Die Eiweißverdauung

Ausgangspunkt der Eiweißverdauung ist der Magen. Je nach dem Eiweißgehalt der zu sich genommenen Nahrung, beginnt das Organ Magensaft zu produzieren. Bei einer gesunden Verdauung können dies bis zu drei Liter täglich sein. Diese sehr scharfe, aus Magenschleim, Salzsäure und dem Enzym Pepsinogen bestehende Flüssigkeit entzieht dem Nahrungsbrei das darin enthaltende Eiweiß und lässt es gerinnen.

von: Rene Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Das Enzym Pepsinogen spaltet die Eiweißmoleküle auf und sie gelangen nun weiter in den Dünndarm. Hier neutralisieren die Gallensäfte die Magensäure. Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse bauen die zerkleinerten Eiweißmoleküle zu einzelnen Aminosäuren (die kleinsten Bausteine des Eiweißes) ab. Diese werden, zusammen mit ebenfalls aufgespalteten Fetten und Kohlenhydraten, durch die Darmwand in den Blutkreislauf geleitet und zur Leber und den einzelnen Körperzellen transportiert.

Das aufgespaltene Eiweiß wird bei den meisten Menschen im Dünndarm zu ca. 90% resorbiert. Die bis in den Dickdarm gelangenden restlichen 10% der Nahrungseiweiße unterliegen dort einem bakteriellen Abbau. Im Dickdarm kommt es dann zu einem Abbau der Eiweiße durch die Darmbakterien, wobei Ammoniak ensteht, der natürlich giftig für den Körper ist. Zudem enstehen weitere giftige biogene Amine wie: Indol, Kadaverin (Leichengift)und Putreszin. Diese Gifte die auch zum Teil in die Blutbahn übertreten, müssen von der Leber eliminiert werden (Entgiftung). Hierfür werden die Amine sulfatiert (Indikan), methyliert (Skatol) oder glukuronidiert.

In der Regel funktioniert dieser Prozess problemlos. Oftmals jedoch wird zuviel Eiweiß, besonders in tierischer Form, verzehrt. Entsprechend große Mengen an Eiweiß gelangen in den Darm und auch ins Blut. Der Körper kann diesen Überschuss an Eiweiß nicht ausscheiden und lagert ihn im Bindegewebe ein.

Das dieser Effekt zu Folgekrankheiten führen kann, wie (u.a. Rheuma oder Bluthochdruck) zeigte bereits der Arzt Dr. Alfred Pischinger vor mehr als 50 Jahren. Lesen Sie hierzu auch unbedingt meinen Artikel zum "Pischinger Raum", bzw. zur Grundregulation nach Pischinger.

Weiterhin belastet ein Übermaß an Eiweiß die Leber und das Gleichgewicht der Darmflora.

Verstopfung und geruchsintensive Stuhlgänge, sowie Blähungen sind die Folge.

Um eine gesunde Eiweißverdauung zu gewährleisten, sollte wenig tierisches Eiweiß zu sich genommen werden.

Wurde bereits eine Folgeerkrankung diagnostiziert, sollte man auf tierische Eiweiße gänzlich verzichten und eine Reinigung des Darms durchführen.

Eine seltene Krankheit ist die Hartnup-Erkrankung: eine angeborene Störung des Transportes von Aminosäuren durch die Körperzellen. Hierbei liegt Fehler in der Ausbildung des Na+-abhängigen Transportsystems für neutrale Aminosäuren vor.

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Problemen mit der Eiweißverdauung in Frage kommen.

Ernährung Reduzieren Sie tierisches Eiweiß! Lassen Sie als erstes ALLE Schweinefleisch-Produkte weg. Warum lesen Sie in meinem Beitrag: FLEISCH!
Heilpflanzen

Papaya, Ananas, Feigenbaum.
Im Falle von Blähungen: Kümmel, Fenchel, Anis. Zur Verbesserung der Verdauung: Wobenzym N

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.07.2011 aktualisiert.

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