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Alternative Heilmethoden

Untergewicht: Medizinische und andere Gründe

Nicht immer ist ein Untergewicht ernährungsbedingt zu erklären. In vielen Fällen leiden diese Menschen unter ihrer Figur und versuchen über verschiedene Behandlungswege den Zustand zu ändern. Dabei zeigt sich auch das Phänomen, nicht zunehmen zu können.

Die Nationale Verzehrstudie II zeigte u.a.: Im Alter von 17 Jahren haben fast 10 Prozent der Mädchen Untergewicht. Und die leiden keineswegs alle an Magersucht.

Die Ursachen für ein Nicht-Zunehmen-Können sind vielfältig.

Neben einer falschen Ernährung und genetisch bedingten Störungen können verschiedene Erkrankungen des Organismus dafür sorgen, dass die zugeführte Nahrung falsch oder zu rasch verwertet wird.

In vielen Fällen hängt dies mit der Hormonsteuerung (z.B. beim Diabetes mellitus vom Typ I), einer Nebennierenrindeninsuffizienz, einem Morbus Simmonds (vollständiges Fehlen aller im Hypophysenvorderlappen gebildeten Hormone) oder mit der Schilddrüse (z.B. Überfunktion der Schilddrüse) zusammen. Diese Erkrankungen verursachen eine Steigerung des Katabolismus (Abbaustoffwechsel).

Störungen im Eiweißhaushalt (z.B. das Eiweißverlustsyndrom, verursacht durch Lebererkrankungen, Vergiftungen, Magentumoren (Magenkrebs), Nierenerkrankungen oder auch einer gestörten Proteinbildung) können ebenfalls eine Gewichtszunahme verhindern.

Daneben gelten auch verschiedene Tumoren (Krebs) als Verursacher eines stagnierenden Untergewichts. Das Insulinom (seltener Tumor des Pankreas) zeichnet sich neben einer wiederkehrenden Hypoglykämie durch die rasche Verbrennung von Kohlehydraten aus. Eine gesteigerte Zuführung von Nahrung kann zwar den Zuckerspiegel kurzfristig erhöhen, reicht für eine Gewichtszunahme jedoch nicht aus.

Zu den weiteren Ursachen zählen HIV, Morbus Crohn, die Zöliakie, eine gestörte Resorption von Nährstoffen im Darm, ein Befall mit Parasiten sowie Enzymstörungen.

Postoperativ kann es durch Entfernung von an der Verdauung und Verwertung beteiligten Organen oder Strukturen (z.B. Magenteilresektion) ebenfalls zu einer Stagnation des Gewichts (bei erhöhter Nahrungszufuhr) kommen.