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Magengeschwür

Grundsätzliches

Die zarten Schleimhäute des Magens und des Zwölffingerdarms sind so empfindlich, dass sie sich oft entzünden. Man kann das Leiden schon als Zivilisationskrankheit bezeichnen.

Magenbeschwerden haben einen großen Katalog von Symptomen: Völlegefühl und Druck in der Magengegend, Übelkeit, Brechreiz, Mundgeruch, Appetitlosigkeit, belegte Zunge, Sodbrennen, Aufstoßen, Magenkrämpfe, Magenschmerzen, Verstimmung, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Schmerzen bei leerem Magen, Neigung zu Kopfschmerzen, Verstopfung oder Durchfall mit übel riechendem Stuhl, Blähungen, Gewichtsverlust. Dies alles sind aber nur Vorzeichen eines Magengeschwürs, die Sie bis jetzt unbeachtet gelassen haben.

 

Sprache der Symptome Wenn Sie Ärger mit dem Magen haben, ärgern Sie den Magen! Wer oft unter Magenproblemen leidet, sollte auch dringend sein Umfeld prüfen und gegebenenfalls auch hier aufräumen, nicht nur im Magen. Sie sollten sich auch fragen: „Was kann ich denn nicht richtig verdauen, was liegt mir denn so schwer auf dem Magen?“

 

Mögliche Ursachen

Als Ursache wurde das Bakterium Helicobacter pylori entdeckt. Mein Kollege Hermann Kaufmann meint dazu: "Die Mediziner haben nun endlich einen Sündenbock gefunden, der für das Magengeschwür verantwortlich sein soll. So ein Blödsinn, schuld ist nicht das Bakterium „Helicobacter pylori“, sondern ganz alleine Sie selbst. Und wenn Sie Ihre Lebensart (Hektik, Ärger etc) und –einstellung (alles herunterschlucken)  nicht ändern, können Sie den ganzen Magen herausschneiden, das Symptom kommt einfach an einem anderen Ort wieder zum Vorschein."

Auch eine  Nahrungsmittel-Unverträglichkeit kann bei Magengeschwüren und Sodbrennen eine Rolle spielen. Raucher haben ein weit höheres Risiko, Magengeschwüre zu bekommen, als Nichtraucher. (Klar, rauchen macht letztendlich nervös!)

siehe auch: Lebensmittelvergiftung - Lebensmittelinfektion - Milchzucker Unverträglichkeit - Helicobacter Pylori

 

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einem Magengeschwür in Frage kommen.

Zusätzlich finden Sie bei jedem Therapieverfahren allgemeine Bemerkungen oder auch Rezepte, sowie Bezugsquellen.

 

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel

Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Aromatherapie

Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Basilikum, Cajeput, Kamille, Kümmel, Pfefferminze, 

Ernährung

Es gibt auch verschiedene Nahrungsmittel, die dem Magengeschwür dienlich sind. Achten Sie also auf basische Ernährung. Die irrige Meinung, Milch helfe bei Magengeschwüren und Sodbrennen kann auf lange Sicht das Leiden verstärken. Milch hilft nur ganz kurzfristig, um dann mit einer erneuten Säureausschüttung das Leiden zu verstärken.

Orthomolekulare-Medizin

Empfohlene Tagesdosis:

 

Vitamin A: 50'000 IE; hohe Vitamin-A-Dosierungen sollten Sie nur in Begleitung eines erfahrenen Therapeuten oder Arztes einnehmen. Einnahmezeit etwa 1-2 Monate. Wenn die Symptome nachlassen, die Dosis reduzieren.

 

Vitamin E: 400-800 mg; Supplemente können die Heilung von Geschwüren in Magen und Zwölffingerdarm beschleunigen.

 

Vitamin C: 1-2 g; in Form von Kalzium- oder Natriumascorbat in getrennten Dosen mit dem Essen. Nicht in Form von Ascorbinsäure-Pulver einnehmen.

 

Zink: 50-100 mg; beschleunigt die Heilung von Geschwüren. Gemeinsam mit 2 mg Kupfer einnehmen.

Phytotherapie

Süssholz, Lehm, Wallwurz, Propolis, Ingwer, Bockshornklee, Uncaria tomentosa, Ringelblume, Schwarzkümmelöl. Eine Kur mit Teebaumöl wird sehr hilfreich sein. 

Säure-Basen-Haushalt

Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert. Ohne Entsäuerung geht absolut nichts!

Schüssler-Salze

Kalium phosphoricum Nr. 5, Natrium chloratum Nr. 8, Natrium phos. Nr. 9, Calcium sulfuricum Nr. 12.

 

Wirbelsäulensegmente

Achten Sie auf die Brustwirbel 5 – 7. Hier verlassen die Nerven die Wirbelsäule, die den Magen innervieren.

Sonstiges

Aus der Volksmedizin gibt es eine uralte, aber nach überlieferten Berichten zufolge ein "unglaubliches" Rezept: verschlucken Sie eine lebende, rote Waldschnecke! Der von ihr abgesonderte Schleim schützt Ihre Magenschleimhaut.

Dieses Rezept ist vielleicht etwas besser und angenehmer durchzuführen. Machen Sie einen Schneckensirup: eine Lage Schnecken, eine Lage Zucker usw. Die Schnecken werden sich auflösen und zurück bleibt nur der Sirup. Davon nehmen Sie täglich einen Esslöffel voll vor den Mahlzeiten.

Maroni-Kur: Kochen Sie 5-6 geschälte, getrocknete Edelkastanien in ¼ Liter Wasser, bis sie sich leicht zerdrücken lassen. Sie mischen 1 TL Süßholzpulver und 1 TL Engelsüßpulver mit 3 EL Dinkelmehl und warmem Wasser zu einem Teig. Fügen Sie diesen nun den gekochten Maroni bei und erwärmen alles nochmals kurz. Während 2-3 Wochen nehmen Sie morgens 2 EL von diesem Brei nüchtern ein.

Jeden Tag einen halben Liter Saft von rohem Kohl kann die Heilung fördern. Er enthält zwei wichtige Aminosäuren, welche die Heilung beschleunigen können.