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Unser Bindegewebe ist das Organ
dem in der Medizin wohl die geringste
Bedeutung beigemessen wird. Dabei sind
viele Patienten überrascht, wenn ich
Ihnen sage, dass das Bindegewebe ein
Organ wie Herz, Leber oder Lunge ist. Das
Bindegewebe ist natürlich nicht so
kompakt - und Sie können es auch nicht
"herausnehmen", weil es nämlich Ihren
gesamten Körper
durchzieht.
Das
Bindegewebe ist das zentrale Transportmedium in
Ihrem Körper und es kann die
unterschiedlichsten Formen annehmen.
Grundsätzlich besteht das Bindegewebe aus den
Bindegewebszellen und der sog. Matrix, in die
die Zellen "eingebettet"
sind.
Die
Bindegewebsmatrix wäre bei einem Haus das
Gerüst, nämlich Wände, Pfeiler, Decken. Nur
wenn diese Matrix stimmt fühlen Sie sich in
Ihrem Haus wohl.
Die Ernährung beeinflußt den Zustand des
Bindegewebes erheblich. Das
ganze hängt mit dem Thema Übersäuerung und
Säure-Basen-Haushalt
zusammen. Durch ein Übermaß an Eiweißprodukten
und Einfachzuckern kommt es zu Ablagerungen von
Stoffwechselendprodukten im Bindegewebe. Damit
wird das Bindegewebe weniger durchlässig für
Nährstoffe, aber auch für den Abtransport von
"Schlackestoffen", die in den Zellen beim
Stoffechsel anfallen -- es kommt zu einer
regelrechten "Versulzung" des
Bindegewebes.
Das Bindegewebe
verliert dadurch seine Elastizität, sowie
die Fähigkeit, hormonelle und zwischenzelluläre
Reize zu übertragen. Damit verliert es die
Eigenschaft als Kommunikationsnetz und als
Nährstofftransporter.
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