Hepatitis - Die Leberentzündung

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die hauptsächlich durch verschiedene Hepatitis-Viren
verursacht wird und die zu einer langsamen Zerstörung von Leberzellen führt. Typisch ist der Ikterus (Gelbsucht), bei dem sowohl die Haut als auch das Weiße der Augen gelb verändert sind. Mehr
dazu in meinem Beitrag: Wie erkenne ich, ob ich eine Lebererkrankung habe?
Die Leber ist die größte Drüse des Menschen. Sie liegt im rechten Oberbauch zwischen Magen und
Darm und beteiligt sich an der Verdauung (durch Produktion der Gallenflüssigkeit), der Immunabwehr (Bildung von
Antikörpern), der Beseitigung von Schadstoffen (z.B. Alkohol, Umweltgifte) sowie der Bildung, Aktivierung und
dem Abbau von Hormonen. Ein wesentliches und einzigartiges Kriterium der Leber ist ihre
Regenerationsfähigkeit: Ihre Zellen bilden sich bei Verlust nämlich neu. Diese Funktion ist bei einer Hepatitis
aber gestört, wodurch lebensbedrohliche Zustände entstehen können.
Die verschiedenen Hepatitisarten
Bedingt durch die verschiedenen Viren entstehen die Subtypen Hepatitis A, B, C, D und E (sowie weitere, sehr
seltene Formen wie z.B. Hepatitis G).
Bei der seltenen Autoimmunhepatitis (ein Erkrankungsfall pro 10.000 Menschen in Europa) identifiziert der
Organismus Leberzellen als Bedrohung (Feind) und beginnt mit der Zerstörung.
Daneben können Erreger Hepatitiden auslösen, die ansonsten für andere Erkrankungen verantwortlich sind (z.B. das
Herpes-Virus, Windpocken-Virus, Epstein-Barr-Viren = Verursacher des Pfeifferschen Drüsenfiebers).
Weitere Ursachen für eine Leberentzündung sind Alkoholabusus (Missbrauch), Medikamente, Gifte, eine Fettleber oder Stoffwechselstörungen.
Die Inkubationszeit der verschiedenen Formen ist abhängig vom Erreger und liegt zwischen zwei Wochen und einem
halben Jahr (bei der Hepatitis B). Dabei verlaufen Hepatitis A und E nur akut, die anderen Formen können sich auch
chronisch entwickeln (länger als sechs Monate). Zur Diagnose dienen vor allem die Blutwerte, welche typische Entzündungszeichen und Antikörper aufweisen. Eine veränderte
Leber ist durch Ultraschall (Sonographie) darstellbar.
Hepatitis A wird fäkal-oral (Schmierinfektionen, mangelhafte
Hygienestandards) übertragen. Sie ist die häufigste Hepatitis-Form in Deutschland (ca. 20 Prozent aller
Hepatitiden). Es kommt zu Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, allgemeiner körperlicher Schwäche, Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Bereich der Leber. Eine Ausheilung ist durch eine
Umstellung der Lebensgewohnheiten, gesunde Ernährung und körperliche Schonung möglich. Auch besteht für diese
Form eine Impfung.
Hepatitis B ist ebenfalls häufig vertreten (ca. 60.000
Neuerkrankungen in Deutschland jährlich, weltweit sind etwa sieben Prozent aller Menschen chronisch erkrankt)
und wird durch Blutübertragung oder beim Geschlechtsverkehr übertragen. Die Erkrankung führt eher selten zu
Beschwerden wie z.B. Gelenkschmerzen, Nierenbeschwerden oder einem Hautausschlag mit begleitendem Juckreiz. Auch
hier besteht eine Prophylaxe. Daneben kann eine Therapie mit Interferonen (Proteine, die der Abwehr dienen) der
Heilung dienen. In bis zu zehn Prozent verläuft die Erkrankung chronisch, in einigen Fällen auch fulminant
(lebensbedrohlich, z.B. durch Leberzirrhose). Die jährliche Todesrate liegt bei
ca. einer Million Menschen weltweit, in Deutschland bei ca. 2000.
Hepatitis C wird wie das Hepatitis-B-Virus übertragen. Die
Erkrankung zeigt sich vermehrt bei Menschen mit Drogenproblemen (bei Injektionen = i.v.) oder Geschlechtsverkehr
mit häufig wechselndem Partner und nimmt in bis zu 80 Prozent der Fälle einen chronischen Verlauf (bis zu 8000
Neuerkrankungen jährlich in Deutschland). Es kommt zu allgemeinen Krankheitszeichen wie Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Daneben zeigen sich
vermehrt Übelkeit und Erbrechen. Gegen Hepatitis C
besteht keine Prophylaxe. Hier erfolgen seitens der Schulmedizin kombinierte Therapien auf Interferon-Basis.
Chronische Formen werden zusätzlich mit einem virenhemmenden Medikament behandelt. Das Risiko, ein
Non-Hodgkin-Lymphom auszubilden, ist deutlich erhöht.
Hepatitis D wird ebenfalls ähnlich übertragen, vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr
sowie i.v. Drogenkonsum. Die Erkrankung entsteht vermehrt in Verbindung mit einer Hepatitis B, verläuft fast immer
chronisch und weist meist einen fulminanten (schwerer, rascher) Verlauf auf.
Hepatitis E ist in Gegenden mit mangelhafter Hygiene (Ausland) weit verbreitet. Die Übertragung
erfolgt wie bei der Hepatitis A fäkal-oral über kontaminierte Speisen oder verseuchtes Wasser. Der Verlauf ist
akut, zu lebensbedrohlichen Zuständen kommt es vor allem bei Schwangeren (und
ihrem Ungeborenen).
Ist der Verlauf nicht asymptomatisch (ohne klinische Anzeichen, Beschwerden) kommt es bei den meisten
Hepatitiden im Verlauf zusätzlich zu Fieber und einem Ikterus. Der Urin wird dunkel, der
Stuhl entfärbt sich.
Insgesamt kann bei frühzeitiger Therapie die Hepatitis gut behandelt werden. Der chronische Verlauf birgt die
Gefahr einer Entartung oder einer Vernarbung und Leberschrumpfung (Leberzirrhose), wodurch die Funktionsfähigkeit langsam zugrunde geht und ein frühzeitiges
Lebensende droht.
Zum weiterlesen:
siehe auch: Infektionen - Leberschwäche - Leberflecke - Viruserkrankung

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Hepatitis in Frage kommen.
| Ernährung |
Die Frage nach einer sog. "Leberernährung" wird häufig sehr unterschiedlich
beantwortet. Manche Ärzte halten davon nichts, andere wiederum empfehlen bestimmte
Ernährungsrichtlinien.
In meinem Buch zur biologischen Lebertherapie beschreibe ich unter anderem ab Seite
56, welche Aspekte der Ernährung für Sie besonders wichtig sind und welche zwei Lebensmittel
regelmäßig bei Ihnen auf dem Speisezettel stehen sollten (Seite 58).
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive
Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor: Helmkraut, Mariendistel
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.09.2011 aktualisiert.

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