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Die Knochenhaut (=Periost)
ist eine bindegewebige Hülle, die sämtliche
Knochen unter Aussparung der Gelenkflächen fest
umspannt. Das Periost wird von zahlreichen
Blutgefäßen und Nerven durchzogen und ist
deshalb sehr schmerzempfindlich. Es schützt den
Knochen und ist nötig als Ansatzstelle für
Muskelsehnen und Bänder.
Eine Knochenhautentzündung
(=Periostitis) kann durch Fortleitung über das
Blut im Rahmen einer Knochenmarksentzündung
(=Osteomyelitis) oder durch äußere Einwirkung
(meist sportliche Überlastung)
entstehen.
Auslöser einer Osteomyelitis
mit begleitender Periostitis sind meist
Bakterien (z.B. Staphylococcus aureus,
Streptokokken, Mycobakterien), die die
Entzündung meist bei Immunschwachen
bewirken.
Typisch ist eine Periostitis
bei Langläufern an der inneren Schienbeinkante.
Eine länger bestehende Periostitis kann eine
überschießende Knochenneubildung
auslösen.
Die Periostitis ist auch eine
wichtige Komplikation einer
Stirnhöhlenentzündung vor allem bei Kindern.
Hierbei greift die Entzündung auf die
Augenhöhle (=Orbita) über und bewirkt eine
Wasseransammlung (=Ödem) in der Orbita mit
Lidschwellung, sowie im weiteren Verlauf die
Periostitis, eine Eiteransammlung unterhalb der
Knochenhaut und schließlich eine
Orbitaphlegmone (=akute Entzündung der Orbita),
die ein Notfall ist.
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