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Entschlackung ist ein Begriff der Naturheilverfahren, genauer der Humoralpathologie (=Viersäftelehre). Er meint
die Ausscheidung von Körpergiften (=Materia peccans) und schädlichen Stoffwechselprodukten (werden hier als Schlacken
bezeichnet).
Grundlage dieser Überlegung ist die Krankheitslehre des Hippokrates, der als Ursache von Krankheiten die fehlerhafte
Zusammensetzung der Körpersäfte annahm.
Um Entschlackung zu erreichen gibt es viele Wege. Der Großteil wird von der Schulmedizin nicht anerkannt, weil
kein wissenschaftlicher Beweis für die Wirkung gefunden werden konnte.
Die Ausscheidung von Körpergiften übernehmen im gesunden Körper die Leber und die Niere. Die Entschlackung kann
durch eine erhöhte Schweißsekretion (=Diaphorese), Abhusten (=Expektoration), gesteigerte Urinausscheidung (=Diurese),
Darmreinigung (mittels Einläufen) oder Aderlass erfolgen.
Die Heilung nach der Entschlackungstherapie soll dann durch die Selbsthilfe des Körpers durch ein diätetisches
Konzept mit vernünftiger Lebensweise und körperlich-seelischer Ausgeglichenheit führen.
In der heutigen Zeit verwenden Humoralpathologen neben Aderlässen und Einläufen auch die Blutegel-Therapie, die
Schröpf-Therapie (auch mit vorherigem Einritzen der Haut) oder hautreizende Pflaster (=Canthariden-Pflaster).
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