ruhe gönnt, ist eine ideale Voraussetzung für "nervliche Erkrankungen" wie die vegetative Dystonie. Genauso können Kummer, Schlafmangel, Stress, Überforderung, Blutarmut und Missbrauch von Medikamenten (oder die Medikamente selbst), dafür verantwortlich sein.

Mögliche Folgen Wie bereits oben beschrieben, können die Beschwerden und symptome absolut vielfältig sein: Nervosität, Überempfindlichkeit, Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Reizbarkeit, Herzklopfen, Herzflattern, Einschlafen der Glieder, Kopfschmerzen, Lidzucken, Zuckungen, Schwindelgefühl, Durchfall, Appetitlosigkeit und vieles mehr...

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Problemen mit dem vegetativen Nervensystem in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Bachblütenn Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.

Ernährung Jedes Jahr kommt mindestens eine neue Diät auf den Markt. Warum? Weil keine hält, was sie verspricht. Es gibt aber eine Kostform (keine Diät!), die seit 30 Jahren besteht. Warum? Weil sie tatsächlich funktioniert. Es ist die Schaub-Kost, die der Verfasser selbst seit Jahren befolgt.

Auf jeden Fall zu meiden sind: Kaffee, Schwarztee, Schweinefleisch, Würste, Geräuchertes, Alkohol und Nikotin.
 
Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen: Je 20 ml Johanniskraut, Melisse, Lavendel, Hopfen, Königin der Nacht.
Gemmo-Therapie

Mammutbaum-Knospenmazerat.  Feigenbaum, Sommerlinde.

Medizinische Massagen Eine Massage ist eine gute Begleittherapie

Orthomolekular-Medizin Empfohlene Tagesdosis:
Vitamin C: 3 – 4 g pro Tag, aber nicht vor dem Zubettgehen, da Vitamin C für viele eine aufputschende Wirkung hat. Am besten nehmen Sie zum Frühstück eine Kapsel zu 1000 mg, im Laufe des Vormittags eine zweite. Zum Mittagessen eine dritte und im Laufe des Nachmittags die vierte.

Phytotherapie Kolanuss, Muira puama, Grüntee, Guarana.

Säure-Basen-Haushalt Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert.
In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.

Schüssler-Salze Calcium phosphoricum Nr. 2, Kalium phosphoricum Nr. 5, Magnesium phos. Nr. 7

Spagyrik Baldrian, Mistel, Johanniskraut
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
Sonstiges Taulaufen und Wassertreten (Kneipptherapie) bringen das System wieder auf Trab. Autogenes Training oder eine andere Entspannungsmethode ist sehr zu empfehlen. Pflegen Sie Ihr Innenleben, seien Sie lieb zu sich.

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend, wirkt eine Fußrefelexzonenmassage.